Familie

Dies Das

 

Krass, schon wieder so viele Tage vorbei und jetzt ist auch schon wieder so spät und dabei habe ich mir doch vorgenommen, euch öfter mitzunehmen, in unserem Alltag. In den Instastorys klappt das manchmal, aber abends mich noch hinzusetzen und alles aufzuschreiben – das ist, wenn die Kids erst gegen neun im Bett sind oft zu viel.

Aber ich versuch mal, ein bisschen aufzuholen. Samstag war nicht der Rede wert. Der Mann fuhr früh zur Arbeit, das Wetter war bescheiden und die Kinder und ich verbrachten den Tag zu Hause. Zum Einen, weil ich finde, dass es bei den Kindern viel zu kurz kommt, einfach mal keinen Programmpunkt zu haben. Zum Anderen wollte ich die Küche mal ein bisschen aufräumen, Regale auswischen, das Gewürzregal durchgehen, ob alles noch genießbar ist… Naja, Langeweile mag ja förderlich sein für Kinder, aber vielleicht nicht für Geschwister oder so kleine Kinder – jedenfalls verging keine viertel Stunde ohne Geschwisterstreit und ich brauchte für die Aufgabe, die ohne Kinder so eine Stunde gedauert hätte den ganzen Tag. Ich weiß nicht, ob es das wert war.

Am Sonntag fuhren wir alle zusammen erst zum Rhein. Ich fuhr Inlineskates, die Kinder schauten den coolen Skatern beim Hindernisparcour zu.

Immer in Bewegung…wisst ihr, was als Feministin mit das Schwerste ist? Mit den gelebten Widersprüchen klar zu kommen. Aktiv gegen den gemütlichen Alltag kämpfen, in der Partnerschaft, beruflich oder als Mutter. Sollten Frauen im Beruf gleiche Chancen haben wie Männer? Ja! Sollen sie dafür auf die gleichen Methoden zurück greifen wie Männer? Jein! Aber ich rede um den heißen Brei, mir persönlich liegt ein anderer Widerspruch auf der Seele: Obwohl ich Fat- und Bodyshaming k*cke finde wache ich morgens leider nicht auf und akzeptiere fröhlich die Tatsache, dass mein Körper immer mehr in die Breite geht *seufz*. An meiner Ernährung will ich aber nicht viel ändern, eher wieder mehr in Bewegung kommen! Passt besser zu mir als Rohkost und "Nein Danke" zum Kuchen. Mehr #Diettalk wirds von mir auch nicht geben, ich wollte nur sagen, dass man auch als Feministin keinen Handlungsleitfaden hat, der einen durch so alltäglich-banale Probleme manövriert #aboutme #feminism #riotnotdiet #but

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Anschließend war das Sommerfest der Kirchengemeinde, die Kinder fuhren Bobbycar, hörten Musik oder kletterten an der Kletterwand. Man traf ein paar Bekannte und schon war auch dieser Tag beinahe vorbei.

Gestern brachten der Mann und ich die Kids in den Kindergarten. Für eine halbe Stunde setzten wir uns noch in ein Café. Das tut so gut, und da meine Schwester, die nicht nur die beste Schwester sondern auch die beste Tante und Babysitterin ist, nicht mehr in dieser Stadt wohnt, kommen wir nicht mehr so oft in den Genuss von Kinderbetreuung am Abend. Und so ist es toll, wenn wir uns morgens einfach mal ohne Kinder hinsetzen können, ein bisschen plaudern und Sonne tanken.

Anschließend fuhr der Mann zur Arbeit und ich ging zum Arbeiten in die Bibliotheken der Südstadt. Ich krieg schon immer fast gute Laune, einfach nur, wenn ich an diesen Orten bin…

Die Stadtteilbibliothek – sie war fast drei Jahre geschlossen zur Renovierung. Das Warten hat sich gelohnt, die Ausstattung ist toll und ich sitze hier gerne zum Arbeiten und aus dem Fenster schauen.

Die Bibliothek der Fachhochschule. Auch toll. Das Zeitungs- und Zeitschriftenangebot bringt immer Fundstücke, mit denen ich was für meine Arbeit anfangen kann.

Wenn ich Handlettering könnte, würde ich meine Bücher so sortieren.

