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Familie

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Eis, Eis, Baby

Am Samstag versuchte ich die Kinder bis gegen 10 Uhr daran zu hindern, den Mann zu wecken. Der nämlich extra in die obere Etage auswich um nach einer langen Arbeitsnacht morgens nicht allzu früh geweckt zu werden.

Das klappte nur dank Dino-Zug & co. Denn alles andere was ich versuchte um die Kinder zu bespaßen (gemeinsam Frühstück anrichten, spielen…) führte nur zu Geschwisterstreit. Ernsthaft: Bleibt das jetzt immer so? Dass sie sich streiten wegen…ALLEM? Und was macht man da? Was sagt das Vorführpädagoginnenhandbuch? Darf man brüllen „ES IST MIR PUPSEGAL WER DAS AUTO ZUERST HAT NIMM DIR EINFACH EIN ANDERES?“ Ich vermute die Antwort ist nein. Wahlweise steck ich mir die Finger in die Ohren und singe LALALA. War nurn Witz. Hust.

Den Vormittag verbrachten wir mit Einkäufen. Als erstes stand Decathlon an, wo wir noch für den Urlaub Badeschuhe für alle kauften, Schnorchel für mich und Kind1 und in der Campingabteilung staunten wir, was man für Geld ausgeben kann um dann auf einer Matratze im wasserundichten Zelt zu liegen.

Anschließend ging es in den Unverpacktladen. Hier kaufte ich Nudeln, Vierkornflocken, Pinienkerne, Haarseife, Vollkornreis und noch ein paar Vorräte. Kind1 war scharf auf die Gummibärchen, davon gab es auch noch ein Glas.

Nachmittags fuhr der Mann dann zur Arbeit und ich ging noch mit den Kindern eine Runde Rad fahren im Volksgarten.

Großstadtkinder. Die lernen ja nix über Tiere

selbstgemachter Erdbeersmothie

Grundrezept für sommerliche Smoothies und Eis: Eine Handvoll TK-Beeren (hier: Erdbeeren), 1 Banane, 100ml Saft nach Wahl, Saft einer halben Limette oder Zitrone, ein paar Blätter Minze oder Basilikum. Pürieren und Löffeln oder Einfrieren

Abends bestellte ich Sushi für uns drei weil ich keine Lust mehr hatte zu kochen und vergessen hatte, Brot zu kaufen.

Der Sonntagmorgen fing ähnlich an wie gestern: Nachdem ich versuchte, die Kinder beim gemeinsamen Pancake-backen zu unterhalten wollten sie viel lieber den Papa wecken, der erst nach Sonnenaufgang von der Arbeit kam. Also musste wieder der Dinozug her (meine nächste Blogparade steht schon: Medienkonsum bei Kindern – aber die ehrliche Variante). Ich buk noch einen Rhabarberkuchen und trank viiiiiel Kaffee. Gegen Mittag machten wir uns dann zusammen auf zu einer kleinen Radtour auf die andere Rheinseite, wo ein Festival zu Ehren Harley Davidson statt fand.

ganz ganz viele „Tutas“ (Motorrad nach Kind2)

Eis, Eis, Baby

Mann und Kinder waren sehr beeindruckt, ich unterhalten und kulinarisch war auch für alle gesorgt. Neben den üblichen „Need for Meat“-Burgerbullis gab es auch veganes Eis und vegane Wurst.

Anschließend ging es zurück in den Volksgarten, wo wir mit Freunden in der Sonne lagen, Rhabarberkuchen und selbstgemachte Limo tranken und die Kinder auf ihren Rädern die restlichen Pfützen erorberten.

veganer Rhabarberkuchen

veganer Rhabarberkuchen

Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes Wochenende und startet gut in die Woche!

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Regen & Sonne

Das Wetter und meine Laune harmonieren grade ganz gut miteinander.

Bei Sonnenschein ist das Leben so leicht und fluffig, die Kinder toben im Park, ich schaue ihnen aus geringer Entfernung zu – lasse ihnen das Gefühl von Freiheit und den eigenen Raum zu entdecken aber bin in Reichweite, falls sie sich überschätzen oder (was bei meinen Kindern ab und zu vorkommt) ihr Übermut auf Kosten anderer, kleinerer Kinder gehen könnte.

