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Familie, Fantastisches

Elternabend – der Podcast

Kreisch – we did it! Sonja und ich haben unseren ersten Podcast aufgenommen! Voller Elan und Dilettantismus – hört man in dieser Folge auch. Für die nächste arbeiten wir noch an Schnitt und hübschen alles auf aber jetzt musste es erst mal raus. Ihr werdet danach nicht klüger oder schöner sein aber vielleicht…egal, nehmt euch nen Kaffee und setzt euch zu uns an den Küchentisch!

Elternabend

Elternabend

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Lieblinks im Januar ’17

Um ein paar Texte mit euch zu teilen, die mich bewegten, zum Nachdenken brachten, zum Schmunzeln oder Weinen – hier eine kleine Sammlung:

Ich find es toll, dass Sonja auf mama-notes nicht nur leichte Themen hat. Ihre Wahrnehmung von 2016 deckt sich in vielen Punkten mit meiner (auch wenn mir tote Künstler*innen wesentlich egaler sind).

Ja, das Leben zu genießen ist super. Aber wachsam bleiben und verfolgen, was in der Welt passiert und sich nicht vom alltäglichen Parteien-kleinklein, den übereifrigen Nachrichten oder eben Unterhaltung ablenken zu lassen, das wird unsere Aufgabe in 2017 und den Folgejahren sein. Und nein, das muss sich mit der Lebenslust gar nicht mal widersprechen.

Beim Rabensalat  gibt es was über Feminismus. Quasi. Überhaupt: Lest den Blog. Frau Rabe wohnt mit Mann und zwei Kindern in der Stadt, in der ich mein Auslandssemester gemacht habe. In Trondheim, Norwegen (aber das nur amRande)

Aber, und das ist der große Unterschied, die Frauen, die Karriere machen wollen, die sollen das auch können. Und da ist noch einiges im Argen. Stichwort Gender Pay Gap. Keine mir bekannte Feministin will Frauen in Vorstände zwingen. Aber Frauen sollen die Möglichkeit haben, in Vorstände zu gelangen, was momentan dadurch verhindert wird, dass Frauen (a) weniger Führungsfähigkeit zugetraut wird, dass (b) vorwiegend Männer in den Vorständen sitzen, die ihresgleichen als Geschäftspartner bevorzugen und dass (c) schon in den Stufen davor weniger Frauen ankommen, weil sie Familie haben und sich eben nach wie vor zwischen Kind(ern) und Karriere entscheiden müssen.

Letztes Jahr im Adventskalender habe ich euch was über die Scanner-Persönlichkeit geschrieben, was das Buch von Barbara Sher für mich bedeutet, kann ich heut noch gar nicht in Worte fassen. Miriam schreibt Hilfe, ich bin ein Scanner – und wie sie mit dem Wunsch, immer was Neues zu lernen dann doch noch zurecht kommt 😉

Was ich gelernt habe ist, dass es Scanner und Taucher gibt. Scanner sind schnell interessiert, neugierig, enthusiastisch und aufgeschlossen. Alles ist toll. Jede idee, jedes Projekt. Jedes Themengebiet.

Und so werden viele Dinge schnell begonnen…aber auch genauso schnell wieder fallengelassen. Oder man verzettelt sich. Gemeinsam haben wir wohl alle, dass wir uns getrieben fühlen. Das wir nicht die Möglichkeiten haben, alle tollen Dinge auf dieser Welt zu erforschen, zu testen oder zu verfolgen. Der Taucher dagegen wird der Experte. Er taucht inein Thema ein und blendet alles andere aus.

Als Kind1 feststellte, dass wir alle mal sterben müssen bin ich ganz schön ins Strudeln geraten. Darüber schrieb ich ja bereits. Aktuell ist das Thema hier immer noch. Auf 2KindChaos gibt es jetzt eine schöne Linksammlung zum Thema Kinder & das Reden über den Tod. Dazu gibt es schöne Buchtipps von Rike auf ihrem Blog. In beiden Fällen auch gerne in die Kommentare schauen, da finden sich weitere Tipps und Links!

