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Reisen mit Kindern

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Ibiza mit Kindern – Reisetagebuch, Teil 1

Warum Familienurlaub auf Ibiza?

Ibiza mit Kindern - Meer, Strand, Berge

Ibiza mit Kindern – Meer, Strand, Berge

Gute Frage. Im Nachhinein kann ich es mir nur so erklären: Ende Mai/Anfang Juni wollten wir weg. Es sollte irgendwohin gehen, wo sehr wahrscheinlich die Sonne scheint, der Flug nicht zu lange dauert und es sollte nicht Mallorca sein. Jaja, Mallorca hat auch schöne Ecken, ganz bestimmt. Jedenfalls fiel meinem 16jährigen Hippie-Ich Ibiza ein. Neben Party und Techno umweht diese Insel – zumindest wenn man den Reiseführern glaubt! – ein gewisses Hippieflair.

Anreise und Unterkunft

Da wir es wieder mal nicht geschafft haben, langfristig zu planen waren die Schnäppchenflüge nach Ibiza schon weg. Wir hatten die Wahl zwischen Non-Stopp-Flügen morgens um 06:30 oder Flugverbindung mit Zwischenstopp zu humaneren Zeiten. Wir entschieden uns für Letzteres. Im Nachhinein muss ich gestehen: War ein Fehler. Die Gesamtflugzeit verdoppelte sich somit und der Zwischenstopp in München endete damit, dass zwei völlig überdrehte Kinder auf den Laufbändern (diese horizontalen Rolltreppen, ihr wisst schon: damit man weiß ich auch nicht – schneller mit dem Koffer zum Gate kommt?) hin und her rannten, die anderen Passagiere völlig geschockt waren weil ein Zweijähriger im Kamikazetempo rannte und fiel und wieder aufstand um sich am Handlauf festzuhalten…Äh ja. Dann lieber morgens früh wenn ich noch Energie habe.

Etwas Schlaues haben wir aber schon getan: Das Gesamtgepäck am Vormittag am Flughafen aufgegeben. So konnten wir am Abreisetag selber ein ganz normales Taxi nehmen, statt eines Kleinbusses.

Abflughafen war Köln/Bonn, Ankunft in Ibiza-Stadt. Geflogen sind wir mit Lufthansa. Neben den bekannteren Flug-Suchmaschinen hab ich das erste mal Skyscanner verwendet und dort auch unseren Flug gefunden. Auch wenn ich den letzten Endes auf der Homepage der Fluglinie gebucht habe. Warum ich das mache? Gibt mir irgendwie ein sichereres Gefühl.

Ich nutze auch gerne immer den Kundenservice, auch wenn ich gar kein richtiges „Problem“ habe. So nach dem Motto: Dann hab ich schon mal eine E-Mail von denen hier und beide Seiten wissen, dass es einander gibt. Ein ganz kleines bisschen Aluhutmentalität steckt auch in einer so internetaffinen Person wie mir.

Kind2 am Flughafen Köln/Bonn

Koffer vercheckt, morgen geht’s los – #Ibiza we’re coming!

Vom Flughafen in Ibiza aus konnte man mit dem Linienbus L24 direkt bis zur Cala Martina fahren. Wir sagten dem Busfahrer Bescheid, dass wir zum Campingplatz wollten und er hielt genau davor. Das war auch trotz Gepäck kein Problem, weil es einen eigenen Kofferraum fürs Gepäck gab.

Der Campingplatz: Camping La Playa in Es Canar

Es ist nicht so, dass ich mir nicht auch mal All inklusive mit 5 Sternen wünschen würde. Einfach mal nicht an Einkaufen und Kochen denken. Wenn man Hunger hat ans Buffet gehen, Handtücher im Zimmer und was es da sonst noch gibt. Aber mir ist es den Mehrpreis nicht wert. Und früher dachte ich ja auch, Campen hieße Zelt einpacken und statt duschen wird dann im Meer gebadet. Aber nach der tollen Erfahrung letztes Jahr in Kroatien war recht schnell klar, dass wir gerne ein Mobilwohnheim auf einem Campingplatz wollen.

Man hat trotzdem Küche und Bad, dafür stolpern die Kinder von der Veranda an den Strand.

Der Reiseführer, den ich in den Händen hielt gab an, dass auf Ibiza Camping eine untergeordnete Rolle spielt. Keine Ahnung, was das heißen soll. Jedenfalls nicht, dass es keine oder nur schlecht ausgestattete Campingplätze gibt. Tatsächlich scheinen sich aber viele Campingplätze im Osten Ibizas zu befinden und somit klärte sich dann auch die Frage, wohn genau es auf Ibiza gehen soll: Camping La Playa bei Es Canar, an der Cala Martina.

