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Reisen mit Kindern

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Camping mit Kindern auf der Insel Losinj (Kroatien)

Neulich sortierte ich Fotos um mal endlich ein Urlaubsalbum zu basteln, da fiel mir auf, dass ich unseren letzten Kroatien-Urlaub noch gar nicht verbloggt habe! Fällt mir jetzt im Februar auch schwer, wenn ich all die tollen Fotos sehe. Aber da ich gar nicht genug (unbezahlte) Werbung für Familienurlaub in Kroatien machen kann – hier ist der Beitrag. Dieses Mal waren wir auf Losinj in der Kvarner Bucht. Wer lieber Lust auf Istrien weiter nördlich hat, kann sich meine Beiträge von vorletztem Jahr ansehen.

Camping auf Losinj – perfekt für Familien mit kleinen Kindern

Die Anreise war offen gestanden nicht ohne. Wir hatten so ziemlich alle Anfängerfehler gemacht, die man machen kann. An einem Samstag losfahren und das in der Hochsaison (Juli). Bis München war die Autofahrt eigentlich ohne Zwischenfälle, aber zwischen München und Salzburg brauchten wir eine Ewigkeit – nachdem wir vor München eigentlich dachten, wir wären bald da. In Salzburg hatten wir eine Jugendherberge gebucht. Auch das hatte sich schon letztes Jahr bewährt. Eine praktische Form der Unterkunft, günstig und familientauglich. Und was das Umfeld angeht muss man auch nicht ernsthaft Sorgen haben, dass ein wenig Kinderlärm hier jemanden verärgert. Von Salzburg selber haben wir leider nichts gesehen, da wir etwas außerhalb waren und am nächsten Tag direkt weitergefahren sind.

Kurz hinter Lubljana in Slowenien ging es nämlich über Landstraße weiter und wir mussten noch rechtzeitig zur Fähre rüber auf Cres. Das hatten auch 348 andere Familien an diesem Nachmittag noch vor und außerdem ist noch eine der beiden Fähren ausgefallen. Eine Strecke dauerte eine halbe Stunde hin, eine halbe zurück…wir warteten also drei Stunden in der Schlange. Und außer dem kleinen Fährhafen gab es dort nix.

Sonnenuntergang auf Cres

Der Sonnenuntergang auf Cres

Als wir dann aber abends endlich drüben waren wurden wir von einem wunderschönen Sonnenuntergang begrüßt. Vom Fähranleger zu unserem Campingplatz dauerte es noch eine Stunde mit dem Auto bis wir den Campingplatz erreichten. Allerdings fuhren wir noch schnell ins Zentrum von Mali Losinj um einzukaufen.

Ein Mobilwohnheim auf dem Campingplatz Poljana

Seit wir auf dem Campingplatz in Istrien vor zwei Jahren das erste Mal ein Mobile Home buchten ist es für uns die Unterkunft der Wahl: Auf den Campingplätzen können sich die Kids relativ frei bewegen, die Infrastruktur ist oft super – aber zelten wollte ich mit kleinen Kindern nicht. All der Dreck, dann das Extragepäck das wir hätten packen müssen und mit kleinen Gaskochern wollte ich auch nicht rumhantieren. So wurde das Mobile Home unser Kompromiss und auch für den kommenden Urlaub auf Korsika und Sardinien schauen wir uns entsprechend wieder um (falls wer Tipps hat immer her damit!). Preislich finde ich es nicht ganz so günstig, vielleicht findet man für den gleichen Preis auch eine Ferienwohnung, aber so sind wir direkt draußen, haben Bad und Küche und die Kids können einfach raus laufen und spielen.

Mobilehome Camping Poljana

So sah unser Mobilehome auf dem Campingplatz aus

 

 

Camping Poljana

Der Blick von unserem Mobilwohnheim aufs Meer

Der Campingplatz Poljana liegt an der schmalsten Stelle der Insel Losinj. Auf beiden Seiten sieht man das Meer, kann die Schiffe beobachten, die nach Mali Losinj rein- oder rausfahren und selbst bei großer Hitze weht immer eine kühle Brise. Abends auf der Veranda sitzen und einen leckeren Weißwein mit Blick aufs Meer genießen – großartig.

Was ich vor Ort nervig fande, grade aber nicht mehr nachvollziehen kann wieso: Es lärmte vor lauter Grillen. Oder Zikaden, ich kann das ja nicht so auseinander halten. Aber was für einen Lärm die machen können! Stundenlang!

Kinder auf Campingplatz Poljana in Kroatien

Vor dem Bungalow/Mobilwohnheim können die Kids im Schatten Bilderbücher gucken

Kind1 schwärmt heute noch vom Campingplatz: Es gab einen Spielplatz mit Trampolin! Darauf sprangen beide Kinder, morgens als erstes und abends unbedingt auch noch mal – bis das Trampolin abgeschlossen wurde. Spielplatz und Trampolin waren jetzt nichts für Eltern mit schwachen Nerven…in Deutschland hätte man vermutlich einige Spielgeräte gesperrt und aufs Trampolin hätte nur je ein Kind gedurft – das sah man hier wesentlich entspannter. Animation für die Kinder gab es auch, aber sehr überschaubar. Nachmittags bastelten und spielten drei Animateure mit den Kids – die größeren wurden schon für das „TheaterMusicalStück“ am Abend eingespannt und die kleineren bastelten und spielten.

Das Musical am Abend war dann auch eins der Highlights für Kind1. Anschließend wurden immer noch ein, zwei Lieder aus der Kategorie „Las Ketchup“ gespielt und dann war der Abend schon rum.

Auf dem Campingplatz selber gab es noch ein Restaurant, eine Bar, einen Infostand an dem man zum Beispiel Bootstouren buchen konnte, einen Supermarkt und einen Fahrradverleih. Kind1 war traurig, dass es keine Poollandschaft gab, aber dazu komm ich dann im nächsten Teil – da erzähl ich dann von unseren Ausflügen auf Losinj!