Anna hat auf ihrem Blog BerlinMitteMom einen sehr bewegenden Text geschrieben (also eigentlich schreibt sie immer bewegende Texte!) darüber, welche Verantwortung mit Privilegien einhergehen:

„Die Kinder und ich haben lange darüber gesprochen, was es für uns persönlich bedeutet, Privilegien zu genießen und wie wir damit umgehen. Wieso wir glauben, dass wir damit auch eine Verantwortung für andere haben. Und was die Werte sind, an die wir glauben. Wir haben das aufgeschrieben und ich möchte das heute mit euch teilen. Das ist die Botschaft an meine Kinder, jeden Tag. Das, was ich ihnen mitgeben möchte und wie ich ihnen menschliches Miteinander erkläre.“

Tolle Texte die euch bewegt, zum Lachen oder Schmunzeln gebracht haben gerne hier oder auf facebook in die Kommentare!

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Eine aufregende Woche mit Eingewöhnung und Internetwunder

Waaah, das war mal ne Woche!

Nachdem ich mittwoch vormittag Kind1 und den Mann aus dem Krankenhaus abgeholt habe, bin ich mit Kind2 am frühen Nachmittag in den Kindergarten: EINGEWÖHNUNG.

Während wir bei Kind1 ziemlich sicher waren, dass es relativ einfach würde, können wir bei Kind2 keine Prognosen machen…Einerseits kennt er den Kindergarten ja schon durch die Begleitung von Kind1. Er hat die Erzieherinnen alle schon mal gesehen. Und J., bei dem er die Zeit zwischen Kündigung der Tagesmutter und Kindergarten verbracht hatte (immerhin 4 Monate) wird grade in der selben Gruppe eingewöhnt. Das spricht für eine schnelle und unkomplizierte Eingewöhnung.

Andererseits ist Kind2 eine ganz andere Persönlichkeit: Kind1 war von Anfang an ein Kind, das so gut wie nie fremdelte. Der Freund*innen und Verwandte freudig begrüßte und auf sie zuging. Die ersten Tage im Kindergarten durften wir früh mal kurz gehen. Allerdings kam der Knicks dann ca. drei Wochen später, als Kind1 wohl begriffen hatte, dass er jetzt öfter dorthin geht und das nicht nur ein aufregendes Spiel ist.

Kind2 brauchte lange, um neben Mama und Papa weitere Personen zu akzeptieren. Versteht mich nicht falsch: So lange eine_r von uns dabei war robbte, krabbelte und lief er los, entdeckte die Umgebung. Sobald aber jemand anderes als wir ihn ansprachen (Kinder ausgenommen, ich rede hier von anderen Erwachsenen) versteckte er sich hinter uns.

Ich erinnere mich an einen Besuch bei meinen Eltern, Kind2 muss grade ein halbes Jahr alt gewesen sein. Ich musste dringend aufs Klo und übergab Kind2 direkt an meine Mutter. War das ein Schmollen und Weinen…

Die ersten drei Tage im Kindergarten waren schön: Das Kind saß 10-15 Minuten auf unserem Schoß, schaute sich dann die Spielzeuge an, blieb mit J. auch im anderen Zimmer aber rannte regelmäßig zu uns um uns etwas zu zeigen oder mitzunehmen, damit wir gucken kommen.

Heute bin ich das erste Mal gegangen. Die Gruppe ging aufs Außengelände, wo Kind2 sowieso schon immer gerne hingelaufen ist. Ich sagte zu ihm, ich geh einen Kaffee trinken, er winkte und rief „Töhööö“ (also Tschüss falls das erklärungsbedürftig ist) und rannte los. Na gut…Beim Abholen freute er sich, mich zu sehen aber wirkte auch keineswegs unglücklich.

Die Erzieherin sagte, er habe zwischendurch mal zur Tür geschaut und fragend geguckt, sie habe ihn aber schnell ablenken und für Spiele begeistern können. Ich bin also verhalten optimistisch.

Und dann dieses Internet! Helfen kann so einfach sein!

Ich wusste schon eine Weile, dass jemand den ich sehr mag, Hilfe bracht. Vorwiegend finanzieller Art. Ich hab schon meine Hilfe angeboten, aber verstehe auch völlig, dass es in unserer Gesellschaft echt schwer ist, Hilfe anzunehmen. Zumal ich den ganzen Betrag auch nicht hätte alleine stemmen können.