Ausblick auf die Cala Martina vom Campingplatz

Angekommen…#ibiza #eivissa #spain #spanien #balearen #baleares

Dort mieteten wir uns besagten Bungalow. Wir fuhren mit befreundeten MamaPapaKind, die – da ein Kind weniger – ein kleineres Exemplar von Bungalow wählten. Wir waren ein paar Meter auseinander aber durchaus so, dass die Kinder hin und her laufen konnten.

Es war kurz vor Hauptsaison, Ende Mai. In den großen Clubs in Ibiza-Stadt und Saint Anthony starteten die ersten Opening-Partys. Aber davon merkte man hier am Campingplatz noch nichts. Mit einem großen Wohnmobil wohnten hier „Mr. & Mrs. Love“ (so stand es auf dem Womo gemalt), zwischen den Zelten hatte sich jemand eine Küche gebastelt, es hingen Wind- und Traumfänger zwischen den Bäumen – durch und durch ein Hippieklischee 😉 Ich mochte es sehr und die Kinder auch.

Bungalow auf dem Campingplatz La Playa

Bungalow auf dem Campingplatz La Playa

Wohnwagen auf Camping La Playa

Wohnwagen auf Camping La Playa

Wohnwagen auf Camping La Playa

Auch diese kleinen Wohnwagen kann man dort mieten. Sehr süß für Pärchen vermute ich, aber bei über 30 Grad….

Der Platz war nicht besonders groß (verglichen mit unserem Riesen Camping in Kroatien), was sehr angenehm war: So hatte ich keine Sorge, dass Kind1, der ja gern öfter mal rumstreunert, verloren geht. Rundherum war das Gelände abgezäunt und um zum Strand und zur Strandbar zu kommen brauchte man die Magnetkarte vom Campingplatz.

Der Bungalow hatte zwei Schlafzimmer. In eins passte ein 1,40m breites Bett, das der Mann und ich bezogen. Ins andere Zimmer passten tatsächlich 5 Schlafplätze: Auch hier ein 1,40m breites Bett. Da drüber dann quer und nicht viel länger ein Hochbett. Gegenüber auf der Seite dann noch mal ein Doppelstockbett. Also durchaus für Großfamilien geeignet.

Der Campingplatz, bzw. die Ausstattung der Bungalows war nicht so neu und qualitativ hochwertig als dass ich diese Unterkunft uneingeschränkt empfehlen könnte: Unser Küchenbereich sackte nach hinten deutlich ab – ob der Bungalow einfach schief stand oder der Holzboden unter dem Bodenbelag schimmelig war? So genau wollten wir es gar nicht wissen. Und die ersten 3 Tage hatten wir kein warmes Wasser aus der Leitung. Irgendwas war defekt und entspannt, wie man hier war, dauerte die Reperatur halt ein Weilchen…Trotzdem würde ich wieder hinfahren, aber wer vollen Komfort und Sauberkeit erwartet könnte ein wenig enttäuscht sein!

Chirincana-Bar am Abend

Chirincana-Bar am Abend

Die Chirincana Strandbar verdient eigentlich einen eigenen Beitrag: Direkt zwischen Campingplatz und Meer gelegen haben wir hier viele Kaffees, Biere und Cocktails getrunken. Die Kinder Eistee und ab und zu haben wir dort auch zu Abend gegessen. Die selbstgemachten Pommes, Hummus mit Brot oder Ziegenkäse-Salat, Burger oder Pizza: lecker wars. Mittwochs und an den Wochenenden gab es Musik, mal live, mal legte ein DJ auf. Die Kinder liefen runter zum Strand und wir versuchten sie vom Tisch aus im Blick zu behalten (was nicht immer gleich gut gelang :-)).

Die Bühne der Chirincana-Bar

Die Bühne der Chirincana-Bar – Minime und die anderen beiden Kinder nutzten sie ausgiebig für ihre Darbietungen

Chirincana-Bar Sinnspruch

Live the Life you Love – Die Chirincana-Bar legt auch bei der Deko wert aufs Hippie-Flair

Und, bekommt ihr Reiselust? Im nächsten Beitrag nehm ich euch dann mit auf unsere Ausflüge und zu unseren Aktivitäten!

Reisen mit Kindern

Urlaubsplanung für den Familienurlaub (Ibiza & Formentera Edition)!

