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glücklich scheitern

Feminismus

Feministin und Jungs-Mama – was heißt das?

Als ich das erste Mal schwanger war, ging ich davon aus, dass es ein Mädchen wird. Warum genau kann ich gar nicht sagen. Irgendwie passte ein Mädchen besser zu mir. Und als Feministin hatte ich sehr konkrete Vorstellungen davon, wie ich diese Tochter dann erziehen würde.

Ja nun, ich bekam dann einen Jungen. Vorweg: Ich war kein bisschen enttäuscht. In dem Moment, als ich erfuhr, dass ich einen Sohn bekomme war es perfekt wie es war. Aber dennoch tauchten bei mir Fragen auf:

Was mache ich als Feministin nun mit einem Sohn (inzwischen zwei Söhnen)? Erziehe ich sie anders als Mädchen? Erziehe ich sie – in Zeiten von „unerzogen“-  überhaupt? Was sind meine Wünsche und Sorgen für sie und welche Werte will ich ihnen vermitteln?

Zumal aktuell die Debatte ja auch kippt: Manchmal scheint es in den Feuilletons eher der „männliche Nachwuchs“ zu sein, der von der Wettbewerbsgesellschaft vernachlässigt wird. Jungs, die Bildungsverlierer. Jungs, die ja „nur“ von Frauen betreut werden (in Betreuungseinrichtungen) und dadurch nicht lernen, was eine männliche Identität sei (aber keiner fragt danach, wo die Väter, Erzieher und Lehrer sind, die ihnen eine Identität welcher Art auch immer vorleben).

Ich wartete erst mal ab. Wie sich mein Sohn so entwickelte. Denn vielleicht würde sich ja vieles von selber ergeben.

Was ich recht schnell merkte: Ein Kind „geschlechtsneutral“ zu erziehen ist unmöglich, wenn man nicht alleine mit ihm im Wald lebt oder es von anderen Betreuungspersonen fern hält. Denn schon während der Schwangerschaft wird – sofern man das Geschlecht bekannt gibt – in rosa und blau getrennt: Ob bei der Zusammenstellung der Erstausstattung, der Dankeskarten für die Geschenke zur Geburt, bei der Bewertung der Kindsbewegungen („Ballerina“, „Fußballer“…) – nichts bleibt in der Hinsicht unkommentiert.

Ich merkte, wie schwer es war (und ist) Freund*innen und Familie dazu zu bewegen, meinem Sohn etwas zu schenken, das nicht den Genderstereotypen entspricht. Als er grade das Laufen lernte, schnappte er sich auf den Spielplätzen immer die Puppenbuggys anderer Kinder und schob sie durch die Gegend. Praktischerweise hatte er bald darauf Geburtstag. Ich versuchte alle, die was Schenken wollte zu überreden, aber den Puppenwagen bekam er nicht.

Als er öfter in Kontakt mit anderen Kindern kam – bei der Tagesmutter, Krabbelgruppe oder später eben im Kindergarten – spielte er gerne mit den Mädchen. Und dementsprechend fand er rosa toll, die Eiskönigin und Einhörner. Das änderte sich nach dem Drama um seine rosa Brotdose.

Im Kindergarten machten ihm die anderen Kids klar, was Jungen- und was Mädchensachen war. Dass ich ihm immer wieder erklärte, dass es kein „Jungs- oder Mädchenspielzeug“ gibt nahm er nicht so ernst wie die Worte seiner Kindergartenfreund*innen.

Gut, das alles kennt jede_r, di_er mit Kindern zu tun hat vermutlich. Gibt es aber neben all dem trotzdem ein paar Punkte, die mir als Jungsmutter wichtig sind? Und die ich vielleicht anders mache, anders werte als wenn ich Mädchen*  hätte (wohl wissend, dass auch die Einteilung in Töchter und Söhne schon gewisse Vorannahmen und Wertungen einschließt)? Oder die ich anders mache als andere Jungsmamas?

Ein Beispiel: Kind1 war drei, als wir mit seiner besten Freundin nach Hause gingen. Die beiden stritten sich, er war die treibende Kraft. Ich vermittelte, Kind1 entschuldigte sich. Danach wollte er sie wieder an die Hand nehmen, aber sie weigerte sich. Er sagte zu mir: „Sie soll jetzt wieder meine Hand nehmen, ich hab mich entschuldigt!“ – ich vermute, viele Eltern hätten danach auf das Mädchen eingeredet, sich doch wieder zu vertragen und nicht so beleidigt zu sein. Ich hab versucht ihm zu erklären, dass sie gar nichts müsse und vielleicht noch traurig und enttäuscht ist und selber entscheiden darf, wann sie wieder seine Hand halten will.

Kurz gesagt:

– vielleicht lege ich den Fokus mehr darauf, dass sie lernen Rücksicht zu nehmen.

– vielleicht bedeutet es mir mehr, ihnen zu zeigen, wo meine Grenzen sind. Als Mensch aber auch als Mutter.

– vielleicht lege ich mehr Wert darauf, ihnen zu vermitteln, was Verantwortung heißt. Für das Wohlbefinden ihrer Mitmenschen.

– vielleicht ist es mir wichtig, auch ihre „jungsuntypischen“ Seiten zu fördern. Ich habe zwei sehr sensible Kinder. Beim Großen (5 Jahre) sehe ich jetzt schon, wie ihm das unter anderen Jungs ausgetrieben wird, während er das mit anderen Mädchen, mit denen er spielt, voll ausleben darf.

