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Arbeitsorganisation im Homeoffice – Elternedition (#Blogparade)

Gestern, während ich bis 20:40 Uhr die Kinder in den Schlaf begleitete twitterte ich folgende Frage

Denn ich wusste: wenn die Kinder schlafen wartet noch der Haushalt (also zumindest das Nötigste wie Spülmaschine, Wäsche, Katzenklo, einmal Küche durchsaugen und gucken ob die Kinder genug Anziehsachen für den nächsten Tag im Schrank haben). Und dann wollte ich noch arbeiten, aber ich sah meine Motivation mit jeder Minute, in der die Kinder sich doch noch regten, schwinden.

Meine To Do Liste wird aber nicht kleiner und gestern kam hinzu, dass ich „spontan“ Kind2 tagsüber dabei hatte, weil er partout nicht in den Kindergarten wollte. Das hat er ab und zu, besonders wenn seine Bezugserzieherin nicht da ist und nein, ich mach mir keine Sorgen, dass ich ihn jetzt immer zu Hause habe weil er einmal nicht möchte…

Jedenfalls twitterte ich das so in den Abend und dachte, das wird einer meiner tweets, der mal wieder so im Raum verhallt, aber tatsächlich bekam ich ein paar Dutzend antworten darauf, er wurde retweetet und ich dachte: Uh, da habe ich einen Nerv getroffen.

Die Antworten waren vielfältig und reichten von „Gute Frage, wüsste ich auch gern“ bis zu konkreten Tipps was Prioritäten und Arbeitsstruktur anging.

Wie organisiert ihr euch im Homeoffice?

Ich las das so und las und dachte: Scheint ein spannendes Thema zu sein! Also mich interessiert es eh. Eine der für mich wichtigsten Fragen bei meiner beginnenden Selbstständigkeit ist die nach der Arbeitsorganisation, aber auch danach: Welches Setting haben andere? Was für Aufgaben werden delegiert? Bringt woanders di_er Partner_in die Kinder ins Bett, so das man wenigstens von 20-22 Uhr arbeiten kann und nicht erst um zehn anfängt? Gerne lese ich darum auch bei Die Anderl rein oder der kleinen Reihe von Familieberlin über Selbstständigkeit. 

Ich will ja die ganze Zeit selber über meinen Weg in die Selbstständigkeit bloggen – aber da beißt sich die Katze in den Schwanz: Ich habe keine Zeit!!!

Aber ich habe nach einigem hin und her-Schreiben mit der BlogparadenQueen herself, aka Mama on the rocks beschlossen, eure Erfahrungen zu sammeln und hoffe, dass ihr reichlich mitmacht!

In der Gestaltung seit ihr natürlich frei: Ob ihr einen ganz normalen „Arbeitstag“ schildert, mit Kinderbetreuung, Haushalt und reiner Arbeitszeit oder ob ihr uns eure Lifehacks fürs Homeoffice liefert – ich freue mich über viele Beiträge!

Wer keinen eigenen Blog hat, kann gern die Kommentarfunktion nutzen oder mir eine Nachricht oder Mail schicken – ich sammle dann auch diese Beiträge und packe sie gesondert in einen Post.

Von der Blogparade mache ich dann eine kleine Auswertung. Die offizielle Dauer ist ein Monat, das heißt bis Mitte Juni könnt ihr eure Links hier posten! Wenn ihr woanders schreibt oder eure Beiträge auf Social Media verlinkt nutzt gerne den Hashtag #ElternHomeoffice – dann finde ich euch (hoffentlich).

HomeOffice

So ein schönes Homeoffice. Die Arbeit macht aber leider nicht der Schreibtisch

Zum Abschluss noch die beste Antwort auf meine Eingangsfrage:

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Die coolsten Shirts für Riot Moms zum Muttertag (Verlosung)

Oh, ich weiß, Muttertag steht vor der Tür. Ich mag mich gar nicht in eine Diskussion einlassen über Sinn oder Unsinn dieses Tages. ABER ich möchte euch heute was zeigen, was ich mir zum Muttertag schenke! Die allercoolsten Shirts mit Statement, die ich zu diesem Anlass finden konnte. Und weil ich die so cool finde, schenke ich euch auch zweimal je eins davon!