Ich packe ausreichend Essen & Getränke ein, damit wir abends nicht völlig übermüdet und ausgehungert nach Hause kommen und auf den letzten Metern die Stimmung kippt.

Meistens treffen wir noch andere Kinder aus dem Kindergarten, ich unterhalte mich mit deren Eltern und abends, nach einer Badewanne, die sie vom Sand befreit, schlafen die Kinder selig ein.

Wir freuen uns auf unseren Sommerurlaub auf Korsika, den wir dieses Jahr zum vorerst letzten Mal außerhalb der Schulferien machen können. Schon erschreckend, wie viel teurer eine Reise in der Hauptsaison wäre.

Bei Regenwetter wird das ganze schwieriger. In der Wohnung so eng aufeinander streiten sich die Kinder ununterbrochen. Mir fällt nichts mehr ein um das zu verhindern. Nachdem wir alle Spiele, die für beide spielbar sind, Mal- und Basteltechniken durchhaben, gegessen wurde etc. haben die beiden immer noch so viel Energie, dass sie sich raufen.

Heute habe ich mit ihnen Zumba getanzt. Ja genau. Ich überlege nämlich seit Ewigkeiten, wie ich etwas mehr Sport in den Alltag integrieren kann. Vormittags, wenn die Kinder im Kindergarten sind ist mir die Zeit eigentlich „zu schade“, weil ich dann ja arbeiten müsste. Feste Termine am Abend sind unmöglich, weil der Mann da ja oft arbeitet und ich jedes mal einen Babysitter bräuchte.

Bleibt also nur: MIT den Kindern. Bei Sonnenschein möchte ich öfter mit ihnen Rad fahren, oder mit ihnen zum Rhein und dort Inliner fahren. Heute war das Wetter halt verregnet. Und am letzten Wochenende, dem bei der Blogfamilia in Berlin, erzählte mir die Rike aka Muttergefühle (bzw. infemme) – keine Ahnung, wie wir darauf kamen, dass sie da auf youtube so Sportvideos gucken würde und dazu Sport macht. Also dachte ich heute, das kann ich auch mal probieren. Es sollte irgendwas mit Musik sein, damit die Kinder auch mitmachen können. Die waren tatsächlich ganz fasziniert und wir tauchten in die Parallelwelt der Zumba-Videos ab (könnt ihr auch noch bis morgen Mittag in meinen Insta-Stories sehen ^^).

Eigentlich geht es bei Zumba darum, Bauch, Brüste und Popo zu wackeln, was bei mir ja schon mal den Hauptteil der Körpermassen in Bewegung setzt. Logisch, dass da die Muskeln vor Freude aufjauchzen.

Im Prinzip tut es aber auch jede andere Musik. Kind2 wollte sowieso die ganze Zeit MIT mir tanzen, ich nahm seine Händchen, wir wackelten mit den Popos wie beim Ententanz und dann nahm ich ihn auf den Arm, weil er so Tango-Bewegungen machen wollte und Kind1 wollte natürlich nicht bloß zusehen sondern auch auf meinen Arm und schon hatte ich mein Bizeptstraining gleich mit dabei.

Und dann waren auch die Regenwolken auf meiner Laune futsch. Fast.

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Einfach nur …Alltag

Mittwoch

Da Kind1 immer noch mit Bindehautentzündung gesegnet ist, bringe ich morgens nur Kind2 in die Kita. Der hat aber natürlich mitbekommen, dass Kind1 zu Hause bei Papa bleiben darf und lässt sich auch nicht mit den geschicktesten Überredungsversuchen in seiner Kita-Gruppe abgeben. Ich seufze, denn ich weiß bei Kind2 ist da nichts zu machen. Die Erzieherin sagt: „Sie dürfen jetzt nicht nachgeben, sonst macht er das immer“. Nein, er macht das nicht immer, da bin ich sicher.

