Vegane Rezepte

Besser essen

hier mal wieder etwas aus dem bereich, dass mich neben minime fast am meisten beschäftigt. essen.

meine sozialisation in der hinsicht war recht begrenzt. nudeln, kartoffeln, saußen, damals natürlich fleisch und, wenns ging, möglichst wenig obst und gemüse. würde der spruch „du bist, was du isst“ stimmen, wär ich eine pommes.

kochen habe ich erst nach meinem auszug bei meinen eltern gelernt. wobei gelernt auch übertrieben ist. trial and error nennt sich die methode. mit tiefkühlgerichten und nudeln mit tomatensauße angefangen erweiterte ich seeeeehr langsam meinen kulinarischen horizont. zu dem zeitpunkt sah ich auch noch nicht die notwendigkeit, für essen (viel) geld auszugeben. hauptsache es macht satt. außerdem ging für ‚richtiges‘ kochen viel zu viel zeit drauf. und schmutziges geschirr. mein wirkliches interesse für ‚gutes‘ essen begann glaub ich erst, als ich aus meinem auslandssemester in norwegen zurückkam, wo ich mich ein halbes jahr von nudeln mit lachs und lettrömme ernährt habe.

was mir z.b. völlig fehlt, sind kenntnisse über typisch deutsche (?) gemüse. tomaten, paprika, aubergine, zucchini – kann ich. mangold, pastinake oder schwarzwurzel? glücklicherweise ist der mann in der hinsicht besser informiert, sonst würde die hälfte unserer gemüsekiste wohl regelmäßig schlecht werden. ebenfalls ahnungslos bin ich mit den resten und überbleibseln: wieviel von dem ganzen stiel- und strunkzeug kann man verwenden. und wie? woran erkenn ich, ob eine mango oder melone reif ist, und nicht schon wieder drüber? (ja wirklich, so wenig ahnung hab ich)

und vor allen dingen: wo lernt man das? ich mein, nach rezept kochen kann ja jede_r. aber so hintergrundwissen über die lebensmittel und ihre verwendung sowie ihre verarbeitung? lohnt sich die anschaffung eines entsafters? wie kann man gemüse und obst, für das man grad keine verwendung hat, haltbar machen? undundund…

und wie wird sich das kochen und essen demnächst gestalten, wenn minime außer brei auch andere sachen essen kann und will?

und ab oktober wird es für all diese fragen eine eigene seite (keinen eigenen blog) geben. auch vor dem hintergrund meines ‚projekt‘ nix neues. aber dazu im oktober mehr…

und hier noch aktueller minime-stand: die beiden hasenzähnchen unten werden immer größer! dank der breieinführung spuckt er glücklicherweise kaum noch, so dass ich ihn jetzt auch mal, wie die anderen mütter ihre babies, ohne spuckauffangtuch auf eine decke oder couch legen kann. wobei er natürlich immer dann spuckt, wenn wir irgendwo zu besuch sind…das beistellbettchen ist endgültig zu klein, egal wohin minime sich dreht, er stößt gegen die gitter. ich weiß nicht, wie oft ich ihn nachts jetzt schon zurückdrehen musste, weil er sich auf den bauch gedreht hat und mit dem köpfchen irgendwo gegen stieß. ständig macht er liegestütze, weil sein hintern noch nicht mit hochwill, wenn er sich aufstützt. scheint aber nur noch eine frage der zeit zu sein, genauso wie das alleine sitzen. momentan findet er im sitzen seine füße sooo spannend, dass er vor begeisterung direkt wieder das gleichgewicht verliert. und bevor ich wieder arbeiten gehe, möchte ich das bild von ihm festhalten (innerlich, kein foto kann das einfangen), wie er mich stolz aus seinem fast zahnlosen mund anlacht, wenn wir auf gleicher augenhöhe in bauchlage liegen. diese grübchen machen mich fertig. und von mir hat er die nicht.

 

Previous Post Next Post

You Might Also Like

7 Comments

  • Reply Unsichtbar 26. September 2011 at 10:35

    Hallo Melanie,
    wo lernt mensch kochen? Also ich ganz klassisch bei Verwandten (Mama, Papa, Oma, Onkel). Diese einheimische Gemüse Sachen habe ich tatsächlich in der Schule gelernt. In der Grundschule gabs einen Schulgarten, da haben wir Kartoffeln, Bohnen, Zucchini angebaut. Und geerntet. Unsere Lehrerin war da sehr hinterher. Wir haben auch aus Girsch eine Art Spinatgemüse gekocht und Sauerampfer und andere Kräuter gesammelt, um daraus Salat zu machen. Außerdem gabs ein Schullandheim, wo wir dann Mais gegessen haben, direkt vom Feld und und und (Frau Mayer sie waren großartig) In der Gesamtschule gabs in der fünften bis siebten Klasse Hauswirtschaftsunterricht. Ich werde nienienie verstehen warum das in den meisten Schulen, vor allem in den Gymnasien, abgeschafft wurde. Da haben wir neben völlig sinnlosen Tätigkeiten wie Schränke polieren, auch gelernt wie mensch einkauft, kocht, ab wäscht, mit seinen Mitteln haushaltet uns so weiter. Das war super. Zumindest hat niemand die Schule verlassen ohne zu wissen, was die gängigsten Gemüsesorten sind, wann was günstig auf dem Markt zu haben ist und wie mensch aus den Resten noch was kochen kann. Viele meiner Freunde haben dann in der Vokü kochen gelernt. Das war ein super Ort um wissen zu transferieren. Ach und „Das elektrische Kochen“ war auch ein klasse Ratgeber für die Basics (ich konnte nämlich keine Kartoffeln kochen weil ich die immer gehasst habe). Wenn Du Interesse hast, teile ich gerne alle kindertauglichen Rezepte mit dir (meistens kommen Unmengen püriertes Gemüse drin vor).
    Sorry für den Roman, Kochen und Essen gehören zu meinen liebsten Tätigkeiten…

