Familie

Ernst des Lebens

Ui, war das früh heute morgen! Jetzt weiß ich, was die immer alle vom „Ernst des Lebens“ reden. Um kurz nach sechs klingelte mein Wecker. Ich ließ es mir aber nicht nehmen, den ersten Kaffee noch zu trinken, während alle anderen schliefen. Dann hieß es auf in den ersten „richtigen“ Schultag!

Kind1 war so schnell angezogen wie schon lange nicht mehr. Kind2 war dagegen wesentlich unmotivierter. Soll er wirklich alleine in den Kindergarten müssen? Die Erwachsenen machen doch bestimmt nur Witze…

Um viertel vor acht brachten wir Kind1 zu seiner Klasse, begrüßten kurz die Lehrerin und versuchten rauszufinden, wie denn heute der Ablauf ist. Doch doch, die offene Ganztagsschule würde heute schon beginnen. Hui, das ging schnell. Beim Infoabend hieß es noch, man würde in der zweiten Woche erst starten. Nun denn. Ich versuchte mich mit den anderen Eltern kurzzuschließen, was die denn für eine gute Abholzeit hielten und irgendwer sagte, er habe rausgefunden, dass um 14 Uhr Schluss ist heute…Ohje, geht das mit diesen halben Infos jetzt immer so?

Kind1 war schneller in der Klasse als wir Tschüss sagen konnten und dann brachten wir Kind2 in den Kindergarten. Der hatte nach den langen Ferien noch so überhaupt keine Lust und es brauchte viel Überredungskunst der Erzieherin sowohl Kind2 gegenüber als auch uns, dass das bestimmt ein super Tag für ihn werden würde.

Der Mann und ich verabschiedeten uns auch, denn er fährt heute für fast zwei Wochen beruflich weg.

Natürlich stehen nächste Woche Elternabende für beide Kinder und eine U-Untersuchung statt, aber das schaff ich mit links.

Ich setze mich für eine Verschnaufspause ins Stammcafé und atme. Alles wird gut!

Erst mal Kaffee

Ich treffe noch eine Freundin, deren Tochter auch grad eingeschult wurde und wir plaudern noch ein wenig. Anschließend versuche ich zu Hause ein wenig aufzuräumen und gehe mittags dann zum Biomarkt einkaufen. Ein Kürbis, zwei Brokkoli und zwei große Möhren sollen für die nächsten Tage reichen. Ich will endlich mal die Tiefkühle ausräumen und das Eingefrorene verbrauchen, auch der Vorratsschrank ist voll.

Schon um kurz vor eins hole ich Kind2 wieder ab, ich hab das Bedürfnis, ihm mal ein bisschen exklusive Zeit einzuräumen, das ging die letzten Tage ein wenig unter. Außerdem feiere ich innerlich immer noch ein bisschen, weil wir vergangenen mittwoch einen Termin beim HNO hatten – es bestand der Verdacht, dass auch bei Kind2 die Rachenmandeln raus müssten und eventuell ein Paukenröhrchen nötig ist. Der Hörtest ergab aber nichts Auffälliges und somit umgehen wir diese OP!

Nach einer Stunde auf dem Spielplatz gehen wir zur Schule um Kind1 abzuholen. Erst gehe ich zu den Räumen der offenen Ganztagsschule und stelle mich der Gruppenleiterin vor. Die Kinder sind bei dem Wetter im Hof und ich finde Kind1 schnell.

Den Nachmittag über sitze ich eigentlich nur in der Küche und fange die Stimmungen der beiden Kids auf und schlichte Streit. Sogar die Katze ist heute ziemlich aufgedreht und marschiert die ganze Zeit durch die Wohnung als suchte sie etwas (vielleicht Ruhe? Feel ya Sista!).

Ich überlege, welche Routinen und Abläufe jetzt mit der Umstellung auf Schule Sinn machen. Hilft vielleicht ein wenig mehr Struktur im Tages- und Wochenablauf? Ich möchte die Kinder eh mehr bei der Hausarbeit mit einbeziehen. Soll ich eine Orgatafel organisieren und mit Fotomagneten und Wochentagen strukturieren? Klingt verlockend, aber ob das zu mir/uns und den Kindern passt?

Um halb sechs rief ich die Kinder zum Aufräumen zusammen. Ich habe dabei gar nicht den Ehrgeiz, dass sie ihr komplettes Kinderzimmer aufräumen (da plane ich noch eine größere Aktion, dafür muss ich aber erst mal unseren Keller ausmisten…). Ich nehme mir nur einen kurzen Zeitraum vor und sage konkret, was aufgeräumt werden soll. Die Duplosteine in ihre Kiste, die Autos in ihre Kiste. Und dann noch die Papierschnipsel vom Basteln in den Müll bitte! Das waren gut 10 Minuten, die finde ich auch für Kinder überschaubar.

Das Abendessen besteht aus Resten von gestern und ich betone extra, dass wir nicht früher fernsehen (aktuelle Lieblingsserie, nach dem Dino-Zug: Paw Patrol) nur wenn sie schneller essen. Passiert dann nämlich gerne, dass sie nur halb aufessen und dann noch Hunger haben, wenn eigentlich schon Bettzeit ist.

Das Einschlafen geht dann erstaunlich schnell. Ich frage noch Kind1, was es heute besonders toll fand. „Die OGTS Mama!“ Pause… „Neee, eigentlich alles!“ Kind2 antwortet nicht mehr, er schläft schon tief und fest.

Ich geh auch gleich schlafen. Obwohl morgen Samstag ist heißt es nämlich trotzdem früh raus, die Elternbloggerkonferenz Wubbtika steht an…

 

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2 Comments

  • Reply Frau Sandkuchen 1. September 2017 at 20:51

    Viel Spaß auf der Bloggerkonferenz, deren Buchstaben ich mir nie merken kann!

    • Reply Melanie 1. September 2017 at 20:52

      Ha, geht mir genau so, ich muss jedesmal nachgucken! Würde mich noch gern für den Kaffee in Berlin revanchieren, mach ich das bei Dir oder bei Silke? <3

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