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Erster Sonnenbrand & Gemüsekiste

Nachts musste ich das große Kind aus seiner Decke befreien. Es hatte sich zwischen Bettbezug und -decke eingerollt, als läge er im Schlafsack. Nachts hat er dann den Ausgang nicht gefunden und Panik bekommen. Nun ja, ich dachte nach 7 Jahren würde er durchschlafen, aber irgendwas lassen sie sich immer einfallen.

Am vormittag bin ich mit den Kids in den Baumarkt gefahren. Komisch, offenbar waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee. Ich wollte vor allem ein paar stabile Kisten für meine Ausmistaktionen kaufen, die auch einigermaßen dicht sind. Unser Keller ist nicht nämlich nicht ganz trocken. Ich möchte viele Dinge dort kurzfristig zwischenlagern, bevor ich entscheide, was ich mit ihnen tue.

Neben den Kisten kauften wir aber auch ein bisschen Grünzeugs. Unser Betonhof, auf dem Fahrräder und Mülltonnen ihr Quartier haben, könnte etwas Verschönerung gebrauchen. Ob das auch sinnvoll ist, weiß ich nicht, die Sonne kommt da nämlich nicht so oft hin. Aber einen Versuch ist es wert. Nun ziert also eine Erdbeere den Hof:

Anschließend sind wir zu einem Waldspielplatz gefahren und haben dort Freunde getroffen. Wir Erwachsenen lagen in der Sonne, die Kinder spielten und wir waren ganz schön überrascht von der Wucht der Wärme. Fast fühlt es sich ein bisschen sonnenbrandig an im Gesicht.

Nachdem die Kinder endlich im Bett waren habe ich mir online unsere Gemüsekiste wieder bestellt. Ich hatte lange ausgesetzt, weil ich besonders im vorletzten Jahr kaum Zeit hatte um ‚frisch‘ zu kochen. Letztes Jahr habe ich viel selbst eingekauft. Und dies Jahr kommt wieder zusammen, dass ich arbeite, also wenig Zeit habe, aber nicht so viel arbeite (bzw. im Home Office), so dass ich zumindest die Hoffnung habe, wieder viel frisch zu kochen.

Wie haltet ihr die Waage aus knapper Zeit und frischer Küche? Kocht ihr immer das Gleiche oder geht ihr experimentell vor? Vegan oder Biofleisch (höchstens zwei mal die Woche ^^)?

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Osterferien

Die Kinder waren die kompletten Ferien zu Hause, sprich nicht im Kindergarten oder in der Offenen Ganztagsschule. Ich empfinde das als richtigen Luxus, dass das möglich war. Dass sie einfach mal den Leerlauf erleben konnten. Dadurch, dass ich meist im Homeoffice arbeite und auch zeitlich recht flexibel bin war es machbar, aber auch nicht einfach. Die beiden haben einfach unglaublich viel Energie, die muss man schon kanalisieren. Den Sommerferien seh ich aber schon jetzt ein wenig mit Grauen entgegen, denn sechs Wochen werden wir uns den Luxus nicht „leisten“ können.

Und das ist ein elendiges Paradox – ich bin nämlich sicher, dass die Kinder diese Auszeiten benötigen. Aber der Mann und ich müssen arbeiten und auch wenn ich „flexibel“ bin, ich kann und will meine Arbeit nicht in die Nacht verlegen. Dennoch – das wird sich finden.

Auch für mich waren die letzten Wochen Auszeiten dabei. Mit meiner Schwester hab ich Wellness gemacht und mit dem Mann einen Städtetrip nach Amsterdam. Während die Kinder bei den Großeltern waren. Das war schon perfekt so.

Endlich sind auch die ersten Sonnenstrahlen draußen und ich merke gleich, wie sehr das mein Leben erleichtert. Einfach Sachen packen und in den Park gehen, die Kinder beschäftigen sich da beinahe selbst.

Ansonsten denke ich viel nach. Auch deshalb war es in den letzten Wochen sehr ruhig hier. Was will ich mit diesem Blog noch, was kann ich meinen Leser*innen noch „geben“. Was sind meine Themen – denn ja, die haben sich auch gewandelt. Oft hadere ich mit mir etwas zu schreiben, wenn ich denke, dass es a) schon hundert andere irgendwie geschrieben haben und b) ich nicht vorbildhaft und perfekt bin, in dem was ich tue.

Ein Beispiel: Minimalismus und Nachhaltigkeit. Gefühlt wurde in den letzten zwei Jahren alles dazu verbloggt, in youtube gezeigt, Bücher geschrieben etc. Und außerdem – was sollte ich schon darüber schreiben? Die Wohnung hier sieht nicht aus, wie man sich minimalistische Wohnungen dank youtube und netflix vorstellt, in Sachen Nachhaltigkeit ist mein Leben gefühlt voller Kompromisse. Ich mein, ich benutze einen Wäschetrockner! Und alle zwei Jahre fliege ich mal in den Urlaub. Ab und zu kaufe ich im Unverpacktladen und auf dem Biomarkt ein, aber wenn ich mit den Kindern unterwegs bin wähle ich den Discounter, der auf dem Nachhauseweg liegt. Darf ich da was über Minimalismus oder Nachhaltigkeit schreiben?