Wart ihr schon mal in Kroatien und könnt dort eine Ecke empfehlen?

Reisen mit Kindern

Delphine auf der Überfahrt nach Formentera

Nachdem wir eine Woche auf dem Campingplatz La Playa auf Ibiza verweilten wollten wir weiter nach Formentera.

Formentera – sagenumwobene Insel

Die meistgenutzte Verbindung nach Formentera sind die Fähren von und nach Ibiza-Stadt. Wir stellten aber fest, das von dem Örtchen Es Canar, in dessen Nähe unser Campingplatz lag, täglich ein Ausflugsboot abfuhr. Die Überfahrt dauerte entsprechend länger, da auch einige Buchten auf Ibiza noch angefahren wurden, in denen weitere Passagiere aus- und zusteigen konnten. Aber so sahen wir auch noch was von Ibiza und mussten nicht erst mit dem Taxi (oder vollbepackt mit dem Bus) nach Ibiza-Stadt rein.

Mit Santa Eularia Ferries rüber nach Formentera

Mit Santa Eularia Ferries rüber nach Formentera

Für diese Entscheidung wurden wir dicke belohnt: Das Ausflugsboot war ein Katamaran mit Glasfenstern im Boden. Kind1 war begeistert und wollte zunächst gar nicht aufs Deck. Kind2 schien von dieser ganzen Bootssache nicht ganz begeistert, schlief aber nach 15 Minuten Schiffsgeschunkel auf meinem Schoß an Deck ein.

Und dann, als ich mich schon fragte, wie lange es denn jetzt noch dauern würde bis wir da sind rief jemand: „Dolphins!“ Und jaaaa, sichtbar aber in einiger Entfernung sprangen einige Delfine aus dem Meer. Ach, mein Herz!

Formentera hatte für mich einen besonderen Klang. Ähnlich wie La Gomera auf den Kanaren gilt es – immer noch – als Hippie- oder Aussteigerinsel. Manchmal wird es als fast menschenleer beschrieben, urwüchsig und naturbelassen. Und in Reiseführern bleibt meist nur eine Empfehlung für einen Tagesausflug wenn man eh grad auf Ibiza ist…

Frechheit!

Formentera ist mehr als einen Tagesausflug wert!

Klar, wer nur mal kurz gucken will – die Fläche Formenteras ist überschaubar und man kann die Straßen vom Fährhafen an das Südwestende und in den Osten problemlos mit dem Mietwagen an einem Tag abklappern. Aber dann verpasst man auch viel!

Allein die Strände und das Meer! Also ich konnte mich einfach nicht sattsehen oder satt schwimmen. Jede Bucht, jeder Strand war schöner als der vorherige. Und manchmal wäre ich einfach gern geschwommen und geschwommen – so klar das Wasser, so hell der Strand. Karibik des Mittelmeers ist vermutlich wirklich nicht untertrieben, da ich aber noch nie in der Karibik war, kann ich das schwer beurteilen.

Der Himmel über Formentera

Der Himmel über Formentera

 

Playa Levantes

Playa Llevant

Für die Kinder war das ebenfalls ein Traum. Keine Angst ins Meer zu gehen weil man ja noch die eigenen Füße sehen kann. Und keine Angst vor großen Fischen haben muss, die man nicht sehen kann (dafür der erste Schreck, WEIL Kind1 die Fische unter ihm gesehen hat. Das war dann aber schnell vorbei).

50ShadesOfTürkis

50ShadesOfTürkis

 

Windsurfen again!

Windsurfen again! Beim WetForFun Team Formentera

Formenteras Strand

Nach dem Wasser panieren im Strandsand

Endloses Meer….

Endloses Meer….Formenteras Strände, ein Traum für Kids

Fliegende Fische die man vom Strand aussieht. Ebenso wie die Kormorane die gerne fliegende Fische essen.

Wenn man nur einen Tagesausflug macht, verweilt man nicht in den Cafes auf Sant Ferran de ses Roques oder Sant Francesc Xavier. Oder schaut sich den Sonnenuntergang vom Pirata Bus aus an. Oder wandert über die Hochebene von Pilar del Mola.

Ferienhaus am Strand

Auf Formentera gibt es keine Campingplätze und so haben wir uns für ein Ferienhaus entschieden. Richtige Hotelbunker gibt es eh selten. Aber mit kleinen Kindern finde ich Hotels auch nicht besonders attraktiv. Und für insgesamt sieben Leute (zur Erinnerung – wir waren mit Freund*innen dort) war ein Ferienhaus perfekt. Über eine bekannte Suchmaschine für Ferienwohnungen sind wir dann auch schnell fündig geworden. Die Lage war super: Strandnah und doch für sich. Wir waren bei Es Pujols, das touristische Zentrum Formenteras (wenn man es denn so nennen will) untergekommen. Das Haus war dann auch wunderschön…

Wenn es drinnen zu warm zum Kochen ist...

Wenn es drinnen zu warm zum Kochen ist…

 

200 Meter vom Haus bis zum Meer

200 Meter vom Haus bis zum Meer

 

Der Strand von Es Pujols

Der Strand von Es Pujols

Einige Kleinigkeiten machten uns dann zwischendurch schon zu schaffen. Unter anderem ein Kakerlakenbesuch…wir „fingen“ eine von ihnen mit einer Schüssel ein. Als der Hausmeister – als wir ihn dann anriefen – kam und die Schüssel runter nahm und die Kakerlake sah…machte er einen Sprung wie eine Katze, die von einer Tarantel gestochen wurde. Dachte ich mir doch schon die Nacht davor, als ich zwei Kakerlaken begegnete, dass die recht groß waren. Wenn sich selbst der Einheimische derbe erschrickt…Er stellte Fallen auf und danach haben wir auch nie wieder eine Kakerlake gesehen. Und da es auf Formentera – scheinbar – keine klassische Kanalisation gibt, zumindest unser Ferienhaus nicht angeschlossen war, gab es eine Sickergrube. Die als wir ankamen offensichtlich zugesickert war und derben Geruch verströmte. Auch dem wurde dann einigermaßen Abhilfe geschaffen. Ansonsten waren wir sehr zufrieden mit der Unterkunft 🙂

Das Highlight für die Kinder waren eh die recht zutraulichen Echsen auf der Terrasse, die bald regelmäßige Frühstücksgäste wurden. Kind1 warf mehr Brot den Echsen zum Fraß vor als sich selber einzuverleiben. Aber putzig war das Schauspiel schon.

