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Melanie

Familie

Regen & Sonne

Das Wetter und meine Laune harmonieren grade ganz gut miteinander.

Bei Sonnenschein ist das Leben so leicht und fluffig, die Kinder toben im Park, ich schaue ihnen aus geringer Entfernung zu – lasse ihnen das Gefühl von Freiheit und den eigenen Raum zu entdecken aber bin in Reichweite, falls sie sich überschätzen oder (was bei meinen Kindern ab und zu vorkommt) ihr Übermut auf Kosten anderer, kleinerer Kinder gehen könnte.

Ich packe ausreichend Essen & Getränke ein, damit wir abends nicht völlig übermüdet und ausgehungert nach Hause kommen und auf den letzten Metern die Stimmung kippt.

Meistens treffen wir noch andere Kinder aus dem Kindergarten, ich unterhalte mich mit deren Eltern und abends, nach einer Badewanne, die sie vom Sand befreit, schlafen die Kinder selig ein.

Wir freuen uns auf unseren Sommerurlaub auf Korsika, den wir dieses Jahr zum vorerst letzten Mal außerhalb der Schulferien machen können. Schon erschreckend, wie viel teurer eine Reise in der Hauptsaison wäre.

Bei Regenwetter wird das ganze schwieriger. In der Wohnung so eng aufeinander streiten sich die Kinder ununterbrochen. Mir fällt nichts mehr ein um das zu verhindern. Nachdem wir alle Spiele, die für beide spielbar sind, Mal- und Basteltechniken durchhaben, gegessen wurde etc. haben die beiden immer noch so viel Energie, dass sie sich raufen.

Heute habe ich mit ihnen Zumba getanzt. Ja genau. Ich überlege nämlich seit Ewigkeiten, wie ich etwas mehr Sport in den Alltag integrieren kann. Vormittags, wenn die Kinder im Kindergarten sind ist mir die Zeit eigentlich „zu schade“, weil ich dann ja arbeiten müsste. Feste Termine am Abend sind unmöglich, weil der Mann da ja oft arbeitet und ich jedes mal einen Babysitter bräuchte.

Bleibt also nur: MIT den Kindern. Bei Sonnenschein möchte ich öfter mit ihnen Rad fahren, oder mit ihnen zum Rhein und dort Inliner fahren. Heute war das Wetter halt verregnet. Und am letzten Wochenende, dem bei der Blogfamilia in Berlin, erzählte mir die Rike aka Muttergefühle (bzw. infemme) – keine Ahnung, wie wir darauf kamen, dass sie da auf youtube so Sportvideos gucken würde und dazu Sport macht. Also dachte ich heute, das kann ich auch mal probieren. Es sollte irgendwas mit Musik sein, damit die Kinder auch mitmachen können. Die waren tatsächlich ganz fasziniert und wir tauchten in die Parallelwelt der Zumba-Videos ab (könnt ihr auch noch bis morgen Mittag in meinen Insta-Stories sehen ^^).

Eigentlich geht es bei Zumba darum, Bauch, Brüste und Popo zu wackeln, was bei mir ja schon mal den Hauptteil der Körpermassen in Bewegung setzt. Logisch, dass da die Muskeln vor Freude aufjauchzen.

Im Prinzip tut es aber auch jede andere Musik. Kind2 wollte sowieso die ganze Zeit MIT mir tanzen, ich nahm seine Händchen, wir wackelten mit den Popos wie beim Ententanz und dann nahm ich ihn auf den Arm, weil er so Tango-Bewegungen machen wollte und Kind1 wollte natürlich nicht bloß zusehen sondern auch auf meinen Arm und schon hatte ich mein Bizeptstraining gleich mit dabei.

Und dann waren auch die Regenwolken auf meiner Laune futsch. Fast.

Fantastisches

Arbeitsorganisation im Homeoffice – Elternedition (#Blogparade)

Gestern, während ich bis 20:40 Uhr die Kinder in den Schlaf begleitete twitterte ich folgende Frage

Denn ich wusste: wenn die Kinder schlafen wartet noch der Haushalt (also zumindest das Nötigste wie Spülmaschine, Wäsche, Katzenklo, einmal Küche durchsaugen und gucken ob die Kinder genug Anziehsachen für den nächsten Tag im Schrank haben). Und dann wollte ich noch arbeiten, aber ich sah meine Motivation mit jeder Minute, in der die Kinder sich doch noch regten, schwinden.