Seid ihr auch schon so in Urlaubsstimmung wie ich? Oder zumindest urlaubsreif? Aber vor dem Urlaub steht immer die Urlaubsplanung…

Dank meines neuen Jobs sind wir in der luxuriösen Lage (= a.k.a. ich hab alle so lange genervt, bis keiner in der Familie sich mehr traute Einwände zu erheben) dieses Jahr zwei Mal in den (Sommer-)Urlaub zu fahren. Fernweh ist ja nun mal Etwas, was mich antreibt, umtreibt und einfach nicht los lassen will. Verändert haben sich nur die Traumziele:

Bin ich in meinen Zwanzigern noch am Liebsten in den Norden gereist und habe auch mein Auslandssemster in Norwegen verbracht, so zieht es mich inzwischen eher in den Süden. Wenn ich schon Urlaub habe, brauche ich Sonnengarantie und Meer!

Vor den Kindern waren der Mann und ich Campen. In Südfrankreich und auf Sardinien. Beide Male mit Auto die Anfahrt, beide Male mit Klettersachen im Kofferraum.

Dieses Jahr fahren wir – auch – wieder auf Campingplätze, aber in so genannten Mobilwohnheimen statt Zelten. Mit Klo und Dusche und kleiner Küche. Das ist so meine Minimalanforderung fürs Reisen mit Kindern. Inzwischen hätte ich auch mal Lust auf All inklusive, einfach um das Einkaufen und Kochen zu umgehen, aber irgendwie ist auch das im Urlaub mit weniger Stress verbunden. Letztes Jahr hab ich in Kroatien auch die Grillkönigin gegeben.

Als erstes steht unser Urlaub auf Ibiza und Formentera an. Mit einem befreundeten VaterMutterKind-Trio fliegen wir nach Ibiza und verbringen dort eine Woche auf dem Campingplatz, anschließend geht es rüber nach Formentera.

Wider dem Chaos: Urlaubsplanung mit Pack- und Checklisten

Nun bin ich eine eher … chaotische Packerin. Bei unserem letzten Urlaub ging das noch einigermaßen, da konnten wir alles was mit muss ins Auto (Kofferraum oder Dachgepäckträger) schmeißen. Aber dieses Mal fliegen wir und das heißt: Reduktion aufs Wesentliche.

Nach einem wundervoll hilfreichendem Post von Sophie auf BerlinFreckles zur Reiseplanung mit Pinterest und dem dortigen Hinweis zum Video von MeineSvenja zum gleichen Thema habe ich mir mal Pinterest zu Hilfe genommen um meine Reiseplanung zu strukturieren:

Man findet dort z.B. Packlisten und Checklisten. Ich drucke mir sie meistens aus und vergesse sie dann… für Kroatien hab ich mir aber eine Sache gemerkt: SONNENCREME noch in Deutschland kaufen. Keine Ahnung, von der Infrastruktur war Kroatiens Küste sonst wirklich top und man bekam in den Supermärkten ALLES. Außer Sonnencreme zu erträglichen Preisen und in zweistelliger Sonnenschutzhöhe.

Wie auch immer, Sophie hat hier ein schönes Board zusammen gestellt:

Pinterest-Board für Checklisten und Packlisten für den Urlaub

Urlaubsplanung mit Pinterest

Pinterest Board Packlisten

Digitale Urlaubsplanung für Ibiza und Formentera:

Zufall oder nicht: Ibiza für Familien scheint grad voll im Trend zu liegen! Planet Hibbel ist zum Beispiel grade dort und zeigt auf instagram  das ein oder andere Foto (und ich bin sicher, demnächst auch auf dem Blog). Ebenso scheint BerlinFreckles in den Startlöchern zu stehen und hat – natürlich – bereits auf einem Pinterest-Board die besten Links zusammen gestellt.

Jetzt bin ich so voller Fernweh und Vorfreude – ward ihr bereits mit Kindern auf Ibiza oder Formentera? Habt ihr noch wichtige Hinweise für die Urlaubsplanung?

 

 

Reisen mit Kindern

Wandern mit Kindern: Die Teufelsschlucht

Bevor ich Kinder hatte war ich nicht unbedingt ein Fan des Wanderns. Aber zugegeben – die Wanderung in der Teufelsschlucht, die wir mit den Kindern gemacht haben, war jetzt auch eher ein Spaziergang. Die ausgeschilderte Route war knapp 2 km lang. Der Große (5 Jahre) konnte die gut selber laufen, der Kleine (fast 2) wäre gerne mehr selber gelaufen, aber einige der Stufen waren dann doch zu hoch für ihn und wir haben ihn etwa die halbe Strecke getragen.

Insgesamt würde ich daher sagen, ist die Teufelsschlucht in der Südeifel ein ideales Wanderziel, wenn man mit Kindern unterwegs ist.

Wir haben uns in Bitburg im Youtel eingemietet, in Preisen und Aufmachung den Jugendherbergen sehr ähnlich. Für unsere Zwecke mehr als ok und mit knapp anderthalb Stunden Fahrt von Köln überbrückten wir die Mittagsschlafzeit der Kinder. Wir checkten am Mittag ein und wollten dann noch los zur Teufelsschlucht. Wir fuhren das Besucherzentrum der Teufelsschlucht an.