Ich glaub, ich werde es in Zukunft einfach tun.

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Sieben

Gestern Abend haben der Mann und ich den Küchentisch vorbereitet. Geschenk verpackt, Geburtstagskarawane und Tischfeuerwerk platziert. Muffins für die Feier in der Schule sind fertig.

Am Morgen wecke ich den Star des Tages. Er schlägt direkt die Augen auf und grinst über beide Ohren. Der Mann hat die Kerzen angemacht und ich singe „heute kann es regnen, stürmen oder schnei`n…“ (ich werde vermutlich auf ewig die Einzige bleiben, die ein Geburstagsständchen singt, na gut).

Mit leuchtenden Augen wird das Geschenk ausgepackt („Blinkeschuhe“) und das Feuerwerk betrachtet. Schon toll, so eine Konfettibombe.

Der Mann begleitet das Kind mit all den Muffins zur Schule. Ich hoffe, die Menge reicht.

Ich bringe Kind2 in den Kindergarten und setze mich anschließend ins Café.

Am Nachmittag holt der Mann die Kinder ab und geht mit ihnen zum Friseur. Ich hole sie dort ab, schick sehen sie aus und eine Spur größer als heut Morgen 🙂

Es gibt Kuchen, einen aus der Tiefkühle vom Supermarkt. Nachdem ich am Vorabend 25 Muffins gebacken habe und für Samstag und Sonntag ja auch noch Geburtstagsbäckerei ansteht fand ich das mehr als in Ordnung. Kind1 hatte einen schönen Tag in der Schule, er dekoriert mit Luftschlangen noch die Küche und sein Zimmer und anschließend dürfen die Kinder noch Paw Patrol gucken, bevor es Abendessen gibt. Ein wenig aufgedreht fällt es den Kindern schwer einzuschlafen, aber gegen halb neun ist Ruhe.

Ich versuche nun, diesen Blog auf https umzustellen und freue mich auf einen ruhigen Abend.

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Hustentee und Glühwürmchen

Vergangenen Sonntag, nach einem schönen und erlebnisreichen Wochenende schaute ich in den Kalender nach den Terminen der nächsten Woche. NICHTS! Keine Termine außer der Reihe. Ich freute mich, dachte an all die vielen Sachen auf meiner ToDo Liste und sah mich Montag früh im Café sitzen und Milchkaffee schlürfen – ein kleines Ritual zu Wochenbeginn, wenn ich an den Wochenenden alleine mit den Kindern war.

Montag mit Hals- und Kopfweh aufgewacht, Kind1 zur Schule fertig gemacht und Kind2 zum Kindergarten wecken. Kind2 hatte aber partout keine Lust und mit keine Lust meine ich die sehr laute Art von keine Lust…ich nahm ihn also wieder mit nach Hause und sagte ihm, ich müsse an den Schreibtisch, arbeiten. Er solle ich auf die Couch legen…und…das tat Kind2 auch. Das…ist…sehr…ungewöhnlich. Er schlief ein und hielt das Nickerchen zwei Stunden durch. Seltsam, denn krank wirkte er nicht. Vielleicht war das Wochenende zu voll mit Programm, wer schaut schon in den Kopf eines Kindes?

Dienstag morgen hatte ich Husten. Immernoch Kopfweh. Beide Kinder gingen in Schule bzw. Kindergarten. Ich arbeitete noch eine Weile und versuchte einen Termin bei meinem Hausarzt zu kriegen. Man wimmelte mich ab bzw. bat mich erst am nächsten Tag zu kommen wenn möglich. Ich legte mich ein wenig hin, versuchte zu schlafen. Nachmittags holte ich die Kinder, ließ sie fernsehen. In der Nacht zu mittwoch kam der Mann nach Hause. Was dazu führte, dass Kind2 so erfreut über dessen Anwesenheit war, dass Kindergarten definitiv keine Alternative war. Ich ging mittags zum Arzt der mich für die Woche krank schrieb.

Donnerstag und Freitag vergingen halt so…ich mit Matschbirne im Bett, der Mann kümmerte sich nach seiner Arbeit um Kinder und Haushalt. Kind1 hatte Freitag Abend noch Vorlesenacht in der Schule. Bepackt mit seiner Decke ging er los. Der Mann holte ihn später ab. „Schule der magischen Tiere“ – das steht jetzt auf der Wunschliste.

Den Samstag verbrachte ich im Bett – der Husten war hartnäckig und schmerzhaft. Also im Hals sowieso aber auch im ganzen Oberkörper – wie Muskelkater.

Und heute, heute hab ich beschlossen den Husten zu ignorieren und halbwegs gesund zu sein. Zu gesund um im Bett zu liegen. Ich gehe mit den Kindern ins Theater – Ralph Caspers liest aus seinem Buch „Wenn Glühwürmchen morsen“. Es war lustig und kurzweilig. Die Kinder spielen zu Hause, ich versuche mich nach langer Zeit wieder an einem Häkelprojekt. Erinnert ihr euch noch an den Verein Trostteddy, der Kind1 damals nach seinem Armbruch in der Uniklinik ein wenig Aufheiterung verschaffte? Auf dem Foto seht ihr mein Projekt.

