Fantastisches

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst (Teil 2)

In Teil 1 ging es vor allem darum, welchen Namen Du dir zulegst und worüber Du schreiben möchtest. In diesem Teil werde ich Dir meine Tipps weitergeben, wie Du Leser_innen findest und Dich mit ihnen und anderen Blogger_innen vernetzt. Falls Dich mein_e Text_e dazu motivieren, mit dem Bloggen anzufangen, teile Deinen Blog gerne hier oder auf meiner facebook-Seite in den Kommentaren!

3. Leser_innen gewinnen und den Blog vernetzen

Um Leser_innen zu gewinnen gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein Weg, durch den Leser_innen auf Dich aufmerksam werden können, ist über Suchmaschinen. Das heißt, Jemand gibt bei einer Suchmaschine Begriffe ein, und dann taucht in den Ergebnissen Dein Blog auf. Mich finden Leser_innen zum Beispiel über Begriffe wie Kind fallen gelassen und Tausche Sex gegen Hausarbeit. Letzters muss ich nicht verstehen und ob da wirklich meine Zielgruppe zu finden ist?…Da ich im Bereich Suchmaschinenoptimierung keine Spezialistin bin, verweise ich auf die Reihe SEO-Tipps von Sarah auf Mamaskind.

Ich bin konsequent den Weg der Vernetzung gegangen. Damit tun sich einige scheinbar schwer, dabei ist es recht einfach und vor allen Dingen dem analogen Leben sehr ähnlich:

Du bist auf einer Konferenz in einem altehrwürdigen Gebäude. Der Hauptvortrag handelt von einem Thema, dass Dich momentan sehr beschäftigt, sagen wir – der Wiedereinstieg von Müttern nach der Elternzeit aus Personalersicht. Der Vortrag war sehr anregend und Du denkst: Boah, da möchte ich gerne meine Erfahrungen zu berichten. Statt aber den Applaus abzuwarten und dann den Finger zu heben um Deine Erfahrungen vorzutragen rennst Du raus auf den Flur, läufst ins Treppenhaus, gehst zwei Etagen höher, gehst in den nächstbesten freien Raum und hälst einen kleinen Vortrag dazu – und wunderst Dich, dass die Zuschauer_innen ausbleiben?!?

Kurz: Damit man Deinen Blog liest, muss man erst mal wissen, dass es ihn gibt.

Ich weiß, dazu muss man aus dem eigenen Schneckenhaus kriechen. Sich sichtbar machen, irgendwo ein

Huhu, guck mal hier: Ich habe dazu auch was gesagt/bin (nicht) Deiner Meinung

oder Ähnliches hinterlassen. Es kann aber auch gut funktionieren. Ich freue mich darüber, wenn hier jemand auf tolle eigene oder andere Blogs aufmerksam macht. Ich bekomme ja auch vieles nicht mit, da hilft ein kleiner Anschubs manchmal.

Wenn Du auf anderen Blogs kommentierst, kannst Du außerdem oft Dein eigenes Blog-Tool nutzen um Dich anzumelden (zum Kommentieren muss man sich anmelden, dass kann man anonym machen oder mit Angabe der eigenen Website) – so dass die Leser_innen oder Blogbesitzerinnen nur auf den Link klicken müssen und zu Deinem Blog verlinkt werden. Dann musst Du in den Kommentar nicht schreiben, dass Du ja auch mal was superschlaues geschrieben hast, sondern kannst einfach ein „Ja, finde ich auch so“ schreiben, oder dass Du herzhaft gelacht hast – dann freut sich nicht nur die Autorin des kommentierten Artikels über Dein Feedback, sondern die/der ein oder andere ist auch neugierig, wer sich hinter Deinem Kommentar verbirgt und schaut vorbei.

Ich habe damals die Rubrik Selbermach-Sonntag der Mädchenmannschaft genutzt, weil es zu der Zeit kaum feministische Mamablogs gab und ich meine Gedanken gerne mit anderen teilen wollte. Also habe ich meinen Artikel einfach in die Kommentare geschrieben. Und fand ein paar neue Leserinnen, die sich genau über solche Texte freuen. Also überlege Dir, wo die Leser_innen sind, die Du gerne hättest und versuche diese zu erreichen.

Du kannst auch in gängigen Online-Foren Deine Texte teilen. Also in solchen wie gofeminin oder netmoms. Habe ich allerdings schnell wieder sein gelassen, weil das auch, äh, eventuell hitzige Kommentare auf Deinem Blog mit sich bringen kann. Das war dann ein Umgangston, der nicht so meiner war.

Du kannst Dich, bzw. Deinen Blog in Blogverzeichnisse und  –listen eintragen, zum Beispiel den Brigitte-Mom Blogs oder auf Top-Elternblogs. Das ist in der Regel relativ unkompliziert. Ob es allerdings viele Leser_innen bringt, kann ich Dir nicht sagen, vielleicht macht das erst ab einer gewissen Reichweite Sinn.

