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Feminismus

Kurz und knapp: Feminismus. Mutterschaft. Yeah

Hach, es gibt Zeiten, da sehe ich die „Früchte“ meiner Arbeit. Da freue ich mich, dass ich nach all den Jahren das Schreiben über feministische Mutterschaft nicht aufgegeben habe. Weil es nicht so viele Klicks bringt, für viele Diskussionen sorgt und man sich nicht immer Freund_innen macht. Weil das, was man schreibt per se als Affront gegen diejenigen aufgefasst wird, die ein klassisches Familienleben leben. As if!

Ich denke, dass gerne Missverständnisse über Feminismus aufrecht erhalten werden, damit man sich nicht auf die inhaltliche Ebene begeben muss. Weil es hart ist zu sehen, dass sich gesellschaftliche Strukturen auch im eigenen Familienleben finden lassen. Weil es weh tut zu sehen, dass die eigenen Erwartungen an Familie und Unabhängigkeit nicht erfüllt werden und man keine Energie mehr hat, dem eigenen Partner die vermeintlich gemeinsam getroffenen Entscheidungen vorzuwerfen…

Aber ich schweife wieder ab. Eigentlich wollte ich nur kurz auf zwei Texte hinweisen.

Ich habe für das gleichstellungspolitische Magazin „news. Gender, Politik, Universität“ über Feminismus und Mutterschaft im Netz geschrieben. Weil es quasi kein 100prozentig subjektiver Text ist, sondern ein Metatext hab ich diesen nicht hier auf meinem Blog veröffentlicht, sondern auf meiner Referentinnen-Seite. Hier nur mein Fazit:

Mütter erschreiben sich einen Raum, finden Gehör in Politik und Wirtschaft und die ein oder andere betreibt mit ihrem Mamablog ein Business. Diese durch Blogs und soziale Medien ermöglichten Chancen verhelfen feministischen Ideen und Thematiken zu mehr Reichweite. Auch wenn sich weiterhin darum gestritten wird, ob Kinder möglichst lange zu Hause betreut werden sollten oder auch schon Kleinkindern eine außerhäusige Betreuung mit gut ausgebildeten und einfühlsamen Erzieherinnen zuzumuten ist: 

Einig ist man sich prinzipiell darin, dass Mütter die Wahl haben sollten sich für ihren Weg entscheiden zu können. Wenn das mal nicht feministisch ist.

Und in der Süddeutschen Zeitung ist ein Beitrag über die Wellenmacherin Christine Finke, alias „Mama arbeitet“ erschienen. In einer kleinen Infobox wird auf weitere Elternblogs aufmerksam gemacht und mein feiner kleiner Blog findet dort Erwähnung (zum ganzen Artikel geht es hier):

glücklich scheitern in der Süddeutschen

In so illustrer Runde fühle ich mich sehr wohl! Alles tolle Blogs.

Falls ihr also über einen dieser Links, bzw. Quellen hierher gekommen seid:

Lest gern weiter und verweilt! Ohne meine Leser_innen und ganz besonders ohne die Kommentare hier und der Austausch in den sozialen Netzwerk wäre die Bloggerei ziemlich fad. Wenn euch feministische Themen interessieren – in der Seitenleiste (oder in der mobilen Ansicht am Ende) findet ihr die Kategorien „Feminismus“ oder die „Interviewreihe Feminismus & Mutterschaft„.

Oder ihr lest nach, wie mein Kind ein Junge wurde. Wie ich als Feministin meine Söhne erziehe. Oder warum ich nicht glaube, dass der Feminismus Schuld ist, wenn Hausfrauen gedisst werden. Und falls ihr dann noch Lust habt, könnt ihr einen persönlichen Blick in unsere 50/50 Variante gleichberechtigter Elternschaft nachlesen.

Und wenn ihr dann bleibt, dann könnt ihr auch was über Familienalltag oder vegane Rezepte sowie Urlaubsberichte hier lesen. Ich freue mich, wenn ihr bleiben mögt!

Familie

Frühlingswetter, Karnevalsvorbereitung und Bücherei – Alltag halt

Am Montag war ich mit Kind1 zur Schuluntersuchung. Schuleignungsuntersuchung? Jedenfalls da, wo die Ärzt_innen vom Gesundheitsamt in die Schule kommen. Kind1 freute sich sehr – ich weiß nicht, was er da immer erwartet aber er hatte da nie Abwehrhaltungen, auch nicht bei der fast gleichen Untersuchung vor anderthalb Jahren im Kindergarten.

Kind1 erzählte Geschichten zu den kleinen Bildchen, malte Kopffüßler und schaute, ob mehr blaue oder mehr gelbe Bälle auf dem Bild sind. Der Hörtest war einwandfrei und dann hüpfte er noch rechts und links über eine Linie, schrieb seinen Namen und was er sonst noch machen musste hab ich schon wieder vergessen. Diagnose: Definitiv schultauglich. Lediglich die Feinmotorik sei noch ausbaufähig, das könne aber auch an den Sehschwierigkeiten liegen.

Anschließend brachte ich ihn in den Kindergarten, wo er schon den erstbesten Leuten von seinem Morgen berichtete.

Ich ging anschließend den Wocheneinkauf erledigen, diesmal war es aber nicht so viel. Der Mann ist ja diese Woche mehr zu Hause und kocht an einigen Tagen. Für Montags plan ich eh immer Nudeln mit Sauße ein, denn die Kinder bekommen im Kindergarten dann immer Suppe, haben zu Hause dann tierisch Hunger und es muss was sein, was schnell fertig ist und kritiklos gegessen wird. Ich ging noch kurz in mein Lieblingscafé und anschließend nach Hause. Da es schon Mittag war, bereitete ich mir was zu essen und machte anschließend ein kleines Nickerchen, da die letzten Nächte sehr bescheiden waren.