Aber ich verstehe, dass er denkt: Papa und Kind1 machen heute was ganz Tolles, was er dann wohl verpasst…ich bringe Kind2 also wieder nach Hause zum Mann und Bruder.

Ich selber nehme meine Arbeitssachen und ziehe los. Erst ins Café mit Wlan. Weil ich aber keine Unmengen Geld für Kaffee & co. ausgeben mag anschließend in die Bibliothek. Die hat inzwischen auch Wlan und so kann ich fast alles dort erledigen.

Ich hab meine Nägel im Look der KVB (Straßenbahn) gestrichen

Mein Arbeitsplatz in der Bibliothek. Am Fenster, mit Sonnenlicht

Der Mann ist mit den Kindern einkaufen gewesen und ansonsten haben sie viel gemütliche Zeit zu Hause verbracht. Abends kocht er für sich und die Kinder Low Carb Pizza (^^), ich habe mittags Sushi gegessen und mache mir nur eine Kleinigkeit.

Wir verändern vorsichtig das Einschlafritual: Nachdem die Kinder ihre aktuelle Lieblingsserie geguckt haben, bleiben wir noch eine Weile bei ihnen liegen (also eigentlich „bei uns“, denn die Kinder schlafen bei uns im Bett ein). Dann verlassen wir das Schlafzimmer mit sowas wie „noch schnell die Küche aufräumen/Wäsche aufhängen“, klappern in der Küche mit den Schubladen und – tadaaa – da waren die Kinder auch schon eingeschlafen. Ich hoffe, dass das öfter so klappt, denn grade jetzt in der Sommerzeit liegen wir sonst bis 21 Uhr im Bett…(Kind1 wird anschließend auf die Matratze am Fußende unseres Bettes verfrachtet, Kind2 bleibt direkt bei uns).

Ich gehe noch in die Wanne und schaue „The Good Wife“ die siebte Staffel. Nach anderthalb Stunden wechsel ich ins Bett und falle schnell in Tiefschlaf.

Donnerstag

Um halb sechs klingelt der Wecker vom Mann. Kind1 hält das für den Startschuss in den Tag und will auch aufstehen. Ich kann ihn nach 15 Minuten noch mal überzeugen einzuschlafen, bleibe selber aber wach. Gnarf. Dafür will um kurz nach sieben keins der Kinder aufstehen. Ich beschalle sie mit lauter Musik aber nichts hilft. Heute soll aber mein Existenzgründungscoaching nachgeholt werden! Ich sporne die Kinder an, versuche es auf humorvollem Wege und habe sie rechtzeitig im Kindergarten.

Für die Vorschulkinder, wie Kind1, steht heut ein Besuch des Straßenverkehrspolizisten an und er ist voller Vorfreude. Kind2 ist anfangs weniger begeistert. Wir stehen zunächst an der Tür zum Gruppenraum und schauen rein. Kind2 versteckt sich erst hinter mir aber als Kind1 noch mal zu mir kommt bitte ich ihn, seinen kleinen Bruder mitzunehmen – und Hand in Hand gehen sie zusammen zurück. Kind2 winkt mir nochmal und ich kann beruhigt losgehen.

Das Coaching ist hilfreich. Ich habe mit meiner (unserer muss ich sagen, denn wir sind eine kleine Gruppe toller Frauen, die aber in unterschiedlichem Umfang involviert sind) Idee etwas wirklich Großes vor und bin mit vielen Gedanken schon lange schwanger gegangen. Manche Dinge einfach mal ausgeschrieben zu sehen, Aufgaben schon mal beispielhaft zu sortieren und zu verteilen, Zahlen durchzurechnen – das macht Vieles konkreter. Auch die Rückmeldung, dass das alles nicht nach verrückter Utopie klingt, sondern nach umsetzbaren Plänen, das nimmt mir viel Ballast.