Warum so viele vielleichts? Nun, ich habe das Gefühl, dass mein Einfluss begrenzt ist. Und ich hab auch keine Vergleichsmöglichkeiten: Würde ich bei Mädchen weniger Wert auf Rücksichtnahme legen?

Mein bester Freund half mir da ein bisschen. Er hat auch zwei Söhne und erzählte mir einmal, auf dem Spielplätz hätte er eine mit Edding oder Spraydosen geschriebene Botschaft in einem Spielhäuschen gelesen. Eine Vergewaltigungsdrohung. Er sagte in etwa, er wüsste nicht was er tun sollte, wenn seine Kinder so etwas schrieben. Das zu verhindern sei ihm sehr wichtig.

Ja, als feministische Jungsmama hat man irgendwie eine Verantwortung. Aber man will in den eigenen Kindern ja auch nicht gleich das heranwachsende Böse sehen. Ich nehme also meine Kinder wie sie sind und hoffe, dass sie zu feinfühligen und verantwortungsbewussten Menschen, Männern werden. Darüber hinaus habe ich keine konkreten Wünsche. Egal ob Mädchen oder Jungen – sie sollen sein dürfen, wer sie sind. So individuell wie sie sind. Idealerweise in einer Gesellschaft die sie nicht in Schubladen steckt, sondern mehrere zur Auswahl bietet.

 

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Dieser Post erschien auch im wunderbaren Blogazine umstandslos

Reisen mit Kindern

Delphine auf der Überfahrt nach Formentera

Nachdem wir eine Woche auf dem Campingplatz La Playa auf Ibiza verweilten wollten wir weiter nach Formentera.

Formentera – sagenumwobene Insel

Die meistgenutzte Verbindung nach Formentera sind die Fähren von und nach Ibiza-Stadt. Wir stellten aber fest, das von dem Örtchen Es Canar, in dessen Nähe unser Campingplatz lag, täglich ein Ausflugsboot abfuhr. Die Überfahrt dauerte entsprechend länger, da auch einige Buchten auf Ibiza noch angefahren wurden, in denen weitere Passagiere aus- und zusteigen konnten. Aber so sahen wir auch noch was von Ibiza und mussten nicht erst mit dem Taxi (oder vollbepackt mit dem Bus) nach Ibiza-Stadt rein.

Mit Santa Eularia Ferries rüber nach Formentera

Mit Santa Eularia Ferries rüber nach Formentera

Für diese Entscheidung wurden wir dicke belohnt: Das Ausflugsboot war ein Katamaran mit Glasfenstern im Boden. Kind1 war begeistert und wollte zunächst gar nicht aufs Deck. Kind2 schien von dieser ganzen Bootssache nicht ganz begeistert, schlief aber nach 15 Minuten Schiffsgeschunkel auf meinem Schoß an Deck ein.

Und dann, als ich mich schon fragte, wie lange es denn jetzt noch dauern würde bis wir da sind rief jemand: „Dolphins!“ Und jaaaa, sichtbar aber in einiger Entfernung sprangen einige Delfine aus dem Meer. Ach, mein Herz!

Formentera hatte für mich einen besonderen Klang. Ähnlich wie La Gomera auf den Kanaren gilt es – immer noch – als Hippie- oder Aussteigerinsel. Manchmal wird es als fast menschenleer beschrieben, urwüchsig und naturbelassen. Und in Reiseführern bleibt meist nur eine Empfehlung für einen Tagesausflug wenn man eh grad auf Ibiza ist…

Frechheit!

Formentera ist mehr als einen Tagesausflug wert!

Klar, wer nur mal kurz gucken will – die Fläche Formenteras ist überschaubar und man kann die Straßen vom Fährhafen an das Südwestende und in den Osten problemlos mit dem Mietwagen an einem Tag abklappern. Aber dann verpasst man auch viel!

Allein die Strände und das Meer! Also ich konnte mich einfach nicht sattsehen oder satt schwimmen. Jede Bucht, jeder Strand war schöner als der vorherige. Und manchmal wäre ich einfach gern geschwommen und geschwommen – so klar das Wasser, so hell der Strand. Karibik des Mittelmeers ist vermutlich wirklich nicht untertrieben, da ich aber noch nie in der Karibik war, kann ich das schwer beurteilen.

Der Himmel über Formentera

Der Himmel über Formentera

 

Playa Levantes

Playa Llevant

Für die Kinder war das ebenfalls ein Traum. Keine Angst ins Meer zu gehen weil man ja noch die eigenen Füße sehen kann. Und keine Angst vor großen Fischen haben muss, die man nicht sehen kann (dafür der erste Schreck, WEIL Kind1 die Fische unter ihm gesehen hat. Das war dann aber schnell vorbei).

50ShadesOfTürkis

50ShadesOfTürkis

 

Windsurfen again!

Windsurfen again! Beim WetForFun Team Formentera

Formenteras Strand

Nach dem Wasser panieren im Strandsand

Endloses Meer….

Endloses Meer….Formenteras Strände, ein Traum für Kids

Fliegende Fische die man vom Strand aussieht. Ebenso wie die Kormorane die gerne fliegende Fische essen.

Wenn man nur einen Tagesausflug macht, verweilt man nicht in den Cafes auf Sant Ferran de ses Roques oder Sant Francesc Xavier. Oder schaut sich den Sonnenuntergang vom Pirata Bus aus an. Oder wandert über die Hochebene von Pilar del Mola.