Anfang der Woche schrieb diese Person mich dann an und sagte, jetzt könnte sie wirklich Hilfe gebrauchen. Ich hatte schon mal bei einer Sammelaktion auf der Plattform leetchi gespendet und fand das ziemlich unkompliziert – und darum setzte ich ein kleines Crodwfunding auf. Wer mehr wissen möchte kann hier nachlesen, spenden und/oder den Aufruf weiter teilen.

Es war so! einfach! Und wer glaubt, diese Art von Hilfe sei selbstlos – ihr wisst gar nicht, wie großartig es sich anfühlte zu sehen, dass der Spendenaufruf geteilt wird, dass gespendet wird – ganz egal ob 3€ oder mehr! und dass Menschen an das Gute glauben und spenden obwohl die Person anonym bleiben wollte. Keine Vorwürfe oder Kritik, nur schnelle, direkte und unkomplizierte Hilfe!

ABER mal abgesehen von der großartigen Hilfe in welcher Form auch immer zeigte sich durch die Kommentare, wie viele Personen von dieser oder ähnlichen Situationen betroffen sind. Elter*n, Menschen mit Kindern die in finanzielle Not geraten, weil die Fürsorgearbeit für Kinder gesellschaftlich und vor allem politisch nicht gewertschätzt wird. Wie schnell Elter*n in finanzielle Not geraten, weil sie nicht in einer Beziehung mit einem hauptverdienenden Partner leben. Oder weil sie trotz Kind das Studium nicht aufgeben wollen. Ich würde mir wünschen, dass solche Spendenaktionen überflüssig wären.

Nichtsdestotrotz liebe Menschen in- und außerhalb des Internets, die dieses Netz zu einem guten Ort machen:

Ich möchte mich bei allen von Euch bedanken!

Egal wie viel ihr gespendet habt – bei manchen war der Beitrag vermutlich mehr als ihr „einfach mal so“ übrig habt – es sind die entscheidenden Euros gewesen. Es ist zumindest ein symbolischer Beitrag, ein „mir sind die Menschen nicht egal, insbesondere die Menschen die sich um Kinder sorgen“. Es ist ein Beitrag für mehr Menschlichkeit, für Solidarität und gegen eine Scheißegal-Haltung. Und das bedeutet so viel! Das bedeutet mehr als drei Euro gespendet zu haben. Es bedeutet, dass jemand wieder an das Gute glaubt und weniger Angst haben muss, um sich und das Kind. Es ist unbezahlbar.

Die eigentlichen Held*innen sind die Person, die für ihre Tochter den Weg an die Öffentlichkeit gegangen ist und um Hilfe gebeten hat. Und meine Internetbubble, die sich verbürgt hat, den Aufruf geteilt hat und ihre ganze Reichweite dafür eingesetzt hat, dass diese Menschen ihre Wohnung behalten können.

Ich verfolgte gestern den stetig steigenden Betrag auf dem Spendenkonto und musste vor Rührung heulen – ich weiß gar nicht, wie ich meinen Dank in Worte fassen soll! Ich bin zuversichtlich, dass wir – dass ihr! – das Schlimmste abgewendet haben und werde Euch auf dem Laufenden halten!

Ihr seid der Hammer!

Das Internet ist ein wundervoller Ort - wegen Euch!

Das Internet ist ein wundervoller Ort – dank Euch!

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Liebster Award 2016

Die liebe Rage von mamadenkt hat mir einen Liebster-Award geschenkt. Und da mein letzter schon eine Weile her ist und ich grad so voller anderer Dinge bin statt Blogeinträge zu kreieren, kann ich ruhig mal ein paar Fragen beantworten:

Wann hast du zuletzt im Garten gearbeitet?

Isch harbe gar keinen Garrrten! Manchmal träume ich von einem. Der dürfte aber keine Arbeit machen. Vielleicht würde ich es noch schaffen, eine Kräuterspirale anzulegen und zu pflegen. Ansonsten wäre er dazu da, den Kindern als Outdoorspielzimmer zu dienen. Und ich würde dann sagen, wie verboten es ist, Unkraut zu jäten und sie würden Unkraut jäten. Ich würde ihnen verbieten, das Obst zu ernten und sie würden das Obst ernten. Und ich in der Mitte in einer Hängematte oder einem Strandkorb. Oder einer Hollywoodschaukel. Ach der Garten sollte Hängematte, Strandkorb und Hollywoodschaukel haben und mein einziges Problem wäre nur noch, mich zu entscheiden worauf ich lieber sitze.

