Familie

Hund vs. Baby

ich wollte mir nie einen hund anschaffen. nicht weil ich hunde nicht mag, die meisten find ich ganz süß. aber erstens machen sie mehr arbeit als unsere katze und zweitens: man muss smalltalk mit leuten machen, die man sonst nicht mal nach der uhrzeit fragen würde. die einzige gemeinsamkeit ist die tatsache, dass man einen hund hat.

jetzt hab ich ein kind und das hab ich nun davon. ich freue mich ja ehrlich, wenn mich (oder eher das baby?) leute anlächeln, die ich nicht kenne. aber müssen die mich auch noch anquatschen? besonders schlimm sind ältere leute, die einen ganz versonnenen blick bekommen und darüber sinnieren, wie erfrischend babies doch sind, dass man sich wünscht die zeit noch mal zurück zu drehen und dass man früher leider noch nicht so viele fotos machen konnte, ach hätte man doch die ersten schritte bildlich festhalten können. mag ja alles stimmen und vielleicht geht es mir in 30 jahren genau so. aber warum sollte ich das einer frischgebackenen mutter erzählen?

in der straßenbahn starre ich also gradeaus ins leere, möglichst finster guckend. aber wenn man ein baby dabei hat, schreckt das niemanden ab. besonders liebe ich auch die kommentare, wenn minime mal schlechte laune (=hunger, =pups quer sitzen) hat: „der hat bestimmt hunger/durst“, „der ist bestimmt müde“, „dem ist bestimmt zu kalt/warm/hell/dunkel/laut/leise“… – danke! jetzt weiß ich, was mein kind hat. ist ja auch echt schwer bei einem so kleinen baby, dass ungefähr zwei grundbedürfnisse hat – essen und körperliche nähe.

ach ja: speikinder sind gedeihkinder. aber kann mal jemand kleidung entwickeln, die der milchschlotze stand hält? wenn die sonne wieder scheint sieht man nämlich mit regenmantel etwas daneben aus…

geglückt: ein treffen mit coolen müttern aus dem geburtsvorbereitungskurs

gescheitert: den kalten kaffee in den mülleimer statt in den ausguss gießen. sich mit shampoo das gesicht waschen.

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