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Mein Kind braucht eine Brille: Tipps & Erfahrungen

Seit Kind1 vier Jahre alt ist, trägt er eine Brille. Das kam recht überraschend und wir hatten als Eltern ein sehr schlechtes Gewissen, weil wir seine Sehschwäche so spät bemerkten. Inzwischen sind zwei Jahre vergangen und ich möchte euch an unseren Erfahrungen – von der Feststellung der Sehschwäche und Weitsichtigkeit bis zur Entscheidung für Optiker und Brillenmodell – teilhaben lassen.

Wie finde ich heraus, ob mein Kind eine Brille braucht?

Kind1 war bei der Tagesmutter und im Kindergarten. Er besuchte Oma und Opa, wir hatten Babysitter*innen. Keinem ist an seinem Verhalten was aufgefallen, das auf eine Weitsichtigkeit oder Sehschwäche deutete: Er rannte beim Spielen nicht gegen Wände und Pfosten, er stolperte nicht mehr als andere Kinder auch und eine seiner Lieblingsbeschäftigungen war das Betrachten von Wimmelbildern.

Gelegentlich, meist bei eintretender Müdigkeit, schielte er auf einem Auge ein wenig. Das hätte Fachleuten zwar ein Zeichen für die geringe Sehkraft gegeben, die er mit dem anderen Auge ausgleichte aber nicht auf die Weitsichtigkeit.

Die regulären U-Untersuchungen reichen leider nicht aus

Der Mann war mit Kind1 bereits als Einjährigem beim Augenarzt, weil er damals leicht schielte. Der Augenarzt diagnostizierte nach einem Lichttest nur, dass die Haut über der Nasenwurzel leicht „verschoben“ sei, aber dass das Kind durchaus richtig gucke.

Bei den U-Untersuchungen findet ja stets ein kleiner Sehtest statt: In unserer Praxis bekam Kind1 so eine kleine Hologram-Tafel vorgehalten und sollte die Gegenstände darauf erkennen. Diese Aufgabe bestand er nicht, der Kinderarzt fand das aber nicht weiter bedenklich und so habe ich mich beruhigen lassen.

Erst bei der U8, der Früherkennungsuntersuchung um den vierten Geburtstag rum sagte die Kinderärztin, wir sollten mal einen Augenarzt aufsuchen um das Schielen und die Sehstärke abzuklären.

Kind mit Brille

Kind1 findet die Brille ganz cool. Eine Sonnenbrille mit der richtigen Stärke wäre noch der Knaller, darauf sparen wir noch

Mein Kind braucht eine Brille - unsere Tipps und Erfahrungen

Die Brille gehört inzwischen zu Kind1 wie seine wilde Mähne oder sein zahnfreies Grinsen

Die Wahl der Augenarztpraxis: mit einer Orthoptistin, bitte!

Eine Orthop…was? Ja genau, von diesem Berufsbild habe ich auch noch nie gehört. Eine Orthoptistin (bis jetzt ein 100%iger Frauenberuf, darum auch das generische Femininum) ist – zusammen mit der Augenärztin – zuständig für die Diagnose und Therapie der Sehschwäche. Nach einem wirklich umfangreichen, kindergeeigneten Sehtest und nach der Untersuchung durch die Augenärztin zeigte sich:

Kind1 hat +7 Dioptrien auf beiden Augen. Auf einem Auge lag die Sehkraft bei grade mal 10% und auf dem anderen war sie auch unter 100%. Mir fiel die Kinnlade runter. Da ist Dein Kind fast blind und Du merkst es nicht!

Ich mein, ich will euch keinen Schrecken einjagen. Aber der Mann hat super gute Augen, ich selber bin leicht kurzsichtig mit einer kleinen Hornhautverkrümmung. Beim Autofahren und bei der Arbeit am Computer trage ich meine Brille, ansonsten komm ich auch gut ohne aus. Wie konnten wir da annehmen, unser Kind hätte solche Schwierigkeiten mit den Augen?

Titanflex ist Dein bester Freund!