Ferienhaus am Strand

Auf Formentera gibt es keine Campingplätze und so haben wir uns für ein Ferienhaus entschieden. Richtige Hotelbunker gibt es eh selten. Aber mit kleinen Kindern finde ich Hotels auch nicht besonders attraktiv. Und für insgesamt sieben Leute (zur Erinnerung – wir waren mit Freund*innen dort) war ein Ferienhaus perfekt. Über eine bekannte Suchmaschine für Ferienwohnungen sind wir dann auch schnell fündig geworden. Die Lage war super: Strandnah und doch für sich. Wir waren bei Es Pujols, das touristische Zentrum Formenteras (wenn man es denn so nennen will) untergekommen. Das Haus war dann auch wunderschön…

Wenn es drinnen zu warm zum Kochen ist...

Wenn es drinnen zu warm zum Kochen ist…

 

200 Meter vom Haus bis zum Meer

200 Meter vom Haus bis zum Meer

 

Der Strand von Es Pujols

Der Strand von Es Pujols

Einige Kleinigkeiten machten uns dann zwischendurch schon zu schaffen. Unter anderem ein Kakerlakenbesuch…wir „fingen“ eine von ihnen mit einer Schüssel ein. Als der Hausmeister – als wir ihn dann anriefen – kam und die Schüssel runter nahm und die Kakerlake sah…machte er einen Sprung wie eine Katze, die von einer Tarantel gestochen wurde. Dachte ich mir doch schon die Nacht davor, als ich zwei Kakerlaken begegnete, dass die recht groß waren. Wenn sich selbst der Einheimische derbe erschrickt…Er stellte Fallen auf und danach haben wir auch nie wieder eine Kakerlake gesehen. Und da es auf Formentera – scheinbar – keine klassische Kanalisation gibt, zumindest unser Ferienhaus nicht angeschlossen war, gab es eine Sickergrube. Die als wir ankamen offensichtlich zugesickert war und derben Geruch verströmte. Auch dem wurde dann einigermaßen Abhilfe geschaffen. Ansonsten waren wir sehr zufrieden mit der Unterkunft 🙂

Das Highlight für die Kinder waren eh die recht zutraulichen Echsen auf der Terrasse, die bald regelmäßige Frühstücksgäste wurden. Kind1 warf mehr Brot den Echsen zum Fraß vor als sich selber einzuverleiben. Aber putzig war das Schauspiel schon.

Frühstücksgast

Frühstücksgast

Der Handwerkermarkt in Pilar de Mola

Nachdem ich ja schon Ende Mai den „Hippiemarkt“ auf Es Canar/Ibiza zu voll, überlaufen und ein wenig lieblos fand war ich sehr gespannt auf den Handwerkermarkt in Pilar de Mola. Er findet jeden Sonntag (und ich glaube auch Mittwoch) statt und

  1. ist wesentlich kleiner als die Märkte auf Ibiza
  2. bietet wirklich Handgemachtes. Man kann hier wirklich viel Geld für schöne Dinge lassen!

Für die gut zwei bis drei Dutzend Stände braucht man natürlich nicht viel Zeit. Wir haben vorweg noch eine kleine Wanderung zum Leuchtturm an der Küste gemacht. Wunderschön für Leute ohne Höhenangst, denn es geht dann direkt die Steilküste runter ins Meer. Mit dem wild durch die Gegend laufenden Kind2 war das zugegeben eine echte Herausforderung. Der hat nämlich auch keine Höhenangst 🙂

Die Höhle am Cap de Barbaria

Der südliche Zipfel Formenteras ist auch wieder ein fast menschenleeres Fleckchen Erde. Ein Leuchtturm findet sich am Cap, ein paar lose Steine die von Zäunen umgeben und als Kulturstätten ausgegeben werden. Und dann ein Kleinod für kleine Höhlenforscher*innen: In der Nähe des Leuchtturms kann man über eine Leiter runter in eine kleine „Höhle“. Die Anführungszeichen deshalb, weil es sich nicht um eine wirklich tief liegende Höhle handelt, sondern fast ein Loch im Boden ist. Das sich aber zur Küste hin öffnet und den Ausblick über die Weite des Mittelmeers gibt.

Selfie am Cap de barbaria

Selfie am Cap de barbaria

Nach draußen führt dann noch eine Plattform über die Steilküste. Hier saß – voll Klischee – ein Musiker mit Harfe oder so, verkaufte selbstgemachten Schmuck und untermalte die Szenerie mit Hippiesounds. Na gut.

Der Einstieg in die Höhle

Der Einstieg in die Höhle am Cap de Barbaria

Kind1 ohne Höhenangst

Kind1 ohne Höhenangst

Zither/Harfenspieler fürs Hippieklischee

Zither/Harfenspieler fürs Hippieklischee

Kristallklares Wasser an der Cala Saona

Eine Bucht, die man unbedingt mit dem Boot anfahren sollte! Wenn auch nur um sich die Spaßgesellschaft an Yachten anzusehen, bevölkert von Spaß suchenden braungebrannten Leuten…Der Mann und ich rätselten, wie viele Millionen Euro dort in Form von Booten lagen. Leider klagt der Mann ja über Seekrankheit, weswegen ich auf die Inselumrundungen mit einer Yacht auch mit Lottogewinn noch lange warten müsste…

Yachten in der Cala Saona

Yachten in der Cala Saona

Mein Formentera Fazit

Wer nur mal zum Baden rüber will, der ist mit einem Tagesausflug sicher gut bedient. Um Formentera richtig zu genießen fand ich eine Woche schon das Minimum. Grade wenn man, wie wir, zwischendurch reine Haus- und Badetage am Hausstrand einlegt, weil das den Kindern völlig genug ist. Anfang Juni hatte es für mich die richtige Mischung aus touristisch und ruhig: Ich fand es weit davon entfernt „unberührt“ zu sein, aber von Menschenmassen kann ich auch nicht reden. Wie das jetzt in der Hochsaison aussieht, weiß ich nicht. Die Temperaturen waren perfekt, ca. 28 Grad, das Wasser badewarm.