Frühstücksgast

Frühstücksgast

Der Handwerkermarkt in Pilar de Mola

Nachdem ich ja schon Ende Mai den „Hippiemarkt“ auf Es Canar/Ibiza zu voll, überlaufen und ein wenig lieblos fand war ich sehr gespannt auf den Handwerkermarkt in Pilar de Mola. Er findet jeden Sonntag (und ich glaube auch Mittwoch) statt und

  1. ist wesentlich kleiner als die Märkte auf Ibiza
  2. bietet wirklich Handgemachtes. Man kann hier wirklich viel Geld für schöne Dinge lassen!

Für die gut zwei bis drei Dutzend Stände braucht man natürlich nicht viel Zeit. Wir haben vorweg noch eine kleine Wanderung zum Leuchtturm an der Küste gemacht. Wunderschön für Leute ohne Höhenangst, denn es geht dann direkt die Steilküste runter ins Meer. Mit dem wild durch die Gegend laufenden Kind2 war das zugegeben eine echte Herausforderung. Der hat nämlich auch keine Höhenangst 🙂

Die Höhle am Cap de Barbaria

Der südliche Zipfel Formenteras ist auch wieder ein fast menschenleeres Fleckchen Erde. Ein Leuchtturm findet sich am Cap, ein paar lose Steine die von Zäunen umgeben und als Kulturstätten ausgegeben werden. Und dann ein Kleinod für kleine Höhlenforscher*innen: In der Nähe des Leuchtturms kann man über eine Leiter runter in eine kleine „Höhle“. Die Anführungszeichen deshalb, weil es sich nicht um eine wirklich tief liegende Höhle handelt, sondern fast ein Loch im Boden ist. Das sich aber zur Küste hin öffnet und den Ausblick über die Weite des Mittelmeers gibt.

Selfie am Cap de barbaria

Selfie am Cap de barbaria

Nach draußen führt dann noch eine Plattform über die Steilküste. Hier saß – voll Klischee – ein Musiker mit Harfe oder so, verkaufte selbstgemachten Schmuck und untermalte die Szenerie mit Hippiesounds. Na gut.

Der Einstieg in die Höhle

Der Einstieg in die Höhle am Cap de Barbaria

Kind1 ohne Höhenangst

Kind1 ohne Höhenangst

Zither/Harfenspieler fürs Hippieklischee

Zither/Harfenspieler fürs Hippieklischee

Kristallklares Wasser an der Cala Saona

Eine Bucht, die man unbedingt mit dem Boot anfahren sollte! Wenn auch nur um sich die Spaßgesellschaft an Yachten anzusehen, bevölkert von Spaß suchenden braungebrannten Leuten…Der Mann und ich rätselten, wie viele Millionen Euro dort in Form von Booten lagen. Leider klagt der Mann ja über Seekrankheit, weswegen ich auf die Inselumrundungen mit einer Yacht auch mit Lottogewinn noch lange warten müsste…

Yachten in der Cala Saona

Yachten in der Cala Saona

Mein Formentera Fazit

Wer nur mal zum Baden rüber will, der ist mit einem Tagesausflug sicher gut bedient. Um Formentera richtig zu genießen fand ich eine Woche schon das Minimum. Grade wenn man, wie wir, zwischendurch reine Haus- und Badetage am Hausstrand einlegt, weil das den Kindern völlig genug ist. Anfang Juni hatte es für mich die richtige Mischung aus touristisch und ruhig: Ich fand es weit davon entfernt „unberührt“ zu sein, aber von Menschenmassen kann ich auch nicht reden. Wie das jetzt in der Hochsaison aussieht, weiß ich nicht. Die Temperaturen waren perfekt, ca. 28 Grad, das Wasser badewarm.

Wir kommen ganz bestimmt wieder.

Türkis, türkiser, Formentera

Türkis, türkiser, Formentera

Reisen mit Kindern

Ibiza mit Kindern entdecken – Teil 2

Nachdem ich in Teil 1 meines Reiseberichts bereits über die Anreise und Unterkunft in einem Bungalow berichtet habe, nehme ich euch jetzt mit auf unsere Ausflüge.

Vorweg: Alles, was wir gemacht haben hätten wir auch ohne die Kinder gemacht. Wir hätten wohl insgesamt mehr unternommen, da bin ich sicher. So waren wir sehr chillig, ließen uns vom Hippieflair anstecken (bzw. von dessem Tempo) und brauchten mit insgesamt sieben Leuten ja schon bis mittags, bis alle startbereit waren und wir uns entschieden haben, wo es hingehen soll!

Und ganz ehrlich: Meinen Kindern, die ja jetzt 5 und 2 sind, reichten das vorhandene Meer und der Strand sowie die Menschen an der Bar und auf dem Campingplatz völlig! Ich glaube, wenn es nach ihnen gegangen wäre, hätten wir jeden Tag dort verbracht. Das Beste was wir in der Hinsicht gemacht haben: Im Örtchen einen Kescher gekauft, mit dem die Kinder im Wasser auf „Schatzsuche“ gingen.

Mit Kindern in den Osten Ibizas

Ibiza mit Kindern

Tag 1 – Strand & Meer

Den ersten Tag verbrachten wir mit Erkundung von Campingplatz, Strand und dem Örtchen Es Canar. Keine spektakulären Erkenntnisse, außer dass das Meer hier wunderbar klar ist und das Leben sehr gechillt.