Es war also klar, dass Kind1 eine Brille braucht. Beim ersten mal sind wir noch zu einer richtigen Optikerin gegangen. Also Einzelhandel, quasi. Kind1 suchte sich ein schönes Modell aus und bei der Auswahl der Gläser lies ich mich beraten. Das Ganze sollte um die 500€ kosten, wobei die Gläser der Hauptposten waren. Wegen der starken Weitsichtigkeit sollte es ein vernünftiger Schliff sein, damit es nicht nach Backsteinen aussieht, und die Zuzahlung der Krankenkasse war zu dem Zeitpunkt mit ca. 13€/Glas ein Witz (ich glaube, das ändert sich grade. Ab, ich glaube, 4 Dioptrien +/- werden seit diesem Jahr mehr Kosten übernommen).

Ein halbes Jahr später war die Brille das erste mal kaputt und auch wenn es nur um den Bügel ging: Die Kosten läppern sich.

Was ich daher heute anderen raten würde, deren Kind das erste Mal eine Brille bekommt:

  • Auch wenn ich Einzelhandel super finde: Für meine Brille zahl ich gerne ein paar Euro mehr, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass die Brille dann auch einige Jahre reicht. Mit Kind1 waren wir jetzt ungefähr halbjährlich wegen Reperaturen und co. beim Optiker, so dass wir recht schnell zum Großhandel gewechselt sind.
  • Denn: bei den Kleinen kann sich ja auch schnell wieder was ändern. Die Dioptrienzahl zum Beispiel oder die Sehkraft, so dass man eh wieder neue Gläser braucht
  • eine Versicherung für die Brille hat sich hier schon gelohnt
  • Titanflex ist das Material unserer Wahl – biegsam und flexibel. Damit ging dann auch kein Bügel mehr kaputt.
  • Das Glas bekommt auch bei guter Qualität schnell Kratzer. Hier ist also abzuwägen, je nach Stärke der Dioptrien und des Gesamteindrucks, ob die einfachen Gläser nicht reichen. Bei Kind1 sind wir bei den teureren geblieben, weil es sonst wirklich bescheiden aussieht.

Die Umstellung braucht Zeit

Die ersten zwei Wochen mussten wir Kind1 regelmäßig an seine Brille erinnern und ihn auch immer wieder aufmuntern und zureden. Schließlich hat er sich so an seinen Zustand gewöhnt, dass sein Gehirn mit der unausgeglichenen Sehschwäche zurecht kam. Auge und Hirn mussten sich erst an das „richtige“ Sehen gewöhnen und das dauert. Kenne ich ja auch von meiner Brille, bei weit weniger Einschränkungen. Er hat aber auch verstanden, dass die Brille wichtig ist und es damit besser wird. Nach ca. 2-3 Wochen hat er sich so daran gewöhnt, dass wir ihn eher wieder überreden mussten, die Brille abzusetzen ;-).

Parallel bekam er noch Pflaster, die er auf das eine Auge kleben musste, damit das Auge mit der geringeren Sehkraft gezwungen wird, richtig zu „trainieren“, denn sonst müssten das andere Auge und das Gehirn das immer ausgleichen. Es gibt inzwischen Pflaster mit richtig coolen Motiven: Star Wars, Autos, Dinos, Lillifee oder Katzen – da sollte für jede_n was dabei sein und vielleicht liegt es auch an den coolen Motiven, dass ich Kind1 nie über Mobbing reden hörte – eher wurde ihm gesagt, was für ein cooles Pflaster er da auf dem Auge hat. Ich hoffe, das bleibt so. Mit Brille und Pflaster.

Brille aus Titanflex

Brille aus Titanflex – flexibel und kinderfreundlich


Tipps für Eltern, deren Kind eine Brille bekommt

Braucht mein Kind eine Brille und wenn ja worauf muss ich achten? Unsere Tipps und Erfahrungen

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Lieblinks im Mai

Endlich, endlich habe ich es mal wieder geschafft ein paar der gelesenen Artikel zu sammeln und mit euch zu teilen. Vieles teile ich auf facebook oder twitter, aber das geht ja doch mit der Zeit unter. Also hier meine gesammelten Links von Mai. Wenn ihr auch was Tolles, Lustiges oder Herzerwärmendes gelesen habt – verlinkt es gern hier unten!