Wir kommen ganz bestimmt wieder.

Türkis, türkiser, Formentera

Türkis, türkiser, Formentera

Schau Dir auch meine Urlaubsberichte von Ibiza an: Teil 1 und Teil 2

Familie

Ein entspanntes Wochenende in Bildern 06./07. August 2016

Samstag

Die Nacht von Freitag auf Samstag war miserabel. Kind2 brüllte mehrfach nach seiner Flasche, Kind1 kam irgendwann aus seinem Bett zu uns rüber und legte sich quer zum Mann und mich ins Bett, wackelte mit dem Fuß am Bein des Mannes, mit der Hand an meinem Bein.

Ich habe im „Ich tu so als schlafe ich noch-Spiel“ gewonnen und der Mann steht mit Kind2 auf. Kind1 hätte angeblich tief und fest geschlafen. Gehört dieses Wackeln zum Schlafwandeln???

So richtig ausgeschlafen hab ich trotzdem nicht, die Kinder kommen immer mal wieder ins Schlafzimmer, sind aber sehr liebreizend. „Mamaa ich will schnuffeln!“ – wie kann man da nein sagen?

Haferflocken-Beeren-Banana-Müsli

Haferflocken-Beeren-Banana-Müsli

Am Wochenende widme ich der Zubereitung von Essen tatsächlich gerne Zeit. Vorausgesetzt der Mann ist da. Denn die Kinder scheinen irgendein Programm eingebaut zu haben: Sobald ich Essen ZUBEREITEN will haben sie Hunger und signalisieren mir, sie müssten SOFORT sterben wenn es das falsche Essen ist. Oder sie prügeln einander und ich muss vermitteln.

Von daher genieße ich Momente wie dem auf folgendem Foto ganz besonders: Ich hab Kind2 an die Hand genommen und gesagt, wir spielen jetzt Eisenbahn, Kind1 kam brav hinterher und für ganze 5 Minuten spielten sie einträchtig. Nicht miteinander aber RUHIG. Ich muss auch daneben sitzen, sobald ich denke Ah cool, dann kann ich mal kurz… – Totschlag.

Zwei spielende Kinder

Die 5 Minuten einträchiges miteinander, äh, parallel zueinander spielen

Zum Mittag sollte es Pfannkuchen geben. Gestern hab ich ein Stück Ziegenkäse vom Biomarkt ergattert und den hab ich gerieben in den Teig gegeben. Dazu Champignons und Spinat und Reste vom Ofengemüse vom Vortrag. Der Plan war gut. Oder aus Kindersicht gut gemeint. Den Kindern war es pupsegal. Gegessen wurde fast nix. Kind1 hatte sowieso schlechte Laune. Ich glaube die Sache mit dem Arm überfordert noch etwas.

Pfannkuchen mit Ziegenkäse

Pfannkuchen mit Ziegenkäse

Er sagte dann auch von sich aus, er wolle ein kleines Nickerchen machen. Wir haben uns mit Kind2 dann ins Familienbett gelegt. Kind2 schläft öfter mal mit Buch in der Hand ein 🙂 Und dann haben wir drei Mittagsschlaf gemacht! Manchmal denke ich, die Kids holen am Wochenende alles nach an Ruhe und Erholung, obwohl wir in der Woche nicht besonders viel Programm machen. Aber bisher war es wirklich entspannt.

Mittagsschlaf

Mittagsschlaf

Der Mann schlug vor, auf ein Straßenfest im anderen Veedel zu gehen. Ich hasse ja generell Menschenmassen und besonders mit Kind2 überfordern sie mich oft. Also schlug ich vor, der Mann solle mit Kind1 zum Straßenfest gehen, da Spielplatz ja mit gebrochenem Arm eh doof ist. Ich gehe dafür mit Kind2 in den Volksgarten.

Da sah ich dann zahlreiche Väter, die unter der Woche auf Spielplätzen fast nicht existent scheinen. Das Verhältnis von Vätern und Müttern wirkte fast ausgeglichen. Ungewohnter Anblick…:-)

Väter auf dem Spielplatz

Väter auf dem Spielplatz

 

 

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Kind2 war dann irgendwann durchgespielt, auch wenn er sich nur unter Protest in den Buggy setzen ließ. Nur dreckige Kinder sind Kinder, die auch gespielt haben oder?

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Auf dem Markt gab es noch die letzten Erdbeeren, da musste ich natürlich zugreifen. Unglaublich wie schnell die Kinder die weg gefuttert haben!

Abends fiel unser Ritual flach. Eigentlich gucken wir ja Sesamstraße oder Sendung mit dem Elefanten…aber Kind1 hat mir mehrmals weh getan, fand das auch noch „witzig“ nach dem ich ihn drauf hingewiesen hatte und wiederholte was er tat – da hatte ich um 21 Uhr keinen Bock mehr auf pädagogische Diskussionen, zugegeben und hab diesen Programmabschnitt ausfallen lassen. Der Mann hat die Kinder dann in den Schlaf begleitet und ich hab auf der Couch angefangen, die Fotos für diesen Beitrag zusammen zu suchen.