Die Kinder gingen auf Entdeckungstour. Einsiedlerkrebse, kleine Fische und jede Menge schöner Steine zum Sammeln! Mich erstaunt und erfreut es jedes Mal wieder, wie lange sich kleine Kinder mit all dem beschäftigen können. Auf einem Fels im Meer sitzen und ins Wasser gucken. Steine sammeln und ins Meer werfen. Im Sand buddeln und Muscheln sammeln…

Kind1 und Kind2 am Strand der Cala Martina

Strand und Meer an der Cala Martina – für die Kinder die Hauptattraktion

Tag 2 – Windsurfen!

Auch den nächsten Tag verbrachten wir größtenteils am Meer. Allerdings mit ein bisschen Action: Am Strand der Cala Martina befindet sich ein Surf- bzw. Wassersportcenter (und eine Tauchschule gibt es dort auch) und meine Freundin E. und ich wollten Windsurfen. Sie hatte das schon einige Male gemacht, ich noch nie. Wir waren gestern bereits an der kleinen Bude, aber der Surftyp vertröstete uns auf den nächsten Tag. Da standen wir also, ich ein wenig aufgeregt: Ich probiere ja immer gern Neues, aber ich blamier mich auch nur ungern. Nichts desto trotz erklärte uns – ich nenn ihn jetzt mal Marco, ganz blöd weil ich seinen Namen nicht mitgekriegt hab – die wichtigsten Grundbegriffe und schickte uns dann aufs Wasser. Das ist ja glücklicherweise glasklar und an der Stelle auch gar nicht tief.

Es war kaum Wind. Ein wenig kontraproduktiv fürs surfen, andererseits gut zum Üben: Segel fällt ins Wasser, ich hols wieder raus, Segel fällt ins Wasser…ein paar Mal fiel ich hinterher. Immer wenn Marco auf seinem StandUpPaddle zu mir rüber kam um Anweisungen zu geben, wie ich links oder rechts herum drehen könnte.

„I’m a butt luck guy!“

lächelte er mich an. Äh? Wassss? Er ist ein Hintern-Glück-Junge??? Ich fiel wieder ins Wasser und als ich wieder aufs Board geklettert war und Luft holen konnte fragte ich – unter Aufbietung all meiner Selbstbeherrschung – was er da grade gesagt habe?

„I bring you bätt luck! Always wenn I turn to you you fall into the water“.

Ah. Ok. Schlechtes Glück…verstehe, Unglück.

Ganz so schlimm war es wohl doch nicht, meine Figur am Segel, jedenfalls versicherte man mir das anschließend. Und soll ich euch was verraten? Ich hab viel Wasser geschluckt, aber die zwei, drei Male als der Wind das Segel packte und ich wirklich übers Meer fuhr…das Gefühl muss ich wieder haben!

Melanie beim Windsurfen

Melanie a.k.a. glücklich scheitern beim Windsurfen

Windsurfen ist anstrengend

Fällt das Segel ins Wasser, holt mans wieder raus…

Scheitern gehört beim Windsurfen dazu

Scheitern gehört beim Windsurfen dazu

Tag 3 – Santa Eularia des Riu/Puig de Missa

Mit dem Linienbus ging es nach Santa Eulária des Riu. Wir wollten „hoch“ zum Puig de Missa. Von der Bushaltestelle liefen wir – mit Kindern – ca. 20 Minuten. Von oben hat man eine wunderbare Aussicht über das umliegende Tal.

Blick vom Puig de Missa aufs Meer

Blick vom Puig de Missa aufs Meer

Die Alte Brücke in Santa Eulalia des Riu

Die Alte Brücke in Santa Eulalia des Riu

Der Friedhof an der Kirche unserer Senora de Jesus

Der Friedhof an der Kirche unserer Senora de Jesus

Beim Abstieg nahmen wir noch die Abzweigung zum ethnografischen Museum. Hier gibt es Kleider und Werkzeuge aus dem früheren, ibizenkischen Leben zu sehen, eine Ölmühle, Möbel etcetera. Untergebracht ist es in einem unscheinbaren, weißen Haus. Da der Eintrittspreis nicht so hoch war (und für die Kinder umsonst), ist es nicht schade drum, aber man kann meiner Ansicht nach auch drauf verzichten.

Das ethnografische Museum in Santa Eulalia des Riu

Das ethnografische Museum in Santa Eulalia des Riu

Anschließend sind wir – natürlich zum Strand und zur Marine. Wow, das Wasser schimmert hier noch türkiser als an unserem Hausstrand! Es war so verlockend, aber wir hatten leider keine Badesachen dabei! Klar, es war etwas voller als an der Cala Martina und über dem Sandstrand ist dann halt die gut besuchte Promenade, aber bei dem klaren Wasser wäre es trotzdem ein Versuch wert gewesen! Über den Hafen zurück zur Bushaltestelle machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz.

Der Strand von Santa Eulalia des Riu

Heller Sandstrand und klares, türkises Wasser: Der Strand von Santa Eulalia des Riu

Tag 4 – Der Hippiemarkt von Es Canar

Voll, Voller, Hippiemarkt. Ich hab mir jetzt eh nicht ausgemalt, dass dort kleine mundgeblasene Schnickschnackbasteleien verkauft werden, aber die Ausmaße haben mich dann doch …überrascht. Und wir reden hier immer noch von Vorsaison! Ok, die Musik war witzig und es waren lustige Gestalten zum gucken unterwegs. Ich selber bin auch ehrlichgesagt nicht menschenmassentauglich. Aber eigentlich lief man nicht über das Gelände an der Punta Arrabi, sondern schob sich. Und was verkauft wurde, sah wie gesagt, nicht (immer) nach Handarbeit aus, sondern nach Massenproduktion. Da der Hippiemarkt nur 10 Gehminuten von unserem Campingplatz entfernt war, ist es auch hier nicht allzu schade drum.