Immer noch der schönste Arbeitsplatz – bei mir unterm Dach

Danach sortiere ich noch ein wenig meine Gedanken bei einem Kaffee. Ich hole die Kinder ab und wir holen ein paar Süßigkeiten vom Kiosk. Auf dem Spielplatz schaukeln wir, Kind2s Patenonkel kommt wieder vorbei und am späten Nachmittag stößt der Mann zu uns und wir gehen nach Hause.

Die Kinder kommen in die Badewanne, anschließend gibt es Abendbrot. Sie schauen wieder ihre Lieblingsserie und schlafen gegen 20:30 Uhr ein. Ganz eng an mich gekuschelt…

Na gut, das mit dem alleine Einschlafen kann noch warten.

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Kranke Kinder & arbeiten im Café

Heute morgen machte Kind1 seine geröteten Augen auf. Die Bindehautentzündung ist nun auch bei ihm gelandet. Bei Kind2 hat es sich ein bisschen verbessert, aber so richtig „kindergartentauglich“ sieht er auch noch nicht aus. Wie passend das um Punkt 07:30 Uhr die Kita anruft und mitteilt, dass der Handlungsleitfaden wegen Personalnotstand eintritt.

Der Mann muss selber auch zum Augenarzt, die Kinder und ich gehen erst mal zurück ins Bett. Um kurz nach 8 ruf ich in der Kinderarztpraxis an und lasse uns einen Termin für halb 10 geben. Dort treffen wir uns mit dem  Mann. Die Ärztin verschreibt auch für Kind1 Augentropfen.

Anschließend gehe ich mit Laptop und co. zum Arbeiten ins Café. Genau genommen wechsel ich die Locations zwischendurch – im Café wirds mir irgendwann zu teuer, in der Bibliothek ist kein Wlan – ich mache quasi Locationhopping. Denn zu Hause arbeiten wenn die Kids dort toben? Eher nich so…

Arbeiten im Cafe – mag ich

Der Mann macht mit den Kids einen Ausflug ins Möbelhaus. Jep, der Mann hat Nerven aus Stahl. Am späten Nachmittag geh ich auf dem Nachhauseweg noch im Buchladen vorbei und schaffe es, ohne Einkauf wieder zu gehen. Aber ich liiiebe Buchläden und stöber gerne in den verschiedenen Abteilungen.

Der Mann kocht Nudeln mit Gemüse und grünem Spargel. Kann man sich eigentlich an grünem Spargel satt essen? Rhetorische Frage…

Beide Kinder scheinen den Tag mit Papa so spannend gefunden zu haben, dass sie schon um 20 Uhr, statt 21 Uhr schlafen.

Ich stelle noch das nächste Interview aus der Reihe Feminismus und Mutterschaft in den Blog und plane es für morgen früh. Damit dann Gute Nacht für heute!

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Hallo Mai

Im Mai werde ich

viel Arbeit nachholen um meine Selbstständigkeit voran zu treiben

an einem Existenzgründungscoaching teilnehmen

Mir eine neue Füllung vom Zahnarzt holen

knapp 4 Tage in Berlin verbringen

an einem Tag davon die Blogfamilia besuchen und viele tolle Menschen wieder sehen

unseren Juniurlaub fertig planen

weiter die Wohnung ausmisten

mit den Kindern viel Zeit draußen verbringen

die Reichweite des Babyphons testen, während der Mann und ich im Restaurant an der Ecke sitzen

Nach der schönen Idee von Carola aka frischebrise

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Die Woche…Zeit ist purer Luxus

Dienstag

Ich bringe die Kinder morgens zur Kita. Kind2 fällt der Abschied etwas schwerer, aber als seine Erzieherin ihm anbietet, mit ihm ans Fenster zu gehen und mir noch mal zu Winken geht er mit. Da ich morgens grade keinen Stress mehr habe, pünktlich irgendwo sein zu müssen bin ich meist sehr entspannt. Die andere Erzieherin greift dann schon mal so grob nach seinem Arm, weil sie meint, mir damit zu „helfen“ wenn sie ihn nimmt, da reagiert er dann – mit Recht – total empört drauf. Und ich auch. Selbst wenn ich es eilig hätte, ließe ich ihn mir nicht so aus dem Arm reißen.