Sonntag

Heute morgen hab ich die Frühschicht erwischt. Ich setzte mich wieder ins Kinderzimmer und schaue beim Spielen zu. Na gut, 5 Minuten dann meinen die beiden sich wieder die Köppe einhauen zu müssen.

Mit der Eisenbahn spielen

Sonntag morgen wie Samstag morgen

Glücklicherweise wartet heute vormittag die Yogamatte auf mich. J. schreibt mir noch, dass sie heute auch beim Yoga sei. Und vor Ort treffe ich dann noch die Mutter einer Kindergartenfreundin von Kind1. Wäre da nicht dieser Sport gewesen, wäre es also ein ganz gemütlicher Vormittag geworden 😉

Yogamatte

Yogamatte

Leider konnte ich nicht plaudern, ich wollte mit Kind1 nämlich noch auf ein Bloggerinnenevent.

Die Familienbande hat zusammen mit Bugaboo ins Café Fräulein Frieda in Köln-Ehrenfeld eingeladen. Es war eine schöne Runde und ich konnte ein bisschen dem Bugaboo Donkey hinterhertrauen (mit dem hab ich geliebäugelt als Kind1 ein Jahr alt war und ich auf Kind2 wartete. Aber letzteres ließ sich leider so viel Zeit, dass ein Geschwisterkinderwagen echt keine sinnvolle Anschaffung mehr gewesen wäre…)

Buffet im Fräulein Frieda

Buffet im Fräulein Frieda

Während die anderen Bloggerinnen (und Janni :-)) tolle Fotos vom Event machten, oder Selfies schaffte ich nur einen Ausschnitt vom Buffet und der Speisekarte – Prioritäten!!!

Cafe Fräulein Frieda

Cafe Fräulein Frieda

Der Mann war derweil mit Kind2 am Rhein unterwegs.

Kind2 am Rhein

Kind2 am Rhein

Wir trafen uns am frühen Abend wieder zusammen, gingen indisches Essen holen und ließen den Abend halbwegs ruhig ausklingen (der Mann ist ausgegangen und Kind2 läuft hier noch rum…). Einen entspannten Start in die Woche!

 

Mehr Wochenende in Bildern wie immer bei Geborgen Wachsen

Fantastisches

Eine aufregende Woche mit Eingewöhnung und Internetwunder

Waaah, das war mal ne Woche!

Nachdem ich mittwoch vormittag Kind1 und den Mann aus dem Krankenhaus abgeholt habe, bin ich mit Kind2 am frühen Nachmittag in den Kindergarten: EINGEWÖHNUNG.

Während wir bei Kind1 ziemlich sicher waren, dass es relativ einfach würde, können wir bei Kind2 keine Prognosen machen…Einerseits kennt er den Kindergarten ja schon durch die Begleitung von Kind1. Er hat die Erzieherinnen alle schon mal gesehen. Und J., bei dem er die Zeit zwischen Kündigung der Tagesmutter und Kindergarten verbracht hatte (immerhin 4 Monate) wird grade in der selben Gruppe eingewöhnt. Das spricht für eine schnelle und unkomplizierte Eingewöhnung.

Andererseits ist Kind2 eine ganz andere Persönlichkeit: Kind1 war von Anfang an ein Kind, das so gut wie nie fremdelte. Der Freund*innen und Verwandte freudig begrüßte und auf sie zuging. Die ersten Tage im Kindergarten durften wir früh mal kurz gehen. Allerdings kam der Knicks dann ca. drei Wochen später, als Kind1 wohl begriffen hatte, dass er jetzt öfter dorthin geht und das nicht nur ein aufregendes Spiel ist.

Kind2 brauchte lange, um neben Mama und Papa weitere Personen zu akzeptieren. Versteht mich nicht falsch: So lange eine_r von uns dabei war robbte, krabbelte und lief er los, entdeckte die Umgebung. Sobald aber jemand anderes als wir ihn ansprachen (Kinder ausgenommen, ich rede hier von anderen Erwachsenen) versteckte er sich hinter uns.

Ich erinnere mich an einen Besuch bei meinen Eltern, Kind2 muss grade ein halbes Jahr alt gewesen sein. Ich musste dringend aufs Klo und übergab Kind2 direkt an meine Mutter. War das ein Schmollen und Weinen…

Die ersten drei Tage im Kindergarten waren schön: Das Kind saß 10-15 Minuten auf unserem Schoß, schaute sich dann die Spielzeuge an, blieb mit J. auch im anderen Zimmer aber rannte regelmäßig zu uns um uns etwas zu zeigen oder mitzunehmen, damit wir gucken kommen.

Heute bin ich das erste Mal gegangen. Die Gruppe ging aufs Außengelände, wo Kind2 sowieso schon immer gerne hingelaufen ist. Ich sagte zu ihm, ich geh einen Kaffee trinken, er winkte und rief „Töhööö“ (also Tschüss falls das erklärungsbedürftig ist) und rannte los. Na gut…Beim Abholen freute er sich, mich zu sehen aber wirkte auch keineswegs unglücklich.

Die Erzieherin sagte, er habe zwischendurch mal zur Tür geschaut und fragend geguckt, sie habe ihn aber schnell ablenken und für Spiele begeistern können. Ich bin also verhalten optimistisch.

Und dann dieses Internet! Helfen kann so einfach sein!

Ich wusste schon eine Weile, dass jemand den ich sehr mag, Hilfe bracht. Vorwiegend finanzieller Art. Ich hab schon meine Hilfe angeboten, aber verstehe auch völlig, dass es in unserer Gesellschaft echt schwer ist, Hilfe anzunehmen. Zumal ich den ganzen Betrag auch nicht hätte alleine stemmen können.