Frau Naijn schreibt auf Me, Myself & Child über Musik und Mutter-/Elter*nschaft (ihr kennt hoffentlich ihre Reihe #ohneVaeter) und hatte vor einer Weile die grandiose Idee (auf die ich meganeidisch bin) T-Shirts bedrucken zu lassen. Die Illustrationen dafür sind von Gizem Winter.

coole T-Shirts zum Muttertag

Selfie im Shirt von MeMyself&Child – steht auch montagsmüden Müttern gut

Für mich ist eine Riot Mom eine Mutter, die – unabhängig davon wie sehr sie ihr/e Kind/er liebt – das Missverhältnis von Erwartungen an Mutterschaft und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht einfach hinnimmt. Deshalb muss man ja nicht auf die Straße gehen, aber ich persönlich lass mich durch zuckersüßes Kinderlächeln allein (und meine Kinder haben selbstredend das allersüßeste Kinderlächeln der Welt!) nicht beschwichtigen. Nicht nur zum Muttertag erwarte ich mehr gesellschaftliche Unterstützung.

Natürlich kann man diese coolen T-Shirts auch ganz unwütend und mit Augenzwinkern tragen. Wollen wir nicht alle das Matriarchat? ^^

Das T-Shirt oben auf dem Bild habe ich seit einigen Monaten und trage es oft. Es hat bisher etliche Wäschen und Trockenvorgänge überstanden. Jetzt kaufe ich mir noch eins (oder zwei) in schwarz dazu – hier ein Blick in den Shop.

Riot Mom T-Shirt Ninia LaGrande

Ninia LaGrande im Riot Mom T-Shirt „Matriarchy“

Wenn ihr auch eins dieser coolsten aller coolen T-Shirts wollt, haut in die Tasten und hinterlasst einen Kommentar hier im Blog.

Teilnahmevoraussetzungen:

Ich gehe davon aus, dass ihr mindestens 18 Jahre seit und in Deutschland wohnt oder alternativ das Porto für den Versand ins Ausland im Vorraus zahlt. Ein Like für die Facebook-Seiten von mir und Me, Myself & Child fänd ich Ehrensache. Die Verlosung geht bis zum Muttertagssonntag, also dem 14.5.2017 um 23.59 Uhr und die beiden Gewinner_innen werden dann ausgelost und per Mail informiert.

(Und falls ihr schon eins habt, postet gerne ein Foto hier, auf facebook oder twitter)

 

 

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Urlaubsfotos toll in Szene setzen – auf Acrylglas

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Wie viele Fotos liegen bei euch auf dem Rechner und warten darauf, endlich ausgedruckt und in Bilderrahmen oder Fotoalben ein angemessenes Dasein zu erhalten?

Durch die digitale Fotografie hat sich hier bei uns folgendes Phänomen eingeschlichen: Wir haben hunderte Fotos von den Kindern und unseren Urlauben auf dem PC oder Smartphone. Aber seit der Geburt von Kind1 haben wir noch kein einziges Fotoalbum gestaltet. Ja, es ist tragisch. I

ch finde es aber auch echt schwer, online Fotoalben zu gestalten. Ich müsste mich zwischen all den niedlichen Kinderfotos oder den tausend Blauschattierungen des schönsten aller Meeresabschnitte von Formentera entscheiden und sie dann in eine Reihenfolge sortieren.

Meeresbucht an der Ostküste Sardiniens

Der Mann und ich an der Ostküste Sardiniens. Das war 2010 und ich grade mit Kind1 schwanger. Warum wir da so verträumt aufs Meer starren weiß ich nicht mehr, aber das Bild erinnert mich an all die Erwartungen, die mit dem kommenden Familienzuwachs einhergingen.