Welchem Tier hast du zuletzt länger als 2 Minuten „bei der Arbeit“ zugesehen?

Den kleinen Echsen in unserem „Garten“ im Ferienhaus auf Formentera. Wir haben ihnen Brötchen mit Frischkäse hingeworfen und haben ihnen dann zu geschaut, wie sie den Frischkäse ablecken und das Brötchen für die Ameisen ließen, die dann der Nachtisch der Echsen wurden.

Wenn du dir einen Namen aussuchen könntest, wie würdest du dich nennen? Pinzessin BananaHamEgg? Oder doch eher CrapBag?

Sind das Codeworte für irgendwas? Dann verstehe ich die Frage nicht. Ansonsten ist mein Lieblingsname schon vergeben (Queen of fu*king everything), darum bleibe ich bei glücklich scheitern 😉

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Orange und türkis

Womit hast du im Kindergarten oder in der Grundschule am liebsten gespielt?

Mit anderen Kindern

Wann warst du als Kind mal so richtig mutig?

Als R. wollte, dass ich in ihren Club komme und gesagt hab, ihr Club kann mich mal. Gut, ich war dann die einzige, die nicht im Club war. Mut wird halt überbewertet…

Wann warst du heute – als Erwachsene/r – zuletzt total mutig? Integer? Couragiert?

Integer bin ich hoffentlich immer. Mutig fühlte ich mich, als ich heute morgen nach einer Erziehungsberatungsstelle googlete. War dann aber doch zu feige um anzurufen.

Wie lange brauchst du morgens im Bad?

Duschen, Föhnen, Schminken < 15 Minuten.

Wie läufst du durch die Wohnung? Barfuß? Pantoffeln? Welche Farbe? Auf Socken?

Ich war bis vor Kurzem leidenschaftliche Barfußläuferin. Inzwischen ist unsere Wohnung aber so dreckig, dass ich Pantoffel trage, damit ich sie abends vorm Bett ausziehen kann und das Bett dann nicht mit dem Dreck an meinen Füßen verschmutze.

Welches Abenteuer steht als nächstes an?

Der Sommerurlaub in Kroatien? Die Einschulung nächstes Jahr? Das Sommerfest im Kindergarten kommenden Freitag? Der Schuhkauf für die Kinder heute nachmittag? Ach, das ganze Leben ist ein Abenteuer.

Du könntest als Superheld/in die Welt retten. Was würdest du wie als erstes angehen?

Ich wüsste vermutlich gar nicht, wo ich anfangen sollte. Oder vielleicht wüsste ich das dann als Superheldin. Ich würde alle europäischen Grenzzäune niederreißen und die Visumspflichtüberprüfung an den Flughäfen abschaffen. Damit man sicher in die Länder fliegen kann, statt übers Mittelmeer schippern zu müssen. Es gäbe ein Verbot für Plastikverpackungen und CofeToGo-Becher. Das bedingungslose Grundeinkommen für alle. Ach, ich hätte so viel zu tun.

Und wen soll ich jetzt noch nominieren? Vermutlich sind alle schon durch oder? Ich probier es mal mit:

Zwerggeflüster

PandoraaufderBox

Ökohippierabenmütter

Unvereinbarkeitsdebatte

Mama notes

Eva Karel

und jede_r, die_er sich von den Fragen angesprochen fühlt!

Die anderen, die ich nominieren wollen würde haben schon bestimmt oder wollen nicht. Aber jetzt kommt ja noch das Schwierigste: Die Fragen!!!

  • Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würdest Du tun?
  • Was macht Dir grad am meisten Angst?
  • Mit wem würdest Du einen Tag das Leben tauschen wollen?
  • Wenn Du ein Gesetz beschließen dürftest, welches wäre das
  • Welches Abenteuer steht als nächstes an?
  • Du könntest als Superheld/in die Welt retten. Was würdest du wie als erstes angehen?
  • Welches Buch war Dein erstes „Erwachsenenbuch“ (damit mein ich nicht 50ShadesofGrey, sondern welches Buch das Erste war, das die Kategorie Kinder- bzw. Jugendbuch verlässt)
  • Was war Dein schlimmster Urlaub und warum?
  • Welche Themen sind auf dem Blog für Dich zu privat/persönlich/tabu?
  • Wenn Du eine größere Menge Geld spenden könntest – wem würdest Du es geben?
  • Was wünschst Du Dir Deinen Kindern vorzuleben?

