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Melanie

Familie

Es ist genug für alle da!

Unter diesem Motto (siehe Überschrift) stand das Wochenenende. Irgendwie habe ich den Eindruck, bei Geschwisterkindern ist mein Job aktuell weniger, den beiden Kindern in ihrer individuellen Art gerecht zu werden, als mich zwischen ihnen gerecht aufzuteilen.

Wir liegen im Park, auf der Picknickdecke. Ein Kind kuschelt sich an mich, zieht die Decke rüber. Das andere Kind kuschelt sich nachdrücklich auch an mich und schimpft, weil es nicht genau so viel Bein als Kopfkissen hat wie das andere Kind.

Oder heute. Da sagt Kind2 unterwegs, dass es Durst hat. Ich reiche ihm die auf dem Weg zum Kindergarten gekaufte Flasche Saftschorle. Kind1 aus dem Rückenmark: „Das ist gemein!“ Ich sage zum gefühlt 235. mal, dass er auch was zu Trinken haben kann, er hat doch aber von Durst noch gar nichts gesagt. Ist das wirklich so ein Geschwisterkindreflex? Dieses automatisch „gemein!“ rufen, wenn das andere Kind etwas bekommt, selbst wenn es eine Kopflaus wäre?

Und dieser Tage denke ich, dass auch so viele Erwachsene diese „gemein!“-Haltung haben. Flüchtlinge kriegen Unterkunft? GEMEIN! Leute die keine Arbeit finden oder nicht in der Lage sind zu arbeiten kriegen Hartz IV? GEMEIN! Leute, die weniger verdienen zahlen weniger Steuern (ha!)? GEMEIN!

Ach Leute, möchte ich sagen, es ist genug für Alle da, wirklich! Euch wird nichts weg genommen, nur weil wer Anderes einen kleinen Krümel vom Kuchen abkriegt…

Anyway…

Der Große ist heute alleine zur Schule gegangen! 400 m Luftlinie, keine Ampeln, dafür 30 Zone und Zebrastreifen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, wär er ja schon letzte Woche los marschiert. Als ich dann auf dem Weg nach Hause mich zu ihm beugte, ja sogar ein wenig auf die Knie ging um ihm zu sagen, dass seine arme Mutter noch ein paar Tage bräuchte um zu akzeptieren, dass sie jetzt ein großes Kind hat…“MAMA ICH WILL ABER ALLEINE!!!“… Ja, ok, das Kind hat keine Lust auf meine emotionalen Theatereinlage.

Aber genau heute Morgen ging ein Regenschauer nieder, als Kind1 los musste. Einen Regenschirm hatte ich. Aber ist er auch trocken angekommen? Sagt mir irgendwer Bescheid, ob er gut in seiner Klasse ankam? Könnte ich ihm vielleicht doch ein Handy mit GPS-Tracker in den Tornister…ja gut, er wirds schon schaffen.

Hat er dann natürlich auch. Und war stolz, sowas von!

Nächster Diskussionspunkt ist jetzt Taschengeld. Er hat letzte Woche das erste Mal welches bekommen, 1 Euro…reicht das heutzutage noch? Wie/was gebt ihr denn euren Kindern?

Auf facebook gerate ich in eine Diskussion über die „naiven“ Mütter, die ihre Arbeit aufgeben um sich um die Kinder zu kümmern und anschließend über die ausbleibende Rente zu jammern. Ähm ja. Jemand erklärt mir, dass man zur Not auch eben dahin ziehen muss, wo ausreichend Kinderbetreuung und flexible Arbeitgeber sind. Und dieses „man muss nur xy, dann …und wenn Du nicht bereit bist xy zu tun, dann biste selber Schuld“ bringt mich inzwischen so in Rage. Denn:

Ich bin keineswegs erstaunt, wenn in 30 Jahren mein Rentenbescheid kommt. Ich hab jetzt schon eine Ahnung, was da drauf steht. Aber was ist die Alternative? Ist ja nicht so, als hätten wir uns nicht um gute Kinderbetreuung bemüht. Aber was macht man, wenn die Erzieherinnen (zu Recht) streiken? Wenn Kinder von 12-24 Monaten bei Tagesmüttern (und -vätern) sind, die selber krank werden, Urlaubsanspruch haben und in seltensten Fällen 40 Stunden arbeiten? Wie soll man eine 40 Stunden Woche arbeiten, Wenn sogar die städtische Kita maximal 45 Stunden/Woche Betreuung bietet, wir noch Pendelzeit und Mittagspause aufschlagen…Ihr wisst glaub ich, was ich sagen will.

Ich glaube manchmal, es ist wahrscheinlicher im Lotto zu gewinnen, als die perfekten Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu finden. Oder um es mit Oktober zu sagen: Am 2.10. fällt Schule inklusive Offener Ganztag aus wegen beweglichem Ferientag (der als Fortbildung des Lehr- oder pädagogischen Personals getarnt wird ;-)), am 23.10. hat die Kita zu, wegen interner Fortbildung oder Personalversammlung. Dann sind auch schon wieder Ferien in der Schule…

Alternativ kann ich mich mit meinem Partner streiten, weil er einen Job ohne feste Arbeitszeiten und ohne freie Wochenenden hat. Oder mich wieder in einen Job begeben, wo der Bore Out wartet. In dieser facebook-Diskussion wird dann gesagt, ich solle nicht jammern…Nun, ich finde ich jammer gar nicht. Ich mache das beste aus der Situation. Ich freue mich über die Zeit mit den Kindern, auch wenn ich nach einem Wochenende alleine mit ihnen gerne einen freien Montag hätte. (Heute, also Montag, stand aber schon wieder ein Augenarztbesuch an, Morgen muss der Kleine zum Impfen und im Oktober stehen Zahnarzttermine an).

Ich schweife schon wieder ab…ich freue mich über die Projekte, mit denen ich meine Freiberuflichkeit angehe – aber de facto komme ich auf maximal auf 20 Stunden die Woche und das auch nur in den Wochen, in denen keine Ferien oder sonstige Ausfälle sind. Ja, ich weiß, dass viele Mütter mehr schaffen. Mehr schaffen…müssen? Und finden die, die das müssen nachahmenswert? Das ist doch die Frage, die man sich stellen muss. Wer glücklich ist mit seiner Vollzeittätigkeit ist aus dieser Diskussion hier sowieso außen vor. Wenns bei euch klappt, freu ich mich mit euch! Wenn ihr müsst: Würdet ihr euch das für Alle wünschen? Oder als das NonplusUltraModell vorstellen?

 

Dass ich selber nicht Vollzeit arbeite tue ich nicht aus „Naivität“. Und wenn wir finanziell drauf angewiesen wäre oder ich alles alleine stemmen müsste…dann würde es irgendwie womöglich gehen. Aber dann wäre ich beim Eintritt ins Rentenalter auch schon so ausgelaugt, dass ich mit meiner Rente auch  nichts Schönes mehr machen könnte.

Na und dann schreibt Kerstin darüber, wie sie im klassischen Familienmodell gelandet ist. Ich kann sie zu gut verstehen und habe ja auch mal geschrieben, wie das 50/50 Modell hier so läuft…hust…Kinder sind ein Job „on Top“. Je nach Anzahl, Alter und Persönlichkeit fordern sie Aufmerksamkeit, Zeit und Energie, die man selber irgendwo auch wieder „auftanken“ muss. Und wo soll das sein bei zwei Vollzeitjobs pro Paar? Wo ich aber Kerstin – widersprechen ist übertrieben, denn hier lief es ganz ähnlich – noch was mit zum Nachdenken geben möchte: Ich kenne genug Paarkonstellationen, in denen die Lohnarbeitsverhältnisse andersrum waren (Er – Freiberufler, Sie – Angestellt, auch mehr verdienend), und die „Konsequenz“ trotzdem aufs Gleiche rauslief. Dass der Mann Vollzeitverdiener blieb und sie die Elternzeit/Teilzeit übernahm. Dafür gibt es einige Gründe, vielleicht schreibe ich an anderer Stelle mal mehr darüber.

