Reisen mit Kindern

Wandern mit Kindern: Die Teufelsschlucht

Bevor ich Kinder hatte war ich nicht unbedingt ein Fan des Wanderns. Aber zugegeben – die Wanderung in der Teufelsschlucht, die wir mit den Kindern gemacht haben, war jetzt auch eher ein Spaziergang. Die ausgeschilderte Route war knapp 2 km lang. Der Große (5 Jahre) konnte die gut selber laufen, der Kleine (fast 2) wäre gerne mehr selber gelaufen, aber einige der Stufen waren dann doch zu hoch für ihn und wir haben ihn etwa die halbe Strecke getragen.

Insgesamt würde ich daher sagen, ist die Teufelsschlucht in der Südeifel ein ideales Wanderziel, wenn man mit Kindern unterwegs ist.

Wir haben uns in Bitburg im Youtel eingemietet, in Preisen und Aufmachung den Jugendherbergen sehr ähnlich. Für unsere Zwecke mehr als ok und mit knapp anderthalb Stunden Fahrt von Köln überbrückten wir die Mittagsschlafzeit der Kinder. Wir checkten am Mittag ein und wollten dann noch los zur Teufelsschlucht. Wir fuhren das Besucherzentrum der Teufelsschlucht an.

 

Die Teufelsschlucht in der Südeifel

Es sieht nicht ganz so spektakulär aus, wie es ist – die Teufelsschlucht!!! (und ihr hättet Euch noch mehr gegruselt, wenn ihr wüsstet, dass die Bilddatei IMG_0666 hieß! Gut dass wir nicht schon Freitag am 13. los gefahren sind…

 

Der Mann und unsere Kinder auf dem Teufelsschlucht-Wanderweg

Gut begehbare Wanderwege

 

Wandern mit Kindern Teufelsschlucht

Die Wanderung ist gut ausgeschildert (meist symbolisch mit einem Kreis mit Hörnern – dem Teufel ^^)

Die Teufelsschlucht – perfekt zum Wandern mit Kindern

Zwischen Ernzen, Ferschweiler und Irrel gelegen und nah an der luxemburgischen Grenze ist das Besucherzentrum gut ausgeschildert. Parkplätze gibt es hier ausreichend und je nach Interessen der Kinder muss man schnell am nebenan gelegenen Dinopark vorbeilaufen und die Kinder ablenken – „Guck mal da, ein, äh, Baum!“

Wenn man dieses erste Hindernis überwunden hat erreicht man über einen Fußweg das Besucherzentrum. Dort gibt es neben einer Info auch eine Gastronomie und einen Shop. Wir wollten aber erstmal keine Zeit verlieren, sondern direkt los laufen.

 

Eine Wand mit idealen Strukturen zum Bouldern

Ich würd hier ja gern bouldern…

 

Ganz schön eng ist es in der Teufelsschlucht

Ich fotografiere den Mann, wie er Kind1 fotografiert

 

Ich hab mir vorab die Teufelsschlucht-App im App-Store runter geladen. Neben den Routen findet man dort auch den Audioguide (den man alternativ im Besucherzentrum samt ipod ausleihen kann). An verschiedenen Stationen der kleinen Wanderroute befinden sich markierte Stellen. Der Audioguide verrät einem dazu Hintergrundinformationen. Wir hätten ja so gern erfahren, warum die Teufelsschlucht ihren Namen trägt, aber Kind2 drehte jedes mal fast durch, wenn ich das Handy in der Hand hatte und wollte es auch haben. Ach ja, diese Digital Natives. Jedenfalls wäre das auch spannend für Kind1 gewesen, das nämlich sehr sensibel auf den Namen reagierte und sich Sorgen machte, unten in der Schlucht von Teufeln begrüßt zu werden. Mit ein bisschen Überredungskunst konnten wir dann aber los maschieren und nachdem wir unten waren, ging Minime sogar absichtlich immer voran.