 

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Lieblinks im Mai:

Jucheee, ich habs mal wieder geschafft, ein paar der tollen Texte die ich so lese zusammen zu bringen. Damit ihr auch was zum Lesen habt:

Zum Muttertag machte die Aktion #muttertagswunsch Furore. Ausgelöst von Mama arbeitet, Mutterseelesonnig und Family unplugged. Den meisten Wünschen kann ich mich nur anschließen. Daniela von unvereinbarkeitsdebatte wünscht sich Kinder wieder in die Mitte der Gesellschaft:

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: ich bin dankbar über den Kindergottedienst in meiner evangelischen Kirchengemeinde, ich habe schon öfter gern das Eltern-Kind Abteil im Zug genutzt und meine Kinder lieben das Spielangebot in der besagten Möbelhauskette. (…) Wenn das aber irgendwann dazu führt, dass wir die gesellschaftliche Mitte komplett zur kinderfreien Zone machen und den Erwachsenen das Leben, das Kinder mit sich bringen, abgewöhnen, dann haben wir das Gegenteil von dem erreicht, was einst als Gedanke dahinter stand.

Die bezaubernde Mareice vom Kaiserinnenreich hat ein Buch geschrieben, über das Leben mit ihrer behinderten Tochter. Das Buch erscheint im November 2016, heißt Alles inklusive und steht jetzt schon auf meiner Bücherwunschliste für Weihnachten.

Es ist immer schön, wenn man sich nicht alleine über Schlagzeilen aufregen muss. Danke blogprinzessin, dass Du Dein gewähltes Lebensmodell nicht als Norm forderst, sondern auch andere verteidigst:

Was ich vor allem aus der Diskussion immer wieder raushöre, ist das Mütter sich doch bitte beruflich völlig aufgeben sollen damit die Kinder ja nicht in der Kita schlafen. Pilotinnen, Gehirnchirurginnen, Krankenschwestern und andere hochqualifizierte Frauen, sollen lieber Harz IV bekommen oder aber sich zu betreuungszeitenfreundlichen Jobs umschulen lassen, egal ob sie dabei kreuzunglücklich sind oder nicht.

Alu von großeköpfe hat ein Arschlochkind.

Auf Babykram & Kinderkacke gibt es wieder ausführliche Gedankenexegese und ich fühle so mit ihr (auch wenn ich nach ein paar Semestern Ethnologie tatsächlich Probleme mit der Darstellung/Idealisierung „indigener Völker“ habe, ganz besonders in Bezug auf Erziehung) :

Ich empfand (und empfinde) das Zusammensein mit meinen Kindern oft als anstrengend, das habe ich hier mehr als einmal beschrieben. Ich wollte aber von Anfang an nicht die Kinder dafür beschuldigen. „Ja, Elternsein ist anstrengend.“ Aber die Kinder dafür verantwortlich zu machen, fühlte sich trotzdem nicht richtig an. Also: Who’s to blame? Ich suchte in meiner Psyche, meiner Kindheit, meiner Persönlichkeit, meinem Temperament. Ich las Blogartikel, Bücher, schrieb in Foren, sprach mit Eltern, … Aber ich fand die Aspekte der Überforderung und der Anstrengung so selten in den Erzählungen und Beschreibungen anderer Eltern(blogs), erlebte das aber selbst alltäglich so. Das fütterte meine Schuldgefühle.

und gehe zumindest im Fazit mit, dass die Kleinfamilie „problematisch“ ist: „Wünschen tue ich mir eigentlich ein alternatives Lebensmodell. Ich habe die Stadt satt. Ich habe die Hektik satt. Gib mir 50 coole Leute mit Kindern, wir kaufen zusammen ein heruntergekommenes Haus (von welchem Geld auch immer), polieren das auf und leben zusammen, vielleicht auch teilweise als Selbstversorger. Ohne Waldorf-Hippie-Kram, ohne spirituellem Überbau und Firlefanz.“

In der ZEIT-Online fand ich einen Artikel über transidente Kinder:

„Bei Paul wurde es immer extremer, er mochte irgendwann nur noch mit den Mädchen spielen, gab sich ausschließlich weibliche Rollen“, sagt Kerstin Schneider. Sie akzeptierte Pauls Anderssein. Bis zu jenem Tag vor fünfeinhalb Jahren, an dem Paul besonders lang unter der Dusche stand. Als Kerstin Schneider ins Bad kam, versuchte ihr Kind, sich mit einem Plastikmesser den Penis abzuschneiden. Darunter, sagte Paul, müsse doch eine Scheide sein wie bei anderen Mädchen auch.“

Alles, was AufZehenspitzen schreibt ist gut. Ihr aktueller Text beschreibt etwas, was mich indirekt auch be-trifft, nämlich die Frage, wie eine Professionalisierung in der (Eltern-)Blogger*innenszene Normierungen schafft:

 Wichtige Stimmen über Mutterschaft und die damit verbundenen Diskriminierungen, Schieflagen, Herausforderungen und Kämpfe werden marginalisiert und bleiben ungehört – entweder weil sie nicht ausformuliert sind oder weil sie von der Masse überschattet werden.

Ab und an am Ende des Monats, wenn ich dran denke, möchte ich die Texte anderer Bloggerinnen würdigen. Sharing is Caring <3

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Meine Blogfamilia 2016

Die Blogfamilia 2016 – das waren Begegnungen, die berührten, das war Berlin im Sonnenschein, Gespräche ohne SmallTalk und mit Weißwein. Ach, wer nicht mitbekommen hat, dass das DIE Familienblogger*innenkonferenz war, kann das hier nachlesen.

Gepackt für die Fahrt zur Blogfamilia 2016

Gepackt für die Fahrt zur Blogfamilia 2016

Ursprünglich wollte ich schon Mittwoch früh losfahren um – vielleicht – ein bisschen Berlin zu sehen. Aber das wurde durch einen beruflichen Termin unmöglich gemacht. Naja, Berlin war bisher nicht so meine große Liebe. Bei meinen Besuchen zuvor ging immer etwas schief, ich würde also schon nichts verpassen (dachte ich). Alleine Zug fahren klang auch schon recht verlockend, also packte ich ausreichend zu Lesen und zu Schreiben ein und fuhr nachmittags mit den Zug los.

Meine Unterkunft auf der blogfamilia

dasnuf hat großzügig ihre Wohnung untervermietet und damit jede_r weiß wohin Schildchen angebracht. Und natürlich gab es auch das Wlan-Passwort. Blogger_innentreffen halt!

Vor ein paar Tagen (oder waren es Wochen?) schrieb ich so in dieses twitter, ob jemand zur Blogfamilia ein Übernachtungsplätzchen für mich hätte und Patricia a.k.a. dasnuf antwortete spontan ja! Ts, ist es nicht großartig, dieses Internet? Gut, wir hatten uns schon bei der denkst kurz getroffen, aber gemessen am „Real Life“ waren wir Unbekannte. Auch wenn wir uns im Netz gefühlt seit Ewigkeiten kennen. Die Nachbarn gaben mir den Schlüssel und ich brachte meinen Koffer rein. Von meinen Mit-Gästen war zu der Zeit keine_r da. Übrigens hat sie das schönste Wlan-Passwort das ich mir vorstellen kann!

Da ich schon auf facebook kund tat, dass ich in Berlin angekommen bin, schrieb Sonja ob ich schon was vor hätte. Ja, ESSEN! Da sie noch auf der re:publica weilte verabredeten wir uns quasi in der Mitte. Und plötzlich stand ich vor einem veganen Restaurant! The Bowl hieß es und nachdem ich fest stellte, dass es neben all der Rohkost/CleanEating Geschichte auch Weißwein gab konnten wir dort beruhigt essen. Mit Blick auf die Oberbaumbrücke, was mich an das Buch Untergetaucht: Eine junge Frau überlebt in Berlin erinnerte, in dem sich eine junge Jüdin während des Zweiten Weltkrieges innerhalb Berlins versteckt. Unter anderem in einer Wohnung an der Oberbaumbrücke. Auch sonst kann ich das Buch sehr empfehlen! Der Abend mit Sonja war unterhaltsam, auch weil wir einige Parallelen so fest stellten und das Essen kann ich auch nur empfehlen!

Mit Mama Notes Abendessen im "The Bowl"

Mit Mama Notes Abendessen im veganen Restaurant „The Bowl“ in Friedrichshain

 

Frühstück vor der Blogfamilia

Vor der Blogfamilia heißt es: frühstücken!