Ich geh noch kurz Kaffee trinken und schreibe meine ToDo Liste. Viel Kleinkrams liegt an. Zu Hause packe ich die Bücher für momox in die gestern gekauften Paketboxen und stelle sie auf die Waage. Ich wollte grade alles nach unten bringen um mit dem Kinderwagen zur Post zu gehen, da ruft die Kita an. Kind2 habe Bindehautentzündung. Ich informiere noch den Kinderarzt und kann kurzfristig vorbei kommen.

Da wusste ich noch nicht, was der Rest der Woche mit sich bringt…

 

Kind2 und ich sitzen im Behandlungszimmer und warten auf die Ärztin. Die bestätigt direkt den Verdacht auf Bindehautentzündung und gibt ein Rezept für Antibiotika mit. Sie sagt aber, ich soll erst abwarten, die meisten Entzündungen im Auge sind viral, da bringen die Tropfen nichts. Ich solle die Augen mit Wasser und Taschentücher reinigen und nur wenn morgen die Augen immer noch zu sind das Rezept einlösen. Sagte ich schon, dass ich die Ärztin mag?

Kind2 und ich machen das Beste aus dem Tag. Schon morgens wollte Kind2 gerne „Zug fahren“ (alles was auf Schienen fährt) und so setzen wir uns in die Straßenbahn und fahren einmal nach Norden und zurück. Es gibt noch ein Eis von unserem Stammkiosk und dann ist Mittagsschlaf angesagt. Auch für mich.

Kind und Katze auf meinem Schoß

Am späten Nachmittag holen wir Kind1 ab, das auf einem Kindergeburtstag war. Ich mache zu Hause Nudeln mit Spinat-Mais-Tomatensauße, die von den Kindern fast komplett ignoriert werden…na gut, das kenn ich. Die Kinder dürfen noch Dino-Zug gucken und anschließend kuschel ich sie in den Schlaf 😉

Mittwoch

Kind2 hat immer noch ein Matschauge, wird also nichts mit Kindergarten heute. Kind1 hat momentan eh keine Lust und wenn er mitkriegt, dass Kind2 zu Hause bleiben „darf“ wirds eh schwer…bleiben wir also zu Hause. Kind2 ist die ganze Zeit ein wenig schlapp, wir lungern viel im Bett rum. Mittags kommt der Patenonkel von Kind2 mit seiner kleinen Tochter und viel Süßkram vorbei. Gegen Nachmittag schnalle ich mir das schlappe Kind2 auf den Rücken und bringe Kind1 zum bouldern. Ich spaziere mit Kind2 und seinem Patenonkel durch den neben der Kletterhalle liegenden Park.

Irgendwann fängt Kind2 an ständig „Aua Bauch, aua. Aua Bauch!“ zu sagen. Er hört gar nicht mehr auf…Ich bitte eine andere Mutter in der Kletterhalle Kind1 später nach Hause zu bringen und laufe mit Kind2 zurück. Die Wunderheilung tritt ein, als ich den Dino-Zug anmache…Kleinkinder können doch noch nicht simulieren???

Kind1 kommt kurze Zeit später zurück und die Kinder schauen noch gemeinsam bis zum Abendessen.

Donnerstag

Die Augentropfen haben bei Kind2 immer noch nicht angeschlagen und er wirkt schlapp. Doof. Doof für Kind2 und doof für mich. Heute sollte nämlich das Existenzgründungscoaching statt finden, das mir die Agentur für Arbeit netterweise finanziert. Daraus wird heute nichts. Ich informiere den Bildungsträger, mache die Kinder fertig und bringe Kind1 zum Kindergarten.

Weil Kind2 keine Lust hatte zu frühstücken darf er eine Waffel im Café essen

Mit Kind2 geh ich zum Supermarkt, eigentlich brauch ich nur Brot und Sojamilch. Letztere hab ich neulich versucht selber zu machen. Im Unverpacktladen gab es Sojabohnen aus Deutschland. Über Nacht eingeweicht und dann am nächsten Tag versucht, die Haut abzuribbeln…verfluchte Mistarbeit! Lecker wars, aber vorläufig greife ich auf die Gekaufte zurück.

