Browsing Tag

baby

Familie

9 Monate Cashew

9 Monate sind seit der Geburt von Cashew vergangen. Sehr intensive Monate.

Vom Gefühl her: Ein Schub nach dem anderen, ein Entwicklungssprung folgt auf den vorherigen, keine Verschnaufpausen.

Die Eckdaten: Kleidergröße 86 (mit Stoffwindeln auch mal Bodys in 92), 13 kg, 8 Zähne. 12+ Stunden Schlaf täglich. In den letzten zwei Monaten kam es vom auf-den-Bauch-drehen zum freien Sitzen und seit einigen Tagen zieht sich das kleine Etwas an allem hoch und macht Trippelschritte. Darf man Dich noch Baby nennen, Cashew?

Durch die Mobilität ist Deine innere Anspannung scheinbar weniger geworden. „Innere Anspannung“ meint: Im Ruhezustand warst Du wie ein Auto an einer roten Ampel, bei dem der Motor nicht abgeschaltet ist, und das, wenn die Ampel auf grün springt, direkt auf 100 beschleunigen will. Scheinbar war es für Dich noch anstrengender als für uns. Naja.

Mal schläfst Du gut, mal nicht. Die letzten Nächte eher nicht. Klar, Papa war ja auch nicht da, da muss man ja Mamas Grenzen mal austesten. Leichtes Fieber und viel Sabber interpretier ich mal so, dass da Zahn Nummer 9 wartet. Vielleicht auch nicht.

Du nimmst Deine Umgebung sehr bewusst wahr, saugst alle Infos auf. Du fremdelst schon beinahe von Anfang an. Einerseits. In der Krabbelgruppe stürzt Du Dich dagegen auf die Spielsachen und zu meinem Leidwesen auch mal auf die anderen Babys, die alle etwas kleiner ausfallen als Du und Angst vor Dir haben.

Morgens setze ich Dich regelmäßig aufs Töpfchen, und als wüsstest Du, was zu tun ist, tust Du eben, was zu tun ist. Ich bin beeindruckt. Ansonsten benutzen wir weiterhin zu 3/4 Stoffwindeln (TotsBots Bamboozle oder Hybrid) und grade Nachts oder bei längeren Ausflügen (so lange das Wetter noch nicht zum eben mal draußen Wickeln einlädt) mit Wegwerfwindeln.

Du trinkst immer noch sehr gerne Milch. Feste Nahrung am liebsten mit der Hand: Nudeln, Gurke, Pfannkuchen – was Dir eben so in die Finger kommt.

Ich weiß, von Trotz- bzw. Autonomiephase zu reden ist noch sehr früh. Aber ich habe eine wage Ahnung, dass wir uns bei Dir auf eine intensivere „Autonomie“phase einstellen dürfen. Bisher verkündest Du immer recht laut Deinen Unmut und Willen.

Tu mir einen Gefallen, Cashew, wachse nicht ganz so schnell weiter, Du bist doch noch mein Baby!

Karneval

Baby-Karnevalist

Familie

Die 5 Lieblingsspielzeuge von Babys – eine Auswahl

Da wir auch zu Kind Nummer zwei reichlich Geschenke bekamen, mangelt es hier nicht an altersgerechtem Spielzeug. Nur dass das Baby dieses Spielzeug ignoriert und seine ganz eigenen Vorstellungen von anregendem, entwicklungsförderndem Zeug hat. Hier eine kleine Auflistung:

1. Schwerkraft

Löffel in die Hand nehmen, fallen lassen, hinterhergucken. Schnuller in die Hand nehmen, fallen lassen, hinterhergucken. Banane in die Hand nehmen, fallen lassen, hinterher gucken. Und so weiter….Überall zu haben, quasi umsonst. Und dieses „Spielzeug“ soll schon Nobelpreisträger hervorgebracht haben.