 

Die Teufelsschlucht in der Südeifel

Es sieht nicht ganz so spektakulär aus, wie es ist – die Teufelsschlucht!!! (und ihr hättet Euch noch mehr gegruselt, wenn ihr wüsstet, dass die Bilddatei IMG_0666 hieß! Gut dass wir nicht schon Freitag am 13. los gefahren sind…

 

Der Mann und unsere Kinder auf dem Teufelsschlucht-Wanderweg

Gut begehbare Wanderwege

 

Wandern mit Kindern Teufelsschlucht

Die Wanderung ist gut ausgeschildert (meist symbolisch mit einem Kreis mit Hörnern – dem Teufel ^^)

Die Teufelsschlucht – perfekt zum Wandern mit Kindern

Zwischen Ernzen, Ferschweiler und Irrel gelegen und nah an der luxemburgischen Grenze ist das Besucherzentrum gut ausgeschildert. Parkplätze gibt es hier ausreichend und je nach Interessen der Kinder muss man schnell am nebenan gelegenen Dinopark vorbeilaufen und die Kinder ablenken – „Guck mal da, ein, äh, Baum!“

Wenn man dieses erste Hindernis überwunden hat erreicht man über einen Fußweg das Besucherzentrum. Dort gibt es neben einer Info auch eine Gastronomie und einen Shop. Wir wollten aber erstmal keine Zeit verlieren, sondern direkt los laufen.

 

Eine Wand mit idealen Strukturen zum Bouldern

Ich würd hier ja gern bouldern…

 

Ganz schön eng ist es in der Teufelsschlucht

Ich fotografiere den Mann, wie er Kind1 fotografiert

 

Ich hab mir vorab die Teufelsschlucht-App im App-Store runter geladen. Neben den Routen findet man dort auch den Audioguide (den man alternativ im Besucherzentrum samt ipod ausleihen kann). An verschiedenen Stationen der kleinen Wanderroute befinden sich markierte Stellen. Der Audioguide verrät einem dazu Hintergrundinformationen. Wir hätten ja so gern erfahren, warum die Teufelsschlucht ihren Namen trägt, aber Kind2 drehte jedes mal fast durch, wenn ich das Handy in der Hand hatte und wollte es auch haben. Ach ja, diese Digital Natives. Jedenfalls wäre das auch spannend für Kind1 gewesen, das nämlich sehr sensibel auf den Namen reagierte und sich Sorgen machte, unten in der Schlucht von Teufeln begrüßt zu werden. Mit ein bisschen Überredungskunst konnten wir dann aber los maschieren und nachdem wir unten waren, ging Minime sogar absichtlich immer voran.

Ich fand diese Schlucht total toll. Wenn man vorher durch die Landschaft fährt käme man gar nicht auf die Idee, solche Steingebilde, ja -wände hier zu finden, so versteckt liegt sie. Die Strukturen der Wände waren so faszinierend, an vielen Stellen haben wir mit den Kindern überlegt, was für Wesen diese Steine wohl sind (wir sahen Dinosaurier, Drachen, Nilpferde, Wichtel und Trolle…).

In unserem Tempo brauchten wir eine gute Stunde. Und vor lauter Gucken und Staunen blieb gar keine Zeit für Langeweile oder um zu fragen „Wann sind wir dahaaa?“ – am Ende tobten sich die beiden noch ein wenig auf dem Spielplatz am Besucherzentrum aus.

Der Irreler Wasserfall

Gleich vorweg, damit ihr hinterher nicht so enttäuscht seid wie ich: Der Wasserfall ist eigentlich gar kein Wasserfall, sondern eine Stromschnelle. Also nix mit drunter her laufen oder kurz mal duschen. Einfach nur Wasser, das über Steine rauscht.

Ein Biberbau am Irreler Wasserfall

Ist dies wirklich ein Biberbau? Fragt die völlig Unkundige

 

Die Irreler Wasserfälle in der Südeifel

Da oben im Bild, die Brücke über den „Wasserfall“, die leider gesperrt war.

Eigentlich kann man den Wasserfall auch von der Teufelsschlucht aus erwandern, aber aktuell ist die Brücke, die darüber führt, gesperrt. Wir fuhren also am nächsten Tag direkt den Wasserfall an. Vom Parkplatz aus überquert man die Landstraße und läuft keine 500 Meter runter. Wie gesagt – für mich der Anblick enttäuschend, hatte ich mir tatsächlich einen Wasserfall erhofft. Nun ja, Natur ist für uns Großstadtkinder trotzdem schön, so sind wir einfach am Bach? Fluss? lang gelaufen, so weit es ging.