Ich bin, was Fotos angeht, immer noch recht analog. Bilder ausdrucken und dann mit Kleber oder Fotoecken in ein Album kleben – das ist schön haptisch, man sitzt auf dem Boden zwischen einem Stapel von tollen Erinnerungen – hach. Aber wann hat man schon die Zeit dafür?

Was ich eigentlich sagen will:

Wir haben kaum Fotoalben. Aber wir haben die berühmte „Treppengalerie“ mit Fotos der Kinder und Familienmitglieder. Und dann haben wir unsere Urlausfotos. Auf Leinwand. Oder eben Acrylglas. An Stellen, wo wir einen Blick darauf werfen können und daran erinnert werden, wie leicht sich das Leben anfühlen kann, wenn das Meer ganz nah ist und der Himmel auch…

Es sind Bilder, die mich zum Schmunzeln bringen und mir im trubeligen und manchmal (aber nur manchmal) grauen Alltag Auftrieb geben.

Paragliding an der Schlucht von Verdon

Das war ein paar Jahre vor den Kindern…der Mann und ich beim Tandem-Paragliding. Klingt sehr aufregend, aber an dem Tag war wenig Thermik oder wie die Fachleute sagen und es war eher wie Sitzen im Schaukelstuhl. Aber ja, die Überwindung, auf den Rand des Berges zuzurennen und dann plötzlich nur noch Luft unter den Füßen zu haben…war geil! Das Bild hängt in der Küche, überm Tisch und erinnert mich täglich daran, auch mal die Komfortzone zu verlassen 😉

Dadurch, dass wir im Dachgeschoss wohnen haben wir nicht viel Platz um große Bilder aufzuhängen. Deshalb bin ich sehr wählerisch mit den Bildern, die ich dort aufhänge. Wer mein privates Facebook-Profil kennt oder meinen twitter-Account, dem ist dieses Foto bekannt:

Chirincana bar - Panoramafoto mit dem Smartphone

Hier das Foto im Panoramaformat vom Smartphone

Urlaubsfotos auf Acrylglas

Im Ibiza-Urlaub war das einer meiner Lieblingsorte: Die Chirincana-Bar an der Cala Martina, direkt an unseren Campinplatz angrenzend. Hier saßen wir, mit Blick auf Sonnenuntergang und Meer, manchmal gab es Live-Musik. Die Kinder spielten am Wasser und wir tranken auf das Leben 🙂 Aufgenommen habe ich es mit der Panorama-Funktion meines Handys. Hier ist es in Acrylglas gebannt, so dass die Farben schön zur Geltung kommen, auch wenn das Licht eigentlich nicht ausreichend ist. Ich mag besonders diesen Blau-Orange Kontrast. Meine Lieblingsfarben.

Nach dem wir die anderen Bilder auf Leinwand fixiert hatten, wollte ich mal was Anderes ausprobieren. Acrylglas sollte diese Urlaubserinnerung mehr zum Glänzen bringen – Leinwand war eher stumpf, was die Bilder etwas unrealistischer machte. Auf Online-Foto habe ich das Bild hochgeladen und die gewünschten Maße für das Panoramaformat (40×120 cm) eingegeben. Ehrlich gesagt hab ich mich ja gefragt, wie das fertige Bild, das bestimmt nicht ganz leicht ist zu mir kommt. Also klar, per Paketbote. Wir wohnen im 5. Stock, ohne Fahrstuhl, wie ich ja nicht müde werde zu wiederholen. Und dumm, dass ich an dem Tag der Lieferung nicht zu Hause war.

Ich ging also mit dem Abholschein zum Postschalter und wartete auf das Paket. Es war dann nur halb so schlimm wie erwartet: Es war zwar etwas sperrig, aber ich konnte es alleine nach Hause tragen ohne anschließenden Bandscheibenvorfall!