 

 

 

 

 

Familie

Ja, so soll es sein

Die Küche klebt vor lauter Knisterzucker, vermutlich klebt es Kind2 auch noch in den Haaren. Aber statt ihn und seinen Bruder in die Badewanne zu stecken habe ich sie vor den Computer gesetzt, wo sie selig siebentrölfzig Folgen Paw Patrol gucken dürfen. Unter der Woche ist momentan nämlich Guck-Verbot und sie freuen sich jetzt dreifach.

Das Abendessen bestand aus zwei Stücken Streuselkuchen mit Zwetschgen. Ein Stück zur Kuchenzeit und eins am Abend. Weil für Abendessen keine Zeit und Energie mehr war.

Am Nachmittag kam nämlich Besuch, eine von den Lieblingsfreundinnen von Kind1 und ihre Mama, die eine meiner Lieblingsfreundinnen geworden ist.

Es war laut, es war wuselig. Es war zwischendurch so gar nicht Geschwisterplüsch. Während wir Erwachsenen uns über die ersten Tage mit Schulkind austauschten wurden wir siebentrölfzig mal unterbrochen.

Nachdem ich vormittags aufgeräumt, geputzt und gebacken habe sieht es grade wieder genau so aus wie gestern Abend. Nein, schlimmer. Als die Freundin und ihre Tochter uns verlassen verhaut Kind2 seinen großen Bruder grade mit dem Schuhlöffel der Nachbarin.

„Wolltest Du nicht mal vier Kinder?“ fragt sie mich. Naja, vier vielleicht nicht unbedingt. Aber meinetwegen muss es auch nicht bei zwei bleiben.

Ich trinke mein zweites Glas Weißwein, eigentlich trink ich nie, wenn ich alleine mit den Kindern bin. Aber heute, heute ist Gönnung. Oder wie die Jugend von heute das so nennt. Noch nicht mal für ein Foto geb ich mir noch Mühe.

Schönes Wochenende!

Familie

Ich finde keinen Titel für diesen Alltagskrams

Ich bin seit einer Woche Strohwitwe. Bis jetzt meistere ich die Zeit ganz gut. Obwohl so ein Strohwitwendasein natürlich direkt nach den Ferien…ungünstig ist, besonders wenn der Schreibtisch im HomeOffice gut gefüllt ist mit Arbeit.

Wir gewöhnen uns an den neuen Tagesrhythmus. Ich habe zwei ausgesprochene Morgenmuffel als Kinder und bin eigentlich selber vor dem 3. Kaffee nicht ansprechbar.

Aber irgendwie fällt mir das Jammern dieser Tage auch schwer. Meist bin ich grade sehr dankbar, wenn…für das was ich habe. Die Nachrichten lese und höre ich grad gar nicht, der Wahlkampf nervt mich, USA vs. Nordkorea, Hurrikane hier, Hurrikane dort…ich überlege, was ich als Einzelne tun kann, wie ich mich das so oft frage. Aber gut, dass hier zu diskutieren ist müßig.

Was ich aus meiner Filterbubble nicht raushalten kann, ist die Hebammenproblematik. Die Parteien werben im Wahlkampf nicht grade mit „Frauen- oder Mütterthemen“, still wird die Versorgung von frischgebackenen Müttern abgebaut. Ich fand es schon ätzend bei der Geburt des zweiten Kindes ohne Beleghebamme ins Krankenhaus zu gehen, weil die von Kind1, wie so viele andere, diesen Teil ihrer Arbeit wegen der hohen Berufshaftpflicht aufgegeben haben.