Meine To Do Liste wird aber nicht kleiner und gestern kam hinzu, dass ich „spontan“ Kind2 tagsüber dabei hatte, weil er partout nicht in den Kindergarten wollte. Das hat er ab und zu, besonders wenn seine Bezugserzieherin nicht da ist und nein, ich mach mir keine Sorgen, dass ich ihn jetzt immer zu Hause habe weil er einmal nicht möchte…

Jedenfalls twitterte ich das so in den Abend und dachte, das wird einer meiner tweets, der mal wieder so im Raum verhallt, aber tatsächlich bekam ich ein paar Dutzend antworten darauf, er wurde retweetet und ich dachte: Uh, da habe ich einen Nerv getroffen.

Die Antworten waren vielfältig und reichten von „Gute Frage, wüsste ich auch gern“ bis zu konkreten Tipps was Prioritäten und Arbeitsstruktur anging.

Wie organisiert ihr euch im Homeoffice?

Ich las das so und las und dachte: Scheint ein spannendes Thema zu sein! Also mich interessiert es eh. Eine der für mich wichtigsten Fragen bei meiner beginnenden Selbstständigkeit ist die nach der Arbeitsorganisation, aber auch danach: Welches Setting haben andere? Was für Aufgaben werden delegiert? Bringt woanders di_er Partner_in die Kinder ins Bett, so das man wenigstens von 20-22 Uhr arbeiten kann und nicht erst um zehn anfängt? Gerne lese ich darum auch bei Die Anderl rein oder der kleinen Reihe von Familieberlin über Selbstständigkeit. 

Ich will ja die ganze Zeit selber über meinen Weg in die Selbstständigkeit bloggen – aber da beißt sich die Katze in den Schwanz: Ich habe keine Zeit!!!

Aber ich habe nach einigem hin und her-Schreiben mit der BlogparadenQueen herself, aka Mama on the rocks beschlossen, eure Erfahrungen zu sammeln und hoffe, dass ihr reichlich mitmacht!

In der Gestaltung seit ihr natürlich frei: Ob ihr einen ganz normalen „Arbeitstag“ schildert, mit Kinderbetreuung, Haushalt und reiner Arbeitszeit oder ob ihr uns eure Lifehacks fürs Homeoffice liefert – ich freue mich über viele Beiträge!

Wer keinen eigenen Blog hat, kann gern die Kommentarfunktion nutzen oder mir eine Nachricht oder Mail schicken – ich sammle dann auch diese Beiträge und packe sie gesondert in einen Post.

Von der Blogparade mache ich dann eine kleine Auswertung. Die offizielle Dauer ist ein Monat, das heißt bis Mitte Juni könnt ihr eure Links hier posten! Wenn ihr woanders schreibt oder eure Beiträge auf Social Media verlinkt nutzt gerne den Hashtag #ElternHomeoffice – dann finde ich euch (hoffentlich).

HomeOffice

So ein schönes Homeoffice. Die Arbeit macht aber leider nicht der Schreibtisch

Zum Abschluss noch die beste Antwort auf meine Eingangsfrage:

Fantastisches

Die coolsten Shirts für Riot Moms zum Muttertag (Verlosung)

Oh, ich weiß, Muttertag steht vor der Tür. Ich mag mich gar nicht in eine Diskussion einlassen über Sinn oder Unsinn dieses Tages. ABER ich möchte euch heute was zeigen, was ich mir zum Muttertag schenke! Die allercoolsten Shirts mit Statement, die ich zu diesem Anlass finden konnte. Und weil ich die so cool finde, schenke ich euch auch zweimal je eins davon!