Der Mann fluchte bei der Aufhängung. Allerdings hat er sich auch für die Betonwand und nicht die Rehgipswand entschieden…selber Schuld würde ich sagen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es hängt jetzt im Schlafzimmer und erinnert mich jeden Morgen und Abend an tolle Urlaubsstunden. Mein Fernweh wird dadurch nicht geringer, aber ich lächle jetzt beim Einschlafen 😉


Wie handhabt ihr das mit den Fotos? Sammelt ihr alle ausgedruckt in Kisten oder Alben oder hängt ihr Wände zu mit Erinnerungen?

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(Liebes)Brief an meine Grundschullehrerin

Kind1 kommt dieses Jahr in die Schule. Im Vorfeld haben mich viele Eltern der anderen Kindergartenkinder gefragt, in welcher Schule wir ihn anmelden, ist ja ein riesen Ding, Schulwahl. Auf dem Spielplatz ist es grade ständig Thema, man redet darüber, warum und wo man seine Kinder in die Grundschule schickt. Ich bin da sehr pragmatisch ran gegangen: Die Schule, die am besten von unserer Wohnung aus zu erreichen ist – keine große Straße über die er gehen muss oder Ampel.

Das heißt nicht, dass mir die Schule selber egal ist. Aber ob es da jetzt drei Fremdsprachen oder einen Kader des 1. FC Köln gibt – das ist mir sowas von Wumpe. Ich hab von der Schule nichts Schlechtes gehört und bin der Meinung: Letzten Endes entscheidet sich ein Großteil an der Lehrperson selber. Das ist meine ganz persönliche Erfahrung. Inzwischen kann ich einordnen, was für einen großen Einfluss meine Grundschullehrerin auf mich hatte…und wollte ihr das darum mal schreiben.

Für alle (Grundschul-)Lehrer_innen da draußen!

Ein Foto aus Grundschultagen

Ein Foto aus Grundschultagen

Liebe Frau S.

ich hoffe, Sie erinnern sich noch an mich – ich war Ihre Schülerin, ich glaube in Ihrer ersten Klasse, die Sie als Klassenlehrerin übernommen haben.

Lieber spät als nie dachte ich, ich sage Ihnen mal Danke. Oft machen einem ja erst die späteren Ausbildungsschritte klar, das der Grundstein in den ersten Schuljahren gelegt wird. Kurz gefasst bin ich mir heute sicher, dass mir das Lernen so leicht fällt, weil Sie immer ermutigend waren. Ich bin sicher, wäre ich etwa bei der Lehrerin, die meine Schwester später hatte gelandet, wäre meine weitere Schullaufbahn anders gewesen…

Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie mir gegenüber ungeduldig, geschweige denn herablassend waren. Sie haben immer das Gute betont, nie auf den Schwächen rumgetrampelt. Selbst meine recht kreativen Geschichten, warum ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe, nahmen Sie gelassen, manchmal fast schmunzelnd, zur Kenntnis.

Es machte Spaß bei Ihnen Schülerin zu sein und oft machte ich meine Aufgaben besonders gut, um IHNEN eine Freude zu machen – wie Kinder sich das halt manchmal so vorstellen: Der Ernst des Lebens so abstrakt, aber die Freude der Lehrerin so unmittelbar und konkret. Und diese Freude am Erfolg & Fortschritt Ihrer Schüler_innen merkte man Ihnen an – keine_r von uns war Ihnen gleichgültig. Ich erinnere mich auch an Ihre Sorgenfalten, wenn einer der unruhigen Schüler den Unterricht störte und Sie überlegten, wie man ihn wieder in die Gruppe einbinden konnte – ohne ihn zu beschimpfen oder ihn zum Schuldigen an der Störung zu machen.

Sie sahen jedes Kind als Individuum. Und behandelten es auch so, so gut das eben in einer Gruppe von 24 Kindern ging.

Auch meine persönlichen Sorgen und Probleme haben Sie stets behutsam angeschaut und mit mir besprochen. Wenn ich mich mal aus der Klassengruppe ausgeschlossen fühlte, haben Sie mir immer wertschätzend zur Seite gestanden.