Daniela von Familieleben hat die Vorschul- oder Wackelzahnpubertät sehr gut beschrieben. Vieles erlebe ich bei Kind1 ähnlich. Eine spannende und fordernde Zeit für die Kids und wir Eltern brauchen viel Geduld und müssen den Kindern Zuwendung bringen:

Nun, genau das kommt auf uns Eltern zu, wenn unsere Kinder von Kindergartenkindern zu Schulkindern werden. Schulkinder brauchen uns. Sie brauchen uns dringend, sie brauchen uns eng bei sich, sie brauchen unsere Aufmerksamkeit, unser Interesse, unser Mitgefühl – unsere Unterstützung. Aber Schulkinder brauchen auch unser Vertrauen. Sie brauchen es, dass wir loslassen und dass wir sie machen lassen. Manche möchten vielleicht, dass wir bei den Hausaufgaben daneben sitzen, andere möchten sie uns nicht einmal zeigen, weil es ihre Sache ist und die des Lehrers oder der Lehrerin. Manche erzählen uns ganz viel, von anderen erfahren wir gar nichts. Manche wollen mit uns zusammen ihren Ranzen packen, andere machen das ganz allein und möchten nicht, dass wir derart in ihre neue Privatsphäre eindringen. Wir Eltern müssen in dieser Zeit lernen, unsichtbar verfügbar zu sein.

Bei Jessi von Terrorpüppi geht es um Geschlechterrollen im Sendeprogramm von Kika. Oder genauer: Warum die Hauptdarsteller meistens männlich sind und lediglich weibliche Sidekicks.

Doch was will der KiKA damit eigentlich all den kleinen Mädchen und auch den Jungen, die ja ebenso geprägt werden, vor den Bildschirmen sagen? Mädchen, seid bitte auch stark, klug und abenteuerlustig! … aber an der Seite eines Mannes? Und ihr Jungs, ihr seid stark, klug und abenteuerlustig, ihr rettet und beschützt die Mädchen, welche euch zum Dank den Rücken freihalten?

Reicht es ernsthaft, die aktuelle Lebenswirklichkeit abzubilden, indem man die üblichen Rollenmuster reproduziert und damit weiter verhärtet? Sollte nicht gerade ein TV-Sender wie der KiKA, der definitiv nicht mit RTL und Co in eine Ecke zu stellen ist, in dieser Hinsicht höhere Ansprüche an sich selbst stellen und etwas reflektierter so einen Brief verfassen? Und nicht nur den, sondern auch die Programmgestaltung reflektierter vornehmen?

Jette, die Supermom hat sich damals mit ihren Rants in mein Herz geschrieben. Hier hat sie wieder einen Schönen, über die Präsenzpflicht für gute Mütter:

„Wie in der Arbeitswelt, verstehe ich diese „Anwesenheitspflicht“ nicht. Nur wer mindestens 9 Stunden im Büro anwesend ist, scheint gut und viel zu arbeiten. Menschen in Teilzeit oder im Home Office können ja gar nichts schaffen. So muss das auch mit Eltern sein. Nur wer anwesend ist, kann seinem Kind alles geben, was es benötigt. Arbeiten gehen, weil auch der Job Spaß und Erfüllung bringt? Aber bitte. Egoismus! Arbeiten gehen, weil man das Geld braucht? Quatsch! Einfach mal die Ansprüche runter schrauben und ans Kind denken. Wozu hat man das schließlich?“

AufZehenspitzen macht sich Gedanken um Strategien im prekären (Mütter-)Leben:

Ich will mein Leben nicht nach einem Gesellschaftssystem optimieren, das mir nicht gefällt. Und ich will meine Zukunft nicht nach einem strukturierten Finanz- und Karriereplan ausrichten – abgesehen davon, dass das vermutlich ohnehin für die wenigsten funktioniert. Nichtsdestotrotz ist derzeit das beste Mittel gegen Altersarmut die Erwerbstätigkeit. Als feministische Handreichung genügen mir aber besagte Listen zur (individuellen!) Vermeidung von Fehlern, die im System liegen, jedoch nicht. Denn was hilft der zweifachen Mutter in einem niederösterreichischen Kaff der Geh-Arbeiten-Ruf, wenn es keine Kinderbetreuung nach 12 Uhr und keinen Arbeitsplatz im Ort gibt? Was hilft der alleinerziehenden Friseurin die Bilde-Rücklagen-und-investiere-weise-Aufforderung, wenn das Gehalt von der Miete und den Essensausgaben jeden Monat mehr als gefressen wird? Und was hilft der Jung-Mutter in Ausbildung, der leidige Lean-In-Appell, wenn da keine Karriereleiter ist, die in Teilzeit erklommen werden kann.

Jana vom großartigen Hebammenblog sucht nach Vätern, die Elternzeit genommen haben und darüber berichten. 

Jette schreibt auf Halbesachen von ihren Erfahrungen beim Wiedereinstieg in den Beruf und sagt: Guter Wille reicht nicht.

Ich fühlte mich nicht gesehen, nicht ernst genommen in meinem Willen, sowohl Mutter zu sein, als auch Leistung für die Firma zu bringen. Und egal, was ich machte, es lag nicht in meiner Macht, das zu ändern. Das war beruflich gesehen wirklich die frustrierendste Erfahrung meines Lebens.

Jochen König, der zwei Kinder mit drei Müttern hat bekommt oft den Vorwurf zu hören, seine Kinder würden ohne Liebe groß. Und fragt sich, welch eingeschränkte Vorstellung von Liebe hinter solchen Aussagen stehen:

Mit den Müttern meiner Kinder werde ich in den nächsten Jahren mein Leben teilen, immer wieder zusammen sitzen, unsere gemeinsame Elternschaft planen, Geburtstage, Einschulungen und Schulabschlüsse feiern, wir werden uns gemeinsam Sorgen machen, Meinungsverschiedenheiten aushalten und „verbindlich zueinander stehen – in guten wie in schlechten Tagen“. Für mich hat das sehr viel mit Liebe zu tun und geht weit über alles hinaus, was ich bisher in meinem Leben aus romantischen Liebesbeziehungen kenne. Noch nie hat eine romantische Liebesbeziehung in meinem Leben beispielsweise auch nur ansatzweise 20 Jahre gehalten.

Auch Patricia von dasnuf kritisiert das romantische Bild der Liebe und wünscht sich mehr Verhandlungen:

Hormonell verblendet (oder wie andere sagen: frisch verliebt) ist alles toll. Alles klappt, es ist unkompliziert, man schenkt sich Blumen, bringt dem Partner Kaffee ans Bett und dann naja… kommt der Alltag.

Bei genügsamen Menschen funktioniert es wortlos bestimmt auch noch länger – doch spätestens wenn ein Kind in die Beziehung kommt, sollte man doch zur Verhandlung übergehen.

Und nicht nur das. Man sollte in Verhandlung bleiben. Denn egal wie mühsam man Dinge ausgehandelt hat, das Leben ändert sich, die Rahmenbedingungen ändern sich und – auch das kommt vor – man hat sich (selbst) falsch eingeschätzt und wünscht sich vielleicht doch was anderes als gedacht.


Auch ich lese immer wieder gerne neue Texte und Blogs. Falls ihr da was gefunden habt, von dem ihr diesen Monat der Meinung war, das ist lustig, traurig, wichtig, lesenswert – gerne in die Kommentare damit!

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Arbeitsorganisation im Homeoffice – Elternedition (#Blogparade)

Gestern, während ich bis 20:40 Uhr die Kinder in den Schlaf begleitete twitterte ich folgende Frage

Denn ich wusste: wenn die Kinder schlafen wartet noch der Haushalt (also zumindest das Nötigste wie Spülmaschine, Wäsche, Katzenklo, einmal Küche durchsaugen und gucken ob die Kinder genug Anziehsachen für den nächsten Tag im Schrank haben). Und dann wollte ich noch arbeiten, aber ich sah meine Motivation mit jeder Minute, in der die Kinder sich doch noch regten, schwinden.

