Familie

Ausmisten & Wegwerfen

ich bin gut darin, sachen, die ich nicht mehr brauche/trage/benutze wegzugeben. wegzuwerfen. denn das ist immer noch die einfachste lösung. als ich mit dem versuch „nix neues“ anfing, dachte ich erst mal daran, selber auszumisten und sachen loszuwerden. ein paar erfahrungen dazu:

– bücher: jaaaa, ich geb sogar bücher weg. grade romane oder bücher, mit deren inhalt ich nicht so klar komme (also sachbücher) gebe ich gerne weg. bücher scheinen aber – „gebraucht“ (egal in welchem zustand, wenn es nicht grade fachbücher sind) – keinen wert mehr zu haben. verkaufen ist also nicht. glücklicherweise steht bei uns in der nähe so eine art bücherkasten. eine glasvitrine, in die man bücher einfach stellen kann. und sich im ausgleich auch welche mitnehmen darf. betreut wird das ganze von einem verein, wenn ich das richtig verstanden habe, die darauf achten, dass nicht jede_r einfach irgendeinen anderen schrott rein stellt. abgegeben habe ich dort schon vieles, mitgenommen – die ausbeute war eher überschaubar. aber die idee finde ich toll und ab und zu schaue ich nach, ob „meine“ bücher dort noch stehen.

– klamotten: ich habe kleiderkreisel ausprobiert und die erfahrungen waren so teils/teils. ich habe dort ein marken-oberteil und eine marken-tasche für jeweils 10euro inkl. porto eingestellt. beide teile mussten fotografiert, beschrieben und in die richtige kategorie einsortiert werden. beide wurden verkauft. aber mit der tasche gab es stress – zu der zeit habe ich vollzeit gearbeitet und war zwischendurch noch fürs bringen und abholen minimes aus dem kindergarten zuständig, was eigentlich zeitlich schon unmöglich ist. zwischen dem „kauf“ der tasche und meinem zeitpunkt des zur-post-gehens vergingen also 3 oder 4 tage. die käuferin schrieb mich motzig an, sie hätte die tasche aber gerne schon samstag gehabt, weil sie dann in den urlaub fährt – ääääh, ja? die tasche kam also nicht rechtzeitig VOR ihrem urlaub an und sie „drohte“ mir dann, wenn die tasche nach dem urlaub nicht da sei, würde sie mich bei kleiderkreisel melden…boah, so viel stress für eine 8euro-tasche…

– babysachen: zu minimes geburt bekamen wir so viele gebrauchte babyklamotten, dass wir gar nicht mehr wussten, wohin damit. alles, was mir nicht gefiel, minime also nicht angezogen bekam, sammelte ich in einer großen kiste. darunter auch die 100 kuscheltiere (also nicht die ’neuen‘ die wir geschenkt bekamen, sondern diese ganzen billigdinger), mützen und co. sachen auf den flohmarkt bringen ist nicht so meins. der organisatorische aufwand, das frühe aufstehen, – na ihr wisst schon. aber der kinder-second-hand laden, bei dem wir selber gerne einkaufen nimmt auch gebrauchte sachen an. der mann packte also die schönsten sachen noch ein (andere haben wir dann in die altkleidersammlung gebracht) und brachte sie in den laden. und kam mit den sachen wieder. man möge bitte erst telefonisch einen termin vereinbaren…die kiste steht immer noch hier.

wie und wo werdet ihr eure sachen los? habt ihr noch ein paar ideen? ausmisten ist für mich wirklich kein problem, aber auf den müll werfen fühlt sich auch nicht toll an.

Previous Post Next Post

You Might Also Like

11 Comments

  • Reply Doreen 30. April 2014 at 9:50

    So geht es mir auch. Ausmisten ist für mich auch kein Problem, aber die Sachen landen dann in aller Regel auf dem Müll, weil verkaufen und sogar verschenken meistens einen unglaublichen Aufwand darstellt, der sich einfach nichtmal annähernd lohnt.

  • Reply Kaho 30. April 2014 at 9:57

    Verschenken? Kirchenbasar, Odachlosenunterkunft, bei Ebay Kleinanzeigen zum Verschenken. Wir haben bei uns im Haus auch eine Art kleine Tauschecke. Dort tauchen immer mal Bücher, Haushaltsdinge, ein paar Klamotten auf, die dann nehmen kann, wer mag. Zum einen finden unsere Kinder dort immer mal kleine Schätze (ich sogar schon eine neue Jeans) und wir werden Dinge los.

  • Reply cloudette 30. April 2014 at 10:28

    Ich stelle die Sachen entweder vors Haus auf den Gehweg mit einem Schild: Zu verschenken. Machen viele hier so und ist am einfachsten. Oder ich bringe die Sachen als Spende zum Second Hand. Oder ich verschenke sie gezielt an Freund*innen.