Frau Naijn schreibt auf Me, Myself & Child über Musik und Mutter-/Elter*nschaft (ihr kennt hoffentlich ihre Reihe #ohneVaeter) und hatte vor einer Weile die grandiose Idee (auf die ich meganeidisch bin) T-Shirts bedrucken zu lassen. Die Illustrationen dafür sind von Gizem Winter.

coole T-Shirts zum Muttertag

Selfie im Shirt von MeMyself&Child – steht auch montagsmüden Müttern gut

Für mich ist eine Riot Mom eine Mutter, die – unabhängig davon wie sehr sie ihr/e Kind/er liebt – das Missverhältnis von Erwartungen an Mutterschaft und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht einfach hinnimmt. Deshalb muss man ja nicht auf die Straße gehen, aber ich persönlich lass mich durch zuckersüßes Kinderlächeln allein (und meine Kinder haben selbstredend das allersüßeste Kinderlächeln der Welt!) nicht beschwichtigen. Nicht nur zum Muttertag erwarte ich mehr gesellschaftliche Unterstützung.

Natürlich kann man diese coolen T-Shirts auch ganz unwütend und mit Augenzwinkern tragen. Wollen wir nicht alle das Matriarchat? ^^

Das T-Shirt oben auf dem Bild habe ich seit einigen Monaten und trage es oft. Es hat bisher etliche Wäschen und Trockenvorgänge überstanden. Jetzt kaufe ich mir noch eins (oder zwei) in schwarz dazu – hier ein Blick in den Shop.

Riot Mom T-Shirt Ninia LaGrande

Ninia LaGrande im Riot Mom T-Shirt „Matriarchy“

Wenn ihr auch eins dieser coolsten aller coolen T-Shirts wollt, haut in die Tasten und hinterlasst einen Kommentar hier im Blog.

Teilnahmevoraussetzungen:

Ich gehe davon aus, dass ihr mindestens 18 Jahre seit und in Deutschland wohnt oder alternativ das Porto für den Versand ins Ausland im Vorraus zahlt. Ein Like für die Facebook-Seiten von mir und Me, Myself & Child fänd ich Ehrensache. Die Verlosung geht bis zum Muttertagssonntag, also dem 14.5.2017 um 23.59 Uhr und die beiden Gewinner_innen werden dann ausgelost und per Mail informiert.

(Und falls ihr schon eins habt, postet gerne ein Foto hier, auf facebook oder twitter)

 

 

Feminismus

Kurz und knapp: Feminismus. Mutterschaft. Yeah

Hach, es gibt Zeiten, da sehe ich die „Früchte“ meiner Arbeit. Da freue ich mich, dass ich nach all den Jahren das Schreiben über feministische Mutterschaft nicht aufgegeben habe. Weil es nicht so viele Klicks bringt, für viele Diskussionen sorgt und man sich nicht immer Freund_innen macht. Weil das, was man schreibt per se als Affront gegen diejenigen aufgefasst wird, die ein klassisches Familienleben leben. As if!

Ich denke, dass gerne Missverständnisse über Feminismus aufrecht erhalten werden, damit man sich nicht auf die inhaltliche Ebene begeben muss. Weil es hart ist zu sehen, dass sich gesellschaftliche Strukturen auch im eigenen Familienleben finden lassen. Weil es weh tut zu sehen, dass die eigenen Erwartungen an Familie und Unabhängigkeit nicht erfüllt werden und man keine Energie mehr hat, dem eigenen Partner die vermeintlich gemeinsam getroffenen Entscheidungen vorzuwerfen…

Aber ich schweife wieder ab. Eigentlich wollte ich nur kurz auf zwei Texte hinweisen.

Ich habe für das gleichstellungspolitische Magazin „news. Gender, Politik, Universität“ über Feminismus und Mutterschaft im Netz geschrieben. Weil es quasi kein 100prozentig subjektiver Text ist, sondern ein Metatext hab ich diesen nicht hier auf meinem Blog veröffentlicht, sondern auf meiner Referentinnen-Seite. Hier nur mein Fazit:

Mütter erschreiben sich einen Raum, finden Gehör in Politik und Wirtschaft und die ein oder andere betreibt mit ihrem Mamablog ein Business. Diese durch Blogs und soziale Medien ermöglichten Chancen verhelfen feministischen Ideen und Thematiken zu mehr Reichweite. Auch wenn sich weiterhin darum gestritten wird, ob Kinder möglichst lange zu Hause betreut werden sollten oder auch schon Kleinkindern eine außerhäusige Betreuung mit gut ausgebildeten und einfühlsamen Erzieherinnen zuzumuten ist: 

Einig ist man sich prinzipiell darin, dass Mütter die Wahl haben sollten sich für ihren Weg entscheiden zu können. Wenn das mal nicht feministisch ist.