2. Schneebesen

Gut zu greifen und ableckbar von beiden Seiten. Mit und ohne Pfannkuchenteig dran. Für Finger und Zunge ein besonderes, haptisches Ereignis. Ich mag es besonders wegen der Funktion „Du, ich muss auflegen, dass Kind hat grad seine Zunge im Schneebesen verhakt“

3. Papiertaschentücher in Plastikumhüllung

Knistert, als hätte es sich ein Kind persönlich ausgedacht. Man muss nur aufpassen, dass – falls schon vorhanden – die Zähne keine kleinen Löcher reinreißen. Ganz besonders wenn es Taschentücher mit ätherischen Ölen sind…

4. Waschzettel

Von allem: Kuscheltieren, Anziehsachen. Das ultimative Spielzeug wäre ein Waschzettel mit Waschzetteln dran. Aber nicht diese Schnuffeltüchern mit „gefaketen“, zum Anlullern gedachten Schlaufen. Darauf fallen die kleinen Würmer nicht rein.

5. Alles, was „NEIN!“ heißt

Kabel, Steckdosen, Blumen(töpfe), Treppen… Vielleicht spielen Babys also doch mit „Babyspielzeug“, wenn man es deutlich mit „NEIN!“ anschreit? Das muss ich tatsächlich noch testen.

So, wie ihr seht: Babys mit anregendem, pädagogisch…äh interessantem Spielzeug auszustatten ist sehr einfach und fast KOSTENLOS! Falls ihr selber keine Kinder habt, aber Schwangere/Neu-Eltern im Bekanntenkreis, ihr wisst ja jetzt, was zu schenken ist.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsort und freut sich über Kommentare zu weiterem, babyfreundlichem Spielzeug!

Familie

Die ersten Tage…

versunken in der baby-bubble. die geburt, die längst nicht so verlief wie erhofft und sich doch selbstbestimmter anfühlte. der weg in die hölle ist bestimmt gepflastert mit stundenlangen presswehen die frau „veratmen“ muss. der weg in den himmel dagegen ist voller engelslächeln, babyschmatzen und diesem flaumigen köpfchen. versunken in 50shades of gebärmutterfarben. rosa in allen schattierungen.

weil das gefühl der überforderung diesmal ausblieb blieb soooo viel mehr zeit und raum für hachz und herz und dankbarkeit und demut. 

über sich selber lachen, weil man fürchtete, da sei vielleicht nicht mehr genug liebe für nummer zwei. 

ständig weinen können, vor rührung, freude, glück. sich selber wundern wie weich mensch wird, wie das eigene herz zerspringen könnte vor all dem gefühlsoverkill. und wie es fast zerreißt beim gedanken an die freund_innen und bekannte (gott sei dank wenige), deren kinder wohl nie erwachsen werden…

wie der dreijährige das erste mal das krankenhauszimmer betritt. der, den ich hier minime nenne und der so gar nicht mehr mini ist. der noch nicht weiß, was er von all dem halten soll. der sich so rührend um sein geschwisterchen kümmert, seine schnuffeltücher teilt und dreckige windeln in den müll trägt. der allen stolz verkündet, dass das da im kinderwagen SEIN geschwisterchen ist. und der in momenten, in denen er sich unbeaufsichtigt fühlt doch mal traurig guckt, als ahnte er, dass ihm nun nicht mehr die volle aufmerksamkeit zuteil wird. 

cashew…dieses baby das so tiefenentspannt liegt, schläft, trinkt und guckt. dass sich schon selber vom rücken auf die seite rudert und mit seinen kleinen händchen den schnuller fest in seinen mund schiebt. nicht umhin können, mit dem großen bruder zu vergleichen und fest stellen, wie einzigartig diese ausgabe jetzt schon ist.

danke für alle off- und online, die sich mit uns freuen, besonders bedanken möchte ich mich bei meinen twitter- und facebookfollowern, die fast 30 wochen mit mir gefiebert haben, sich gefreut und mich aufgemuntert haben und überhaupt: danke fürs zuhören. 