Nachmittags trifft sich der Kindergartenrat – also die gewählten Vertreter_innen der Gruppen und die Erzieher.innen. Ich habe mal angemerkt, dass es doch nicht so schwer sein kann, wenn sich neue Mitarbeiterinnen mit einem Handschlag und Namen den Eltern vorstellen. Ist nämlich eher die Ausnahme. Ich glaub, ich hab mir nicht so beliebt gemacht aber ich versteh es einfach nicht. Die Fluktuation ist eh unglaublich groß und bei der Hälfte des Personals kenne ich den Namen nicht…

Heute habe ich erst blöde Fleißarbeit gemacht, Behördenkram und so. Anschließend mit meinen Partnerinnen in Crime an meinem Herzensprojekt gearbeitet. Und dann kam der lang ersehnte Friseurbesuch. Das Salz- und Chlorwasser vom Urlaub hat die ganze Farbe rausgezogen. Und diesmal wollte ich vorher Blondieren. Auf meinen Stränchen, die ich noch hatte, hielt die Farbe nämlich länger. Also saß ich eeeecht lang beim Friseur. Der Mann holte die Kids vom Kindergarten und besuchte nen Kumpel, ich brachte Farbe in mein Leben

Am Abend fuhr ich wieder InlineSkates am Rhein. Eine schöne Strecke, besonders im Abendlicht. Ich möchte mehr Fotos machen. Mehr gute Fotos und nicht nur mit dem Smartphone. Ich hab eine ganz gute Kompaktkamera, die habe ich viel im Urlaub eingesetzt und sie macht auch echt nette Portraitfotos und so. Aber in gewissen Situationen kommt sie an ihre Grenzen. Für den Blog weiß ich nicht, ob ich sie nutze. Ich würde mir ja gern mehr Zeit für Fotos nehmen, das wird ja oft unterschätzt, wie viel das ausmacht: Ein tolles Setting für die Fotos und ein netter Hintergrund, gutes Licht…alleine beim Thema Food-Fotografie fällt mir das auf. Wenn ich mein Essen fotografiere sieht es aus wie Entengrütze. Wenn man schöne Fotos vom Essen machen will ist das Arbeit. Für mich stehen Aufwand und Ertrag da noch nicht recht im Verhältnis zueinander, aber ich will wenigstens wissen, wie es geht. Und das natürlich nicht nur für Essen. Sondern auch fürs Familienalbum, für den Urlaub und überhaupt.

Ich blätter dann mal ein wenig. Wie gehts euch?

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4 Comments

  • Reply Susanne 5. Juli 2017 at 9:48

    Bei uns im Kindergarten hing ein Bilderrahmen mit Fotos und Namen der Erzieherinnen. Im Moment durch viele Wechsel abgehängt, soll aber wieder kommen. Das finde ich super, denn oft kannte ich nur die Vornamen durch die Erzählungen hatte aber kein Gesicht dazu.

    Außerdem gibt es bei uns an jeder Gruppentür einen Platz an dem jede Erzieherin ihr Namensschild platziert, sobald sie anfängt zu arbeiten. So hat man auch einen Überblick, wer da ist.

    Vorstellen allen Eltern finde ich in der Tat schwierig. Wir haben eine Ganztagsgruppe und zwei bis zwei Uhr. Meine Kinder sind beide nur bis zwei Uhr da. Da kannte ich lange die Erzieherinnen der Ganztagsgruppe nicht, da wir uns quasi nie gesehen haben.
    Trotzdem haben es einige versucht, als sie neu kamen. Nur bin ich sicher, sie haben nicht alle getroffen.
    Umgekehrt, das Kind wird um 7.30 gebracht, abgeholt um halb 4, die Eltern werden nie die Erzieherin meiner Tochter treffen, die von 8.30-12.30 arbeitet… 🙂

    Liebe Grüße

    • Reply Melanie 5. Juli 2017 at 10:59

      Hier sind in der Regel alle Erzieherinnen ab 9:00 Uhr da. Es gibt eine Frühschicht, die um halb 8 anfängt und die „Spät-„gruppe kommt um 9. Und alle wechseln, also jede hat mal Früh- mal Spätdienst. Die Spannweite ist nicht so groß. Bei dem persönlich begrüßen geht es mir weniger darum, sich die Namen zu merken (ich kenn auch nur die Vornamen idR), als darum kurz zu signalisieren: „Ich sehe Sie“. Und lieber begrüß ich jemanden zweimal, weil ich vergessen habe, dass ich mich schon vorgestellt hab, als keinmal. Grade als Erzieherin, wo schon ein Vertrauensverhältnis herrschen sollte, finde ich das wichtig. Da ich ja seit einer Weile blaue Haare habe, müssten sich die meisten auch merken können, ob sie mich schon gesehen haben oder nicht 😉

  • Reply Kirsten 5. Juli 2017 at 20:25

    Schöne Farbe!

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