„Ich, Mama!“

Was ich sagen wollte: Das Kinderhaben ist grade schön, das Alter meiner Kinder kommt mir entgegen. Endlich Gesellschaftsspiele! (Hallo Galli Junior, Kuh & Co, Memory – Kennt ihr welche, wo das Gewinnen nicht wichtig ist? Kind2 nimmt es persönlich, wenn ich oder Kind1 eine Runde im Spiel gewinnen). Endlich auch mal mehr als Bilderbücher vorlesen! Kind2 wird grade zum Komiker. Zwischendurch spielt er „aus“. Dann bleibt er mitten in seinem Spiel stehen, wie ein Roboter mit leerer Batterie. Ich muss dann seinen „An“knopf suchen (dabei wär es durchaus angenehm, ihn mal ne Weile auszulassen).

Nachdem Kind2 ja sehr lange kaum geredet hat, purzeln die Worte inzwischen aus ihm raus und beim Bilderbuchgucken zeigt er auf alles und redet und redet und redet.

„Äh, Kind1, kannst Du Dein Fahrrad woanders hinstellen?“

Für Kind1 lese ich abends „Der Wind in den Weiden“ vor. Lange Sätze und eigentümliche, fast vergessene Worte. „Wir baden die Kinder in Sprache“ sagte neulich eine Erzieherin des Kindergartens. Das klingt gut. Das tue ich auch zu Hause.

Kurz zu Homeland (Achtung Spoiler für die, die noch gucken wollen): Ich weiß ja nicht…Claire Danes ging mir schon bei „Willkommen im Leben“ mit ihrem keuschen Rehaugenblick auf die Nerven (obwohl ich die Serie ansonsten liebte). Dann verkackt sie noch jeden Versuch, die Terroranschläge zu vereiteln. Und ihre Glanzleistung ist es, einen Zeitstrahl über die Aktionen Abu Nazirs aufzustellen??? Einen Zeitstrahl? Lernt man das bei der CIA? Jede_r Grundschüler_in hätte doch… ach egal. Sagt mir nur, ob es sich über die erste Staffel hinaus zu gucken lohnt…

Weil ich heute nicht viel Produktives zu schreiben habe – bei Familie Berlin, deren Reihe „Langsam Selbstständig“ ich bestimmt schon an anderer Stelle vorgestellt habe, berichte ich über meine Erfahrungen mit Bore Out. Ich freue mich immer über Erfahrungsaustausch dazu und kann nur noch mal betonen: Wenn es euch betrifft, seid ihr damit nicht allein! Und vor allem: Ihr seid nicht Schuld daran.

 

Familie

Montag

6.15 Uhr, der Wecker klingelt. Ich lasse ihn um 6.30 Uhr noch mal klingeln, ich muss mich noch ans frühe Aufstehen gewöhnen…

Die Kinder sind richtig morgenmuffelig. Kaffee gibt es heute auch nicht, weil ich vorm Wochenende vergessen habe für genug Sojamilch zu sorgen. Für die Kinder mache ich Brote. Am Vortag habe ich wieder Frühstücksmuffins gebacken, für die Brotdose von Kind1. Erstaunlicherweise klappt unsere neue Morgenroutine ganz gut und so sind wir mehr als pünktlich in der Schuklasse. Kind1 hat kaum Zeit sich zu verabschieden und so drehen Kind2 und ich dem Schulgebäude wieder den Rücken zu und besuchen noch kurz mein Lieblingscafe, Zeit überbrücken.

Die U-Untersuchung

Um halb zehn müssen wir nämlich zum Kinderarzt, die nachgeholte U7a steht an. Den ersten Versuch hat Kind2…sagen wir nicht genutzt.

