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Vegane Rezepte

Vegane Rezepte

Zuckerfreie, vegane Kinderpancakes

Oha, denkt ihr, jetzt fängt die auch noch mit Rezepten an?!? Ja, wird aber die Ausnahme bleiben. Ich könnt mich nur von diesen Dingern ernähren, und wenn Minime und ich unterwegs sind, habe ich  ab und zu auch welche dabei, weil die gehn immer. Auch beim Kind!

Zutaten für ca. 7-9 Stück:

  • 300g Mehl
  • fast 1 Päckchen Backpulver
  • 1- 2 Bananen
  • Etwas Salz
  • 4el (Raps)Öl und
  • 400ml Sojamilch (mein favorit unter denen ist ja die ‚frische‘ von alpro)

Wenn vorhanden und Lust drauf kommen noch ein paar gemahlene Mandeln oder Haselnüsse, ein Schluck Kokosmilch (Sojamilch dann nur noch bis zur Gesamtmenge) rein.

Die Banane zermatschen und mit den restlichen Zutaten verrühren (bis jetzt habe ich keine Notwendigkeit einer bestimmten Reihenfolge bemerkt) bis es eine zähflüssige Masse gibt.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Teig darin zur gewünschten Bräune von beiden Seiten anbraten. Fertig.

Dazu Erdnussbutter, Marmelade, Cashew- oder Mandelmus…was das Herz begehrt!

vegane Pancakes

Wir starten – wie so oft – mit veganen Pancakes ins Wochenende

Na?

Vegane Rezepte

Besser essen

hier mal wieder etwas aus dem bereich, dass mich neben minime fast am meisten beschäftigt. essen.

meine sozialisation in der hinsicht war recht begrenzt. nudeln, kartoffeln, saußen, damals natürlich fleisch und, wenns ging, möglichst wenig obst und gemüse. würde der spruch „du bist, was du isst“ stimmen, wär ich eine pommes.

kochen habe ich erst nach meinem auszug bei meinen eltern gelernt. wobei gelernt auch übertrieben ist. trial and error nennt sich die methode. mit tiefkühlgerichten und nudeln mit tomatensauße angefangen erweiterte ich seeeeehr langsam meinen kulinarischen horizont. zu dem zeitpunkt sah ich auch noch nicht die notwendigkeit, für essen (viel) geld auszugeben. hauptsache es macht satt. außerdem ging für ‚richtiges‘ kochen viel zu viel zeit drauf. und schmutziges geschirr. mein wirkliches interesse für ‚gutes‘ essen begann glaub ich erst, als ich aus meinem auslandssemester in norwegen zurückkam, wo ich mich ein halbes jahr von nudeln mit lachs und lettrömme ernährt habe.

was mir z.b. völlig fehlt, sind kenntnisse über typisch deutsche (?) gemüse. tomaten, paprika, aubergine, zucchini – kann ich. mangold, pastinake oder schwarzwurzel? glücklicherweise ist der mann in der hinsicht besser informiert, sonst würde die hälfte unserer gemüsekiste wohl regelmäßig schlecht werden. ebenfalls ahnungslos bin ich mit den resten und überbleibseln: wieviel von dem ganzen stiel- und strunkzeug kann man verwenden. und wie? woran erkenn ich, ob eine mango oder melone reif ist, und nicht schon wieder drüber? (ja wirklich, so wenig ahnung hab ich)

und vor allen dingen: wo lernt man das? ich mein, nach rezept kochen kann ja jede_r. aber so hintergrundwissen über die lebensmittel und ihre verwendung sowie ihre verarbeitung? lohnt sich die anschaffung eines entsafters? wie kann man gemüse und obst, für das man grad keine verwendung hat, haltbar machen? undundund…

und wie wird sich das kochen und essen demnächst gestalten, wenn minime außer brei auch andere sachen essen kann und will?