Du kannst auch die Reichweite anderer Blogs nutzen. Ein paar Möglichkeiten habe ich Dir im ersten Teil dieser Reihe schon vorgestellt: Da gibt es offene Beiträge, an die man sich mit seinem eigenen Beitrag anhängen kann, wie das Wochenende in Bildern, 12 von 12 oder Was machst Du eigentlich den ganzen Tag. Viele Leser_innen stöbern in den Beiträgen und finden so vielleicht auch Dich. Natürlich gehört es zur Netiquette, die Erfinderin dieser Ideen auch im eigenen Beitrag zu erwähnen und zu verlinken.

Generell möchte ich zum Umgang mit und unter den Elternblogger_innen was schreiben: Ich habe sehr viel Offenheit und Austausch und auch Unterstützung (gegenseitiges Teilen von tollen Artikeln, Liken von Beiträgen etc.) aber auch Erfahrungsaustausch und manchmal nur witzige, aufheiternde Dialoge via twitter und Co. erlebt. Als ich angefangen habe zu bloggen und mich zu vernetzen, betone ich noch mal, war die Gruppe allerdings auch noch recht übersichtlich. Man kannte sich also schnell und fand sich auf den diversen Social Media Kanälen.

Erst zuhören, dann reden. Erst geben, dann nehmen. Das wären glaube ich die wichtigsten Tipps um sich erfolgreich zu vernetzen. Einfach nur die eigenen Texte zu teilen oder darauf zu hoffen, dass irgendwer Dir zuhört ist so lala. Wenn jemand eine Frage stellt – dann antworte, wenn Du was hilfreiches beizutragen hast. Oder teile Deine Erfahrung.

Wenn Du grade anfängst zu bloggen, wird das vielleicht alles erst mal recht unübersichtlich auf Dich wirken. Aber auch da hilft es, sich am analogen Leben zu orientieren: Orientiere Dich an ein paar wenigen Blogger_innen, die Du wirklich gerne selber liest. Nimm Dir vielleicht 3-5 raus. Und bleibe authentisch. Bloggerinnen sind ja nicht doof, und auch wenn sich alle über Feedback und Komplimente freuen wird man schnell merken, ob Du das nur aus strategischer Perspektive machst, oder ob Du ehrlich an Austausch und Vernetzung interessiert bist. Sachen aus den Altvorderen-Zeiten des Bloggens wie „Wenn Du mich auf Deine Blogrolle setzt, setze ich Dich auf meine“ ist out. Auch wenn eine Blogrolle aus meiner Sicht was Schönes und Nützliches ist – es verpflichtet die anderen zu nichts.

Und grade bei Blogger_innen, die schon große Reichweite haben, kann es sein, dass Du am Anfang etwas untergehst. Nicht aus Ignoranz oder Unhöflichkeit. Sondern einfach, weil schnell mal was übersehen wird, insbesondere wenn die Bloggerin bereits viele Kommentare zu moderieren/lesen hat und von vielen Seiten Anfragen bekommt. Das soll Dich nicht daran hindern oder Dich entmutigen, mit ihnen in Kontakt zu treten. Im Gegenteil, es soll Dir nur das Gefühl nehmen, es hätte was mit Dir/Deinem Blog zu tun, wenn eine Reaktion ausbleibt. Viele Bloggerinnen stecken viel Zeit in die Plfege des Blogs und der entsprechenden Social Media Kanäle. Oft neben Kinderbetreuung, Job und dem ganz normalen Alltag, da bleiben viele Sachen auf der Strecke, und am Ehesten die Kommunikation mit (noch) Unbekannten.

Und zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, sich im analogen Leben zu vernetzen. Ob Blogfamilia, Rheinlandmamis, #Wubtikka oder #Buttkö – wenn Du die Gelegenheit hast teilzunehmen, nutze sie. Es ist nicht notwendig, aber nach meiner Teilnahme an #buttkö und ein,zwei Teilnahmen an so genannten Bloggerevents kann ich sagen: Es ist schön, die Gesichter hinter den Blogs auch mal zu treffen.

Als Übergang zum nächsten Teil, in dem es um die Social Media Kanäle geht, möchte ich Dir noch mal ein paar facebook-Gruppen für Elternblogs empfehlen:

Bloggende Eltern

Bloggende Mamas und Papas untereinander

Netzwerk der Mami- und Familienblogger

Blogparaden der Familienblogger

Bis demnächst, in Teil 3!

 

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2 Comments

  • Reply Anne 10. November 2015 at 14:05

    Ich finde du triffst es auf den Punkt Nadine. Einen neuen Blog zu starten und sich mit anderen Bloggern zu vernetzen ist ein bisschen so, wie die neue Mama im Kindergarten zu sein oder in einen neuen Freundeskreis zu rutschen: erstmal zuhören, schauen wie der Ton ist, freundlich auf sich aufmerksam machen…dann kommen die anderen auch auf dich zu. Das dauert oft ein bisschen, aber so entstehen eben Freundschaften…online wie offline.

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