Familie

Der Mei Tai ist da! (Eine ganz subjektive Erstausstattungsliste)

Ein Mei Tai ist kein Cocktail, sondern eine Babytrage. Wir haben ja schon Tuch und Ergocarrier ausprobiert.

Der vermeintliche Nachteil beim Mei Tai, dass er nicht in alle Größen mitwächst, hat sich als Vorteil erwiesen – bei der Stoffauswahl von vintagekids ist ein Mei Tai einfach zu wenig!

Und so sieht meiner aus:

Minime moppert anfangs immer, wenn ich ihn reinsetze – vermutlich weil er weiß, dass er darin in nullkommanix eingeschlafen ist und somit jeden Ausflug verpennt…

Tja, jedes Kind (und alle Eltern) sind anders, somit folgen hier keine Kaufempfehlungen, sondern nur eine subjektive Darstellung von Sachen, die wir toll/ weniger toll finden:

 

Erstausstattung – Jeden Cent wert sind:

1. Wickelbodys

Insbesondere am Anfang, wenn man noch überzeugt ist, man könnte das Baby kaputt machen. Und auch dann, wenn Baby das erste Mal die Windel richtig voll sch***. Werdet ihr schon sehen warum.

2. Tragehilfen

Wie gesagt, jede Tragehilfe – Tuch, Trage, Mei Tai etc. – hat so minimal Vor- und Nachteile, eins davon sollte man aber auf jeden Fall haben! Minime ist jedenfalls begeistert. Die wenigen Minuten, die er darin wach ist, kann er so schön durch die Gegend gucken und muss nicht in den leeren Himmel starren…

3. Strampelsäckchen

Schnell an- und ausgezogen und herrlich fürs Zuhause rumliegen oder, wenn’s kälter ist, auch als Schlafsäckchen. Werden auch Pucksäcke genannt. Haben oben ein breites Bündchen und unten ist quasi ein Fußsack.

4. Lätzchen

Jedenfalls wenn man ein Kind hat wie Meines. Günstig überall wo es Babyzeug gibt oder schick designt von dawanda.

5. Pucktuch/-decke

Sieht ein bisschen aus, wie eine Mischung aus Schlafsack und Zwangsjacke. Angeblich finden die Babys das ganz toll, weil es sie an die Enge im Bauch erinnert. Vielleicht stellt die Wissenschaft aber auch in 10 Jahren fest, dass sie dadurch total gestört werden und als Erwachsene nicht in Fahrstühle steigen, weil es ihnen zu eng ist…egal, Minime schläft super darin und darum ist es Gold wert!

6. Stillkissen und Decken

Man sitzt in Körperhaltungen, die jede Physiotherapeutin zum Schreien bringt. Beim Füttern, Spielen usw.

Kissen auf jedem Stuhl und jeder Ecke helfen ein wenig. Und da Minime immer da sein möchte, wo ich (oder eine andere Erwachsene) bin, lege ich in jedes Zimmer Decken. Dort liegt er dann und schaut sich von unten um. Stubenwagen oder Bettchen haben diesen Effekt nicht, da bekommt er zu wenig mit und beschwert sich weinend.

7. Kinderlieder-Cd und -Buch

Auch ein sehr kleines Baby möchte irgendwann unterhalten werden. Aus der Zeitung vorlesen reicht da nicht. Und ich konnte nur noch ‚Bruder Jakob‘ singen. Findet Minime auch toll, ist sein Lieblingslied. Aber ich langweile mich ja schnell – darum tut etwas Abwechslung gut. Und wenn ich singe, werden seine Augen riesengroß und er lacht. Vermutlich lacht er mich aus, aber alles ist besser als heulen!

8. Entertainmentcenter:

Oder auch eine Decke mit Mobile drüber. Fährt er voll drauf ab und lenkt ihn auch eine Weile ab. Nur abends muss ich ihn da wieder raus holen, sonst regt er sich so auf, dass er nicht einschlafen kann.

Total überbewertet finden wir:

1. Kinderwagen:

Also noch, so lange ich Minime tragen kann. Momentan dient der Kinderwagen maximal dazu, das Grillgut in den Park zu schieben. Weil: mit Kinderwagen einkaufen? No way. In öffentliche Verkehrsmittel? Kannste vergessen. Ins Auto damit und zur Oma? Nur mit viel Aufwand. Und Minime beschwert sich, wenn er die Welt nur im Liegen – also gar nicht – sieht. Na ja, mal sehen wie lang mein Rücken das mitmacht.

2. Wickeltasche:

Klar, unsere ist echt stylish, geräumig und praktisch. Aber eigentlich tut es auch jeder Rucksack und jede große Tasche. Wer besonders hip sein möchte, kann ja ihre Freitag- oder Fireweartasche umfunktionieren…

3. Strampler:

Vor allem wenn sie nur unten zum Aufknöpfen sind. Hole da mal ein vollgesch***senes Kind raus. Hosen tun es doch auch? Versteh ich nicht wofür man diese Dinger braucht.

4. Spielzeug:

So laaangsam schnallt Minime, dass er Sachen greifen und bewegen kann. Ich bin gespannt, welches seiner vielen Spielzeuge er zuerst entdeckt…

Tja, wie gesagt, bloß Erfahrungswerte. Und auch nur unsere – was war/ ist für euch unverzichtbar/ total überflüssig?