Anfang der Woche schrieb diese Person mich dann an und sagte, jetzt könnte sie wirklich Hilfe gebrauchen. Ich hatte schon mal bei einer Sammelaktion auf der Plattform leetchi gespendet und fand das ziemlich unkompliziert – und darum setzte ich ein kleines Crodwfunding auf. Wer mehr wissen möchte kann hier nachlesen, spenden und/oder den Aufruf weiter teilen.

Es war so! einfach! Und wer glaubt, diese Art von Hilfe sei selbstlos – ihr wisst gar nicht, wie großartig es sich anfühlte zu sehen, dass der Spendenaufruf geteilt wird, dass gespendet wird – ganz egal ob 3€ oder mehr! und dass Menschen an das Gute glauben und spenden obwohl die Person anonym bleiben wollte. Keine Vorwürfe oder Kritik, nur schnelle, direkte und unkomplizierte Hilfe!

ABER mal abgesehen von der großartigen Hilfe in welcher Form auch immer zeigte sich durch die Kommentare, wie viele Personen von dieser oder ähnlichen Situationen betroffen sind. Elter*n, Menschen mit Kindern die in finanzielle Not geraten, weil die Fürsorgearbeit für Kinder gesellschaftlich und vor allem politisch nicht gewertschätzt wird. Wie schnell Elter*n in finanzielle Not geraten, weil sie nicht in einer Beziehung mit einem hauptverdienenden Partner leben. Oder weil sie trotz Kind das Studium nicht aufgeben wollen. Ich würde mir wünschen, dass solche Spendenaktionen überflüssig wären.

Nichtsdestotrotz liebe Menschen in- und außerhalb des Internets, die dieses Netz zu einem guten Ort machen:

Ich möchte mich bei allen von Euch bedanken!

Egal wie viel ihr gespendet habt – bei manchen war der Beitrag vermutlich mehr als ihr „einfach mal so“ übrig habt – es sind die entscheidenden Euros gewesen. Es ist zumindest ein symbolischer Beitrag, ein „mir sind die Menschen nicht egal, insbesondere die Menschen die sich um Kinder sorgen“. Es ist ein Beitrag für mehr Menschlichkeit, für Solidarität und gegen eine Scheißegal-Haltung. Und das bedeutet so viel! Das bedeutet mehr als drei Euro gespendet zu haben. Es bedeutet, dass jemand wieder an das Gute glaubt und weniger Angst haben muss, um sich und das Kind. Es ist unbezahlbar.

Die eigentlichen Held*innen sind die Person, die für ihre Tochter den Weg an die Öffentlichkeit gegangen ist und um Hilfe gebeten hat. Und meine Internetbubble, die sich verbürgt hat, den Aufruf geteilt hat und ihre ganze Reichweite dafür eingesetzt hat, dass diese Menschen ihre Wohnung behalten können.

Ich verfolgte gestern den stetig steigenden Betrag auf dem Spendenkonto und musste vor Rührung heulen – ich weiß gar nicht, wie ich meinen Dank in Worte fassen soll! Ich bin zuversichtlich, dass wir – dass ihr! – das Schlimmste abgewendet haben und werde Euch auf dem Laufenden halten!

Ihr seid der Hammer!

Das Internet ist ein wundervoller Ort - wegen Euch!

Das Internet ist ein wundervoller Ort – dank Euch!

Fantastisches

Liebster Award 2016

Die liebe Rage von mamadenkt hat mir einen Liebster-Award geschenkt. Und da mein letzter schon eine Weile her ist und ich grad so voller anderer Dinge bin statt Blogeinträge zu kreieren, kann ich ruhig mal ein paar Fragen beantworten:

Wann hast du zuletzt im Garten gearbeitet?

Isch harbe gar keinen Garrrten! Manchmal träume ich von einem. Der dürfte aber keine Arbeit machen. Vielleicht würde ich es noch schaffen, eine Kräuterspirale anzulegen und zu pflegen. Ansonsten wäre er dazu da, den Kindern als Outdoorspielzimmer zu dienen. Und ich würde dann sagen, wie verboten es ist, Unkraut zu jäten und sie würden Unkraut jäten. Ich würde ihnen verbieten, das Obst zu ernten und sie würden das Obst ernten. Und ich in der Mitte in einer Hängematte oder einem Strandkorb. Oder einer Hollywoodschaukel. Ach der Garten sollte Hängematte, Strandkorb und Hollywoodschaukel haben und mein einziges Problem wäre nur noch, mich zu entscheiden worauf ich lieber sitze.

Welchem Tier hast du zuletzt länger als 2 Minuten „bei der Arbeit“ zugesehen?

Den kleinen Echsen in unserem „Garten“ im Ferienhaus auf Formentera. Wir haben ihnen Brötchen mit Frischkäse hingeworfen und haben ihnen dann zu geschaut, wie sie den Frischkäse ablecken und das Brötchen für die Ameisen ließen, die dann der Nachtisch der Echsen wurden.

Wenn du dir einen Namen aussuchen könntest, wie würdest du dich nennen? Pinzessin BananaHamEgg? Oder doch eher CrapBag?

Sind das Codeworte für irgendwas? Dann verstehe ich die Frage nicht. Ansonsten ist mein Lieblingsname schon vergeben (Queen of fu*king everything), darum bleibe ich bei glücklich scheitern 😉

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Orange und türkis

Womit hast du im Kindergarten oder in der Grundschule am liebsten gespielt?