Gegen vier holte ich die Kinder vom Kindergarten und ging mit ihnen kurz beim Bäcker vorbei und dann auf den Spielplatz. Endlich mal wieder schönes Wetter! Wir trafen noch den Patenonkel von Kind2 mit Baby und als es dunkel wurde hatte ich Mühe, die Kinder nach Hause zu kriegen. An der Haustür trafen wir dann den Mann und gingen gemeinsam in die Wohnung. Ich machte das Abendbrot fertig und schwang mich selber dann aufs Fahrrad um zum Geburtstag einer Freundin zu fahren.

Kinder schaukeln

„Mama, mach ein Fotooo!“ Schwierig…

Am Dienstag brachte der Mann die Kids in den Kindergarten und ich arbeitete ein bisschen im HomeOffice. In meiner Mittagspause schaute ich eine Folge von Call the Midwife (habe wieder von vorne angefangen) und stelle wieder fest, dass das ne blöde Idee ist, wenn man anschließend noch was arbeiten will (ich heule bei jeder Folge…).

Auf meiner Entrümpelungs-ToDo Liste stand noch „Kleiderschrank ausmisten (meine Sachen)“ und dieser Aufgabe widmete ich mich dann. War weniger dramatisch als erwartet. Ich bin eh kein FashionVictim und habe nicht wirklich viele Klamotten. Aber ich fand noch etliche Sachen aus der Kategorie „Da pass ich bestimmt bald wieder rein“ und „Naja, hat drei Löcher aber kann man ja noch im Urlaub/bei der Gartenarbeit anziehen“ (wir haben gar keinen Garten und im Urlaub mag ichs dann doch lieber gut angezogen). Ich machte also einen Stapel für den Flohmarkt und einen für den Müll und war nach 15 Minuten fertig. Erwähnte ich bereits, dass ich noch nie auf nem Flohmarkt was verkauft habe? Sachen loswerden ist für mich immer die größte Hürde.

Der Mann holte die Kinder vom Kindergarten und fuhr mit ihnen einkaufen. Kind1 hat sich nämlich Papas leckren Apfelkuchen gewünscht („mein“ Apfelkuchen kann da angeblich nicht mithalten) und zum Abendbrot sollte es Naan mit verschiedenen Dips geben. Die Kinder halfen dem Mann beim Backen und Kochen und dann war es auch schon Abend.

Perücke in blau-grün

Ein Teil meines Karnevalskostüms kam an. Ich werde Pfau

Auch am Mittwoch bringt der Mann die Kids zur Kita. Ich bekomme eine Nachricht von der Babysitterin, dass sie leider Bindehautentzündung hat und am Abend nicht sitten kann. Sie ist Erzieherin, da bleibt sowas nicht aus und Kind2 ist leider sehr anfällig für Bindehautentzündungen. Ich bin trotzdem tieftraurig, habe ich mich sehr auf einen Abend mit dem Mann in unserer Lieblingskneipe gefreut. Als „Entschädigung“ gehen wir halt auf ein Käffchen raus, muss man ja ausnutzen dass der Mann zu Hause ist. Er ist anschließend noch verabredet und ich mach mich an meine Arbeit.

Nachmittags holt der Mann Kind1 zum Bouldern aus der Kita. Ich hole eine Stunde später Kind2 ab, wir kommen an der Wohnung vom Patenonkel vorbei und das Kind möchte klingeln. Es ist auch jemand zu Hause und so kommt der Patenonkel mit dem Baby auch noch hinterher zum Spielplatz, wo wir Kind1 und den Mann treffen. Das große Kind ist vom Sport so fix und alle, dass es von sich aus (!!!) sagt, er möchte nach Hause. Gibt es sonst nie…Während Kind1 mit dem Mann nach Hause radelt bleiben wir anderen noch eine Weile bei den Schaukeln. Ist das Frühlingsluft?

Am Donnerstag bringen wir gemeinsam die Kinder zum Kindergarten. Anschließend versuche ich, meine Lieblingsstiefel bei einem Schuster reparieren zu lassen, aber der gute Mann möchte mir keine Hoffnungen machen. Er behält meine Stiefel und sagt, ich solle morgen wieder kommen, er guckt mal, was er machen kann. Der Mann macht sich auf den Weg zu den großen Elektrofachhändlern – wir kaufen uns nämlich eeeendlich einen Trockner! Bisher stehen in unserem Wohnzimmer drei Wäscheständer um dem Output hier die Stirn zu bieten, aber das sieht nicht nur hässlich aus und nimmt Platz weg, auf dem mein Schreibtisch stehen könnte, es macht mich auch schier wahnsinnig all diese kleinen Kindersöckchen und T-Shirts undundund ständig aufzuhängen. Ich hatte ja immer ein schlechtes Gewissen, wegen der Ökobilanz, aber neulich las ich irgendwo, dass die ganze feuchte Wäsche mehr zum Lüften zwingt, was mehr zum Heizen…und Gegeninfos will ich gar nicht hören! Jedenfalls wurde der Mann bei den großen Märkten nicht fündig. Die Beratung war – nett gesagt – leidenschaftslos und so fuhr er zum lokalen Weißgerätemarkt unseres Vertrauens, wo wir auch bereits Kühlschrank und Waschmaschine gekauft haben. Super Preis und Lieferung bis vor die Wohnungstür!!! (Ich wiederhole mich, 5. Stock ohne Fahrstuhl…).

