Familie

Osterferien

Die Kinder waren die kompletten Ferien zu Hause, sprich nicht im Kindergarten oder in der Offenen Ganztagsschule. Ich empfinde das als richtigen Luxus, dass das möglich war. Dass sie einfach mal den Leerlauf erleben konnten. Dadurch, dass ich meist im Homeoffice arbeite und auch zeitlich recht flexibel bin war es machbar, aber auch nicht einfach. Die beiden haben einfach unglaublich viel Energie, die muss man schon kanalisieren. Den Sommerferien seh ich aber schon jetzt ein wenig mit Grauen entgegen, denn sechs Wochen werden wir uns den Luxus nicht „leisten“ können.

Und das ist ein elendiges Paradox – ich bin nämlich sicher, dass die Kinder diese Auszeiten benötigen. Aber der Mann und ich müssen arbeiten und auch wenn ich „flexibel“ bin, ich kann und will meine Arbeit nicht in die Nacht verlegen. Dennoch – das wird sich finden.

Auch für mich waren die letzten Wochen Auszeiten dabei. Mit meiner Schwester hab ich Wellness gemacht und mit dem Mann einen Städtetrip nach Amsterdam. Während die Kinder bei den Großeltern waren. Das war schon perfekt so.

Endlich sind auch die ersten Sonnenstrahlen draußen und ich merke gleich, wie sehr das mein Leben erleichtert. Einfach Sachen packen und in den Park gehen, die Kinder beschäftigen sich da beinahe selbst.

Ansonsten denke ich viel nach. Auch deshalb war es in den letzten Wochen sehr ruhig hier. Was will ich mit diesem Blog noch, was kann ich meinen Leser*innen noch „geben“. Was sind meine Themen – denn ja, die haben sich auch gewandelt. Oft hadere ich mit mir etwas zu schreiben, wenn ich denke, dass es a) schon hundert andere irgendwie geschrieben haben und b) ich nicht vorbildhaft und perfekt bin, in dem was ich tue.

Ein Beispiel: Minimalismus und Nachhaltigkeit. Gefühlt wurde in den letzten zwei Jahren alles dazu verbloggt, in youtube gezeigt, Bücher geschrieben etc. Und außerdem – was sollte ich schon darüber schreiben? Die Wohnung hier sieht nicht aus, wie man sich minimalistische Wohnungen dank youtube und netflix vorstellt, in Sachen Nachhaltigkeit ist mein Leben gefühlt voller Kompromisse. Ich mein, ich benutze einen Wäschetrockner! Und alle zwei Jahre fliege ich mal in den Urlaub. Ab und zu kaufe ich im Unverpacktladen und auf dem Biomarkt ein, aber wenn ich mit den Kindern unterwegs bin wähle ich den Discounter, der auf dem Nachhauseweg liegt. Darf ich da was über Minimalismus oder Nachhaltigkeit schreiben?

Ich glaub, ich werde es in Zukunft einfach tun.

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