Hippiemarkt von Es Canar

Hippiemarkt von Es Canar

Blumenbänder fürs Haar

…be sure to wear some flowers in your hair! Blumenbänder fürs Haar. Ich konnte widerstehen

Wer wirklich schöne Märkte mag und eine Überfahrt nach Formentera eh eingeplant hat, sollte dort mittwochs oder sonntags den Handwerksmarkt in Pilar de Mola besuchen (Bericht folgt) oder den an der Promenade von Es Pujols. Beide sehr klein aber mir gefiel es dort mehr.

Tag 5 – Cala Nova

50 Shades of Turquiose: Nicht das kreativste Wortspiel, aber bei Ibizas Stränden auf jeden Fall naheliegend. Eine Bekannte empfahl einen Besuch der Cala Nova und da wir die Strecke noch zu Fuß meistern konnten, wanderten wir durch Es Canar Richtung Norden dorthin. Und: Ohne Kinder hätten uns die ein oder andere nette Lokalität erwartet. Ich mein, es waren alle kinderfreundlich dort, aber Kind2 überstrapaziert auch die Geduld der kinderfreundlichsten Menschen. Also meiden wir derzeit Räumlichkeiten, in denen Sitzen die erwartete Haupttätigkeit ist. Das Strandrestaurant und die Hotelbar mit Liegen die Richtung Meer gingen sahen ganz verzückend aus!

Und ja, natürlich das Meer auch! Blaublaublau und seicht, so das auch die Kinder einige Meter reinlaufen konnten. Ach ja, noch ein kleiner Hinweis: Nach Möglichkeit immer Strandmuschel oder -schirme mitnehmen, Schatten sucht man nämlich an den Stränden hier vergeblich!

Wet for fun - das Wassersportzentrum

Wet for fun an der Cala Martina – hier wurde ich ins Windsurfen eingeweiht

Das war es auch schon, an nennenswerten Aktivitäten und Besichtigungen! Stimmt gar nicht, mit meiner Freundin E. und Minime haben wir noch eine einstündige Kajaktour gemacht. Ok, Tour ist übertrieben denn so weit kommt man gar nicht mit ungeübten Ärmchen. Aber Minime hatte Riesenspaß, und wir auch. Wir wollten noch einen Glasbootausflug von Es Canar aus machen, das hat zeitlich aber leider nicht mehr hingehauen…

Kajaktour mit Kind

Kajaktour mit Kind

Kind2 feiert Geburtstag

Kind2 feiert seinen zweiten Geburtstag

Unser Hausstrand hatte alles was wir brauchten

Unser Hausstrand hatte alles was wir brauchten

Die Kinder sitzen mit Käschern am Wasser

Die Kinder sitzen mit Käschern am Wasser und sind beschäftigt und glücklich

Camping La Playa bei Es Canar

Der Campingplatz ist liebevoll ausgeschildert

Im nächsten Bericht folgt unsere Woche auf Formentera – ich will nicht Spoilern, aber wir haben Delfine gesehen!

Reisen mit Kindern

Ibiza mit Kindern – Reisetagebuch, Teil 1

Warum Ibiza?

Ibiza mit Kindern - Meer, Strand, Berge

Ibiza mit Kindern – Meer, Strand, Berge

Gute Frage. Im Nachhinein kann ich es mir nur so erklären: Ende Mai/Anfang Juni wollten wir weg. Es sollte irgendwohin gehen, wo sehr wahrscheinlich die Sonne scheint, der Flug nicht zu lange dauert und es sollte nicht Mallorca sein. Jaja, Mallorca hat auch schöne Ecken, ganz bestimmt. Jedenfalls fiel meinem 16jährigen Hippie-Ich Ibiza ein. Neben Party und Techno umweht diese Insel – zumindest wenn man den Reiseführern glaubt! – ein gewisses Hippieflair.

Anreise und Unterkunft

Da wir es wieder mal nicht geschafft haben, langfristig zu planen waren die Schnäppchenflüge nach Ibiza schon weg. Wir hatten die Wahl zwischen Non-Stopp-Flügen morgens um 06:30 oder Flugverbindung mit Zwischenstopp zu humaneren Zeiten. Wir entschieden uns für Letzteres. Im Nachhinein muss ich gestehen: War ein Fehler. Die Gesamtflugzeit verdoppelte sich somit und der Zwischenstopp in München endete damit, dass zwei völlig überdrehte Kinder auf den Laufbändern (diese horizontalen Rolltreppen, ihr wisst schon: damit man weiß ich auch nicht – schneller mit dem Koffer zum Gate kommt?) hin und her rannten, die anderen Passagiere völlig geschockt waren weil ein Zweijähriger im Kamikazetempo rannte und fiel und wieder aufstand um sich am Handlauf festzuhalten…Äh ja. Dann lieber morgens früh wenn ich noch Energie habe.

Etwas Schlaues haben wir aber schon getan: Das Gesamtgepäck am Vormittag am Flughafen aufgegeben. So konnten wir am Abreisetag selber ein ganz normales Taxi nehmen, statt eines Kleinbusses.

Abflughafen war Köln/Bonn, Ankunft in Ibiza-Stadt. Geflogen sind wir mit Lufthansa. Neben den bekannteren Flug-Suchmaschinen hab ich das erste mal Skyscanner verwendet und dort auch unseren Flug gefunden. Auch wenn ich den letzten Endes auf der Homepage der Fluglinie gebucht habe. Warum ich das mache? Gibt mir irgendwie ein sichereres Gefühl.

Ich nutze auch gerne immer den Kundenservice, auch wenn ich gar kein richtiges „Problem“ habe. So nach dem Motto: Dann hab ich schon mal eine E-Mail von denen hier und beide Seiten wissen, dass es einander gibt. Ein ganz kleines bisschen Aluhutmentalität steckt auch in einer so internetaffinen Person wie mir.