Ich hoffe, Sie hatten auch in den Jahren nach uns eine gute Zeit als Lehrerin und Ihre Haltung gegenüber Schüler_innen nie geändert.

Für meinen Sohn hoffe ich, dass er auf ebenso wertschätzende und empathische Lehrer_innen trifft, bei denen die Beziehung vor der Leistungsvermittlung steht – das eine geht nämlich nicht ohne das Andere.

Herzliche Grüße, Ihre

Melanie

Heute würde man den Unterrichtsstil meiner Lehrerin vielleicht als beziehungsorientert definieren. Ich bezweifle, dass es das als Unterrichtsfach in den Leherseminaren gab damals. Und vermutlich heute auch noch nicht. Ich würde es mir aber wünschen.

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Was machst Du eigentlich den ganzen Tag (WMDEDGT 04/17)

Mein erstes Mal ^^- Frau Brüllen fragt jeden Monat, was man denn eigentlich so am 5. eines Monats macht – und sammelt alle Beiträge hier.

06:irgendwas Uhr: Kind2, das neben mir liegt, brüllt nach seiner Flasche. Der Mann steht schon unter der Dusche und kann die Bitte nicht erfüllen, also steh ich selber auf, hilft ja nix. Ich schaue auf dem Weg zurück ins Bett nach Kind1, sehe aber nur ein paar Haare unter seiner Decke. Ist ja auch noch früh.

Kind2 hustet und das klingt gar nicht gut. Da ich vergangenen Freitag schlimm Halsweh hatte ahne ich schon, dass es heute auf Kinderarzt und zu Hause bleiben rausläuft. Find ich diesmal nicht ganz so schlimm. Bis jetzt waren dies Jahr alle gesund und da ich auch keinen Arbeitgeber mehr anrufen muss und das blöde Gefühl „Mutter-mit-Kind-ah-krank…“ darum wieder zurück in den Schrank mit den 50er Jahre Gedanken kann bleib ich entspannt. Der Mann hat Frühstück für die Kids vorbereitet. Er selber fährt früh auf eine Messe und sagt nur kurz Guten Morgen in die Runde und ist schon aus der Tür.

07:20: Kind1 kommt rüber ins Bett. Wir schnuffeln kurz und gehen dann in die Küche. Das morgendliche „Zieh Dich bitte an, hast Du schon Zähne geputzt, warum umhimmelswillen bist Du immer noch nicht angezogen“ klingt heute fast entspannt. Ich rufe kurz beim Kinderarzt an der Kind2 und mich für 09:30 bestellt. Während ich mich dusche frühstücken die Kinder noch je 25 Trauben (dieser Punkt ist für den weiteren Verlauf des Tages noch relevant).

Wir schaffen es schon um 08:40 aus dem Haus. Wenig später sind wir im Kindergarten. Ich bringe Kind1 in seine Gruppe und melde Kind2 bei seiner ab.

10 Minuten später sitzen wir im Café. Da die Energie aus Kind2 ein bisschen raus ist, schafft es sogar 15 Minuten still sitzen. Kind2 trinkt Milchschaum, ich Milchkaffee.

Um 9:30 sind wir in der Praxis. Kind2 ist nach einer etwas schmerzhaften Untersuchung beim HNO vor wenigen Wochen nicht so ganz kooperativ, die Ärztin diagnostiziert aber recht schnell Pseudokrupp. Wir inhalieren eine Runde (ich halte ihm den Inhalator ungefähr auf Kinnhöhe während er auf meinem Handy Fiete spielt). Kriegen noch Kortisonzäpfchen für den Notfall in der Nacht.

10:00 Uhr. Kind2 ist eigentlich gut drauf und möchte Zug fahren. Wir warten auf die Straßenbahn als er einen Hustenanfall bekommt – hallo Trauben, da seid ihr ja wieder!!! Damit hat es sich erst mal mit dem Zugfahren und ich schiebe das protestierende Kind Richtung Badewanne. Wir machen Pause am Kiosk, denn wer Pseudokrupp hat, darf auch morgens schon Eis essen.