und ab oktober wird es für all diese fragen eine eigene seite (keinen eigenen blog) geben. auch vor dem hintergrund meines ‚projekt‘ nix neues. aber dazu im oktober mehr…

und hier noch aktueller minime-stand: die beiden hasenzähnchen unten werden immer größer! dank der breieinführung spuckt er glücklicherweise kaum noch, so dass ich ihn jetzt auch mal, wie die anderen mütter ihre babies, ohne spuckauffangtuch auf eine decke oder couch legen kann. wobei er natürlich immer dann spuckt, wenn wir irgendwo zu besuch sind…das beistellbettchen ist endgültig zu klein, egal wohin minime sich dreht, er stößt gegen die gitter. ich weiß nicht, wie oft ich ihn nachts jetzt schon zurückdrehen musste, weil er sich auf den bauch gedreht hat und mit dem köpfchen irgendwo gegen stieß. ständig macht er liegestütze, weil sein hintern noch nicht mit hochwill, wenn er sich aufstützt. scheint aber nur noch eine frage der zeit zu sein, genauso wie das alleine sitzen. momentan findet er im sitzen seine füße sooo spannend, dass er vor begeisterung direkt wieder das gleichgewicht verliert. und bevor ich wieder arbeiten gehe, möchte ich das bild von ihm festhalten (innerlich, kein foto kann das einfangen), wie er mich stolz aus seinem fast zahnlosen mund anlacht, wenn wir auf gleicher augenhöhe in bauchlage liegen. diese grübchen machen mich fertig. und von mir hat er die nicht.

 

Vegane Rezepte

Genuss und Verzicht

wenn ich sage, ich versuche vegan zu leben, kommt oft sowas: „das könnt ich nicht, dann muss ich ja auf … verzichten“. das dachte ich auch mal. aber so fühlt es sich nicht an. naja, wenn ich unterwegs bin oder außerhalb essen muss, dann fällt es mir schon schwer, und darum geb ich da noch nach. aber nicht, weil ich appetit auf käse, eier oder milch habe, sondern weil die alternativen fehlen. und ‚verzichten‘ heißt ja auch, etwas zu wollen, was einem versagt wird oder was man sich selber versagt…ich versage mir in dem sinne nichts. wenn ich drüber nachdenke, wie fleisch und andere tierische produkte hergestellt werden, wird mir halt ganz anders, auch wenn mein hauptgrund, vegan zu sein, ein moralischer ist.

verzicht ist halt was sehr subjektives. ich könnte nicht drauf verzichten, in der großstadt zu wohnen, zu arbeiten und gelegentlich zu verreisen.

und inzwischen denk ich auch, was für ein genuss den meisten (fleischesser_innen) entgeht. wie schon in einem der vorigen posts geschrieben, ist es ja nicht so, dass ich einfach alles weglasse, was der durchschnittliche fleischesser isst, und das wars. ich probiere und experimentiere mit alten und neuen zutaten, lese mich durch die veganerblogs mit zigtausend tollen rezepten. ich genieße außerdem: weniger heißhunger, weniger verdauungsprobleme, mehr vitamine, und natürlich, ein gutes gewissen. und manchmal macht einen ja schon der glaube daran, gesund zu leben, gesund 😉

gespräche mit anderen (nichtveganern/-vegetariern) sind mir immer noch etwas suspekt. sobald man sagt, man sei vegetarierin, findet in irgendeiner form eine abwehr statt. von seltsamen ‚humor‘ („vegetarier essen meinem essen das essen weg“ – gähn, „fleisch ist mein gemüse“ und und und) zu einschränkungen wie „ich ess nur geflügel“. wer fleisch isst, soll dazu stehen, punkt. diese reaktionen weisen ja schon daraufhin, das dieser jemand das eigentlich nicht in ordnung findet, oder meint, er/sie müsse sich rechtfertigen. muss sich meinetwegen keine_r. auch hahnebüchene begründungen, warum der mensch fleisch essen müssen müsste, brauch ich nicht. dass es veganer gibt, und die mindestens genau so alt werden, wie fleischesser, ist doch wohl klar, oder? und auch fleischesser sollten sich damit auseinandersetzen, wo sie welche nahrungsstoffe herbekommen. ich würde behaupten, als fleischesserin hab ich wesentlich ungesünder gegessen.