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5 Comments

  • Reply Franziska 7. Juni 2011 at 23:40

    Oh, das muss ich auch mal aufschreiben. Zum Trageding: ganz schön teuer, das Ding. Besonders, wenn man es beim Größerwerden nachkaufen muss, oder? Ich hab den manduca und bin eigentlich ganz zufrieden. Das Früchtchen ist da ganz gerne drin, meckert nur, wenn es eigentlich lieber gucken will..

    • Reply gluecklichscheitern 8. Juni 2011 at 0:06

      hi franziska. na ja, also klar, ‚teuer‘. aber der manduca (ich selbst habe einen ergocarrier, mehr oder minder geschenkt bekommen) kostet ja auch so um die 100 euro? und mein tragetuch der bekannten marke hat auch in etwa so viel wie der mei tai gekostet. abgesehen davon, dass letzterer ja handarbeit ist – ich kann zwar nicht nähen, aber den preis in einen stundenlohn umgerechnet, da bleibt unterm strich glaub ich auch nicht so viel. und dafür hat man so ne tolle stoffauswahl! und der für die kleinsten geht ja bis größe 80, reicht also etwa ein jahr. dann kann man sich ja für früchtens geburtstag den meitai ab größe 86 wünschen (also auf meiner wunschliste für minime’s ersten geburtstag steht er schon)!
      falls du einen kaufst, schreib mal…liebe grüße

  • Reply Müdes Etwas 8. Juni 2011 at 9:10

    Kann ich nur bestätigen deine Auswahl.
    Wir haben einen Didytai, auch teuer, aber dafür auch für unser langes, schmales Kind gut geeignet. Aber Kinderwagen sind auch super, zum Bäume angucken, vorausgesetzt es gibt welche in der Nähe.
    Alles in allem lieber viel Geld in eine gute Tragehilfe investieren, mein Baby liebt das Ding und ist entspannter nach dem Tragen. In die Schale des teuren Kombikinderwagen passt Baby auch nur bis Größe 74 und meins ist echt nicht oft drin.
    Noch unverzichtbar für uns ist:
    Das Beistellbettchen, kann auch durch ein Kinderbett mit abmontierter Seite ersetzt werden. Bedeutet mehr Schlaf für alle Beteiligten (also bei uns jetzt), weniger Geschrei bei Hungerattacken und vor allem, ich muss nachts nicht durch die Wohnung torkeln und kann schnell wieder einschlafen.
    Überflüssig hingegen:
    Babys eigenes Zimmer. Da wollte es nie drin sein, alleine schon gar nicht. Ist jetzt mein Zimmer, mit Extrabett und OHNE Babykram, dafür mit der zweiten unverzichtbaren Sache:
    ein Paar richtig gute Kopfhörer zum laut Musik hören. Stand auf meiner Wunschliste zur Geburt und hat sich echt gelohnt so zum ich selbst bleiben. Auch nachts bei Blähungen, da hilft manchmal nur tanzen…
    Außerdem Praktisch: Windeltasche, gibts manchmal als Werbegeschenk, so kann ich das Wickelzubehör einfach in meine Lieblingstaschen stecken und muss nicht lange kramen.
    Schultertaschen (Shopper), zum Tragen super, wenn mensch nicht gerade super viel Kram mit sich herumschleppt. und keinen Bock auf Rucksack hat .
    Gute lange Klettkabelbinder, damit lassen sich die meisten Taschen an den Kinderwagen hängen, irgendwie. (Fragt die Veranstalltungstechnikerin eures Vertrauens oder z.B. Thomann…)

    • Reply gluecklichscheitern 8. Juni 2011 at 13:16

      klar, das beistellbettchen! haben wir auch. die allerersten wochen hat minime aber direkt neben mir geschlafen. war mir in der anfangsparanoia (atmet er noch? hat er hunger?) lieber.
      sein eigenes zimmer ist grade auch nur wickelplatz UND ja, auch ich habe darauf bestanden, dass wir ein ganz ’normales‘ bett reinstellen. wenn minime fürs beistellbettchen zu groß wird kommt ein brett an die seite des normalen bettes und er kann darin pennen. bis dahin schlafen der mann und ich abwechselnd darin – er wenn er ausgeschlafen zur arbeit muss, ich, wenn ich am wochenende mal ausschlafen darf!

  • Reply Simone 13. Juni 2013 at 22:14

    jaaaa, die meitai! wir haben auch eine (eine fräulein hübsch), ich bin nur viel
    zu spät (als die lütte ca. 3 monate war) drauf gekommen … ich hab mit dem
    tragetuch gekämpft, mag die manduca bis heute nicht – aber in die meitai hat sich das mädchen anstandslos setzen lassen und macht bis jetzt ihre meisten tagesschläfchen darin.
    auch super: eine wippe! jaaa, auch da sollen die minis nicht zu lange drin sein etc … aber unsere (babybjørn) hat eine gute „fastliegeposition“ für den anfang. und als die lütte eben nicht mehr nur wie ein käfer auf dem rücken liegen wollte, konnte sie darin toll zugucken – wippe in die küche,papa an den herd, kind happy!
    als sehr überflüssig hat sich die babybadewanne (bzw vor allem der aufsatz, um sie auf die große wanne zu stellen) herausgestellt. gut, anfangs war das kind darin am besten zu handeln … aber inzwischen ist sie ein riesenduschfan und setzt das bad viel lieber aus der großen wanne unter wasser! 🙂
    ach, und absolut unverzichtbar: andere muddis zur „ichbinnichtdieeinzigebekloppte“-versicherung!
    lieben gruß aus hamburch!

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