Eis für Kind2

Eis für Kind2

11.00 Uhr. Ich habe ein nettes Telefonat und erledige ein paar Dinge am Computer, Kind2 wird vom Grüffelo betreut – wir schauen die DVD 5 mal. In Worten: FÜNF MAL NACHEINANDER (oder noch mehr? Knapp zwei Stunden vergehen…kommt etwa hin?). Dann pack ich die Sachen zusammen, heute hat Kind1 nämlich bouldern und ich hole ihn früher vom Kindergarten ab.

14:45 Uhr – das ist knapp. Kind2 war nörgelig, weil müde und wollte lieber mit seinem Laufrad zum Kindergarten. Das würde aber dann ewig dauern auf dem Rückweg also hab ich ihn mir in die Rückentrage gepackt und bin los. Kind1 freut sich uns zu sehen und dass es zum Bouldern geht. Beeilen tut er sich trotzdem nicht. Schnell zurück nach Hause, Fahrrad für Kind1 holen und mein Rad. Kind2 hinten drauf und los durch den Kölner Straßenverkehr zur Boulderhalle.

Ich denke wieder daran, woraus Mutterschaft hauptsächlich besteht: Aus Schweiß. Ständig schleppt, hebt man was, bückt sich, drängelt, hat bei schönem Wetter die zu dicke Jacke an oder…irgendwas ist immer, alleine die Logistik.

15.05 Uhr. Wir kommen an der Halle an, Kind1 zieht sich für seine Verhältnisse blitzschnell um. Ich radle mit Kind2 weiter zum Rhein. Wir gucken Schiffe und Menschen. Und entdecken auf der anderen Rheinseite eine Schafherde. Der Schäferhund läuft die ganze Zeit auf dem Hang hin und her. So stehen wir bestimmt 20 Minuten. Dann fahre ich weiter, weil der Wind doch ordentlich ist. An der nächsten Ampel schau ich und sehe, dass das Kind eingeschlafen ist…

Der Rhein

Der Rhein

Auf dem Fahrrad eingeschlafen

Auf dem Fahrrad eingeschlafen

Um 16:00 Uhr holen wir Kind1 und fahren zurück. Wir sind noch mit dem Patenonkel von Kind2 und dessen Babytochter zum Eis essen verabredet. Ja genau, Kind2 darf heut noch eins essen. Um kurz nach fünf sind wir dann zu Hause. Die Kinder schauen noch eine Stunde Fernsehen während ich arbeite und das Essen vorbereite. Es gibt heut nur Abendbrot, den Kindern macht das aber nichts und es kommt auch meiner Erkältung entgegen.

Eis Nummer 2

Eis Nummer 2

18:55 Uhr, die Kids und ich liegen im Bett. Es folgt noch eine Sendung „Elefant, Tiger und co“, anschließend erzählt Kind1 noch 12 Fritzchen Witze mit je 4 Minuten Länge (und ohne Pointe) und dann werd ich bei nem Kölsch die Wohnung wieder sauber machen. Schönen Abend euch!

Edit – 19:07: Der Paketbote klingelt und bringt mir ein Geschenk von meiner Patentante <3. „Celebrating Whole Food“ von Amy Chaplin. Ich freue mich aufs Kochen…vegane & vegetarische Gerichte & Basics.

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Wildling Shoes – Barfußschuhe für Kinder und Erwachsene

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Ich hab euch ja die Mitgründerin von Wildling Shoes, Anna Yona, bereits vor einer Weile im Interview vorgestellt. Nachdem es die ersten Schuhe gab, durften wir letztes Jahr die Frühlings- und Sommermodelle ausprobieren. Weil wir davon so begeistert sind, freue ich mich, Wildling Shoes als erste Kooperation hier präsentieren zu dürfen! Und für euch gibt es natürlich eine Verlosung!