Wir holten die Kinder ab. Der Mann fuhr mit Kind2 los, eine Jacke für ihn (also Kind2) kaufen. Eine hat er bereits so verhunzt, dass sie auch keine Schneiderin mehr wieder hätte reparieren können. Ich schnappte Kind1 und wir fuhren zur Bibliothek. Bibliotheken sind ja meine Happy Places und die hiesige Stadtbibliothek hat eine toll eingerichtete Kinderabteilung. In meiner Heimatstadt hatte die Kinderbibliothek ein eigenes Gebäude, war hell und gemütlich und ich habe viele Stunden dort verbracht. Ich hoffe, meine Kinder fühlen sich in Büchereien genau so wohl. Leider hat unsere Stadtteilbibliothek schon seit drei Jahren geschlossen und weil das Gebäude renoviert werden muss und das unter Aufsicht der kommunal Zuständigen offenbar dauern kann, hab ich da auch nicht allzu viele Hoffnungen.

Kleine Buchauswahl für klein und groß

Demnächst stelle ich euch ein paar der Bücher vor, die wir hier grad lesen. Jetzt wartet die Wäsche darauf, noch mal aufgehangen zu werden – der Mann ist nämlich mit Freunden raus und hat sie extra für mich übrig gelassen.

12 von 12

12 von 12 // August 2016

Kind2 hat seit halb 6 den Schlaf unmöglich gemacht. Da hilft nur kuscheln im Bett. Und Kaffee. 

Kaffee im Bett

Kaffee im Bett

Ich bringe die Kinder zum Kindergarten. Erst Kind1 in seine Gruppe, dann Kind2. Ich ziehe ihm die Hausschuhe an, plaudere noch kurz mit dem Vater eines anderen Kindes. Als ich mich nach meinem Kind umschaue ist es schon verschwunden! Ich geh in seine Gruppe und finde ihn bereits mit anderen Kindern ins Spiel vertieft. Ich werde  vom Kind! – rausgeworfen. 

Anschließend stehe ich mit ein paar anderen Eltern noch draußen und quatsche nett. Der Mann kommt dazu. Wir haben heut nämlich beide gleichzeitig frei!

Auf der Straße mit anderen Eltern quatschen

Auf der Straße mit anderen Eltern quatschen

Darauf gehen wir erst mal Kaffee trinken. Vor der Renovierung stand an gleicher Stelle „Dies ist ein Café für Menschen, die zum allein sein Gesellschaft brauchen“

Caffe Bud Köln Südstadt - Der Sinn des Lebens ist Leben

Der Sinn des Lebens ist Leben

Kaffee

Kaffee

Man findet sie hier überall, die „Stolpersteine

Stolpersteine

Stolpersteine

Thermomix Transparent

Thermomix Transparent

Ich muss so lachen: nachdem ich gestern auf einer Thermomixparty in einer WG mit Foodsharern und Student*innen war und der Mann per whatsapp in regelmäßigen Abständen äußerte, was fürn überflüssiges Quatschgerät das sei – stellte heute der Obs un Jemös- Händler unseres Vertrauens dieses Transparent auf während wir dran vorbei gingen. „Das ist ein Zeichen!“ flüster ich zum Mann. „Quatschgerät“ sagt der.

Mein Notebook

Mein Notebook

Ich erledige ein paar Emails auf dem in die Jahre gekommenen Notebook. Ob es darauf schon Sammlerpreise gibt?

Beim Kinderarzt

Beim Kinderarzt

Mit Kind1 beim Kinderarzt, Verband wechseln. Das war das erste Mal nach der OP, dass ich die Wunde gesehen habe. Ich vertrag ja Einiges aber ich war froh, dass ich hinter dem Kind stand! Ne ganz schön lange Naht geworden! Und ich dachte, da wären dünne Drähte im Arm, aber es waren richtige Metallnägel die aus dem Arm guckten 😱 Verheilt aber alles gut…

Nachmittags treffen wir uns auf dem Spielplatz. Eine Kindergartenfreundin von Kind1, die im Januar nach England gezogen ist, ist zu Besuch. Die Kinder freuen sich sehr übers Wiedersehn…

Auf dem Spielplatz

Auf dem Spielplatz

Übermüdet gehen wir alle nach Hause. Sind ja nur fünf Etagen ohne Fahrstuhl…

Im Treppenhaus

Im Treppenhaus

Dankeskarte

Dankeskarte

„Außerdem vielen Dank für 5 Jahre Lust aufs Kinderkriegen machen“ – das schönste Kompliment, das einem frisch gebackene Eltern machen können, oder? Der Patenonkel von Kind2 und seine Freundin sind letzten Monat Eltern geworden. Ich bin soooo gerührt. Und hoffe sie merken nicht so schnell, dass wir all die Coolness die letzten Jahre nur gespielt haben. 

Sesamstraße

Sesamstraße

Abendritual mit der Sesamstraße. Anschließend gehen die Kids aber nicht ins Bett, sondern spielen noch… „Ist dir auch so langweilig wie mir?“ hör ich Kind1 zu Kind2 sagen. Ich hoffe, das heisst das sie bald schlafen…

Gute Nacht!

Mehr 12 von 12 wie immer bei Draußen nur Kännchen 

 

Fantastisches

Liebster Award 2016

Die liebe Rage von mamadenkt hat mir einen Liebster-Award geschenkt. Und da mein letzter schon eine Weile her ist und ich grad so voller anderer Dinge bin statt Blogeinträge zu kreieren, kann ich ruhig mal ein paar Fragen beantworten:

Wann hast du zuletzt im Garten gearbeitet?