Mann und Kinder beim Grashalmpfeifen

Der Mann bringt den Kindern Grashalmpfeifen bei

Auch hier gab es genug zu bestaunen. Da wir uns nicht sicher waren, ob Minime schon bereit wäre eine größere Strecke zu laufen, ließen wir das Wandern heute sein (immer berücksichtigend, dass ab dem Punkt, an dem er gesagt hätte er mag nicht mehr, wie die Strecke komplett wieder hätten zurücklaufen müssen).

Aber wir kommen garantiert wieder!

Habt ihr Wanderempfehlungen mit Kindern?

Die Teufelsschlucht mit Kindern: Vorbereitung und Tipps

Wie schon gesagt, ist die Strecke der kleinen Route mit knapp 2 Kilometern sehr überschaubar. Die läuft Kind1 an normalen Tagen vermutlich mehrfach.

Wir haben den Buggy nicht mitgenommen und wären damit auch nicht weit gekommen.  Es sind einige Höhenmeter auch per Stufen zu überwinden. Wir hatten unsere uralte Babytrage mit.

Die Schlucht verengt sich auf ihrer schmalsten Stelle und ich musste mich auch bücken, um dort hindurchzu“kriechen“. Aber keine Sorge: Man bekommt keine Beklemmungen, die Stelle ist nur ein, zwei Meter lang. Die Höhenmeter schaffen auch Leute mit unausgepräger Kondition 😉

Wir trugen festes Schuhwerk aber keine Wanderschuhe.

Auf der Homepage der Teufelsschlucht kann man sich vorab die Routen angucken. Ich kann nur empfehlen, die App runter zu laden. So hat man alle Routen noch mal für den Notfall und außerdem den Audioguide. Ich hab auch gelesen, dass man dort geocachen kann und das werden wir beim nächsten Mal auf jeden Fall tun!

Reisen mit Kindern

Aussteigen mit Kind

Ich freue mich, Euch heute einen ersten Gastbeitrag zu präsentieren! Louise vom Blog Zwerggeflüster schreibt, was sich durch ihre Tochter verändert hat und wie sie – vorläufig? – zur Aussteigerin wurde. Der Beitrag macht mich ein bisschen neidisch, schließlich leide ich auch unter permanentem Fernweh und freue mich, es dieses Jahr auch ein mehr ausleben zu können (dazu später mehr), aber ob ich so konsequent wäre wie Louise weiß ich nicht. Aber lest selbst:

Wie unser Kind uns zum aussteigen inspiriert hat

Niemals hätte ich gedacht, dass ich mal auf einer tropischen Insel mitten im Dschungel mit Kind leben würde. Seit ich klein bin, leide ich an Fernweh, besser gesagt Südweh. Und meine Oma ist die einzige, die das wirklich ernst genommen hat. Ja, in den warmen Süden wollte ich immer… Und aussteigen sowieso. Aber einfach so hätte ich das nie gemacht, dafür fehlte mir der Mut, der richtige Zeitpunkt und ach, das wäre doch alles nie Wirklichkeit geworden!

Kurz, bevor Matilda auf die Welt kam, stand ich an unserem Küchenfenster und wurde auf einmal von einem mächtigen Heulanfall überwältigt! Ich, hochschwanger, realisierte plötzlich folgendes: unser Kind kommt ausgerechnet in so einer Stadt (Mannheim) zur Welt. Wenn ich jemals ein Kind haben sollte, wollte ich alles perfekt dafür machen. Viel Geld ansparen, damit es mal auf eine ausgewählte Schule gehen kann, Hobbies haben und etwas von der Welt sehen kann, einen sicheren Job usw.

No woman no cry

Doch schon kurz nach der Entbindung fing alles an, ganz anders zu werden. Mein Schwiegervater wollte uns aus der Klinik mit dem Auto nach Hause fahren. Ich wollte unbedingt nach Hause laufen, das Äffchen im Tragetuch, damit sein Köpfchen schön rausgucken und alles sehen kann – an der frischen Luft statt eingepfercht in eine Plastikbabyschale in stinkendem Autogeruch.

Stillen. ́Ich stille einfach ein halbes Jahr und danach gehe ich wieder arbeiten.“ Habe ich gedacht. Stattdessen war von nun an immer dieses durchdringende, quälende Weinen, wenn ich mich diesem kleinen Wesen mal entzogen habe, was doch eigentlich am liebsten die ganze Zeit seine Mama samt Milch für sich allein haben wollte. Nie hätte ich gedacht, dass ich mal zur Ökolangzeitstillmama werde, mich auf einmal nicht mehr schminke, nur noch Baumwolle trage und alles Plastik in der Wohnung gegen Holz austausche.