Am nächsten morgen war ein kleines Frühstück geplant. Das kam natürlich auch via twitter zustande. Ich fand das großartig, hätte ich mir vorgestellt, direkt zur Blogfamilia erst aufzutauchen und direkt in Menschenmassen zu stolpern wäre ich wohl völlig überfordert gewesen. So gab es ein kleines Warm-Up, viel Avocado und tolle Gespräche, denen ich versuchte abwechselnd zu folgen. Hier auf dem Bild seht ihr Mama on the rocks, Chaos hoch 2, Mama Notes, Mutterseelesonnig, MeWorkingMom und Ichlebejetzt und links noch Mamirocks. Danke für den gemütlichen Morgen!

Die Blogfamilia Location

Bei Sonnenschein und von grünen Bäumen umsäumt führte der Weg zur Location

 

Blogfamilia - der Biergarten nebenan

Der Biergarten nebenan sah so gemütlich und verwunschen aus <3

 

Andere Blogger*innen auf der Blogfamilia

Hier seht ihr einen Bruchteil der tollen Menschen auf der Blogfamilia

 

Jochen König und ich

Ja, ich rede auch mit Papabloggern

Papablogger sind die besseren Mamablogger

Just kidding, aber den konnt ich mir nicht verkneifen. Natürlich rede ich auch mit Vätern. Also nicht mit denen, die sich im Publikum beschweren, wenn in EINEM Vortrag im generischen Femininum gesprochen wird (genau genommen, wenn das Binnen-I wie das generische Femininum gelesen wird) aber nicht, wenn im generischen Maskulinum gesprochen wird (den Rest des Tages). Oder denen die bei twitter rumranten wie man die Sitzplätze zu belegen hat oder wie doof man ist, wenn man nicht weiß wie ein rechtsicheres Impressum aussehen muss. Jochen war aber ok 😉 Aber ich befürchte, mein Väterhaß hat sich rumgesprochen, der Johnny vom WeddingerBerg war ganz erschrocken, als ich ihm zum Abschied die Hand gab, dabei hatte er mich doch in der Hand, er war schließlich Augenzeuge von…

Nicole und Mareice vor dem Panel über Hate Speech auf der Blogfamilia

Mein Highlight auf der Blogfamilia: Mareice und Nicole <3

Die Vorträge waren bunt und vielfältig. Nicht allen habe ich gelauscht, bei einigen gelacht und bei vielen was gelernt. Für mich ist das Thema Professionalisierung nicht uninteressant, stand aber auch nicht im Vordergrund. Vermutlich verblogge ich trotzdem noch was zum SEO (Suchmaschinen-) Vortrag, da mich die Kommentare darauf beschäftigen. Das Stichwort wäre dann aber Aufmerksamkeitsökonomie.

Die Podiumsdiskussion zum Thema Hate Speech habe ich mit gemischten Gefühlen beobachtet. Man merkte sehr deutlich, sowohl auf der Bühne als auch im Publikum, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen zwischen denen sind, die selber Hate Speech erlebten und denen, die bisher – glücklicherweise – davon verschont blieben. Nicole und Mareice – ihr ward toll!

Nicole und ich sind super in diesem Selfie-Dingsi

Herzmenschen dürfen auch mal Küsschen geben

Der Tag war viel zu schnell vorbei und ich hab nur einem Bruchteil Hallo gesagt (und von manchen Anwesenden nur hinterher auf twitter erfahren – auch das ist Blogger*innendasein ;-)) Ich wollte mich vom verbliebenen Grüppchen auch gar nicht trennen, musste aber noch zu meiner Gastgeberin, die 10 minuten Fußweg vom Veranstaltungsort weg wohnte.

Ach Berlin, diesmal warst Du sehr nett zu mir!

1000 Dank ganz besonders an Alu von Großeköpfe, an Bella und dem Rest des Orgateams und die Sponsoren, dass diese Veranstaltung möglich war!

Ich winke noch Rike, Nieselprim, der frischen Brise die wirklich wie eine frische Brise daher kommt, den – angeblich – schüchternen Halbesachen und Kinderhaben rüber – und allen, die ich – dieses Mal! – nicht angesprochen habe…Auch ihr habt das Ganze rund gemacht.