Kind2 am Flughafen Köln/Bonn

Koffer vercheckt, morgen geht’s los – #Ibiza we’re coming!

Vom Flughafen in Ibiza aus konnte man mit dem Linienbus L24 direkt bis zur Cala Martina fahren. Wir sagten dem Busfahrer Bescheid, dass wir zum Campingplatz wollten und er hielt genau davor. Das war auch trotz Gepäck kein Problem, weil es einen eigenen Kofferraum fürs Gepäck gab.

Der Campingplatz: Camping La Playa in Es Canar

Es ist nicht so, dass ich mir nicht auch mal All inklusive mit 5 Sternen wünschen würde. Einfach mal nicht an Einkaufen und Kochen denken. Wenn man Hunger hat ans Buffet gehen, Handtücher im Zimmer und was es da sonst noch gibt. Aber mir ist es den Mehrpreis nicht wert. Und früher dachte ich ja auch, Campen hieße Zelt einpacken und statt duschen wird dann im Meer gebadet. Aber nach der tollen Erfahrung letztes Jahr in Kroatien war recht schnell klar, dass wir gerne ein Mobilwohnheim auf einem Campingplatz wollen.

Man hat trotzdem Küche und Bad, dafür stolpern die Kinder von der Veranda an den Strand.

Der Reiseführer, den ich in den Händen hielt gab an, dass auf Ibiza Camping eine untergeordnete Rolle spielt. Keine Ahnung, was das heißen soll. Jedenfalls nicht, dass es keine oder nur schlecht ausgestattete Campingplätze gibt. Tatsächlich scheinen sich aber viele Campingplätze im Osten Ibizas zu befinden und somit klärte sich dann auch die Frage, wohn genau es auf Ibiza gehen soll: Camping La Playa bei Es Canar, an der Cala Martina.

Ausblick auf die Cala Martina vom Campingplatz

Angekommen…#ibiza #eivissa #spain #spanien #balearen #baleares

Dort mieteten wir uns besagten Bungalow. Wir fuhren mit befreundeten MamaPapaKind, die – da ein Kind weniger – ein kleineres Exemplar von Bungalow wählten. Wir waren ein paar Meter auseinander aber durchaus so, dass die Kinder hin und her laufen konnten.

Es war kurz vor Hauptsaison, Ende Mai. In den großen Clubs in Ibiza-Stadt und Saint Anthony starteten die ersten Opening-Partys. Aber davon merkte man hier am Campingplatz noch nichts. Mit einem großen Wohnmobil wohnten hier „Mr. & Mrs. Love“ (so stand es auf dem Womo gemalt), zwischen den Zelten hatte sich jemand eine Küche gebastelt, es hingen Wind- und Traumfänger zwischen den Bäumen – durch und durch ein Hippieklischee 😉 Ich mochte es sehr und die Kinder auch.

Bungalow auf dem Campingplatz La Playa

Bungalow auf dem Campingplatz La Playa

Wohnwagen auf Camping La Playa

Wohnwagen auf Camping La Playa

Wohnwagen auf Camping La Playa

Auch diese kleinen Wohnwagen kann man dort mieten. Sehr süß für Pärchen vermute ich, aber bei über 30 Grad….

Der Platz war nicht besonders groß (verglichen mit unserem Riesen Camping in Kroatien), was sehr angenehm war: So hatte ich keine Sorge, dass Kind1, der ja gern öfter mal rumstreunert, verloren geht. Rundherum war das Gelände abgezäunt und um zum Strand und zur Strandbar zu kommen brauchte man die Magnetkarte vom Campingplatz.

Der Bungalow hatte zwei Schlafzimmer. In eins passte ein 1,40m breites Bett, das der Mann und ich bezogen. Ins andere Zimmer passten tatsächlich 5 Schlafplätze: Auch hier ein 1,40m breites Bett. Da drüber dann quer und nicht viel länger ein Hochbett. Gegenüber auf der Seite dann noch mal ein Doppelstockbett. Also durchaus für Großfamilien geeignet.

Der Campingplatz, bzw. die Ausstattung der Bungalows war nicht so neu und qualitativ hochwertig als dass ich diese Unterkunft uneingeschränkt empfehlen könnte: Unser Küchenbereich sackte nach hinten deutlich ab – ob der Bungalow einfach schief stand oder der Holzboden unter dem Bodenbelag schimmelig war? So genau wollten wir es gar nicht wissen. Und die ersten 3 Tage hatten wir kein warmes Wasser aus der Leitung. Irgendwas war defekt und entspannt, wie man hier war, dauerte die Reperatur halt ein Weilchen…Trotzdem würde ich wieder hinfahren, aber wer vollen Komfort und Sauberkeit erwartet könnte ein wenig enttäuscht sein!

Chirincana-Bar am Abend

Chirincana-Bar am Abend

Die Chirincana Strandbar verdient eigentlich einen eigenen Beitrag: Direkt zwischen Campingplatz und Meer gelegen haben wir hier viele Kaffees, Biere und Cocktails getrunken. Die Kinder Eistee und ab und zu haben wir dort auch zu Abend gegessen. Die selbstgemachten Pommes, Hummus mit Brot oder Ziegenkäse-Salat, Burger oder Pizza: lecker wars. Mittwochs und an den Wochenenden gab es Musik, mal live, mal legte ein DJ auf. Die Kinder liefen runter zum Strand und wir versuchten sie vom Tisch aus im Blick zu behalten (was nicht immer gleich gut gelang :-)).

Die Bühne der Chirincana-Bar

Die Bühne der Chirincana-Bar – Minime und die anderen beiden Kinder nutzten sie ausgiebig für ihre Darbietungen

Chirincana-Bar Sinnspruch

Live the Life you Love – Die Chirincana-Bar legt auch bei der Deko wert aufs Hippie-Flair

Und, bekommt ihr Reiselust? Im nächsten Beitrag nehm ich euch dann mit auf unsere Ausflüge und zu unseren Aktivitäten!