Mit anderen Kindern

Wann warst du als Kind mal so richtig mutig?

Als R. wollte, dass ich in ihren Club komme und gesagt hab, ihr Club kann mich mal. Gut, ich war dann die einzige, die nicht im Club war. Mut wird halt überbewertet…

Wann warst du heute – als Erwachsene/r – zuletzt total mutig? Integer? Couragiert?

Integer bin ich hoffentlich immer. Mutig fühlte ich mich, als ich heute morgen nach einer Erziehungsberatungsstelle googlete. War dann aber doch zu feige um anzurufen.

Wie lange brauchst du morgens im Bad?

Duschen, Föhnen, Schminken < 15 Minuten.

Wie läufst du durch die Wohnung? Barfuß? Pantoffeln? Welche Farbe? Auf Socken?

Ich war bis vor Kurzem leidenschaftliche Barfußläuferin. Inzwischen ist unsere Wohnung aber so dreckig, dass ich Pantoffel trage, damit ich sie abends vorm Bett ausziehen kann und das Bett dann nicht mit dem Dreck an meinen Füßen verschmutze.

Welches Abenteuer steht als nächstes an?

Der Sommerurlaub in Kroatien? Die Einschulung nächstes Jahr? Das Sommerfest im Kindergarten kommenden Freitag? Der Schuhkauf für die Kinder heute nachmittag? Ach, das ganze Leben ist ein Abenteuer.

Du könntest als Superheld/in die Welt retten. Was würdest du wie als erstes angehen?

Ich wüsste vermutlich gar nicht, wo ich anfangen sollte. Oder vielleicht wüsste ich das dann als Superheldin. Ich würde alle europäischen Grenzzäune niederreißen und die Visumspflichtüberprüfung an den Flughäfen abschaffen. Damit man sicher in die Länder fliegen kann, statt übers Mittelmeer schippern zu müssen. Es gäbe ein Verbot für Plastikverpackungen und CofeToGo-Becher. Das bedingungslose Grundeinkommen für alle. Ach, ich hätte so viel zu tun.

Und wen soll ich jetzt noch nominieren? Vermutlich sind alle schon durch oder? Ich probier es mal mit:

Zwerggeflüster

PandoraaufderBox

Ökohippierabenmütter

Unvereinbarkeitsdebatte

Mama notes

Eva Karel

und jede_r, die_er sich von den Fragen angesprochen fühlt!

Die anderen, die ich nominieren wollen würde haben schon bestimmt oder wollen nicht. Aber jetzt kommt ja noch das Schwierigste: Die Fragen!!!

  • Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würdest Du tun?
  • Was macht Dir grad am meisten Angst?
  • Mit wem würdest Du einen Tag das Leben tauschen wollen?
  • Wenn Du ein Gesetz beschließen dürftest, welches wäre das
  • Welches Abenteuer steht als nächstes an?
  • Du könntest als Superheld/in die Welt retten. Was würdest du wie als erstes angehen?
  • Welches Buch war Dein erstes „Erwachsenenbuch“ (damit mein ich nicht 50ShadesofGrey, sondern welches Buch das Erste war, das die Kategorie Kinder- bzw. Jugendbuch verlässt)
  • Was war Dein schlimmster Urlaub und warum?
  • Welche Themen sind auf dem Blog für Dich zu privat/persönlich/tabu?
  • Wenn Du eine größere Menge Geld spenden könntest – wem würdest Du es geben?
  • Was wünschst Du Dir Deinen Kindern vorzuleben?

 

Fantastisches

Meine Blogfamilia 2016

Die Blogfamilia 2016 – das waren Begegnungen, die berührten, das war Berlin im Sonnenschein, Gespräche ohne SmallTalk und mit Weißwein. Ach, wer nicht mitbekommen hat, dass das DIE Familienblogger*innenkonferenz war, kann das hier nachlesen.

Gepackt für die Fahrt zur Blogfamilia 2016

Gepackt für die Fahrt zur Blogfamilia 2016

Ursprünglich wollte ich schon Mittwoch früh losfahren um – vielleicht – ein bisschen Berlin zu sehen. Aber das wurde durch einen beruflichen Termin unmöglich gemacht. Naja, Berlin war bisher nicht so meine große Liebe. Bei meinen Besuchen zuvor ging immer etwas schief, ich würde also schon nichts verpassen (dachte ich). Alleine Zug fahren klang auch schon recht verlockend, also packte ich ausreichend zu Lesen und zu Schreiben ein und fuhr nachmittags mit den Zug los.

Meine Unterkunft auf der blogfamilia

dasnuf hat großzügig ihre Wohnung untervermietet und damit jede_r weiß wohin Schildchen angebracht. Und natürlich gab es auch das Wlan-Passwort. Blogger_innentreffen halt!

Vor ein paar Tagen (oder waren es Wochen?) schrieb ich so in dieses twitter, ob jemand zur Blogfamilia ein Übernachtungsplätzchen für mich hätte und Patricia a.k.a. dasnuf antwortete spontan ja! Ts, ist es nicht großartig, dieses Internet? Gut, wir hatten uns schon bei der denkst kurz getroffen, aber gemessen am „Real Life“ waren wir Unbekannte. Auch wenn wir uns im Netz gefühlt seit Ewigkeiten kennen. Die Nachbarn gaben mir den Schlüssel und ich brachte meinen Koffer rein. Von meinen Mit-Gästen war zu der Zeit keine_r da. Übrigens hat sie das schönste Wlan-Passwort das ich mir vorstellen kann!

