Familie

Hustentee und Glühwürmchen

Vergangenen Sonntag, nach einem schönen und erlebnisreichen Wochenende schaute ich in den Kalender nach den Terminen der nächsten Woche. NICHTS! Keine Termine außer der Reihe. Ich freute mich, dachte an all die vielen Sachen auf meiner ToDo Liste und sah mich Montag früh im Café sitzen und Milchkaffee schlürfen – ein kleines Ritual zu Wochenbeginn, wenn ich an den Wochenenden alleine mit den Kindern war.

Montag mit Hals- und Kopfweh aufgewacht, Kind1 zur Schule fertig gemacht und Kind2 zum Kindergarten wecken. Kind2 hatte aber partout keine Lust und mit keine Lust meine ich die sehr laute Art von keine Lust…ich nahm ihn also wieder mit nach Hause und sagte ihm, ich müsse an den Schreibtisch, arbeiten. Er solle ich auf die Couch legen…und…das tat Kind2 auch. Das…ist…sehr…ungewöhnlich. Er schlief ein und hielt das Nickerchen zwei Stunden durch. Seltsam, denn krank wirkte er nicht. Vielleicht war das Wochenende zu voll mit Programm, wer schaut schon in den Kopf eines Kindes?

Dienstag morgen hatte ich Husten. Immernoch Kopfweh. Beide Kinder gingen in Schule bzw. Kindergarten. Ich arbeitete noch eine Weile und versuchte einen Termin bei meinem Hausarzt zu kriegen. Man wimmelte mich ab bzw. bat mich erst am nächsten Tag zu kommen wenn möglich. Ich legte mich ein wenig hin, versuchte zu schlafen. Nachmittags holte ich die Kinder, ließ sie fernsehen. In der Nacht zu mittwoch kam der Mann nach Hause. Was dazu führte, dass Kind2 so erfreut über dessen Anwesenheit war, dass Kindergarten definitiv keine Alternative war. Ich ging mittags zum Arzt der mich für die Woche krank schrieb.

Donnerstag und Freitag vergingen halt so…ich mit Matschbirne im Bett, der Mann kümmerte sich nach seiner Arbeit um Kinder und Haushalt. Kind1 hatte Freitag Abend noch Vorlesenacht in der Schule. Bepackt mit seiner Decke ging er los. Der Mann holte ihn später ab. „Schule der magischen Tiere“ – das steht jetzt auf der Wunschliste.

Den Samstag verbrachte ich im Bett – der Husten war hartnäckig und schmerzhaft. Also im Hals sowieso aber auch im ganzen Oberkörper – wie Muskelkater.

Und heute, heute hab ich beschlossen den Husten zu ignorieren und halbwegs gesund zu sein. Zu gesund um im Bett zu liegen. Ich gehe mit den Kindern ins Theater – Ralph Caspers liest aus seinem Buch „Wenn Glühwürmchen morsen“. Es war lustig und kurzweilig. Die Kinder spielen zu Hause, ich versuche mich nach langer Zeit wieder an einem Häkelprojekt. Erinnert ihr euch noch an den Verein Trostteddy, der Kind1 damals nach seinem Armbruch in der Uniklinik ein wenig Aufheiterung verschaffte? Auf dem Foto seht ihr mein Projekt.

Den Abend lasse ich mit „The Marvelous Mrs. Maisel“ und Hustentee ausklingen. Auf die nächste Woche!

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