Ich sehe grünen Spargel! Ich kaufe ein halbes Kilo fürs Abendessen. Kind2 legt sich noch so Quetschie-Zeugs in den Kinderwagen und ich protestiere nicht. Wir gehen zum Spielplatz, Kind2 lutscht sein Zuckerquetschie aus. Ansonsten ist er eher unmotiviert was Spielen angeht. Ich gehe noch zur Stadtbücherei weil ich Bücher wegbringen muss aber die öffnet erst um 11 Uhr…also zurück nach Hause.

Pusteblumen pusten – für mehr reichte bei Kind2 die Energie nicht

Beim Bilderbuchgucken schläft Kind2 dann ein. Ich versuche es ebenfalls mit einem Mittagsschlaf, aber Donnerstag ist auch Müllabfuhr-Tag und die sind eeeecht hartnäckig. Ich räume Küche und Bad ein wenig auf, räume die Spülmaschine aus und wieder ein und hänge Wäsche ab. Als Kind2 aufwacht ist es auch schon fast Zeit Kind1 abzuholen.

Ich gehe mit Kind2 noch in die Bücherei und bringe die Bücher weg. Ups, nachzahlen…

Im Kindergarten werde ich vom Großen als Erstes gefragt, was wir machen. Ich schlage Spielplatz vor. Er möchte mit seinem Rad fahren. Ich zögere und lehen ab. Weil Kind2 nicht ganz fit ist, aber ganz bestimmt auch Rad fahren will, wenn Kind1 es tut. Weil beide Kinder, aber ganz besonders Kind2 da gerne seine Grenzen überschätzt. Weil im Park meine Hauptbeschäftigung wäre hinter mindestens einem Kind herzurennen, weil sie in unterschiedliche Richtungen fahren…Ich sage nein und begründe es mit Kind2. Tja nun, was dann folgt ist ein 15minütiges Drama voller Geschrei und mehr.

Ich bin ziemlich hilflos, aber was mich nach 10 Minuten wahnsinnig macht sind die 4 Erwachsenen die Kind1 ansprechen und zwar in die Richtung „Sei artig und hör auf Deine Mama!“ „Du bist aber ein böser Junge!“ – ich mein geeeehts noch? Also klar, denke ich auch, dass er auf mich hören soll. Aber bei Kind1 führt das zu noch mehr Wut und Gebrüll. Na danke! So brüll ich also der xten Person entgegen: „Nein, er ist nicht böse und es hilft nicht wenn Sie sich einmischen!“ – Nach sechs Jahren Elternsein bin ich durch mit freundlich sein.

Ernsthaftes Danke an die andere Mutter, die mich fragt, ob sie mir helfen kann…In dem Moment leider nicht, aber ich schätze die Reaktion. Und dickes Danke an den Mitarbeiter des Jugendzentrums ein paar Meter weiter, der mir einen Kaffee bringt. Das lenkt dann sogar Kind1 soweit ab, dass er aufhört um sich zu schla… schreien. „Mama, das Einzige was hilft ist jetzt Radfahren oder Eis essen“. Rad fahren ist weiter indiskutabel aber ein Eis für alle – why not.

Danach gehen wir alle etwas erschöpft nach Hause. Wir kuscheln und gucken Bilderbücher an. Ich brate den Spargel mit der selbstgemachten Bärlauchbutter und etwas Knoblauch an. Für die Kinder mache ich dazu Rührei. Während der Dino-Zug läuft gebe ich Kind2 seine letzte Dosis Augentropfen für heute. Beide Hände je eine Hand der Kinder haltend geht es in die Nacht…

Stillleben zur Nacht


Was bleibt von der Woche? Murphy schlägt immer zu, wenn ich Strohwitwe bin. Die meisten Erziehungsratgeber wären überflüssig, wenn es „das Dorf“ für alle Familien gäbe. Zeit ist purer Luxus. Ich bin froh, ihn zu haben.