Und in der Süddeutschen Zeitung ist ein Beitrag über die Wellenmacherin Christine Finke, alias „Mama arbeitet“ erschienen. In einer kleinen Infobox wird auf weitere Elternblogs aufmerksam gemacht und mein feiner kleiner Blog findet dort Erwähnung (zum ganzen Artikel geht es hier):

glücklich scheitern in der Süddeutschen

In so illustrer Runde fühle ich mich sehr wohl! Alles tolle Blogs.

Falls ihr also über einen dieser Links, bzw. Quellen hierher gekommen seid:

Lest gern weiter und verweilt! Ohne meine Leser_innen und ganz besonders ohne die Kommentare hier und der Austausch in den sozialen Netzwerk wäre die Bloggerei ziemlich fad. Wenn euch feministische Themen interessieren – in der Seitenleiste (oder in der mobilen Ansicht am Ende) findet ihr die Kategorien „Feminismus“ oder die „Interviewreihe Feminismus & Mutterschaft„.

Oder ihr lest nach, wie mein Kind ein Junge wurde. Wie ich als Feministin meine Söhne erziehe. Oder warum ich nicht glaube, dass der Feminismus Schuld ist, wenn Hausfrauen gedisst werden. Und falls ihr dann noch Lust habt, könnt ihr einen persönlichen Blick in unsere 50/50 Variante gleichberechtigter Elternschaft nachlesen.

Und wenn ihr dann bleibt, dann könnt ihr auch was über Familienalltag oder vegane Rezepte sowie Urlaubsberichte hier lesen. Ich freue mich, wenn ihr bleiben mögt!

Fantastisches

Urlaubsfotos toll in Szene setzen – auf Acrylglas

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Wie viele Fotos liegen bei euch auf dem Rechner und warten darauf, endlich ausgedruckt und in Bilderrahmen oder Fotoalben ein angemessenes Dasein zu erhalten?

Durch die digitale Fotografie hat sich hier bei uns folgendes Phänomen eingeschlichen: Wir haben hunderte Fotos von den Kindern und unseren Urlauben auf dem PC oder Smartphone. Aber seit der Geburt von Kind1 haben wir noch kein einziges Fotoalbum gestaltet. Ja, es ist tragisch. I

ch finde es aber auch echt schwer, online Fotoalben zu gestalten. Ich müsste mich zwischen all den niedlichen Kinderfotos oder den tausend Blauschattierungen des schönsten aller Meeresabschnitte von Formentera entscheiden und sie dann in eine Reihenfolge sortieren.

Meeresbucht an der Ostküste Sardiniens

Der Mann und ich an der Ostküste Sardiniens. Das war 2010 und ich grade mit Kind1 schwanger. Warum wir da so verträumt aufs Meer starren weiß ich nicht mehr, aber das Bild erinnert mich an all die Erwartungen, die mit dem kommenden Familienzuwachs einhergingen.

Ich bin, was Fotos angeht, immer noch recht analog. Bilder ausdrucken und dann mit Kleber oder Fotoecken in ein Album kleben – das ist schön haptisch, man sitzt auf dem Boden zwischen einem Stapel von tollen Erinnerungen – hach. Aber wann hat man schon die Zeit dafür?

Was ich eigentlich sagen will:

Wir haben kaum Fotoalben. Aber wir haben die berühmte „Treppengalerie“ mit Fotos der Kinder und Familienmitglieder. Und dann haben wir unsere Urlausfotos. Auf Leinwand. Oder eben Acrylglas. An Stellen, wo wir einen Blick darauf werfen können und daran erinnert werden, wie leicht sich das Leben anfühlen kann, wenn das Meer ganz nah ist und der Himmel auch…

Es sind Bilder, die mich zum Schmunzeln bringen und mir im trubeligen und manchmal (aber nur manchmal) grauen Alltag Auftrieb geben.