Unsere Arbeitszeiten waren von Anfang an perfekt. Daniel und ich konnten uns als freiberufliche Musiklehrer immer aussuchen, wann und wie viel wir arbeiten. Montag, Mittwoch er, dienstags und donnerstags ich, beide können arbeiten und zu Hause beim Baby sein, toll! Nur, ein sicherer Job, der viel Geld abwirft, ist das natürlich nicht. Aber lieber weniger Geld, als Baby in der Krippe und weit weg von uns.

Jede Mutter weiß, wovon ich rede. Bei manchen spielen die Hormone schon in der Schwangerschaft total verrückt. Bei mir kam das alles erst hinterher. Back to the roots! Dass ich mal so eine Mutter werde, hätte ich selbst ja auch nie gedacht! Aber die Hormone erfüllen ihren Sinn und spätestens mit der Ankunft des Neulings sieht jede Mama die Welt durch ihre Kinderaugen. Bei mir ist es so, dass ich manchmal glaube, das Kind selbst zu sein. Und ich glaube auch daran, dass sich das Kind seine Eltern aussucht. Ich bin im übrigen nicht religiös! Aber überzeugt davon, dass unser Kind (und jedes andere auch) sich genau so in einen Haushalt inkarniert, dass es genau die Eigenschaften und Herausforderungen mitbringt, an der die jeweilige Familie wachsen kann und soll. Unser Kind lehrt uns, wir selbst zu sein, frei zu sein, denn es möchte selbst ganz frei sein. Und das kann es nur, wenn wir diese Herausforderung annehmen und ihm einen Rahmen dafür bieten.

Flöhe husten, Zwerge flüstern

Obwohl wir von Anfang an unseren eigenen Weg gegangen sind und dabei immer auf unser Bauchgefühl gehört und vieles anders gemacht haben, stellen wir uns unser kurzes Dasein hier auf Planet Erde irgendwie anders vor. Ich möchte nicht 9-to-5 arbeiten gehen, nur um von dem Geld eine Wohnung oder ein Haus zu finanzieren. Ich möchte mein Kind nicht in die Krippe oder den Kindergarten schicken, weil ich arbeiten muss. Wenn schon, dann, weil es dort so toll ist! Und ich möchte auch nicht, dass mein Kind durch die „Erziehung“ in der Schule oder anderen Institutionen wiederum auf dieses spätere, „richtige“ Leben vorbereitet wird. Denn wer sagt eigentlich, dass das das Leben ist? In einer Stadt wohnen, industriell gefertigtes Essen aus dem Supermarkt verzehren, eine bestimmte Wohnausstattung haben, Versicherungen und „Lebenszubehör“ zu finanzieren und für die natürlichsten Dinge wie Wald, Meer oder Küste viel Geld in Form von Urlaub – zur Erholung von dem ganzen Trott – auszugeben? Mein Denken hat sich geändert, zum Glück! So angenehm, wie unser Komfort ist – wir leben (meiner Meinung nach) in einer sehr künstlichen Welt. Und die Verbindung zur „echten“, natürlichen Welt, ist gestört. Telepathie und Gedankenübertragung hat für die meisten Menschen etwas mit Esoterik zu tun. Dabei sind sie genauso real wie Intuition, Bauchgefühl und spontane Einfälle. Wir verstehen das nicht und können dieses Urwissen daher nicht mehr für uns nutzen. Außerdem sind wir zu abgelenkt und geblendet. Statt selber auszusenden und uns zu verbinden, lassen wir iPhone, Tablet & Co. für uns vermitteln.

Aber wie kann ein anderes Leben aussehen? Kein Handy mehr benutzen, nicht mehr einkaufen und nur noch selbst anbauen, plastikfrei, unschooling, vegan sein & Co.? Eigentlich wollte ich jetzt einen Scherz machen, aber mir fällt gerade auf – ja, ich habe das alles schon ausprobiert. Und es gibt viele Menschen, die ebenso leben und ja, wir fühlen uns damit irgendwie besser. Nein, wir glauben sogar, dass sei die Zukunft, obwohl wir gar keine Ahnung haben, was hier in 30 Jahren mal los ist. Kinder vermitteln uns aber ein Gespür für das wahre, gute, wenn wir es ihnen erlauben.

Im Moment wohnen wir auf einer kleinen Insel knapp unterhalb des Äquators. Hier ist alles ganz anders und irgendwie auch fremd. Alles, was wir von zu Hause her kennen, was auch Matilda kennt, fehlt. Wir können nicht mehr ins Kindertheater gehen, nicht ins Balett, unser Klavier und alle Instrumente sind weit weg, Kinderreiten gibt es hier auch nicht. Aber es gibt viel grün, ja, die Straßen und Wege sind voll von Palmen und saftig-grünen Dschungelpflanzen. Wir verbringen unsere Tage am Strand oder den vielen schönen Wasserfällen und Matilda läuft herum, wie ein kleiner Tarzan und es stört sich niemand daran.