Meine To Do Liste wird aber nicht kleiner und gestern kam hinzu, dass ich „spontan“ Kind2 tagsüber dabei hatte, weil er partout nicht in den Kindergarten wollte. Das hat er ab und zu, besonders wenn seine Bezugserzieherin nicht da ist und nein, ich mach mir keine Sorgen, dass ich ihn jetzt immer zu Hause habe weil er einmal nicht möchte…

Jedenfalls twitterte ich das so in den Abend und dachte, das wird einer meiner tweets, der mal wieder so im Raum verhallt, aber tatsächlich bekam ich ein paar Dutzend antworten darauf, er wurde retweetet und ich dachte: Uh, da habe ich einen Nerv getroffen.

Die Antworten waren vielfältig und reichten von „Gute Frage, wüsste ich auch gern“ bis zu konkreten Tipps was Prioritäten und Arbeitsstruktur anging.

Wie organisiert ihr euch im Homeoffice?

Ich las das so und las und dachte: Scheint ein spannendes Thema zu sein! Also mich interessiert es eh. Eine der für mich wichtigsten Fragen bei meiner beginnenden Selbstständigkeit ist die nach der Arbeitsorganisation, aber auch danach: Welches Setting haben andere? Was für Aufgaben werden delegiert? Bringt woanders di_er Partner_in die Kinder ins Bett, so das man wenigstens von 20-22 Uhr arbeiten kann und nicht erst um zehn anfängt? Gerne lese ich darum auch bei Die Anderl rein oder der kleinen Reihe von Familieberlin über Selbstständigkeit. 

Ich will ja die ganze Zeit selber über meinen Weg in die Selbstständigkeit bloggen – aber da beißt sich die Katze in den Schwanz: Ich habe keine Zeit!!!

Aber ich habe nach einigem hin und her-Schreiben mit der BlogparadenQueen herself, aka Mama on the rocks beschlossen, eure Erfahrungen zu sammeln und hoffe, dass ihr reichlich mitmacht!

In der Gestaltung seit ihr natürlich frei: Ob ihr einen ganz normalen „Arbeitstag“ schildert, mit Kinderbetreuung, Haushalt und reiner Arbeitszeit oder ob ihr uns eure Lifehacks fürs Homeoffice liefert – ich freue mich über viele Beiträge!

Wer keinen eigenen Blog hat, kann gern die Kommentarfunktion nutzen oder mir eine Nachricht oder Mail schicken – ich sammle dann auch diese Beiträge und packe sie gesondert in einen Post.

Von der Blogparade mache ich dann eine kleine Auswertung. Die offizielle Dauer ist ein Monat, das heißt bis Mitte Juni könnt ihr eure Links hier posten! Wenn ihr woanders schreibt oder eure Beiträge auf Social Media verlinkt nutzt gerne den Hashtag #ElternHomeoffice – dann finde ich euch (hoffentlich).

HomeOffice

So ein schönes Homeoffice. Die Arbeit macht aber leider nicht der Schreibtisch

Zum Abschluss noch die beste Antwort auf meine Eingangsfrage:

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Die coolsten Shirts für Riot Moms zum Muttertag (Verlosung)

Oh, ich weiß, Muttertag steht vor der Tür. Ich mag mich gar nicht in eine Diskussion einlassen über Sinn oder Unsinn dieses Tages. ABER ich möchte euch heute was zeigen, was ich mir zum Muttertag schenke! Die allercoolsten Shirts mit Statement, die ich zu diesem Anlass finden konnte. Und weil ich die so cool finde, schenke ich euch auch zweimal je eins davon!