Paragliding an der Schlucht von Verdon

Das war ein paar Jahre vor den Kindern…der Mann und ich beim Tandem-Paragliding. Klingt sehr aufregend, aber an dem Tag war wenig Thermik oder wie die Fachleute sagen und es war eher wie Sitzen im Schaukelstuhl. Aber ja, die Überwindung, auf den Rand des Berges zuzurennen und dann plötzlich nur noch Luft unter den Füßen zu haben…war geil! Das Bild hängt in der Küche, überm Tisch und erinnert mich täglich daran, auch mal die Komfortzone zu verlassen 😉

Dadurch, dass wir im Dachgeschoss wohnen haben wir nicht viel Platz um große Bilder aufzuhängen. Deshalb bin ich sehr wählerisch mit den Bildern, die ich dort aufhänge. Wer mein privates Facebook-Profil kennt oder meinen twitter-Account, dem ist dieses Foto bekannt:

Chirincana bar - Panoramafoto mit dem Smartphone

Hier das Foto im Panoramaformat vom Smartphone

Urlaubsfotos auf Acrylglas

Im Ibiza-Urlaub war das einer meiner Lieblingsorte: Die Chirincana-Bar an der Cala Martina, direkt an unseren Campinplatz angrenzend. Hier saßen wir, mit Blick auf Sonnenuntergang und Meer, manchmal gab es Live-Musik. Die Kinder spielten am Wasser und wir tranken auf das Leben 🙂 Aufgenommen habe ich es mit der Panorama-Funktion meines Handys. Hier ist es in Acrylglas gebannt, so dass die Farben schön zur Geltung kommen, auch wenn das Licht eigentlich nicht ausreichend ist. Ich mag besonders diesen Blau-Orange Kontrast. Meine Lieblingsfarben.

Nach dem wir die anderen Bilder auf Leinwand fixiert hatten, wollte ich mal was Anderes ausprobieren. Acrylglas sollte diese Urlaubserinnerung mehr zum Glänzen bringen – Leinwand war eher stumpf, was die Bilder etwas unrealistischer machte. Auf Online-Foto habe ich das Bild hochgeladen und die gewünschten Maße für das Panoramaformat (40×120 cm) eingegeben. Ehrlich gesagt hab ich mich ja gefragt, wie das fertige Bild, das bestimmt nicht ganz leicht ist zu mir kommt. Also klar, per Paketbote. Wir wohnen im 5. Stock, ohne Fahrstuhl, wie ich ja nicht müde werde zu wiederholen. Und dumm, dass ich an dem Tag der Lieferung nicht zu Hause war.

Ich ging also mit dem Abholschein zum Postschalter und wartete auf das Paket. Es war dann nur halb so schlimm wie erwartet: Es war zwar etwas sperrig, aber ich konnte es alleine nach Hause tragen ohne anschließenden Bandscheibenvorfall!

Der Mann fluchte bei der Aufhängung. Allerdings hat er sich auch für die Betonwand und nicht die Rehgipswand entschieden…selber Schuld würde ich sagen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es hängt jetzt im Schlafzimmer und erinnert mich jeden Morgen und Abend an tolle Urlaubsstunden. Mein Fernweh wird dadurch nicht geringer, aber ich lächle jetzt beim Einschlafen 😉


Wie handhabt ihr das mit den Fotos? Sammelt ihr alle ausgedruckt in Kisten oder Alben oder hängt ihr Wände zu mit Erinnerungen?

Familie

Einfach nur …Alltag

Mittwoch

Da Kind1 immer noch mit Bindehautentzündung gesegnet ist, bringe ich morgens nur Kind2 in die Kita. Der hat aber natürlich mitbekommen, dass Kind1 zu Hause bei Papa bleiben darf und lässt sich auch nicht mit den geschicktesten Überredungsversuchen in seiner Kita-Gruppe abgeben. Ich seufze, denn ich weiß bei Kind2 ist da nichts zu machen. Die Erzieherin sagt: „Sie dürfen jetzt nicht nachgeben, sonst macht er das immer“. Nein, er macht das nicht immer, da bin ich sicher.

Aber ich verstehe, dass er denkt: Papa und Kind1 machen heute was ganz Tolles, was er dann wohl verpasst…ich bringe Kind2 also wieder nach Hause zum Mann und Bruder.