Reisen mit Kindern

Urlaubsplanung für den Familienurlaub (Ibiza & Formentera Edition)!

Seid ihr auch schon so in Urlaubsstimmung wie ich? Oder zumindest urlaubsreif? Aber vor dem Urlaub steht immer die Urlaubsplanung…

Dank meines neuen Jobs sind wir in der luxuriösen Lage (= a.k.a. ich hab alle so lange genervt, bis keiner in der Familie sich mehr traute Einwände zu erheben) dieses Jahr zwei Mal in den (Sommer-)Urlaub zu fahren. Fernweh ist ja nun mal Etwas, was mich antreibt, umtreibt und einfach nicht los lassen will. Verändert haben sich nur die Traumziele:

Bin ich in meinen Zwanzigern noch am Liebsten in den Norden gereist und habe auch mein Auslandssemster in Norwegen verbracht, so zieht es mich inzwischen eher in den Süden. Wenn ich schon Urlaub habe, brauche ich Sonnengarantie und Meer!

Vor den Kindern waren der Mann und ich Campen. In Südfrankreich und auf Sardinien. Beide Male mit Auto die Anfahrt, beide Male mit Klettersachen im Kofferraum.

Dieses Jahr fahren wir – auch – wieder auf Campingplätze, aber in so genannten Mobilwohnheimen statt Zelten. Mit Klo und Dusche und kleiner Küche. Das ist so meine Minimalanforderung fürs Reisen mit Kindern. Inzwischen hätte ich auch mal Lust auf All inklusive, einfach um das Einkaufen und Kochen zu umgehen, aber irgendwie ist auch das im Urlaub mit weniger Stress verbunden. Letztes Jahr hab ich in Kroatien auch die Grillkönigin gegeben.

Als erstes steht unser Urlaub auf Ibiza und Formentera an. Mit einem befreundeten VaterMutterKind-Trio fliegen wir nach Ibiza und verbringen dort eine Woche auf dem Campingplatz, anschließend geht es rüber nach Formentera.

Wider dem Chaos: Urlaubsplanung mit Pack- und Checklisten

Nun bin ich eine eher … chaotische Packerin. Bei unserem letzten Urlaub ging das noch einigermaßen, da konnten wir alles was mit muss ins Auto (Kofferraum oder Dachgepäckträger) schmeißen. Aber dieses Mal fliegen wir und das heißt: Reduktion aufs Wesentliche.

Nach einem wundervoll hilfreichendem Post von Sophie auf BerlinFreckles zur Reiseplanung mit Pinterest und dem dortigen Hinweis zum Video von MeineSvenja zum gleichen Thema habe ich mir mal Pinterest zu Hilfe genommen um meine Reiseplanung zu strukturieren:

Man findet dort z.B. Packlisten und Checklisten. Ich drucke mir sie meistens aus und vergesse sie dann… für Kroatien hab ich mir aber eine Sache gemerkt: SONNENCREME noch in Deutschland kaufen. Keine Ahnung, von der Infrastruktur war Kroatiens Küste sonst wirklich top und man bekam in den Supermärkten ALLES. Außer Sonnencreme zu erträglichen Preisen und in zweistelliger Sonnenschutzhöhe.

Wie auch immer, Sophie hat hier ein schönes Board zusammen gestellt:

Pinterest-Board für Checklisten und Packlisten für den Urlaub

Urlaubsplanung mit Pinterest

Pinterest Board Packlisten

Digitale Urlaubsplanung für Ibiza und Formentera:

Zufall oder nicht: Ibiza für Familien scheint grad voll im Trend zu liegen! Planet Hibbel ist zum Beispiel grade dort und zeigt auf instagram  das ein oder andere Foto (und ich bin sicher, demnächst auch auf dem Blog). Ebenso scheint BerlinFreckles in den Startlöchern zu stehen und hat – natürlich – bereits auf einem Pinterest-Board die besten Links zusammen gestellt.

Jetzt bin ich so voller Fernweh und Vorfreude – ward ihr bereits mit Kindern auf Ibiza oder Formentera? Habt ihr noch wichtige Hinweise für die Urlaubsplanung?

 

 

Reisen mit Kindern

Wandern mit Kindern: Die Teufelsschlucht

Bevor ich Kinder hatte war ich nicht unbedingt ein Fan des Wanderns. Aber zugegeben – die Wanderung in der Teufelsschlucht, die wir mit den Kindern gemacht haben, war jetzt auch eher ein Spaziergang. Die ausgeschilderte Route war knapp 2 km lang. Der Große (5 Jahre) konnte die gut selber laufen, der Kleine (fast 2) wäre gerne mehr selber gelaufen, aber einige der Stufen waren dann doch zu hoch für ihn und wir haben ihn etwa die halbe Strecke getragen.

Insgesamt würde ich daher sagen, ist die Teufelsschlucht in der Südeifel ein ideales Wanderziel, wenn man mit Kindern unterwegs ist.

Wir haben uns in Bitburg im Youtel eingemietet, in Preisen und Aufmachung den Jugendherbergen sehr ähnlich. Für unsere Zwecke mehr als ok und mit knapp anderthalb Stunden Fahrt von Köln überbrückten wir die Mittagsschlafzeit der Kinder. Wir checkten am Mittag ein und wollten dann noch los zur Teufelsschlucht. Wir fuhren das Besucherzentrum der Teufelsschlucht an.