also: verzicht und genuss sind eine frage des standpunktes. wenn jemand sagt: „ich mag keinen brokkoli, kein hühnchen und keine nachos“ scheint das gerne akzeptiert zu werden. wenn man sagt, „ich ess kein fleisch, keine eier und keine milchprodukte“ ist es kompliziert.

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„Und, was isst du jetzt noch so?“

heute mal wieder aus der kategorie weltverbessern: schickt doch alle eureangebrochenen erdnussbuttergläser nach afrika, damit die kinder dort nicht verhungern…*kopfschüttel*

so richtig vegan ernähr ich mich immer noch nicht. weniger aus mangelerscheinung oder heißhunger auf irgendwas, als aus organisationsschwierigkeiten und dem rückfall in alte verhaltensmuster.

veganes essen muss ein wenig vorbereitet werden: ob obst für den tag schnippeln, einkaufen oder vorkochen. natürlich gibt es auch einfache sachen und sogar vegane fertigprodukte, aber man braucht halt etwas zeit, um sich zu kümmern. gilt ja auch für anderes essen, für dieses aber etwas mehr. morgens gibt es momentan meistens was warmes. reste vom vortag aufgewärmt, oder suppe – die koche ich einmal die woche aus dem gemüse vom ida-abo und friere sie dann ein. schon mal prima training fürs breikochen. und suppen sind easy, kannste eine, kannste alle. außerdem ist es ganz gut, morgens was warmes zu essen, denn meistens ist es das einzige, was ich bis spät nachmittags esse. (dazwischen vergesse ich es, zu essen oder komme dank minime nicht wirklich in ruhe dazu).

alternativen für morgens: brot mit aufstrich, müsli mit reismilch, smoothies (aus banane, tiefkühlbeeren und einer mischung aus kokos- und reismilch. alles gut pürieren, jammieh!)

und ich habe viele alte und neue sachen kennen und lieben gelernt, die mir selbst als vegetarierin entgangen sind. mneme von consume.be.silent.die. hat mal in die runde gefragt, was es so für lieblingssachen gibt, und hier kommen meine:

immer schon und immer wieder:

1. avocados – die allrounder. fettig wie butter aber voll mit guten sachen. gerne im salat oder als sushimakifüllung. oder als creme mit zitrone, zwiebel, knoblauch, salz und pfeffer.

2. bananen und beeren. das beste obst von allen. äpfel und anderes obst mit gehäuse begeistert mich nicht so. irgendwie sorgt es bei mir eher für grummeln im bauch.

3. spinat. frischer blattspinat, angedünstet mit zwiebeln, knoblauch und muskat. gekocht vom mann schmeckts gleich doppelt so gut. früher als rahmspinat auch aus der tiefkühle, aber der frische verliert so schnell an masse, dass es meist nur als beilage reicht

4. süßkartoffeln und kürbis. am besten in kombination als suppe.

5. nüsse. am liebsten cashews. wenn die nicht so teuer wären…

uuuuund 5. datteln. getrocknet. süß. perfekt

neu und nie wieder drauf verzichten wollen:

7. sojaschnetzel. einfach mit heiß wasser aufgießen und je nach bedarf würzen. so lässt sich daraus veganes gyros oder bolognese machen.

8. lupine. hab ich vorher nie von gehört. soll mit den bohnen verwandt sein und dient als rohmateral z.b. für gyros, filet oder schnitzel. gefällt mir sehr viel besser als die meisten sojaprodukte, die oft überwürzt sind. lupine sind schön schlicht und würzig.