Heute ist er für seine Verhältnisse sehr kooperativ. Nur als die Ärztin ihn abhören will, weint er. Dabei war sie sehr einfühlsam. Aber auch letzte Woche, als der Hörtest beim HNO statt war alles ok, bis man ihm die Hörer ins Ohr steckte. Doof…

Ich sprach noch die starke Weitsichtigkeit vom großen Bruder an und dass wir bei Kind2 schon etwas Sorge haben, aber auch hier: Bei der Augenärztin sollte er Tropfen ins Auge bekommen, die eh brennen, da hätte Kind2 auf keinen Fall mitgemacht. Unsere Kinderärztin hat uns dann eine Untersuchung mit einem Spezialgerät angeboten, die allerdings 25Euro aus eigener Tasche kostet. Dafür musste Kind2 nur auf meinem Schoß sitzen, die Arzthelferin stand 2 Meter von uns weg mit dieser wie eine Riesen Virtual Reality Brille, auf der ein Gesicht gemalt war. Damit kann man wohl schon recht gut die grundlegende Sehfähigkeit messen, auch wenn es angeblich keine Untersuchung bei der Augenärztin ersetzt. Da das Ergebnis aber ok war, gibt es erst mal keinen Anlass, zeitnah zur Augenärztin zu gehen und ich bin ehrlich gesagt mehr als erleichtert.

Die zweite Kindergarteneingewöhnung

Kinder sind unterschiedlich und so einfach die Eingewöhung von Kind1 im Kindergarten war, so langwierig ist sie mit Kind2. Vor den Ferien brachte ich ihn zusammen mit Kind1 zur „Frühschicht“ (vor 9 Uhr) in eine Gruppe. Erst ab neun wurden die Geschwister dann getrennt in ihre Gruppen. Nun ist Kind1 nicht mehr im Kindergarten und für den kleinen Bruder ist das irgendwie doof. Nachdem wir am Freitag eine sehr blöde Trennungssituation hatten, war ich gespannt, wie dieser Morgen verlaufen würde.

Ich brachte ihn in seine Gruppe und er war nicht sehr begeistert. Also blieb ich erstmal mit ihm auf der Couch sitzen. Wir schauten uns das bunte Treiben an. Ich wartete einfach. Irgendwann ermunterte ich ihn, gemeinsam mit mir in den Nebenraum zu gehen, wo fleißig getobt wurde. Auch dort setzten wir uns erst wieder in eine Ecke. Ich wartete geduldig und nach ca. 15 Minuten drehte er sich zu mir um und sagte: „Mama weg!“ Sehr bestimmt. Er ging mit mir raus und achtete genau drauf, dass ich auch ja die Räume verließ. So kann es also gehen! Insgesamt waren es 30 Minuten, dafür aber ohne Weinen und Widerstand. Das tat gut.

Wo ist der Arbeitstag?

Zu Hause blieben mir zweieinhalb Stunden Arbeitszeit, bevor ich gegen zwei wieder los musste, Erledigungen machen, Kind1 abholen, Elternnachmittag im Kindergarten…wow, so verfliegt die Zeit. Der Elternnachmittag zieht sich ein wenig, zu Hause angekommen (18 Uhr) spielen beide noch mit den TipToi Büchern, die ich ihnen aus der Bibliothek mitgebracht habe und nach einer Runde vorlesen schläft Kind2 bereits und selbst Kind1 protestiert kaum, als ich das Kinderzimmer verlasse. Ganz schon müde machend, diese Schultage.

Die veganen Frühstücksmuffins. Irgendwann setz ich sie auch fotografisch mal ansprechender in Szene…

Dies und Das

Netzwerken. Das war auch Thema auf der Wubttika und in der Bloggerei geht es da ja oft ums Verlinken. Das tue ich auch mal wieder: Grade habe ich  mir das neue Youtube-Video von mamadenkt und ihrem Mann angeschaut – Minimalismustalk. Hab ich schon gesagt wie großartig ich Rachel finde?