Isch harbe gar keinen Garrrten! Manchmal träume ich von einem. Der dürfte aber keine Arbeit machen. Vielleicht würde ich es noch schaffen, eine Kräuterspirale anzulegen und zu pflegen. Ansonsten wäre er dazu da, den Kindern als Outdoorspielzimmer zu dienen. Und ich würde dann sagen, wie verboten es ist, Unkraut zu jäten und sie würden Unkraut jäten. Ich würde ihnen verbieten, das Obst zu ernten und sie würden das Obst ernten. Und ich in der Mitte in einer Hängematte oder einem Strandkorb. Oder einer Hollywoodschaukel. Ach der Garten sollte Hängematte, Strandkorb und Hollywoodschaukel haben und mein einziges Problem wäre nur noch, mich zu entscheiden worauf ich lieber sitze.

Welchem Tier hast du zuletzt länger als 2 Minuten „bei der Arbeit“ zugesehen?

Den kleinen Echsen in unserem „Garten“ im Ferienhaus auf Formentera. Wir haben ihnen Brötchen mit Frischkäse hingeworfen und haben ihnen dann zu geschaut, wie sie den Frischkäse ablecken und das Brötchen für die Ameisen ließen, die dann der Nachtisch der Echsen wurden.

Wenn du dir einen Namen aussuchen könntest, wie würdest du dich nennen? Pinzessin BananaHamEgg? Oder doch eher CrapBag?

Sind das Codeworte für irgendwas? Dann verstehe ich die Frage nicht. Ansonsten ist mein Lieblingsname schon vergeben (Queen of fu*king everything), darum bleibe ich bei glücklich scheitern 😉

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Orange und türkis

Womit hast du im Kindergarten oder in der Grundschule am liebsten gespielt?

Mit anderen Kindern

Wann warst du als Kind mal so richtig mutig?

Als R. wollte, dass ich in ihren Club komme und gesagt hab, ihr Club kann mich mal. Gut, ich war dann die einzige, die nicht im Club war. Mut wird halt überbewertet…

Wann warst du heute – als Erwachsene/r – zuletzt total mutig? Integer? Couragiert?

Integer bin ich hoffentlich immer. Mutig fühlte ich mich, als ich heute morgen nach einer Erziehungsberatungsstelle googlete. War dann aber doch zu feige um anzurufen.

Wie lange brauchst du morgens im Bad?

Duschen, Föhnen, Schminken < 15 Minuten.

Wie läufst du durch die Wohnung? Barfuß? Pantoffeln? Welche Farbe? Auf Socken?

Ich war bis vor Kurzem leidenschaftliche Barfußläuferin. Inzwischen ist unsere Wohnung aber so dreckig, dass ich Pantoffel trage, damit ich sie abends vorm Bett ausziehen kann und das Bett dann nicht mit dem Dreck an meinen Füßen verschmutze.

Welches Abenteuer steht als nächstes an?

Der Sommerurlaub in Kroatien? Die Einschulung nächstes Jahr? Das Sommerfest im Kindergarten kommenden Freitag? Der Schuhkauf für die Kinder heute nachmittag? Ach, das ganze Leben ist ein Abenteuer.

Du könntest als Superheld/in die Welt retten. Was würdest du wie als erstes angehen?

Ich wüsste vermutlich gar nicht, wo ich anfangen sollte. Oder vielleicht wüsste ich das dann als Superheldin. Ich würde alle europäischen Grenzzäune niederreißen und die Visumspflichtüberprüfung an den Flughäfen abschaffen. Damit man sicher in die Länder fliegen kann, statt übers Mittelmeer schippern zu müssen. Es gäbe ein Verbot für Plastikverpackungen und CofeToGo-Becher. Das bedingungslose Grundeinkommen für alle. Ach, ich hätte so viel zu tun.

Und wen soll ich jetzt noch nominieren? Vermutlich sind alle schon durch oder? Ich probier es mal mit:

Zwerggeflüster

PandoraaufderBox

Ökohippierabenmütter

Unvereinbarkeitsdebatte

Mama notes

Eva Karel

und jede_r, die_er sich von den Fragen angesprochen fühlt!

Die anderen, die ich nominieren wollen würde haben schon bestimmt oder wollen nicht. Aber jetzt kommt ja noch das Schwierigste: Die Fragen!!!

  • Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würdest Du tun?
  • Was macht Dir grad am meisten Angst?
  • Mit wem würdest Du einen Tag das Leben tauschen wollen?
  • Wenn Du ein Gesetz beschließen dürftest, welches wäre das
  • Welches Abenteuer steht als nächstes an?
  • Du könntest als Superheld/in die Welt retten. Was würdest du wie als erstes angehen?
  • Welches Buch war Dein erstes „Erwachsenenbuch“ (damit mein ich nicht 50ShadesofGrey, sondern welches Buch das Erste war, das die Kategorie Kinder- bzw. Jugendbuch verlässt)
  • Was war Dein schlimmster Urlaub und warum?
  • Welche Themen sind auf dem Blog für Dich zu privat/persönlich/tabu?
  • Wenn Du eine größere Menge Geld spenden könntest – wem würdest Du es geben?
  • Was wünschst Du Dir Deinen Kindern vorzuleben?

 

Fantastisches

#denkst Elternbloggerkonferenz: Netzwerken und Nabelschau

Am vergangenen Wochenende fand die #denkst statt, eine Elternblogger*innenkonferenz in Nürnberg. Ich hab mich vorab tierisch gefreut: Meine erste Blogger“konferenz“ – wohooo. Über die letzten Jahre habe ich ja bereits ein paar tolle Blogger*innen getroffen – auf selbstorganisierten Treffen ebenso wie auf solchen von Firmen oder Unternehmen.  Toll waren sie alle, auch wenn immer das Gefühl blieb, man hätte sich auch noch mit X oder Y unterhalten wollen (das denke ich auch nach dieser Konferenz wieder!)