Frau Naijn schreibt auf Me, Myself & Child über Musik und Mutter-/Elter*nschaft (ihr kennt hoffentlich ihre Reihe #ohneVaeter) und hatte vor einer Weile die grandiose Idee (auf die ich meganeidisch bin) T-Shirts bedrucken zu lassen. Die Illustrationen dafür sind von Gizem Winter.

coole T-Shirts zum Muttertag

Selfie im Shirt von MeMyself&Child – steht auch montagsmüden Müttern gut

Für mich ist eine Riot Mom eine Mutter, die – unabhängig davon wie sehr sie ihr/e Kind/er liebt – das Missverhältnis von Erwartungen an Mutterschaft und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht einfach hinnimmt. Deshalb muss man ja nicht auf die Straße gehen, aber ich persönlich lass mich durch zuckersüßes Kinderlächeln allein (und meine Kinder haben selbstredend das allersüßeste Kinderlächeln der Welt!) nicht beschwichtigen. Nicht nur zum Muttertag erwarte ich mehr gesellschaftliche Unterstützung.

Natürlich kann man diese coolen T-Shirts auch ganz unwütend und mit Augenzwinkern tragen. Wollen wir nicht alle das Matriarchat? ^^

Das T-Shirt oben auf dem Bild habe ich seit einigen Monaten und trage es oft. Es hat bisher etliche Wäschen und Trockenvorgänge überstanden. Jetzt kaufe ich mir noch eins (oder zwei) in schwarz dazu – hier ein Blick in den Shop.

Riot Mom T-Shirt Ninia LaGrande

Ninia LaGrande im Riot Mom T-Shirt „Matriarchy“

Wenn ihr auch eins dieser coolsten aller coolen T-Shirts wollt, haut in die Tasten und hinterlasst einen Kommentar hier im Blog.

Teilnahmevoraussetzungen:

Ich gehe davon aus, dass ihr mindestens 18 Jahre seit und in Deutschland wohnt oder alternativ das Porto für den Versand ins Ausland im Vorraus zahlt. Ein Like für die Facebook-Seiten von mir und Me, Myself & Child fänd ich Ehrensache. Die Verlosung geht bis zum Muttertagssonntag, also dem 14.5.2017 um 23.59 Uhr und die beiden Gewinner_innen werden dann ausgelost und per Mail informiert.

(Und falls ihr schon eins habt, postet gerne ein Foto hier, auf facebook oder twitter)

 

 

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Urlaubsfotos toll in Szene setzen – auf Acrylglas

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Wie viele Fotos liegen bei euch auf dem Rechner und warten darauf, endlich ausgedruckt und in Bilderrahmen oder Fotoalben ein angemessenes Dasein zu erhalten?

Durch die digitale Fotografie hat sich hier bei uns folgendes Phänomen eingeschlichen: Wir haben hunderte Fotos von den Kindern und unseren Urlauben auf dem PC oder Smartphone. Aber seit der Geburt von Kind1 haben wir noch kein einziges Fotoalbum gestaltet. Ja, es ist tragisch. I

ch finde es aber auch echt schwer, online Fotoalben zu gestalten. Ich müsste mich zwischen all den niedlichen Kinderfotos oder den tausend Blauschattierungen des schönsten aller Meeresabschnitte von Formentera entscheiden und sie dann in eine Reihenfolge sortieren.

Meeresbucht an der Ostküste Sardiniens

Der Mann und ich an der Ostküste Sardiniens. Das war 2010 und ich grade mit Kind1 schwanger. Warum wir da so verträumt aufs Meer starren weiß ich nicht mehr, aber das Bild erinnert mich an all die Erwartungen, die mit dem kommenden Familienzuwachs einhergingen.

Ich bin, was Fotos angeht, immer noch recht analog. Bilder ausdrucken und dann mit Kleber oder Fotoecken in ein Album kleben – das ist schön haptisch, man sitzt auf dem Boden zwischen einem Stapel von tollen Erinnerungen – hach. Aber wann hat man schon die Zeit dafür?