  • Reply Claudia 30. April 2014 at 11:28

    Klamotten kommen in die Kleiderspende, alles was größer ist – Möbel oder Haushaltswaren – lassen wir von einem gemeinnützigen Verein kostenlos abholen.
    Alles was keiner mehr will, also wo SecondHand Laden und Vereine abwinken kommt in den Müll. Nützt ja nix.

  • Reply krachbumm 30. April 2014 at 20:44

    also ich verschenke alles bei einer share&care – Gruppe auf facebook. weiß nicht, ob es solche auch in Deutschland gibt, aber für meine Stadt in Ö gibts so eine. Grad wieder Tee, Schuhe, eine thailändische DVD (frag bitte nicht woher, wir wissen’s nicht 😉 ) losgeworden. und immer mal wenn ich was brauch (kochlöffel, mixer) frag ich zuerst dort, ob jemand was hat.

  • Reply rokkn 1. Mai 2014 at 0:28

    hej, nix neues ist ein tolles motto. ich versuch mich auch daran. und am ausmisten, klar: verschenkekiste gibts hier um die ecke und manchmal stelle ich die sachen auch ins treppenhaus. sonst: kindersachen ins frauenhaus/mutterkindhaus o.ä. oder sachen tauschen gegen eierlikör (besser als gold). und hier gibts zuweilen so organisierte flohmärkte, wo du die sachen rund ums kind gekennzeichnet abgibst und die an einem tag verkauft werden (oder auch nicht) – hach und der eigentliche flohmarktstand müllt hier komplett die kammer zu – schöne grüsse

  • Reply talinee 2. Mai 2014 at 11:33

    Ich hab mir darüber auch schon so meine Gedanken gemacht und das ganze selbst als etwas längeren Artikel verbloggt: http://www.talinee.de/2012/11/13/erfolgreich-ausmisten-und-trotzdem-wenig-auf-die-mullhalde-bringen-teil-2/

  • Reply jongleurin 2. Mai 2014 at 13:08

    Hier in Hamburg gibt es die Eltern-Kind-Zentren mit Kleidertausch-Ecken. Da kann man die gebrauchten Kindersachen hinbringen, ablegen und schauen, ob für einen selber etwas dabei ist. Schön daran ist, dass das laufend möglich ist. Etwas Ähnliches macht auch die Kita, zu der mein Kind geht, zwei Mal im Monat. Vielleicht könntest du in deiner Kita mal anfragen, ob die so etwas organisieren können?
    Und zu den Erwachsenenklamotten haben sich in meinem Umfeld ganz tolle Kleidertauschpartys etabliert. Man trifft sich mit Freundinnen, alle bringen die ausgemisteten Klamotten mit, und dann wird wild getauscht. Neben neuen Klamotten erlangt man so Sozialkapital, und das schadet ja bekanntlich nie.

  • Reply jongleurin 2. Mai 2014 at 13:10

    Ach ja, und vielleicht gibt es bei dir ja auch eine Flohmarkt-facebook-Gruppe in der Stadt, wo man so etwas als „zu verschenken“ einstellen kann. Dann wird es sogar abgeholt. Das klappt hier auch ganz gut.

  • Reply kraehenmutter 2. Mai 2014 at 17:52

    ich bringe viel in mutter-kind-einrichtungen, auf die straße stellen wird hier inzwischen nicht mehr gern gesehen und sämtliche mir bekannte freeboxen sind hoffnungslos überfüllt.
    neulich war eine frisch-schwangere freundin da, der konnte ich auch einiges überhelfen, was hier schon ewig rumliegt. eine andere freundin zieht in ihre erste eigene wohnung- fantastisch, kann ich sämtlichen hausrat entrümpeln und ihr überhelfen.
    für meine „alten“ klamotten habe ich noch keine wirkliche lösung gefunden, immer mal kann ich freundinnen etwas geben, trotzdem steht hier seit jahren eine kiste mit aussortiertem herum.

    bücher lasse ich kistenweise von einem verein abholen, der eine art bücher-café betreibt. dort kaufe ich dann wieder zwei ikea-tüten neue und wenn die durch sind, lasse ich sie abholen – the circle of life. 🙂

  • Reply Sonja 30. Mai 2016 at 12:05

    Dein Blog-Beitrag ist zwar schon etwas länger her, aber vielleicht hilft Dir der Tipp trotzdem weiter: Ich habe recht gute Erfahrungen mit Bonavendi gemacht. Es gibt ja diverse Ankäufer im Internet, die Gebrauchtes wie z.B. Bücher zum Festpreis ankaufen. Das geht einfach und schnell. Über https://www.bonavendi.de/verkaufen/gebraucht.html kann man die Preise diverser Anbieter neutral vergleichen und sieht, wo man noch am meisten Geld bekommt. Dann wird man direkt zu den Anbietern weitergeleitet, die man sich dort aussucht. Ist deutlich weniger aufwändig als wenn man die Sachen extra zum Flohmarkt schleppen muss oder eine Anzeige erstellt – und man bekommt wenigstens noch etwas Geld dafür. 🙂

  • Leave a Reply