  • Reply glücklich scheitern 26. September 2011 at 10:49

    super, dann haben wir ja noch eine gemeinsamkeit. ja und unsere schulen waren da echt außen vor, was ‚hauswirtschaft‘ anging. schadeschade. und auf die rezepte freu ich mich. magste mir mal eine mail schicken, dann können wir auch über die blogs hinaus kommunizieren? lg, melanie

    • Reply kraehenmutter 26. September 2011 at 21:34

      oh nein, stellt doch die rezepte lieber hier irgendwo rein, damit wir alle was davon haben.

      ich habe kochen von meiner mutter gelernt, allerdings eher so die basics. unsere geschmäcker sind dann inzwischen doch recht verschieden.
      mein FSJ hab ich aufm öko-hof gemacht, da habe ich einiges über vorratshaltung gelernt, außerdem viele gute rezepte mitgenommen.
      trotzdem gibts zu hause natürlich häufig dasselbe: billig, schnell, macht satt.
      und da man ja auch noch für 2 (fast 3) mäuler was passendes finden muss, wirds nicht einfacher..
      ich habe unzählige kochbücher, sammle rezepte, liebe die einschlägige boss-koch-seite – und koch dann doch nie danach.

  • Reply Käthe 26. September 2011 at 14:07

    Ich habe tatsächlich alle bei uns zu Hause üblichen Tellergerichte von meiner Mutter gelernt. Aber so richtig das, was ich dann als Erwachsene jeden Tag essen wollte, war das auch nicht. Ich koche bis heute gern nach Rezept. Ich abonniere eine Kochzeitschrift. Ich lese Kochbücher. Kochblogs. Aber meistens bin und bleib ich doch die Kategorie „wenn es in 20 Minuten nicht fertig ist, hat es an einem Wochentag nichts verloren“. Momentaner Hoffungsträger ist das hier: http://tinyurl.com/5smyzch
    Ich berichte!

    Aber davon abgesehen ist ja mein heimlicher Wunsch für eine zweite Karriere Hauswirtschafterin.

  • Reply Mausflaus 26. September 2011 at 15:50

    einfach ausprobieren – ich hab als ich von zuhause ausgezogen bin und angefangen hab selbst zu kochen, einfach an der gemüsetheke geschaut was es so gibt, und öfter mal was mitgenommen was ich nicht kannte; z.b. pastinaken, violette möhren, kürnis, schwarzwurzeln.
    zuhause hab ichs dann erstmal roh probiert, um ungefähr zu wissen wie s schmeckt und zu überlegen, wie man es kocht (einfach kochen und als beilage zu kartoffeln usw. geht eigentlich alles) bzw. rezepte dazu gesucht.

  • Reply mama007 27. September 2011 at 11:01

    Hallo glücklichscheitern,
    gelernt habe ich das Kochen im Laufe des Studiums. Aus Zwang. Dann: Kochzirkel mit Kolleginnen. Dann, in den letzten 2 Jahren, folgte eine intensive Beschäftigung mit: was ist Öko, Bio, was ist saisonal, regional, was bedeutet das, wie kann ich so kochen dass nix verkommt und was mache ich mit Resten? Irgendwann bin ich bei einem sehr ausführlichen Mittelalterkochbuch gelandet, denn wenn das damals nicht saisonal war, weiß ich auch nicht. Das hat mir neue Perspektiven eröffnet.
    Genauso auch: „Omas Bio-Küche“ (extrem bodenständige Rezepte aus Österreich).
    Übrigens: ich hab mich gerade vor ein paar Wochen mit meinem Zweitblog selbständig gemacht (s.a. „schmeckts“ in der Blogroll), weil mir genau das fehlte: ein Forum, in dem man normale 20-40-Minuten-Gerichte findet. Alle Kochblogs die ich so gefunden habe, sind so „Kürbiscremeschaumsüppchen mit Kresse-Souffle“ -mäßig. Also stelle ich sie jetzt eben selber ein, bäh. Biste gerne eingeladen (also ich meine auch: zum Mitmachen)! Ich wollte das Ganze auch gerne um eine Sektion „Restekochen“ oder so erweitern. Mal schauen wie es zeitlich so hinhaut.
    Ansonsten: einfach probieren. Und zum Haltbarmachen: ich schwöre mittlerweile auf Einfrieren.
    Viele Grüße: Mama007

  • Reply glücklich scheitern 28. September 2011 at 11:44

    danke für die ausführlichen kommentare! ich werde lesen, kochen, üben und berichten. in welcher form (berichten) weiß ich noch nicht, aber toll dass essen ja ein thema ist, das alle irgendwie interessiert.

  • Leave a Reply