Familie

Kita-Klappern

Ich wohne in einer westdeutschen Großstadt. Das heißt, die Betreuungsplatzsituation für Unterdreijährige ist besch***en. Da der Mann und ich uns die Elternzeit teilen aber danach auch wieder arbeiten wollen brauchen wir eigentlich schon ab nächsten März einen Platz. Aber natürlich wird nur nach den Sommerferien aufgenommen. Wenn man denn einen der heißbegehrten Plätze ergattert. Ist gar nicht so einfach, ich habe jetzt alle in Frage kommenden Einrichtungen abgeklappert (vermutlich hätt ich das schon tun sollen, als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin). Das ging ungefähr so:

Städtische Kita.

Erste Hürde: Suche das Downloadformular auf der Homepage des Jugendamtes. Dann finde in der näheren Umgebung (als zumutbar wird nämlich eine Distanz betrachtet, bei der ich mit Hin- und Rückfahrt die Zeit auch gleich zur Betreuung hätte selbst aufbringen können, da komm ich zwischen Hinbringen und Wiederabholen nämlich zu nix) eine Einrichtung, die keine reine Aufbewahrungsanstalt ist und plätze für die Kleinen hat. Dann schicke das Formular ab und hoffe, dass sich eine_r meldet.

Waldorfkita.

Für das Kind bestimmt ne schöne Sache, so alternativ und so. Aber für uns als Eltern? Beim Infoabend sitzen der Mann und ich und staunen. Auf zu kleinen Stühlen zwischen lauter Enddreißigereltern mit Hornbrillen und Wollpullis. Er so freiberuflicher Architekt oder Irgendwasmitmedienprojektetotalcool. Sie so Lehrerin, Heilpraktikerin oder Yogatrainerin, vielleicht auch Ärztin.

Hab ich an sich nix gegen aber so ne Waldorfkita erwartet schon viel Beteiligung der Eltern. Zitat: „Dann sitzen die Mütter beim Weihnachtsplätzchenbacken und die Väter streichen die Gartenlaube neu…“ – Der Mann drückt mir schon fest die Hand, weil er sieht wie mein Gesicht rot anläuft. Er gibt mir auch zu verstehen, dass ich mir auf die Zunge beißen soll, als die Leiterin ihr progressives Erziehungskonzept vorstellt: „Und dann gibt es jeden Tag was anderes zum Frühstück, aber halt jeden Montag das gleiche und jeden Dienstag und so weiter. Damit die Kinder begreifen was ein Wochenrhythmus ist {(das ich die Wochentage auch gelernt habe obwohl es jeden Morgen Käse- oder Wurststulle gab habe ich dann nicht laut gesagt)}. „Und wir legen auch viel wert darauf, dass die Kinder die Natur und den Jahreskreis kennen lernen. Darum gehen wir im Frühling an den Ententeich wo die Küken schwimmen“. Jawoll, Großstadt, Zentrum: Park mit Ententeich = Natur. Nebenbei lässt die Leiterin durchsickern, dass man von der U3-Betreuung eh nicht viel hält, weil die Kinder ja in der Zeit eigentlich noch zur Mama gehören…deshalb sind die Öffnungszeiten für die Kleinsten auch nur von Sieben bis 14 Uhr.

Elterninitiative.

So auf DU so. Auf der Homepage (selfmade) steht die Zeit, zu der man zum Zwecke der Anmeldung anrufen kann: mittwochs zwischen zehn und elf. Nachdem ich diese großzügige Zeitspanne schon drei mal verpennt habe, weil ich entweder neben Minime eingepennt bin oder die Zeit mit füttern und Windeln wechseln verbracht habe, habe ich es heute ENDLICH geschafft. 10.50 Uhr, ich wähle mit feuchten Händen die Nummer. Besetzt. Natürlich. Versuchen ja auch noch 100 andere Mütter einen Platz zu ergattern. 11.01 Uhr: immer noch besetzt. Dann probier ich es halt nächste Woche!

Katholischer Kindergarten

„Ja, wir nehmen ab zwei Jahren auf. Mittwochs zwischen zwei und vier sind unsere Bürozeiten. Kommen sie doch vorbei, dann können sie sich die Einrichtung angucken“ – wie, ich darf vorbei kommen und mir die Einrichtung angucken? Werde nicht direkt am Telefon abgeblockt??? Treffer!