Warum mich Wildling Shoes so begeistern

Wildling Shoes in Action

Wildling Shoes in Action

Ich hab es ja schon beim Interview gesagt: Mal abgesehen von der enthusiastischen Präsentation, die Anna damals beim Treffen der Mompreneurs lieferte, überzeugte mich die Tatsache, dass die Schuhe vegan sind – bis auf das aktuelle Wintermodell. Da bezieht Wildling Shoes seine Wolle aus Restbeständen, die sonst weggeworfen werden. Von daher bin ich im kommenden Winter vielleicht bereit, ein Auge zuzudrücken.  Es gibt keine extra „Mädchen-“ oder „Jungs“-Modelle, sondern halt verschiedene Schuhe, die farblich bisher relativ neutral gehalten sind. Wie Anna selber zu mir im Interview sagte:

„Kinder sollen tragen dürfen, was sie wollen, und punkt.“

Ein positives Beispiel dafür, dass Gendermarketing überflüssig ist, denn die Schuhe gehen trotzdem weg wie warme Semmeln.

Zu guter Letzt waren mir die üblichen Kinderschuhe oft zu fest – man konnte bei den kleinen Größen die Sohle kaum biegen. Und darin sollen kleine Kinder dann laufen? Kind1 machte oft so Trampelschritte, anders kann ichs gar nicht beschreiben, weil der Fuß nicht abrollen konnte. Und es klang mir auch total einleuchtend, dass durch die meisten Schuhe zu viele sensorische Eindrücke verloren gehen, die eigentlich fürs Laufen sehr wichtig sind.

Wildling Shoes Fit Kit

Welche Größe am besten ist findet man mit dem FitKit heraus

Größenbestimmung mit dem Fitkit

Da es die Barfußschuhe nicht in Geschäften zu kaufen gibt sondern nur im Online-Shop ist das mit der Größe ja so eine Sache. Wildling Shoes hat dafür das „FitKit“, bei dem man sich die vermutete Größe ausdrucken kann um auszuprobieren, ob da noch Platz ist. Für den Mann und mich hieß das beim Frühjahrsmodell eine Größe kleiner als sonst. Beim Sommermodell passte mir aber auch, wie sonst, die 39 (vermutlich weil das Material etwas fester ist).

Für die Kids hat das mit dem Fitkit prima geklappt und wenn das Kind nicht still auf dem Muster stehen will, könnt ihr auch ein Spiel draus machen: die Füße des Kindes auf einem Stück festem Papier ummalen und dann anschließend aufs FitKit legen (hat bei Kind2 besser funktioniert, fand er vermutlich lustiger als sich einfach so auf ein Papier zu stellen.)

Letzen Endes verteilten sich die Schuhe in der Familie wie folgt: Ich habe ein Frühjahrs- und ein Sommermodell bekommen, der Mann und Kind1 ein Frühjahrsmodell und Kind2 den Sommerschuh.

Muskelkater in den Füßen?

Am ersten Abend, als ich mir die Wildlings ausgezogen habe dachte ich: AUA! Wie kann es denn sein, dass mir die Füße so weh tun? Die Schuhe sind nicht zu eng, drücken nicht…woran liegts dann? Ich hab dann irgendwann die steile These aufgestellt, dass ich wohl Muskelkater habe, weil meine Füße gar nicht mehr gewohnt sind, dass alle Muskeln beim Laufen beansprucht werden. Seit dem geht es auch und die Schmerzen tauchten nicht noch mal auf.

Was die Kinder von den Wildling Shoes halten:

Kind1 nannte seine Schuhe nur „Fuchsschuhe“ wegen des Logos. Er fand sie mächtig cool und hat sie lange Zeit ausschließlich getragen. Im Sommerurlaub hatten wir nur seine Badeschuhe (für den kieseligen Wassergrund) und die Wildlinge mit. Auch bei längerem Laufen kam er super damit zurecht. Sie sind Sandkasten-, Kopfsteinpflaster-, Kurzwanderungserprobt und haben überall gut abgeschnitten.