Freiheit ist eine Fiktion

Was mir in Deutschland immer gefehlt hat, ist die Natur. Ich meine, so richtige Urnatur! Und die absolute Freiheit. Und das Geld. An meinen besten Tagen habe ich acht Stunden mit Kind draußen, im freien, verbracht. Aber es gibt trotzdem noch die Briefe der GEZ sowie weiteren deutschbürokratischen Nonsens, Bankwesen usw. Selbst, wenn ich wollte – ich dürfte mir gar nicht meine eigene Hütte im Wald bauen und darin leben! Und mittlerweile verstehe ich Leute, die ihr Business nach Hong Kong oder auf eine steuerfreie Insel verlegen, immerhin haben sie so ihre Ruhe.

Aber zum Stichwort „fehlt“ – das Gras ist doch immer grüner auf der anderen Seite.
Das muss ich auf reisen gerade wieder lernen, zufrieden zu sein. Fast 20 Jahre lang bin ich nie ohne mein Instrument verreist und habe mich dadurch immer eingeengt gefühlt. Und nun fehlt es nicht nur mir, sondern ich trauere sogar darum, dass meine Tochter nicht mehr darauf spielen kann.

Und es ist doch eigentlich verrückt. Jetzt, wo ich mir diese große Freiheit endlich geschaffen habe, völlig losgelöst und zeitlos leben kann, wie, wo und wann ich will, „am reisen“ bin – wünsche ich mir wieder ein eigenes zu Hause, eine kleine Wohnung, ein (bis dahin übrigens noch nie gehabtes) Kinderzimmer.

Ein bisschen näher am Paradies

Heute war es hier sehr heiß. Es ist Anfang Januar und Beginn der Trockenzeit. Die nächsten Monate wird es auf der Insel kaum regnen. Matilda läuft zur Zeit am liebsten nackig herum. Ich habe immer einen Rock für sie dabei, falls wir in einen Shop oder auf den Markt gehen. Alle, die hier leben, sind so vermummt. Die Frauen tragen selbst bei größter Hitze langärmeliges und ihr weites Kopftuch. Aber an dem Nackidei stört sich niemand. Hier gibt es überhaupt so viele Kinder, dass die ganze Insel theoretisch Eltern sein muss. Und man spürt das. So eine Gelassenheit und Ruhe habe ich sonst nirgends erlebt. So fremd mir diese Kultur hier ist, so angenehm finde ich sie auch. Und wenn ich wieder zurück in Deutschland bin, werde ich merken, dass ich genau das immer gesucht habe. Aber deshalb nun ein Leben hier führen? Ich weiß es noch nicht. Matilda wird mich weiter inspirieren.

Louise und ihre Tochter am Strand

Louise und ihre Tochter am Strand

Aussteigen mit Kind? Louise hat es getan

Aussteigen mit Kind? Louise hat es getan

Reisen mit Kindern

Adventskalender: Tor 9: Achtung Fernweh!

Vorsicht, die folgenden Links können Spuren von Fernweh enthalten!

Manchmal beneide ich Menschen, die völlig frei sind von Fernweh. Denen Reisen nichts bedeutet. Ich frage mich auch, was die Ursache meines Fernwehs ist. Manche schreiben ja davon, dass man beim Reisen vor sich selber weg liefe. Das halte ich nicht generell für ausgeschlossen, in meinem Fall aber schon. Ich weiß, dass man sein ganz eigenes Päckchen überall mit hin nimmt. Langeweile gibt es auch woanders, Alltag ebenso, wenn man nur lange genug bleibt. Und ich mache mir ständig Gedanken über das böse böse Fliegen. Also hier, CO2-Ausstoß und so. Ich fliege nicht oft und versuche auch, es zu vermeiden aber ich werde nicht ganz drumrum kommen, wenn ich all die schönen Orte dieser Welt sehen will.

Jedenfalls macht das Internet es nur schlimmer, das Fernweh. Grade in den letzten Jahren schossen die (Familien)reiseblogs nur so aus dem Boden und meine liebsten Blogs und Instagrammer möchte ich Euch hier vorstellen.

Der Blog berlinfreckles ist kein Geheimtipp sondern ein alter Hase unter den Reiseblogs. Sophie verreist mit (und manchmal auch ohne) ihren Kindern in Deutschland und Europa, macht tolle Fotos und schreibt schöne Geschichten. Und gibt Tipps, wie für das Backpacking mit Kindern.