Der Vortag/-abend der #denkst

So in echt bin ich ja etwas zurückhaltender als im Netz, darum war ich sehr froh, am Freitag im ICE nach Nürnberg bereits mit Sonja von mama-notes und Leonie von minimenschlein zusammenzutreffen. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre erst Samstag eingetroffen und dann direkt in die riesen Menge…puh!

So war die Zugfahrt schon ein kleines Highlight und Leonie gab schon mal einen Crashkurs in Sachen instagram. Danke noch mal dafür! In Nürnberg angekommen bezogen wir unsere Hotels und trafen uns dann zum gemeinsamen Mittagessen.

Fun Fact: Das Essen war das Einzige, was ich bei dieser Konferenz fotografiert habe! Am Samstag bei der Konferenz war ich zu sehr mit Zuhören beschäftigt. Und offensichtlich bin ich nicht mudditaskingfähig, andere saßen in den Vorträgen, fotografierten und twitterten…ich beließ es beim Zuhören.

Beim Burgeressen gesellten sich dann zufällig noch Andrea von meworkingmom und Cynthia von mamamania zu uns…und anschließend zogen wir noch mit Weiteren bummelnd durch die Stadt…lustig war es, wie ein Familientreffen mit der Wahlverwandtschaft halt. Zurück noch kurz über Alu und Konsti von Großeköpfe gestolpert und kurz ausgeruht. Abends ging es weiter mit Pizza, Mamamia und Heikeland und vielen tollen anderen Menschen – und dann zurück in die Hotelbar, weiter netzwerken.

Ich bin mir eh sicher, die Hälfte vergessen zu haben aber ich hab mich über jedes bekannte wie neue Gesicht gefreut! Von den meisten hatte man ja ein Bild oder Foto irgendwo schon mal gesehen. Aber ob Stimme, Körpergröße und Mimik, also die ganze Dreidimensionalität dann mit dem Bild im Kopf zusammen passen? Es passte. Die Gruppe war an dem Abend schon so groß und natürlich standen die Raucher*innen irgendwann vor der Hoteltür, der Rest trank Hugo mit und ohne Alkohol an der Bar…

Burger & Pommes am Vorabend der #denkst

Burger & Pommes am Vorabend der #denkst

Die Konferenz

Beinahe sittsam früh ging ich ins Bett, bei dem strammen Programm, das am nächsten Morgen um halb 9 startete war das auch nötig. Das Programm und die Speakerinnen könnt ihr hier nachlesen, falls es Euch interessiert.

Kurz noch Patricia und Sophie – endlich mal! Ihr seid auch in echt super – umarmt und dann ging es mit dem Programm los:

Grob kann man die Vorträge in drei Kategorien einteilen:

  1. Vorträge/Workshops von Sponsoren
  2. Vorträge zur gesellschaftlichen Relevanz von Elternblogs (u.a. mit Me working mom, Mama arbeitet, BerlinMitteMomGroßeköpfe und dasnuf)
  3. Vorträge zur Professionalisierung/Monetarisierung von Eltern- und Familienblogs (auch hier eine große Auswahl – z.B. mit Silke, Bea von tollabea, Svenja und Kai)

Manche Vorträge gehörten vielleicht zu mehreren Kategorien. Und ich fand: Jede*r Blogger*in kann von dem Gesagten profitieren Denn auch wenn ich vom Bloggen höchstwahrscheinlich nie leben kann: Ich möchte Leser*innen!

Die müssen nicht kaufen, was ich – vielleicht – irgendwann mal bewerbe. Aber ich freu mich wie ein kleines Kind, wenn mir Leser*innen schreiben, dass ich sie zum Lachen gebracht, getröstet oder zum Nachdenken angeregt habe. Oder wenn hier jemand über meine veganen Rezepte rein stolpert und mir dann schreibt: Ich hab gar keine Kinder, aber ich hab mich mal ein bisschen durchgeklickt und finde deine Texte herrlich ermutigend!

Und auch um neue Leser*innen zu finden, kann es helfen sich hier und da einen Tipp abzuholen.

Der Samstag abend fand noch gemeinsam an der Hotelbar sitzend statt – danke Silke, für den Absacker, es war mir eine Freude! Am Sonntag morgen wurde ich dann gegen sieben Uhr davon geweckt, dass an den Nachbarstüren laut geklopft wurde. Ich wunderte mich, die Uhr nicht im Blick, ob das Personal mich schon raus schmeißen wollte. Nach dem Blick auf die Uhr stampfte ich zur Tür, machte sie auf und sagte zu dem irritiert schauendem Herren im Flur: Also ICH wär dann jetzt wach! Er entschuldigte sich dann nuschelnd auf Englisch, er müsse seine Schüler aus dem Bett holen und sie müssten los…

 

Notiz an mich bei der #denkst

Blog doch einfach!

Naja. Nach dem Frühstück und den herzlichen Verabschiedungen hatte ich noch den Plan, mir Nürnberg anzuschauen. Prinzipiell bestimmt eine gute Idee. Aber bei dem plötzlichen Wintereinbruch, mit mir in meiner Übergangsjacke eher so naja. Zumal ich schlauerweise meinen Rollkoffer hinter mir herzog. Übers Kopfsteinpflaster in der Innenstadt. Belohnt wurde ich auf dem Kaiserberg mit einem kleinen Panoramablick auf Nürnberg:

Nürnberg

Blick über Nürnberg

Am Bahnhof machte ich dann noch einen Fehler: Nachdem ich mir eigentlich vorgenommen hatte, nach Zugticket, Konferenzticket und Hotel Geld zu sparen, ging ich in die Bahnhofsbuchhandlung. Ergebnis:

Buchshopping nach der #denkst

Buchshopping nach der #denkst

Nabelschau

Was ist also mein persönliches, auf den Blog bezogenes denkst-Fazit:

Als ich, 2009 oder 2010 angefangen habe mit dem Bloggen, war ich – das sag ich so unbescheiden – noch eine Rarität. Also nicht alleine, da gab es auch noch andere tolle Blogs. Aber die Nachfrage war größer als das Angebot (zum Thema Mutterschaft etc.).