9.alverde. kein einzelnes produkt, sondern die hausmarke von dm. viele kosmetika, die auf tierische inhaltsstoffe und tierversuche verzichten. zu erkennen an der „veganblume“. leider sind auch nicht alle deren produkte vegan…

10. mandelmus und brotaufstrich aubergine, auch von dm. dazu selbstgebackenes brot und der tag kann beginnen…

So, jetzt brauch ich nur einen tip für richtig gute vegane schokolade. die reisvariante hab ich ausprobiert und für nicht schmackhaft befunden…

ps: danke an ani für das chili sin carne auf eurer einweihnungsparty! sowas macht das leben schöner!

Vegane Rezepte

1,2,3 – vegan! (aus der reihe ‚weltverbesserin‘)

na gut, ganz so schnell klappt es ja doch nicht. aber der anfang läuft super. dabei hatte ich zunächst etwas angst, unter ‚verzicht‘ zu leiden. aber eigentlich ist das gegenteil der fall: es ist wie damals nach dem ersten jahr wg – nudeln mit tomatensauce sind langweilig, da muss man mal eperimentieren. ich probiere sachen aus, die ich auch als vegetarierin noch nicht kannte. und da gibt’s sooo viel!

von daher ist das vegan-sein zu hause auch kein problem, so lang ich selber koche. aber das auswärts ist hart. noch habe ich ja die minimalanforderung, vegetarisch zu essen/ trinken, wenn ich auswärts bin. schaue aber immer nach veganen alternativen. da wird’s knapp.

aber, was soll ich sagen. ich glaube halt, es gibt so wenig was von kulturellen normen und werten durchzogen ist wie das essen! ich meine, die alternativen zu fleisch und milchprodukten sind da. allein für kuhmilch bietet sich als alternative soja-, sojareis-, reis-, hafer-, dinkel-, mandel- und kokosmilch an! aber stets wird auf kuhmilch zurückgegriffen. und ich lasse hier mal meine verschwörungstheorien (agrarlobby und so) außen vor. vielfalt heißt das vegane zauberwort! wobei wir bei den klassischen vorurteilen sind, die mir so begegnen:

1. das ist doch einseitig (=ungesund). siehe oben. schon gar nicht so einseitig wie dreimal die woche nudeln mit sauce und die anderen vier mal pizza oder döner oder tiefkühl… es wäre einseitig, wenn man einfach nur von einem ’normalen‘ essen das weglässt, was man als veganerin nicht essen will. aber wie gesagt, rumprobieren, neue rezepte studieren…

2. tofu schmeckt doch nach gar nix. stimmt. ungewürzt und roh schmeckt es genauso wie ungewürztes, rohes fleisch ohne sauce. zubereitung, würze und sauce sind hier nämlich die ‚geschmacksträger‘. was ich schon feststellen musste, als ich das letzte mal in meinen bis dahin so geliebten mcrib biss: es ist die bbq-sauce!

mein problem ist eher das Wie Sag Ich’s Den Anderen? ich mag diskussionen und auseinandersetzungen eigentlich schon, aber im sozialen nahbereich find ich das schwierig. irgendwie muss ich das ändern…

und wo die grenze ziehen? ich mein, ich gehör nicht dieser (indischen?) religion an, wo die leute vor sich den weg fegen, um keine ameisen zu zertreten. ich möchte mein schlafzimmer nicht mit mücken teilen, mein bad nicht mit silberfischchen usw. ess ich also weiterhin honig (auf honig als brotbelag und teesüßer kann ich verzichten, aber er wird ja auch in fertigprodukten verwendet)? säfte und wein sollen angeblich mit tierischer gelatine ‚geklärt‘ werden. und darf ich mich dann trotzdem vegan nennen? wo also – rabiat gesprochen – die grenze ziehen, zwischen ‚lebenswürdigen‘ tieren und solchen, die es nicht sind?