Den Abend lasse ich mit „The Marvelous Mrs. Maisel“ und Hustentee ausklingen. Auf die nächste Woche!

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Hallo März

Auch wenn schon der zweite ist, dachte ich, die schöne Idee von frischebrise aufzugreifen, den neuen Monat zu begrüßen…äh, wo war ich? Egal, ich wollte wieder anfangen zu bloggen, nach so langer Zeit ist die Hemmschwelle groß, Carolas Monatsanfangsgruß schien mir eine tolle Gelegenheit...

IM MÄRZ WERDE ICH…

…viele Geburtstage feiern:

…Omas

…den von Kind1

…von einer guten Freundin

…vom Patenkind

…viel Arbeiten und meine Herzensprojekte besser organisieren

…Mit meiner Schwester in ein Wellnesshotel fahren!

…mit den Kids den besten Freund & seine Familie besuchen

…wieder ins Fitnessstudio gehn

…hoffentlich den letzten Winter abschütteln

…Fastenzeit beenden

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Ruhe

Der Montag ist toll. Ich kann den ganzen Tag arbeiten, da der Mann zu Hause ist. Ich sitze in der Bibliothek und freue mich über den Flow, den ich bekomme, wenn ich mich richtig in ein Thema vertiefen kann.
Wenn ich fürs Kinderbringen, Kinderabholen, Einkäufe, Haushalt alleine zuständig bin klappt es einfach nie, mich in diesen Zustand zu versetzen. Der größte Teil meines Gehirns fährt in der Zeit Karrussell. Mit vielen blinkenden Lämpchen und 90er Jahre Disco-Musik.

Am Dienstag bleibt mir schon weniger Zeit – aber für ein bisschen Flow reicht es noch. Kind1 hat um 15 Uhr Schule aus (bzw. Offene Ganztagsbetreuung) und darf inzwischen alleine nach Hause. Ein Weg für den ich 2 Minuten brauche. Um 15.27 Uhr schreib ich dem Mann was ich tun soll. Um 15.29 Uhr ist Kind1 zu Hause. Puh.

Kind1 darf gegenüber im Theater „Das doppelte Lottchen“ gucken, ich hole Kind2 aus dem Kindergarten ab. Er ist so müde, dass er kurz nach der Rückkehr von Kind1 und ohne nennenswertes Abendessen einschläft. Um 18:00 Uhr.

Heute bringen der Mann und ich Kind2 in den Kindergarten. Der Mann fährt zur Arbeit während ich die Zeit bis zum Treffen mit dem Steuerberater im Café sitze.

Irgendwie geht es mir vor solchen Terminen wie vorm Zahnarztbesuch. Keine Ahnung wieso. Der Zahnarzt tut mir ja auch meistens nicht weh. Ist es dieses Gefühl a la „Sie müssen öfters Zähne putzen?“ Es geht um einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die Selbstständigkeit, die mir ja eh viel zu langsam voran geht.

Die coolsten Wegbegleiter

Der Termin ist natürlich halb so wild, ich bin fasziniert von diesem Steuerberater, der offensichtlich Spaß an seinem Job hat. Ich hatte ja ein bisschen Sorge, er ist genervt, weil ich ihn wegen dieser – für ihn – bestimmt „Kleinigkeiten“ konsultiere. Aber erklärt in Ruhe und das meiste so verständlich, dass auch ich mich informiert fühle.

Anschließend fühle ich mich trotzdem erschöpft und beschwingt zugleich. Irgendwie habe ich für den ganzen Papier- und Behördenkram nur einen minimalen Akku und der ist nach diesem Termin leer. Nichtsdestotrotz hab ich gelernt, auch kleine Erfolge, oder Schritte, auf dem Weg zur Selbstständigkeit zu feiern und so lade ich mich heute selbst auf ein indisches Essen ein.

Und beim Essen stelle ich fest, dass ich trotz meiner wetterbedingten Gefühlsschwankungen (als Teenie mochte ich den Herbst und die damit bei mir einkehrende Melancholie. Sehr sogar. Damals hatte ich aber auch Zeit und Muße um im Bett rumzugammeln und in dicken Büchern zu schmökern. Oder um mit Freundinnen Tee zu trinken. Jetzt bin ich Mutter) sehr happy bin mit dem Weg, den ich grade gehe.

Und so langsam merk ich da einen Bereich in meinem Bauch, der ruhig bleibt, auch wenn mein Gehirn wieder Karussell fährt. Beruflich wird alles gut, auch wenn längst alles anders, als ich es mir früher mal gedacht habe. Im schlimmsten Fall suche ich mir wieder eine halbe Stelle und bleibe nebenberuflich selbstständig. Aber mit etwas mehr Optimismus wird das gar nicht nötig werden. Alles ist gut, zumindest was den Teil meines Lebens angeht, sagt mir dieses neue Bauchgefühl.