Ich selber nehme meine Arbeitssachen und ziehe los. Erst ins Café mit Wlan. Weil ich aber keine Unmengen Geld für Kaffee & co. ausgeben mag anschließend in die Bibliothek. Die hat inzwischen auch Wlan und so kann ich fast alles dort erledigen.

Ich hab meine Nägel im Look der KVB (Straßenbahn) gestrichen

Mein Arbeitsplatz in der Bibliothek. Am Fenster, mit Sonnenlicht

Der Mann ist mit den Kindern einkaufen gewesen und ansonsten haben sie viel gemütliche Zeit zu Hause verbracht. Abends kocht er für sich und die Kinder Low Carb Pizza (^^), ich habe mittags Sushi gegessen und mache mir nur eine Kleinigkeit.

Wir verändern vorsichtig das Einschlafritual: Nachdem die Kinder ihre aktuelle Lieblingsserie geguckt haben, bleiben wir noch eine Weile bei ihnen liegen (also eigentlich „bei uns“, denn die Kinder schlafen bei uns im Bett ein). Dann verlassen wir das Schlafzimmer mit sowas wie „noch schnell die Küche aufräumen/Wäsche aufhängen“, klappern in der Küche mit den Schubladen und – tadaaa – da waren die Kinder auch schon eingeschlafen. Ich hoffe, dass das öfter so klappt, denn grade jetzt in der Sommerzeit liegen wir sonst bis 21 Uhr im Bett…(Kind1 wird anschließend auf die Matratze am Fußende unseres Bettes verfrachtet, Kind2 bleibt direkt bei uns).

Ich gehe noch in die Wanne und schaue „The Good Wife“ die siebte Staffel. Nach anderthalb Stunden wechsel ich ins Bett und falle schnell in Tiefschlaf.

Donnerstag

Um halb sechs klingelt der Wecker vom Mann. Kind1 hält das für den Startschuss in den Tag und will auch aufstehen. Ich kann ihn nach 15 Minuten noch mal überzeugen einzuschlafen, bleibe selber aber wach. Gnarf. Dafür will um kurz nach sieben keins der Kinder aufstehen. Ich beschalle sie mit lauter Musik aber nichts hilft. Heute soll aber mein Existenzgründungscoaching nachgeholt werden! Ich sporne die Kinder an, versuche es auf humorvollem Wege und habe sie rechtzeitig im Kindergarten.

Für die Vorschulkinder, wie Kind1, steht heut ein Besuch des Straßenverkehrspolizisten an und er ist voller Vorfreude. Kind2 ist anfangs weniger begeistert. Wir stehen zunächst an der Tür zum Gruppenraum und schauen rein. Kind2 versteckt sich erst hinter mir aber als Kind1 noch mal zu mir kommt bitte ich ihn, seinen kleinen Bruder mitzunehmen – und Hand in Hand gehen sie zusammen zurück. Kind2 winkt mir nochmal und ich kann beruhigt losgehen.

Das Coaching ist hilfreich. Ich habe mit meiner (unserer muss ich sagen, denn wir sind eine kleine Gruppe toller Frauen, die aber in unterschiedlichem Umfang involviert sind) Idee etwas wirklich Großes vor und bin mit vielen Gedanken schon lange schwanger gegangen. Manche Dinge einfach mal ausgeschrieben zu sehen, Aufgaben schon mal beispielhaft zu sortieren und zu verteilen, Zahlen durchzurechnen – das macht Vieles konkreter. Auch die Rückmeldung, dass das alles nicht nach verrückter Utopie klingt, sondern nach umsetzbaren Plänen, das nimmt mir viel Ballast.

Immer noch der schönste Arbeitsplatz – bei mir unterm Dach

Danach sortiere ich noch ein wenig meine Gedanken bei einem Kaffee. Ich hole die Kinder ab und wir holen ein paar Süßigkeiten vom Kiosk. Auf dem Spielplatz schaukeln wir, Kind2s Patenonkel kommt wieder vorbei und am späten Nachmittag stößt der Mann zu uns und wir gehen nach Hause.

Die Kinder kommen in die Badewanne, anschließend gibt es Abendbrot. Sie schauen wieder ihre Lieblingsserie und schlafen gegen 20:30 Uhr ein. Ganz eng an mich gekuschelt…

Na gut, das mit dem alleine Einschlafen kann noch warten.