Also Minime um viertel vor Zwei fertig gemacht. Naja, angefangen. Frische Windel drum, frische Windel voll. Nochmal das Ganze. Weil er ja wieder leer ist muss ein Fläschchen wieder rein. Weil er ein Speikind ist, kommt die Hälfte wieder raus. Drittes Lätzchen nass, Nummer vier drum. Mir fällt ein, dass verantwortungsbewusste Mütter ihrem Kind ja bei jedem Wetter ein Mützchen aufsetzen, bei schlechtem Wetter weil es kalt ist, bei Sonne weil eben Sonne ist – gefährlich. Natürlich will ich nicht beim ersten Eindruck ein „unverantwortlich“ hinterlassen und setze ihm ein Mützchen auf. Mützchen findet er doof. Minime ist endlich in der Trage, ich nassgeschwitzt. Hilft ja nix, also los. Die Leiterin nimmt mich begeistert in Empfang und erzählt von ihrem pädagogischen Konzept.

Als wenn mich das noch interessieren würde, ich mein, wer sein Kind vor dem dritten Lebensjahr wegorganisieren will, muss nehmen was sie kriegen kann. Ich höre also brav zu und nicke. „Und ich sag es noch mal, weil es aus dem Namen nicht direkt ersichtlich ist, wir sind eine katholische Kita, nur das sie es wissen. Gehören sie einer religion an?“

Jetzt kann ich mit ‚ich bin Agnostikerin‘ wohl nicht punkten. Also „jaja, ich bin evangelisch. Ich war katholisch und auch in einem katholischen Kindergarten, bin dann aber…“ – hier bleib ich hängen. Ab jetzt würd ich es nur noch schlimmer machen. Was ich von katholischer Kirchenpolitik halte erspar ich der Dame besser. Und das der Papa von Minime gar nix von Konfessionen hält auch. Und das wir nicht verheiratet sind… aber netterweise übergeht sie mein Zögern und legt mir das Anmeldeformular hin.

Glaube, Liebe, Hoffnung – die Hoffnung stirbt zuletzt oder so ähnlich steht es doch in der Bibel.

Ach ja, falls ich es vergessen habe: Jede dieser Einrichtungen hat zwischen vier und sieben Plätze für die Kleinen und eine Warteliste im dreistelligen Bereich. Die Hoffnung stirbt ZULETZT.

Familie

2 mal 3 ist nicht dasselbe wie 1 mal 6…

…jedenfalls nicht, wenn es um die Anzahl der geschlafenen Stunden und den Grad der Ausgeschlafenheit geht.

Sechs Stunden am Stück, ein Traum!

Das ist ja einmal die Woche drin, aber das ist viel zu selten. Und da das Kleine noch seinen Dreistundenrhythmus hat, geh ich schon ab und zu auf dem Zahnfleisch. Dafür kann ich immerhin noch bis mittags im Bett rumlungern und zwischendurch mal ein Stündchen wegnicken, vorausgesetzt, es hat nicht zwischendrin seine Wachphase – die ist nämlich gern mal um drei uhr oder sechs uhr morgens.

Zu einer Zeit also, wo meine innere Uhr voll auf Standby gepolt ist. Aber man hat mir versichert, das geht vorbei und die Schlafphasen werden länger. Angst hab ich nur vor der Zeit, wo es ca. von sieben bis sieben pennt und dann gnadenlos wach ist. Dann wird es schwierig mit der Abendgestaltung!
Interessant auch, wie man ökonomischer schläft:

Der Mann kann mit Bierflasche von der Treppe fallen, es kann mitten in der Nacht gewittern – ich bekomm nix mit. Dreht sich das Baby neben mir um und gähnt – bin ich hellwach.
Und was noch fehlt für die Nachtstunden: Unterhaltung! dank iphone check ich dann meine Mails und schau bei facebook rein, da ist natürlich aber nix los. Also, tut den Müttern den Gefallen und werdet nachts aktiv!