Besonders hilfreich beim Anziehen fand ich die Schlaufe hinten, die ihr auch hier auf dem Bild seht. Ansonsten werden die Schuhe mit Schnürsenkeln geschnürt, man kann sie dann aber mit dem Reißverschluss an der Innenseite An- und Ausziehen. Man muss also nicht jedes Mal Schleifen binden, was ja auch die Selbstständigkeit der Kids fördert (und den Seelenfrieden der Eltern).

Wildling Shoes mit Fuchslogo

„Fuchsschuhe“ nannte Kind1 seine Wildlinge

Bei Kind2 kamen wir mit dem Sommermodell in Größe 24 leider nicht so weit. Mir fehlte hinten die Schlaufe, denn den ganzen Babyspeck am Fuß bekam ich so nicht so einfach in den Schuh, der ja flacher geschnitten ist als das Frühlingsmodell. Da war die Geduld bei Kind2 oft vorbei, bevor ich mit dem Anziehen fertig war. Dieses Jahr bekommt er aber auch ein Frühlingsmodell! Mein Sommermodell gefällt mir dagegen super, weil es sich schön eng an den Fuß anpasst.

Mein Fazit

Wildling Shoes für Erwachsene

Meine Frühlingswildlinge, mit gelben Schnürsenkeln schön fröhlich.

WildlingShoes für Männer

Der Mann hat seine Frühlingswildlinge mit karierten Schnürsenkeln aufgepeppt

Der Mann und ich lieben unsere Wildlinge, besonders ich trage sie sehr oft, außer bei starkem Regen oder Matschwetter. Das Frühlingsmodell hab ich teilweise auch im Winter getragen. Für die Wege, die ich hier in der Stadt zurücklege fand ich das völlig ausreichend bei Temperaturen bis 5 Grad, aber hey, das ist mein persönliches Empfinden.

Kind1 mochte seinen „Fuchsschuh“ auch sehr gerne und trotz vielfachen Tragens sahen sie nie abgeranzt aus. Wenn sie mal sehr dreckig waren hab ich sie im Fein- oder Schonwaschgang im Wäschebeutel gewaschen und zum Trocknen auf die Heizung gelegt.

Bei den neuen Modellen, die seit Kurzem im Shop sind finde ich es fast schon schade, dass meine immer noch so gut aussehen (im Sinne von haltbar), denn da gäb es schon das ein oder andere Modell, das ich auch ganz schick finde…

Der kleine Haken

Ansonsten ist das einzige „Manko“ bei den Wildlingen die Wasserdichte. Also eher die fehlende. Bei Nieselregen macht das nix aus, da hab ich nie nasse Füße gehabt, aber wenn man mal von einem Regenschauer überrascht wird ist das schon blöd (auch wenn das hier in der kölschen Rheinbeuge nicht sooo oft vorkommt ^^).

Die Begründung, warum es keine Wildlinge mit wasserfester Membran gibt ist nachvollziehbar: Eine Membran macht den Schuh wieder „fester“ und somit geht das Barfußgefühl verloren.

Im Shop von Wildlings Shoes kann man sich zum Beispiel statt dessen wasserfeste Socken bestellen, die keinen Tropfen durchlassen. Die Schuhe trocknet man anschließend. In der Facebook-Gruppe Wildling Fans finden sich in regelmäßigen Abständen Tipps, wie man die Schuhe imprägnieren kann, da ich hier aber selber keine Experimente gewagt hab kann ich sie nicht bestätigen oder widerlegen.

Verlosung!!!

So, jetzt seid ihr dran und könnt ein Exemplar gewinnen! Schaut euch im Shop von Wildling Shoes um und verratet mir zwei Sachen: welches Modell gefällt euch und was an den Wildlingen sagt euch generell zu? Über jedes Like bei facebook etc. freuen sich natürlich sowohl die Wildlinge als auch ich, ist aber ausdrücklich nicht Bedingung.

Die Verlosung geht bis zum 12.03. um 23.59 Uhr, mitmachen kann jede_r aus Deutschland (wegen der Versandkosten).