Und dann ist da der Scoyo Eltern-Blog-Award. Sooooo viele tolle Texte und ich mag gar nicht einzelne herausheben, weil wirklich alle, die ich gelesen habe so verdammt großartig sind! Für den Text von Krähenmutter mache ich eine Ausnahme, weil sie selbst kaum in den Sozialen Netzwerken vertreten ist und ich diesen Text so warm und fein und toll fand. „Als ich mich entschloss, Dich zu lieben“ heißt er und handelt von der schweren (Anfangs)Zeit mit ihrem zweiten Kind.

Familie

Volles Wochenende

Am Samstag hieß es genau so früh aufstehen wie ab jetzt an jedem Wochentag. Aber nicht zur Schule ging es heute, sondern zur #Wubttika! Der Elternbloggerkonferenz in Wuppertal. Ich weckte die Kinder, packte Lunchboxen und Trinkflaschen, Windel- und Wechselsachen und meine sieben Sachen und verließ mit den etwas knatschigen Kindern das Haus.

Ich fütterte das Navi mit der Adresse der Konferenz und verließ mich darauf, dass es mir den besten Weg aussuchen würde. Komischerweise führt mich das Navi immer quer durch die Stadt, wenn ich sie gegen Nordosten verlassen will, statt auf die nächste Autobahn. So brauchten wir allein eine halbe Stunde um aus Köln rauszukommen und mein gut eingeplanter Puffer um noch rechtzeitig zu kommen war damit dahin.

Naiverweise dachte ich, die Parkplatzsuche sei in Wuppertal viel leichter als in Köln, aber ganz so einfach war es dann doch nicht. Als ich die Parkuhr füttern wollte, stellte ich auch noch fest, dass ich mein Portemonaie vergessen hab…Also erst mal den Weg vom Parkplatz zum Veranstaltungsort, wo ich mir Geld schnorren musste um die Parkuhr zu füttern, mit Kind2 auf dem Arm zurück zum Auto, Parkschein holen, zurück zur Konferenz…nun ja, die Strecke mit voller Blase und 20kg Kind auf dem Arm – workout für Beckenboden, Arme und Rücken ganz umsonst.

Das reichte dann eigentlich an Stress und ich freute mich sehr, auf das Wuppertaler Coffee Bike vor Ort! Leider stellte ich erst beim zweiten Milchkaffee fest, dass er mit Amaretto Sirup noch viel besser schmeckt und ich würde sagen, das ist mein neues Lieblingsgetränk.

Kind1 freute sich schon auf die Kinderbetreuung, er war schon letztes Jahr großer Fan. Kind2 blieb erstmal lieber bei mir und so lauschten wir den Vorträgen.

Auch wenn die nicht meine Hauptmotivation für die Veranstaltung waren. Ich weiß nicht, wie viele Leute genau da waren, aber von der Größe, also Menge der Teilnehmerinnen fand ich es perfekt. Schön, dass ihr alle da wart, ich hab mich über euch alle gefreut!

Irgendwann wollte auch Kind2 zur Kinderbetreuung, beziehungsweise zu seinem großen Bruder und so konnte ich auch hier und da ein paar schöne Gespräche führen.

Gegen 17 Uhr versuche ich die Kinder zum Aufbruch zu überreden, was gar nicht so einfach ist. Im Auto schläft Kind2 nach kurzer Zeit ein, was mich nicht überrascht. Leider wartet zu Hause auch kein Parkplatz auf uns. Nach einer halben Stunde finde ich etwas außerhalb unserer Parkzone und darf Kind2 auch noch nach Hause tragen. Sie wollen noch ihre heißgeliebte Paw Patrol gucken. Ausnahmsweise (höhö) dürfen sie bei mir im Bett schlafen – weil Sonntag keine Schule ist und Papa ja auswärts arbeiten.