Da ich schon auf facebook kund tat, dass ich in Berlin angekommen bin, schrieb Sonja ob ich schon was vor hätte. Ja, ESSEN! Da sie noch auf der re:publica weilte verabredeten wir uns quasi in der Mitte. Und plötzlich stand ich vor einem veganen Restaurant! The Bowl hieß es und nachdem ich fest stellte, dass es neben all der Rohkost/CleanEating Geschichte auch Weißwein gab konnten wir dort beruhigt essen. Mit Blick auf die Oberbaumbrücke, was mich an das Buch Untergetaucht: Eine junge Frau überlebt in Berlin erinnerte, in dem sich eine junge Jüdin während des Zweiten Weltkrieges innerhalb Berlins versteckt. Unter anderem in einer Wohnung an der Oberbaumbrücke. Auch sonst kann ich das Buch sehr empfehlen! Der Abend mit Sonja war unterhaltsam, auch weil wir einige Parallelen so fest stellten und das Essen kann ich auch nur empfehlen!

Mit Mama Notes Abendessen im "The Bowl"

Mit Mama Notes Abendessen im veganen Restaurant „The Bowl“ in Friedrichshain

 

Frühstück vor der Blogfamilia

Vor der Blogfamilia heißt es: frühstücken!

Am nächsten morgen war ein kleines Frühstück geplant. Das kam natürlich auch via twitter zustande. Ich fand das großartig, hätte ich mir vorgestellt, direkt zur Blogfamilia erst aufzutauchen und direkt in Menschenmassen zu stolpern wäre ich wohl völlig überfordert gewesen. So gab es ein kleines Warm-Up, viel Avocado und tolle Gespräche, denen ich versuchte abwechselnd zu folgen. Hier auf dem Bild seht ihr Mama on the rocks, Chaos hoch 2, Mama Notes, Mutterseelesonnig, MeWorkingMom und Ichlebejetzt und links noch Mamirocks. Danke für den gemütlichen Morgen!

Die Blogfamilia Location

Bei Sonnenschein und von grünen Bäumen umsäumt führte der Weg zur Location

 

Blogfamilia - der Biergarten nebenan

Der Biergarten nebenan sah so gemütlich und verwunschen aus <3

 

Andere Blogger*innen auf der Blogfamilia

Hier seht ihr einen Bruchteil der tollen Menschen auf der Blogfamilia

 

Jochen König und ich

Ja, ich rede auch mit Papabloggern

Papablogger sind die besseren Mamablogger

Just kidding, aber den konnt ich mir nicht verkneifen. Natürlich rede ich auch mit Vätern. Also nicht mit denen, die sich im Publikum beschweren, wenn in EINEM Vortrag im generischen Femininum gesprochen wird (genau genommen, wenn das Binnen-I wie das generische Femininum gelesen wird) aber nicht, wenn im generischen Maskulinum gesprochen wird (den Rest des Tages). Oder denen die bei twitter rumranten wie man die Sitzplätze zu belegen hat oder wie doof man ist, wenn man nicht weiß wie ein rechtsicheres Impressum aussehen muss. Jochen war aber ok 😉 Aber ich befürchte, mein Väterhaß hat sich rumgesprochen, der Johnny vom WeddingerBerg war ganz erschrocken, als ich ihm zum Abschied die Hand gab, dabei hatte er mich doch in der Hand, er war schließlich Augenzeuge von…

Nicole und Mareice vor dem Panel über Hate Speech auf der Blogfamilia

Mein Highlight auf der Blogfamilia: Mareice und Nicole <3

Die Vorträge waren bunt und vielfältig. Nicht allen habe ich gelauscht, bei einigen gelacht und bei vielen was gelernt. Für mich ist das Thema Professionalisierung nicht uninteressant, stand aber auch nicht im Vordergrund. Vermutlich verblogge ich trotzdem noch was zum SEO (Suchmaschinen-) Vortrag, da mich die Kommentare darauf beschäftigen. Das Stichwort wäre dann aber Aufmerksamkeitsökonomie.

Die Podiumsdiskussion zum Thema Hate Speech habe ich mit gemischten Gefühlen beobachtet. Man merkte sehr deutlich, sowohl auf der Bühne als auch im Publikum, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen zwischen denen sind, die selber Hate Speech erlebten und denen, die bisher – glücklicherweise – davon verschont blieben. Nicole und Mareice – ihr ward toll!

Nicole und ich sind super in diesem Selfie-Dingsi

Herzmenschen dürfen auch mal Küsschen geben

Der Tag war viel zu schnell vorbei und ich hab nur einem Bruchteil Hallo gesagt (und von manchen Anwesenden nur hinterher auf twitter erfahren – auch das ist Blogger*innendasein ;-)) Ich wollte mich vom verbliebenen Grüppchen auch gar nicht trennen, musste aber noch zu meiner Gastgeberin, die 10 minuten Fußweg vom Veranstaltungsort weg wohnte.

Ach Berlin, diesmal warst Du sehr nett zu mir!

1000 Dank ganz besonders an Alu von Großeköpfe, an Bella und dem Rest des Orgateams und die Sponsoren, dass diese Veranstaltung möglich war!

Ich winke noch Rike, Nieselprim, der frischen Brise die wirklich wie eine frische Brise daher kommt, den – angeblich – schüchternen Halbesachen und Kinderhaben rüber – und allen, die ich – dieses Mal! – nicht angesprochen habe…Auch ihr habt das Ganze rund gemacht.