Was ich eigentlich sagen will:

Wir haben kaum Fotoalben. Aber wir haben die berühmte „Treppengalerie“ mit Fotos der Kinder und Familienmitglieder. Und dann haben wir unsere Urlausfotos. Auf Leinwand. Oder eben Acrylglas. An Stellen, wo wir einen Blick darauf werfen können und daran erinnert werden, wie leicht sich das Leben anfühlen kann, wenn das Meer ganz nah ist und der Himmel auch…

Es sind Bilder, die mich zum Schmunzeln bringen und mir im trubeligen und manchmal (aber nur manchmal) grauen Alltag Auftrieb geben.

Paragliding an der Schlucht von Verdon

Das war ein paar Jahre vor den Kindern…der Mann und ich beim Tandem-Paragliding. Klingt sehr aufregend, aber an dem Tag war wenig Thermik oder wie die Fachleute sagen und es war eher wie Sitzen im Schaukelstuhl. Aber ja, die Überwindung, auf den Rand des Berges zuzurennen und dann plötzlich nur noch Luft unter den Füßen zu haben…war geil! Das Bild hängt in der Küche, überm Tisch und erinnert mich täglich daran, auch mal die Komfortzone zu verlassen 😉

Dadurch, dass wir im Dachgeschoss wohnen haben wir nicht viel Platz um große Bilder aufzuhängen. Deshalb bin ich sehr wählerisch mit den Bildern, die ich dort aufhänge. Wer mein privates Facebook-Profil kennt oder meinen twitter-Account, dem ist dieses Foto bekannt:

Chirincana bar - Panoramafoto mit dem Smartphone

Hier das Foto im Panoramaformat vom Smartphone

Urlaubsfotos auf Acrylglas

Im Ibiza-Urlaub war das einer meiner Lieblingsorte: Die Chirincana-Bar an der Cala Martina, direkt an unseren Campinplatz angrenzend. Hier saßen wir, mit Blick auf Sonnenuntergang und Meer, manchmal gab es Live-Musik. Die Kinder spielten am Wasser und wir tranken auf das Leben 🙂 Aufgenommen habe ich es mit der Panorama-Funktion meines Handys. Hier ist es in Acrylglas gebannt, so dass die Farben schön zur Geltung kommen, auch wenn das Licht eigentlich nicht ausreichend ist. Ich mag besonders diesen Blau-Orange Kontrast. Meine Lieblingsfarben.

Nach dem wir die anderen Bilder auf Leinwand fixiert hatten, wollte ich mal was Anderes ausprobieren. Acrylglas sollte diese Urlaubserinnerung mehr zum Glänzen bringen – Leinwand war eher stumpf, was die Bilder etwas unrealistischer machte. Auf Online-Foto habe ich das Bild hochgeladen und die gewünschten Maße für das Panoramaformat (40×120 cm) eingegeben. Ehrlich gesagt hab ich mich ja gefragt, wie das fertige Bild, das bestimmt nicht ganz leicht ist zu mir kommt. Also klar, per Paketbote. Wir wohnen im 5. Stock, ohne Fahrstuhl, wie ich ja nicht müde werde zu wiederholen. Und dumm, dass ich an dem Tag der Lieferung nicht zu Hause war.

Ich ging also mit dem Abholschein zum Postschalter und wartete auf das Paket. Es war dann nur halb so schlimm wie erwartet: Es war zwar etwas sperrig, aber ich konnte es alleine nach Hause tragen ohne anschließenden Bandscheibenvorfall!

Der Mann fluchte bei der Aufhängung. Allerdings hat er sich auch für die Betonwand und nicht die Rehgipswand entschieden…selber Schuld würde ich sagen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es hängt jetzt im Schlafzimmer und erinnert mich jeden Morgen und Abend an tolle Urlaubsstunden. Mein Fernweh wird dadurch nicht geringer, aber ich lächle jetzt beim Einschlafen 😉


Wie handhabt ihr das mit den Fotos? Sammelt ihr alle ausgedruckt in Kisten oder Alben oder hängt ihr Wände zu mit Erinnerungen?