So konnte ich, ohne Absätze oder Zwischenüberschriften, ohne Fotos oder Groß- und Kleinschreibung loslegen und fand trotzdem neue Leser*innen. Auch heute finde ich immer noch neue Leser*innen, aber die Konkurrenz ist einfach größer.

Konkurrenz belebt das Geschäft, Konkurrenz differenziert den Markt. Aber es wäre doch schade, wenn gute Blogs untergehen, weil sie im Jutesack daherkommen und die Leute nach 3 Sekunden weg klicken.

Dieses Schicksal möchte ich meinen Texten ersparen und darum kann ich sagen: Ja, ich habe viel mitgenommen und fand die Konferenz bereichernd, danke an die Organisator*innen noch mal!

Ich blogge einfach weiter. Wie immer. Mein Blog ist mein Notizbuch für Feminismus, Gesellschaftskritik, vegane Rezepte und Urlaubsreisen mit Kindern. Für Alltagsgeschichten und Gedanken. Das war vor 6 Jahren so und warum sollte ich was ändern? Also inhaltlich. Optisch werde ich ein bisschen rumbasteln und grade das Fotografieren werde ich mehr einbauen. Und ja, prinzipiell bin ich Werbung und Kooperationen nicht abgeneigt. So lange ich aber nicht davon leben muss, ist das ein Luxus über den ich mich freue. Aber so muss ich auch nicht vorschnell Kooperationen eingehen, hinter denen ich nicht stehe.

Es wird auch in Zukunft so sein: Es gibt gute (Mama*)Blogs mit und ohne Werbung und es gibt weniger gute Blogs mit und ohne Werbung. Meine Vermutung ist, dass sich Qualität weiterhin durchsetzt (als Beispiel, dass man auch ohne alle Ratschläge zu befolgen erfolgreich sein kann, wurde immer gerne dasnuf heran gezogen. Lange dabei und tolle Texte zu unterschiedlichen Themen, mich wundert das nicht).

Ich hatte bei der denkst auch nicht den Eindruck, dass hier Blogs, die Geld verdienen auf die herabgeschaut hätten, die das nicht tun.

Für mich war die Konferenz ein wunderbares, inspirierendes Treffen. Vorher dachte ich: Ach, die Vorträge sind Nebensache, ich kenn ja die Blogs oder hab selber schon zu Suchmaschinenoptimierung viel gelesen – Aber es gab doch so viel Neues und die Speakerinnen (also die ich mir angehört habe) waren so charismatisch und beflügelnd, dass ich mich noch mehr auf die Blogfamilia nächste Woche freue!

Denn nach der Konferenz ist vor der Konferenz und jetzt winke noch mal in die Runde der Bloggerinnen, mit denen ich mich bei der denkst viel zu kurz oder gar nicht unterhalten habe – ich hoffe, möglichst viele von euch nächste Woche wieder zur Blogfamilia zu treffen!

_____

*ich glaube, dass diese Diskussion in den Familienblogs so heftig geführt wird, ist auch so ein spezielles Phänomen. Vielleicht stelle ich das irgendwann mal ganz gewagt in den großen Kontext unbezahlter Sorgearbeit, aber an dieser Stelle führt das wohl zu weit. Die Fashion- und Reiseblogs dagegen sind schon viel weiter. Auch wenn ich mich bei manchen frage, wie man die noch auseinander halten soll.

Familie, Fantastisches

Hinter den Kulissen erfolgreicher Mamablogs 2

Im ersten Teil dieser Serie habe ich Euch schon einige tolle Kolleginnen vorgestellt. Heute darf ich Euch weitere witzige, kluge und charmante Mamabloggerinnen vorstellen, die Euch Einblicke hinter die Kulissen des Bloggens geben:

Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog? 

Patricia Cammarata alias dasnuf

Patricia Cammarata alias dasnuf

Ich heiße Patricia Cammarata und mein Blog heißt „dasnuf“.

Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit 2004. Da ich im Moment wenig und unregelmäßig schreibe im Schnitt 60.000 im Monat.

Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Ich schreibe ohne Konzept über das was mich bewegt.

Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Vielleicht im Schnitt eine Stunde?

Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ja gelegentlich und nein (würde ich aus verschiedenen Gründen auch gar nicht wollen).

Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Der banalste Tipp ist: Wenn man eine Idee hat, einfach das Unternehmen anschreiben, die Idee schildern, in den Vordergrund stellen, warum es für das Unternehmen ein Vorteil sein könnte mit einem zu kooperieren. Ansonsten immer auch befreundete BloggerInnen fragen. Was ist angemessen? Wie viel wird bezahlt? Was ist strategisch sinnvoll? Was sind das für Unternehmen? Gibt es etwas, das man vielleicht selbst übersieht?

Wie es zu meiner ersten Kooperation kam, weiß ich gar nicht mehr genau. Ich wurde angeschrieben und fand dass das Produkt gut zu mir passte und ich mich nicht verbiegen müsste, um darüber zu berichten.

Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Ich habe einfach nur geschrieben. Immer schon. Ich bilde mich nicht fort. Ich habe einige Zeit meine Zugriffszahlen sehr genau beobachtet, aber das hat mich ganz kirre gemacht. Ich will gar nicht so schreiben, dass es möglichst viel geteilt wird. Dann landet man irgendwann im Listenstil (7 Sachen, die sie schon immer zu XY wissen wollten). Das war nie meine Schreibintension. Ich wollte immer Geschichten schreiben, unterhalten und meine Erlebnisse verarbeiten.

Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

WordPress

Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Ich benutze ein Plugin, das „Indieweb“ heisst, das alle Reaktionen aller Social Media Plattformen zusammenträgt. Das finde ich für mich übersichtlich (und habe schon oft gehört, dass Leserinnen und Leser das unübersichtlich finden).

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Gar nichts von beidem. Ich glaube wenn überhaupt, dann werden Texte viel geteilt, weil sie von Herzen kommen.

Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Sich um keine Tipps kümmern, einfach schreiben und sich kontinuierlich weiterentwickeln.

 

Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog? 

Carola von Frische Brise

Carola von Frische Brise

Ich heiße Carola und mein Blog habe ich „Frische Brise“ genannt, weil ich nach meinem Umzug von Berlin nach Hamburg den Blognamen geändert habe und eine frische Brise mit nach Hamburg gebracht habe.

Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit August 2008. Im Moment wird mein Blog bis zu 6000 mal am Tag angeklickt, letzten Monat waren es 166.784 Seitenaufrufe. Auf Twitter habe ich aktuell 2662 Follower. Seit diesem Jahr bin ich neu auch auf Instagram und habe dort 1769 Follower. In der umfangreichen Liste der beliebtesten Mom-Blogs von der „Brigitte“ ist mein Blog unter den Top 5.

Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Ich biete einen Einblick in mein Familienleben zwischen Wickeltisch, Grundschule, Abiball, Paarleben, Job und Hobby und nehme meine Leserinnen und Leser mit in unsere Urlaube im Norden und am Meer. Dabei möchte ich vor allem die kleinen kostbaren Momente sammeln, die mein Leben so reich, bunt und vielfältig machen.

Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Fotografieren, schreiben, Kommentare moderieren und e-Mails beantworten nimmt doch etwas Zeit in Anspruch. 10 Stunden in der Woche sind es mindestens.

Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ich verdiene etwas Geld mit dem Amazon-Partner-Programm oder bekomme Produkte zum Testen zugeschickt. Leben kann ich davon nicht, das will ich auch nicht. Würde ich davon leben wollen, müsste ich bedeutend mehr Zeit und Ernergie aufbringen und noch mehr Kooperationen eingehen.

Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Für meinen allerersten Produkttest im Jahr 2009 habe ich mich selbst angemeldet. Damals hatte dann das halbe mir bekannte Bloggerdorf dasselbe günstige Kaffeegeschirr mit grünen Halmen. Ich war völlig aus dem Häuschen und konnte mein Glück kaum fassen. Mittlerweile bekomme ich täglich mehrere Kooperationsanfragen, die ich gar nicht alle berücksichtigen kann und will. Wenn ich etwas in mein Blog hole, muss es gut zu mir und meiner Familie passen. Ich achte darauf, nicht zu viel anzunehmen, damit ein Gleichgewicht zwischen privaten Einblicken und der Werbung erhalten bleibt. Das sind in meinem Blog höchstens ein bis zwei Kooperationen im Monat.

Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?/8. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos) 9. Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Die ganze Wahrheit ist: ich wurschtle mich so durch. Ich bin bei Blogspot, weil ich damit am besten klarkomme. Ich bin ein intiutiver Mensch, da kommt mir dieser Anbieter sehr entgegen. Die Anwendung ist leicht verständlich und man kann gleich loslegen. Ich habe auch an Blogs bei wordpress mitgearbeitet, da sieht alles so nach Maschinenraum aus, damit komme ich nicht so gut klar. Ein paar Sachen habe ich mir selbst beigebracht, im Internet recherchiert oder meinen Mann gefragt, der mich schon manches Mal gerettet hat.

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Ganz klar: vernetzen! Schreiben, kommentieren, gastbloggen, Bloggertreffen besuchen. Darum macht Bloggen Freude! Und so soll es meiner Meinung nach sein.

Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?Einfach machen und schauen, wohin die Reise geht. Nicht zuviel nachmachen, Kooperationen vorsichtig angegehen, nicht auf die Statistik schielen. Jeder Mensch hat etwas, was ihn besonders macht. Das würde ich versuchen, herauszustellen. Viel Spaß!

 

Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog? 

Susanne das Frl. Null.Zwo

Susanne das Frl. Null.Zwo

Mein Blog heißt NULLPUNKTZWO und ich nenne mich in den Weiten des Internets gerne Fräulein 0.2 – aber eigentlich heiße ich Susanne.

Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit gut 4 Jahren – anfangs im stillen Kämmerlein, nun mit immer noch mehr Leserinnen und Lesern und vielen treuen Seelen darunter. Da ich diesen „Schwanzvergleich“ eigentlich nicht mag (Dich aber schon), hier ein paar Zahlen zu nullpunktzwo.de im Jahr 2015:

212 Beiträge | >170.000 Besucher* | knapp 430.000* Aufrufe                   *Quelle: wordpress

Follower: Twitter: knapp 1.500 | Facebook: > 400 | Instagram: >650

Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Ich blogge über mich als Mutter von inzwischen 3 Kindern und über unser Leben in einer Patchworkfamilie – mit Höhen und Tiefen und allem, was dazugehört.

Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Das ist ganz unterschiedlich. Mal sind es etwa 5 bis 10 Stunden, manchmal aber auch locker 30 bis 40 gewesen (vor allem in der Elternzeit kam ich auf soviel Zeit)

Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Meine allererste Kooperation war der Test eines Fotodienstleisters. Ich hatte mich auf dem Blog über meine Probleme ausgelassen, dass meine Abzüge verloren gegangen seien und unter dem Beitrag sogar aufgerufen, dass man mich gerne bzgl. eines Testes kontaktieren dürfe. Und so kam es dann auch. „Ich tue kund, dass ich dies und jenes gerne testen/ vorstellen/ machen würde und dann *schwupps* meldet sich jemand bei mir“ ist allerdings nicht die Regel!

Als großen Tipp für Neubloggerinnen kann ich nur sagen: Sei professionell! Kenne Deine Reichweite, kenne Deine Zielgruppe und sei Dir bewusst, dass Du einen gewissen Preis hast. Verkaufe Dich und Deine Arbeit nicht unter Wert, erwartet aber mit einer Handvoll Leserinnen nicht gleich Testprodukte/ Kooperationen im Wert von mehreren hundert Euro! Sei ordentlich und zuverlässig, halte Termine und Absprachen ein und liefere im Nachgang die Links zu Deinen Beiträgen und Postings.

Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

Ich blogge seit 2 Jahren selbstgehostet und nutz immer noch wordpress. Angefangen hatte ich damals auf blogspot und bin dann wegen der Möglichkeit eines Passwortschutzes nach weniger als einem Jahr umgezogen auf wordpress.com. Nach 1,5 Jahren zog ich um auf meine eigene Domain – ich wollte wissen, was mit meinen Daten und Fotos passiert und die Kontrolle behalten. Außerdem war mir die .wordpress.com – Endung für meine allerersten Visitenkarten einfach zu lang 😉 Im Hintergrund läuft aber immer noch wordpress – dieses Mal aber ganz so, wie ich es will!

Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

SEO by Yoast und das etwas umstrittene, weil ziemlich aufgeblähte Jetpack. Ganz wichtig: Ein PlugIn zur Datensicherung sollte installiert sein und auch regelmäßig benutzt werden 😉

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Entweder/oder geht nicht. Beides zusammen ist perfekt!

Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Erwartet nicht zu viel! „Mal eben so“ aus der Schwangerschaft oder Elternzeit einen Blog starten und dann direkt Kooperationsanfragen erwarten – das passt nicht. Mal eben so einen Blog aufsetzen und schreiben – das geht aber sehr wohl.

Sei Dir bewusst, wo Du mit Deinem Blog hin möchtest: Spass haben? Tagebuch? Vernetzen mit anderen Eltern? Oder auch ein paar Euro dazuverdienen? All das wird aber nicht vom einen auf den anderen Tag passieren.

Miss Dich auch bitte nicht an den erfolgreichen oder großen Bloggerinnen: Viele haben etwas aus dem Bereich Marketing, Social Media oder Journalismus gelernt und wissen daher ganz genau, wie sie etwas ausdrücken/ fotografieren/ filmen müssen. Andere wiederum haben sich durch (jahre-) lange und harte Arbeit etwas aufgebaut – so etwas kann man nicht innerhalb weniger Wochen erreichen. Dabei ganz wichtig: Sei Du selbst und versuche nicht so zu sein, wie andere! Habe Spaß an dem, was Du tust – das merken auch Deine Leser!

 

Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog? 

Andrea von MeWorkingMom

Andrea von MeWorkingMom

Ich bin Andrea und mein Blog heisst MeWorkingMom.com

Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Seit fast 4 Jahren. Meine Followerzahlen Variieren von 1.300 bei Twitter bis zu 640 bei Facebook. Zudem bin ich auch noch auf Instagram und Periskope unterwegs.

Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Authentisch, informativ, mutig

Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Das hängst stark davon ab, wie sehr ich beruflich eingespannt bin. Zwischen 5 und 15 Stunden.

Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Das steht im kausalen Zusammenhang mit der Zeit. Da ich ja noch einen „normalen“ Vollzeitjob habe, steht bei mir aber das Geldverdienen nicht im Vordergrund. Daher sind es aktuell nur zwischen 200 und 500 Euro im Monat.

Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Für meine erste Kooperation kam ein Unternehmen auf mich zu. Mittlerweile gehe auch oft ich selbst auf Unternehmen zu. Zudem bin ich in einigen Netzwerken angemeldet mit meinem Blog.

Grundsätzlich gilt – eine Kooperation muss Sinn machen für mich und für meine Leser. Daher auch meine klare Empfehlung einfach mal Unternehmen anzuschreiben, wenn ihr gerne mit Ihnen zusammenarbeiten würdet.

Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Ich bin auch beruflich im digitalen Umfeld zu Hause. Habe vor über 4 Jahren den Social Media Bereich von limango.de betreut. Heute berate ich Unternehmen in diesem und anderen digitalen Bereichen. Ich gehe auf Konferenzen, lese Fachzeitschriften und Blogs wie allfacebook.de usw.

Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)?

WordPress im Selbsthosting

Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Seo Yoast ist super. Einfach in der Handhabung und effektiv. Zudem mag ich Mail Poet für den Newsletter.

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)?

Sowohl als auch. Nur eines reicht nicht aus!

Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Bevor ihr loslegt macht Euch Gedanken über Kern und Namen Eures Blogs. Recherchiert, ob es schon ähnliche Blognamen gibt, damit ihr hier nicht in unnötige Konkurrenz tretet. Das erspart oftmals viel Ärger und Mehrarbeit. Und dann legt los und habt Spaß. Denn ich finde zu aller erst sollte Bloggen eines machen – Spaß! Den Lesern und den Bloggern.

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Und hier noch ein paar Tipps von mir, wie und wo man anfängt:

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst, Teil 1

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst, Teil 2

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst, Teil 3