So ist das unter Bloggerinnen – man kann nicht mal in Ruhe ein Selfie machen. Die tolle Susanne FrauNullZwo, Mitorganisatorin der #Wubttika, crasht mein Foto

Kind1 bastelt bei der Kinderbetreuung mit Playmais. Eins der Spielsachen die es hier zu Hause nie geben würde

Sponsoren machen eine solche Veranstaltung erst möglich – danke dafür und Petra von AllerleiThemen fürs Herz 😉

Die Kinder im Seifenblasenhimmel

Ich beginne den Abend mit der ersten Folge Homeland. Der Mann und ich haben zusammen iZombie zu Ende geguckt (sehr witzig, allerdings mit einer schwächelnden Phase irgendwo in der zweiten Staffel) und wenn er vom Job zurück ist wollen wir Fargo anfangen. Bis dahin überbrücke ich also alleine mit Homeland.

Der Sonntag beginnt mit Ausschlafen bis halb neun. Die Kinder wissen inzwischen, dass sie mich morgens besser nicht direkt aus dem Schlaf reißen und holen sich ein paar Bilderbücher ins Bett und warten, bis ich wach werde (naja, so halbwegs). Ich hole ein paar Spiele aus dem Schrank (zum Beispiel Popup Pirate) und bin hochmotiviert, den vormittag mit ihnen spielend zu verbringen. Nach der vierten Runde Pirate sind sie aber gelangweilt und spielen lieber zu zweit Jenga. Na denn.

Nach einem schnellen Mittagessen aus der Tiefkühle gehen wir in den Park und genießen die Sonne. Freunde gesellen sich zu uns und die Kinder spielen meist alleine und ohne mich zu brauchen. Da ich nun abends mehr Struktur reinbringen möchte, brechen wir schon vor 18 Uhr auf. Die Kinder haben eine Badewanne dringend nötig, ihr Kinderzimmer muss noch aufgeräumt werden (auch hier wieder: nicht tippitoppi, aber wenigstens das am Vormittag von Kind1 gebastelte „Konfetti“ und das rumfliegende Lego soll wieder an Ort und Stelle), der Tornister für morgen gepackt…um halb acht liegen die Kinder im Bett. Ich lese aus „Der Wind in den Weiden“ vor (obs gefällt weiß ich nicht, Kind2 ist nach einer Minute eingeschlafen und Kind1 findet, glaub ich, alles gut, was vorgelesen wird).

Ich schreibe diesen Beitrag und beende den Abend nun mit noch mehr Homeland gucken. Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich euch!

Familie

Ernst des Lebens

Ui, war das früh heute morgen! Jetzt weiß ich, was die immer alle vom „Ernst des Lebens“ reden. Um kurz nach sechs klingelte mein Wecker. Ich ließ es mir aber nicht nehmen, den ersten Kaffee noch zu trinken, während alle anderen schliefen. Dann hieß es auf in den ersten „richtigen“ Schultag!

Kind1 war so schnell angezogen wie schon lange nicht mehr. Kind2 war dagegen wesentlich unmotivierter. Soll er wirklich alleine in den Kindergarten müssen? Die Erwachsenen machen doch bestimmt nur Witze…

Um viertel vor acht brachten wir Kind1 zu seiner Klasse, begrüßten kurz die Lehrerin und versuchten rauszufinden, wie denn heute der Ablauf ist. Doch doch, die offene Ganztagsschule würde heute schon beginnen. Hui, das ging schnell. Beim Infoabend hieß es noch, man würde in der zweiten Woche erst starten. Nun denn. Ich versuchte mich mit den anderen Eltern kurzzuschließen, was die denn für eine gute Abholzeit hielten und irgendwer sagte, er habe rausgefunden, dass um 14 Uhr Schluss ist heute…Ohje, geht das mit diesen halben Infos jetzt immer so?

Kind1 war schneller in der Klasse als wir Tschüss sagen konnten und dann brachten wir Kind2 in den Kindergarten. Der hatte nach den langen Ferien noch so überhaupt keine Lust und es brauchte viel Überredungskunst der Erzieherin sowohl Kind2 gegenüber als auch uns, dass das bestimmt ein super Tag für ihn werden würde.

Der Mann und ich verabschiedeten uns auch, denn er fährt heute für fast zwei Wochen beruflich weg.