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(Liebes)Brief an meine Grundschullehrerin

Kind1 kommt dieses Jahr in die Schule. Im Vorfeld haben mich viele Eltern der anderen Kindergartenkinder gefragt, in welcher Schule wir ihn anmelden, ist ja ein riesen Ding, Schulwahl. Auf dem Spielplatz ist es grade ständig Thema, man redet darüber, warum und wo man seine Kinder in die Grundschule schickt. Ich bin da sehr pragmatisch ran gegangen: Die Schule, die am besten von unserer Wohnung aus zu erreichen ist – keine große Straße über die er gehen muss oder Ampel.

Das heißt nicht, dass mir die Schule selber egal ist. Aber ob es da jetzt drei Fremdsprachen oder einen Kader des 1. FC Köln gibt – das ist mir sowas von Wumpe. Ich hab von der Schule nichts Schlechtes gehört und bin der Meinung: Letzten Endes entscheidet sich ein Großteil an der Lehrperson selber. Das ist meine ganz persönliche Erfahrung. Inzwischen kann ich einordnen, was für einen großen Einfluss meine Grundschullehrerin auf mich hatte…und wollte ihr das darum mal schreiben.

Für alle (Grundschul-)Lehrer_innen da draußen!

Ein Foto aus Grundschultagen

Ein Foto aus Grundschultagen

Liebe Frau S.

ich hoffe, Sie erinnern sich noch an mich – ich war Ihre Schülerin, ich glaube in Ihrer ersten Klasse, die Sie als Klassenlehrerin übernommen haben.

Lieber spät als nie dachte ich, ich sage Ihnen mal Danke. Oft machen einem ja erst die späteren Ausbildungsschritte klar, das der Grundstein in den ersten Schuljahren gelegt wird. Kurz gefasst bin ich mir heute sicher, dass mir das Lernen so leicht fällt, weil Sie immer ermutigend waren. Ich bin sicher, wäre ich etwa bei der Lehrerin, die meine Schwester später hatte gelandet, wäre meine weitere Schullaufbahn anders gewesen…

Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie mir gegenüber ungeduldig, geschweige denn herablassend waren. Sie haben immer das Gute betont, nie auf den Schwächen rumgetrampelt. Selbst meine recht kreativen Geschichten, warum ich meine Hausaufgaben nicht gemacht habe, nahmen Sie gelassen, manchmal fast schmunzelnd, zur Kenntnis.

Es machte Spaß bei Ihnen Schülerin zu sein und oft machte ich meine Aufgaben besonders gut, um IHNEN eine Freude zu machen – wie Kinder sich das halt manchmal so vorstellen: Der Ernst des Lebens so abstrakt, aber die Freude der Lehrerin so unmittelbar und konkret. Und diese Freude am Erfolg & Fortschritt Ihrer Schüler_innen merkte man Ihnen an – keine_r von uns war Ihnen gleichgültig. Ich erinnere mich auch an Ihre Sorgenfalten, wenn einer der unruhigen Schüler den Unterricht störte und Sie überlegten, wie man ihn wieder in die Gruppe einbinden konnte – ohne ihn zu beschimpfen oder ihn zum Schuldigen an der Störung zu machen.

Sie sahen jedes Kind als Individuum. Und behandelten es auch so, so gut das eben in einer Gruppe von 24 Kindern ging.

Auch meine persönlichen Sorgen und Probleme haben Sie stets behutsam angeschaut und mit mir besprochen. Wenn ich mich mal aus der Klassengruppe ausgeschlossen fühlte, haben Sie mir immer wertschätzend zur Seite gestanden.

Ich hoffe, Sie hatten auch in den Jahren nach uns eine gute Zeit als Lehrerin und Ihre Haltung gegenüber Schüler_innen nie geändert.

Für meinen Sohn hoffe ich, dass er auf ebenso wertschätzende und empathische Lehrer_innen trifft, bei denen die Beziehung vor der Leistungsvermittlung steht – das eine geht nämlich nicht ohne das Andere.

Herzliche Grüße, Ihre

Melanie

Heute würde man den Unterrichtsstil meiner Lehrerin vielleicht als beziehungsorientert definieren. Ich bezweifle, dass es das als Unterrichtsfach in den Leherseminaren gab damals. Und vermutlich heute auch noch nicht. Ich würde es mir aber wünschen.