Ich fand diese Schlucht total toll. Wenn man vorher durch die Landschaft fährt käme man gar nicht auf die Idee, solche Steingebilde, ja -wände hier zu finden, so versteckt liegt sie. Die Strukturen der Wände waren so faszinierend, an vielen Stellen haben wir mit den Kindern überlegt, was für Wesen diese Steine wohl sind (wir sahen Dinosaurier, Drachen, Nilpferde, Wichtel und Trolle…).

In unserem Tempo brauchten wir eine gute Stunde. Und vor lauter Gucken und Staunen blieb gar keine Zeit für Langeweile oder um zu fragen „Wann sind wir dahaaa?“ – am Ende tobten sich die beiden noch ein wenig auf dem Spielplatz am Besucherzentrum aus.

Der Irreler Wasserfall

Gleich vorweg, damit ihr hinterher nicht so enttäuscht seid wie ich: Der Wasserfall ist eigentlich gar kein Wasserfall, sondern eine Stromschnelle. Also nix mit drunter her laufen oder kurz mal duschen. Einfach nur Wasser, das über Steine rauscht.

Ein Biberbau am Irreler Wasserfall

Ist dies wirklich ein Biberbau? Fragt die völlig Unkundige

 

Die Irreler Wasserfälle in der Südeifel

Da oben im Bild, die Brücke über den „Wasserfall“, die leider gesperrt war.

Eigentlich kann man den Wasserfall auch von der Teufelsschlucht aus erwandern, aber aktuell ist die Brücke, die darüber führt, gesperrt. Wir fuhren also am nächsten Tag direkt den Wasserfall an. Vom Parkplatz aus überquert man die Landstraße und läuft keine 500 Meter runter. Wie gesagt – für mich der Anblick enttäuschend, hatte ich mir tatsächlich einen Wasserfall erhofft. Nun ja, Natur ist für uns Großstadtkinder trotzdem schön, so sind wir einfach am Bach? Fluss? lang gelaufen, so weit es ging.

Mann und Kinder beim Grashalmpfeifen

Der Mann bringt den Kindern Grashalmpfeifen bei

Auch hier gab es genug zu bestaunen. Da wir uns nicht sicher waren, ob Minime schon bereit wäre eine größere Strecke zu laufen, ließen wir das Wandern heute sein (immer berücksichtigend, dass ab dem Punkt, an dem er gesagt hätte er mag nicht mehr, wie die Strecke komplett wieder hätten zurücklaufen müssen).

Aber wir kommen garantiert wieder!

Habt ihr Wanderempfehlungen mit Kindern?

Die Teufelsschlucht mit Kindern: Vorbereitung und Tipps

Wie schon gesagt, ist die Strecke der kleinen Route mit knapp 2 Kilometern sehr überschaubar. Die läuft Kind1 an normalen Tagen vermutlich mehrfach.

Wir haben den Buggy nicht mitgenommen und wären damit auch nicht weit gekommen.  Es sind einige Höhenmeter auch per Stufen zu überwinden. Wir hatten unsere uralte Babytrage mit.

Die Schlucht verengt sich auf ihrer schmalsten Stelle und ich musste mich auch bücken, um dort hindurchzu“kriechen“. Aber keine Sorge: Man bekommt keine Beklemmungen, die Stelle ist nur ein, zwei Meter lang. Die Höhenmeter schaffen auch Leute mit unausgepräger Kondition 😉

Wir trugen festes Schuhwerk aber keine Wanderschuhe.

Auf der Homepage der Teufelsschlucht kann man sich vorab die Routen angucken. Ich kann nur empfehlen, die App runter zu laden. So hat man alle Routen noch mal für den Notfall und außerdem den Audioguide. Ich hab auch gelesen, dass man dort geocachen kann und das werden wir beim nächsten Mal auf jeden Fall tun!

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1 Comment

  • Reply Anna 18. Mai 2016 at 12:53

    Danke für die Tipps! Da müssen wir im Sommer definitiv mal hin, wenn wir bei meinen Eltern in Luxemburg sind…

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