Natürlich stehen nächste Woche Elternabende für beide Kinder und eine U-Untersuchung statt, aber das schaff ich mit links.

Ich setze mich für eine Verschnaufspause ins Stammcafé und atme. Alles wird gut!

Erst mal Kaffee

Ich treffe noch eine Freundin, deren Tochter auch grad eingeschult wurde und wir plaudern noch ein wenig. Anschließend versuche ich zu Hause ein wenig aufzuräumen und gehe mittags dann zum Biomarkt einkaufen. Ein Kürbis, zwei Brokkoli und zwei große Möhren sollen für die nächsten Tage reichen. Ich will endlich mal die Tiefkühle ausräumen und das Eingefrorene verbrauchen, auch der Vorratsschrank ist voll.

Schon um kurz vor eins hole ich Kind2 wieder ab, ich hab das Bedürfnis, ihm mal ein bisschen exklusive Zeit einzuräumen, das ging die letzten Tage ein wenig unter. Außerdem feiere ich innerlich immer noch ein bisschen, weil wir vergangenen mittwoch einen Termin beim HNO hatten – es bestand der Verdacht, dass auch bei Kind2 die Rachenmandeln raus müssten und eventuell ein Paukenröhrchen nötig ist. Der Hörtest ergab aber nichts Auffälliges und somit umgehen wir diese OP!

Nach einer Stunde auf dem Spielplatz gehen wir zur Schule um Kind1 abzuholen. Erst gehe ich zu den Räumen der offenen Ganztagsschule und stelle mich der Gruppenleiterin vor. Die Kinder sind bei dem Wetter im Hof und ich finde Kind1 schnell.

Den Nachmittag über sitze ich eigentlich nur in der Küche und fange die Stimmungen der beiden Kids auf und schlichte Streit. Sogar die Katze ist heute ziemlich aufgedreht und marschiert die ganze Zeit durch die Wohnung als suchte sie etwas (vielleicht Ruhe? Feel ya Sista!).

Ich überlege, welche Routinen und Abläufe jetzt mit der Umstellung auf Schule Sinn machen. Hilft vielleicht ein wenig mehr Struktur im Tages- und Wochenablauf? Ich möchte die Kinder eh mehr bei der Hausarbeit mit einbeziehen. Soll ich eine Orgatafel organisieren und mit Fotomagneten und Wochentagen strukturieren? Klingt verlockend, aber ob das zu mir/uns und den Kindern passt?

Um halb sechs rief ich die Kinder zum Aufräumen zusammen. Ich habe dabei gar nicht den Ehrgeiz, dass sie ihr komplettes Kinderzimmer aufräumen (da plane ich noch eine größere Aktion, dafür muss ich aber erst mal unseren Keller ausmisten…). Ich nehme mir nur einen kurzen Zeitraum vor und sage konkret, was aufgeräumt werden soll. Die Duplosteine in ihre Kiste, die Autos in ihre Kiste. Und dann noch die Papierschnipsel vom Basteln in den Müll bitte! Das waren gut 10 Minuten, die finde ich auch für Kinder überschaubar.

Das Abendessen besteht aus Resten von gestern und ich betone extra, dass wir nicht früher fernsehen (aktuelle Lieblingsserie, nach dem Dino-Zug: Paw Patrol) nur wenn sie schneller essen. Passiert dann nämlich gerne, dass sie nur halb aufessen und dann noch Hunger haben, wenn eigentlich schon Bettzeit ist.

Das Einschlafen geht dann erstaunlich schnell. Ich frage noch Kind1, was es heute besonders toll fand. „Die OGTS Mama!“ Pause… „Neee, eigentlich alles!“ Kind2 antwortet nicht mehr, er schläft schon tief und fest.

Ich geh auch gleich schlafen. Obwohl morgen Samstag ist heißt es nämlich trotzdem früh raus, die Elternbloggerkonferenz Wubbtika steht an…