Auch Dani mit ihrem Butterflyfish muss ich Euch vermutlich nicht vorstellen. Was ich an ihren Reiseberichten mag? Tolle Fotos und der unaufgeregte Ton. Malediven? Herrlich, aber Dani schreibt auch über die Schattenseiten oder über die Finanzplanung, wenn man nicht im Lotto gewonnen hat.

Eine Familie mit 4 Kindern, die um die Welt reist. Das macht mich mit diesem einen Satz schon so neidisch…Aber auf 6paarSchuhe geht es so tiefenentspannt zu, dass man eigentlich nur hinter her will. Obwohl ich schon schmunzelte, als der Autor schrieb, dass eine Weltreise ja auch kein Ponyhof sei. Ich mein, mal ehrlich: Magen-Darm in Castrop-Rauxel oder auf Kho Samui? Meine Wahl wäre einfach. Das allerschlimmste: Die haben noch einen Vimeo-Kanal, wo sie Filmchen mit ihren Urlaubseindrücken haben. Ansehen auf eigene Gefahr!

Der lieben Lisa von StadtLandMama folge ich auch gerne auf den Reisen, die sie mit ihrer Großfamilie macht, nach Mexiko oder Südafrika zum Beispiel.

Auf pinterest habe ich mal ein paar (57 bis jetzt) Familienreiseblogs zusammen gesucht. Die Liste wird regelmäßig ausgebaut.

Und bei instagram? Ach, wo sollte ich da anfangen. Das Schlimme: Jedes mal, wenn man einem neuen instagram-Account folgt, werden einem weitere vorgeschlagen. Seit wir in Kroatien waren folge ich Croatiafulloflife – denn Kroatien habe ich nicht das letzte Mal besucht. Und von da aus kann man sich durch die verschiedenen instagram-Accounts klicken…

Das Buch von Pia Volk „Mama, sind wir bald da?“ habe ich mir kurz nach Erscheinen bestellt und gelesen. Auf der Website kann man ihre Reisen ein bisschen nachstöbern, einfach auf der Weltkarte an den entsprechenden Ort klicken.

Wie ist das bei Euch, hat sich das Reisen verändert, seit ihr Kinder habt? Verreist ihr überhaupt noch, anders,…?

 

 

Reisen mit Kindern

Familienurlaub mit Kindern: Istrien – Kroatien (Teil 2)

Hier geht es zu Teil 1.

Istrien ist für seine Trauben berühmt. Der Weißwein dort ist wirklich lecker. Und Olivenbäume gibt es dort, massenweise. Also eigentlich ist Istrien mein Paradies. Brot und Wasser, pft. Weißwein und Oliven, DAS braucht man zum Leben.

Oliven und Trauben für leckeren Weißwein - dafür ist die Region bekannt

Oliven und Trauben für leckeren Weißwein – dafür ist die Region bekannt

Viele viele schöne Städtchen und Städte gibt es dort. Meine Favoritin war neben Porec und Rovinj – Pula. Nicht nur wegen des allseits bekannten Amphitheaters. Es ist auch ein Studentenstädtchen, Touristenmagnetin – rundum schön.

Amphitheater in Pula

Amphitheater in Pula

Hopp-on-and-off-bus in Pula, Kroatien

Minimes Haare und eine Bucht in Pula

Ein bewölkter Tag. Endlich mal zum Strand ohne Hitzeschlag befürchten zu müssen. Ich habe mir vor Ort wieder Schnorchel und Brille zugelegt und habe mir unter Wasser mal Flora und Fauna angesehen. Wunderbar!

Mann und Cashew am Strand

Mann und Cashew am Strand

Stadtbild

Stadtbild

Neben Pula hat Istrien viele viele schöne Städtchen zu bieten. Porec oder Rovinji zum Beispiel am Meer und Groznijan und Buzet im Landesinneren. Alle einen Ausflug wert. Oder zwei.

Mauergraffiti

Mauergraffiti

Noch mal Amphitheater von Pula

Noch mal Amphitheater von Pula

Tiere im Amphitheater

Tiere im Amphitheater

Der Nationalpark Brijuni-Inseln ist ein wahres Paradies, zu dem es viele Anekdoten gibt. Viele Filmstars tummelten sich in der Vergangenheit hier. Und Politiker. Man fährt in der Regel von Fazana mit organisierten Ausflugsbooten dahin. Eine Tour durch den Nationalpark lohnt sich und gibt es auch mit deutscher Reiseleitung. War nicht ganz günstig, dafür fährt man dann mit einer Bimmelbahn ca. 40 minuten rum, kann sich alles anschauen und für den 4jährigen Minime war grade die Bimmelbahn DAS Highlight.

Tipps für die Suche nach einem Campingplatz

Wir waren mit unserem Campingplatz sehr zufrieden. Eine schöne Übersicht über die besten Plätze in Kroatien gibt es hier und hier.