Familie

Ja, so soll es sein

Die Küche klebt vor lauter Knisterzucker, vermutlich klebt es Kind2 auch noch in den Haaren. Aber statt ihn und seinen Bruder in die Badewanne zu stecken habe ich sie vor den Computer gesetzt, wo sie selig siebentrölfzig Folgen Paw Patrol gucken dürfen. Unter der Woche ist momentan nämlich Guck-Verbot und sie freuen sich jetzt dreifach.

Das Abendessen bestand aus zwei Stücken Streuselkuchen mit Zwetschgen. Ein Stück zur Kuchenzeit und eins am Abend. Weil für Abendessen keine Zeit und Energie mehr war.

Am Nachmittag kam nämlich Besuch, eine von den Lieblingsfreundinnen von Kind1 und ihre Mama, die eine meiner Lieblingsfreundinnen geworden ist.

Es war laut, es war wuselig. Es war zwischendurch so gar nicht Geschwisterplüsch. Während wir Erwachsenen uns über die ersten Tage mit Schulkind austauschten wurden wir siebentrölfzig mal unterbrochen.

Nachdem ich vormittags aufgeräumt, geputzt und gebacken habe sieht es grade wieder genau so aus wie gestern Abend. Nein, schlimmer. Als die Freundin und ihre Tochter uns verlassen verhaut Kind2 seinen großen Bruder grade mit dem Schuhlöffel der Nachbarin.

„Wolltest Du nicht mal vier Kinder?“ fragt sie mich. Naja, vier vielleicht nicht unbedingt. Aber meinetwegen muss es auch nicht bei zwei bleiben.

Ich trinke mein zweites Glas Weißwein, eigentlich trink ich nie, wenn ich alleine mit den Kindern bin. Aber heute, heute ist Gönnung. Oder wie die Jugend von heute das so nennt. Noch nicht mal für ein Foto geb ich mir noch Mühe.

Schönes Wochenende!

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