 

Die Teufelsschlucht in der Südeifel

Es sieht nicht ganz so spektakulär aus, wie es ist – die Teufelsschlucht!!! (und ihr hättet Euch noch mehr gegruselt, wenn ihr wüsstet, dass die Bilddatei IMG_0666 hieß! Gut dass wir nicht schon Freitag am 13. los gefahren sind…

 

Der Mann und unsere Kinder auf dem Teufelsschlucht-Wanderweg

Gut begehbare Wanderwege

 

Wandern mit Kindern Teufelsschlucht

Die Wanderung ist gut ausgeschildert (meist symbolisch mit einem Kreis mit Hörnern – dem Teufel ^^)

Die Teufelsschlucht – perfekt zum Wandern mit Kindern

Zwischen Ernzen, Ferschweiler und Irrel gelegen und nah an der luxemburgischen Grenze ist das Besucherzentrum gut ausgeschildert. Parkplätze gibt es hier ausreichend und je nach Interessen der Kinder muss man schnell am nebenan gelegenen Dinopark vorbeilaufen und die Kinder ablenken – „Guck mal da, ein, äh, Baum!“

Wenn man dieses erste Hindernis überwunden hat erreicht man über einen Fußweg das Besucherzentrum. Dort gibt es neben einer Info auch eine Gastronomie und einen Shop. Wir wollten aber erstmal keine Zeit verlieren, sondern direkt los laufen.

 

Eine Wand mit idealen Strukturen zum Bouldern

Ich würd hier ja gern bouldern…

 

Ganz schön eng ist es in der Teufelsschlucht

Ich fotografiere den Mann, wie er Kind1 fotografiert

 

Ich hab mir vorab die Teufelsschlucht-App im App-Store runter geladen. Neben den Routen findet man dort auch den Audioguide (den man alternativ im Besucherzentrum samt ipod ausleihen kann). An verschiedenen Stationen der kleinen Wanderroute befinden sich markierte Stellen. Der Audioguide verrät einem dazu Hintergrundinformationen. Wir hätten ja so gern erfahren, warum die Teufelsschlucht ihren Namen trägt, aber Kind2 drehte jedes mal fast durch, wenn ich das Handy in der Hand hatte und wollte es auch haben. Ach ja, diese Digital Natives. Jedenfalls wäre das auch spannend für Kind1 gewesen, das nämlich sehr sensibel auf den Namen reagierte und sich Sorgen machte, unten in der Schlucht von Teufeln begrüßt zu werden. Mit ein bisschen Überredungskunst konnten wir dann aber los maschieren und nachdem wir unten waren, ging Minime sogar absichtlich immer voran.

Ich fand diese Schlucht total toll. Wenn man vorher durch die Landschaft fährt käme man gar nicht auf die Idee, solche Steingebilde, ja -wände hier zu finden, so versteckt liegt sie. Die Strukturen der Wände waren so faszinierend, an vielen Stellen haben wir mit den Kindern überlegt, was für Wesen diese Steine wohl sind (wir sahen Dinosaurier, Drachen, Nilpferde, Wichtel und Trolle…).

In unserem Tempo brauchten wir eine gute Stunde. Und vor lauter Gucken und Staunen blieb gar keine Zeit für Langeweile oder um zu fragen „Wann sind wir dahaaa?“ – am Ende tobten sich die beiden noch ein wenig auf dem Spielplatz am Besucherzentrum aus.

Der Irreler Wasserfall

Gleich vorweg, damit ihr hinterher nicht so enttäuscht seid wie ich: Der Wasserfall ist eigentlich gar kein Wasserfall, sondern eine Stromschnelle. Also nix mit drunter her laufen oder kurz mal duschen. Einfach nur Wasser, das über Steine rauscht.

Ein Biberbau am Irreler Wasserfall

Ist dies wirklich ein Biberbau? Fragt die völlig Unkundige

 

Die Irreler Wasserfälle in der Südeifel

Da oben im Bild, die Brücke über den „Wasserfall“, die leider gesperrt war.

Eigentlich kann man den Wasserfall auch von der Teufelsschlucht aus erwandern, aber aktuell ist die Brücke, die darüber führt, gesperrt. Wir fuhren also am nächsten Tag direkt den Wasserfall an. Vom Parkplatz aus überquert man die Landstraße und läuft keine 500 Meter runter. Wie gesagt – für mich der Anblick enttäuschend, hatte ich mir tatsächlich einen Wasserfall erhofft. Nun ja, Natur ist für uns Großstadtkinder trotzdem schön, so sind wir einfach am Bach? Fluss? lang gelaufen, so weit es ging.

Mann und Kinder beim Grashalmpfeifen

Der Mann bringt den Kindern Grashalmpfeifen bei

Auch hier gab es genug zu bestaunen. Da wir uns nicht sicher waren, ob Minime schon bereit wäre eine größere Strecke zu laufen, ließen wir das Wandern heute sein (immer berücksichtigend, dass ab dem Punkt, an dem er gesagt hätte er mag nicht mehr, wie die Strecke komplett wieder hätten zurücklaufen müssen).

Aber wir kommen garantiert wieder!

Habt ihr Wanderempfehlungen mit Kindern?

Die Teufelsschlucht mit Kindern: Vorbereitung und Tipps

Wie schon gesagt, ist die Strecke der kleinen Route mit knapp 2 Kilometern sehr überschaubar. Die läuft Kind1 an normalen Tagen vermutlich mehrfach.

Wir haben den Buggy nicht mitgenommen und wären damit auch nicht weit gekommen.  Es sind einige Höhenmeter auch per Stufen zu überwinden. Wir hatten unsere uralte Babytrage mit.

Die Schlucht verengt sich auf ihrer schmalsten Stelle und ich musste mich auch bücken, um dort hindurchzu“kriechen“. Aber keine Sorge: Man bekommt keine Beklemmungen, die Stelle ist nur ein, zwei Meter lang. Die Höhenmeter schaffen auch Leute mit unausgepräger Kondition 😉

Wir trugen festes Schuhwerk aber keine Wanderschuhe.

Auf der Homepage der Teufelsschlucht kann man sich vorab die Routen angucken. Ich kann nur empfehlen, die App runter zu laden. So hat man alle Routen noch mal für den Notfall und außerdem den Audioguide. Ich hab auch gelesen, dass man dort geocachen kann und das werden wir beim nächsten Mal auf jeden Fall tun!