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glücklich scheitern

Fantastisches

#denkst Elternbloggerkonferenz: Netzwerken und Nabelschau

Am vergangenen Wochenende fand die #denkst statt, eine Elternblogger*innenkonferenz in Nürnberg. Ich hab mich vorab tierisch gefreut: Meine erste Blogger“konferenz“ – wohooo. Über die letzten Jahre habe ich ja bereits ein paar tolle Blogger*innen getroffen – auf selbstorganisierten Treffen ebenso wie auf solchen von Firmen oder Unternehmen.  Toll waren sie alle, auch wenn immer das Gefühl blieb, man hätte sich auch noch mit X oder Y unterhalten wollen (das denke ich auch nach dieser Konferenz wieder!)

Der Vortag/-abend der #denkst

So in echt bin ich ja etwas zurückhaltender als im Netz, darum war ich sehr froh, am Freitag im ICE nach Nürnberg bereits mit Sonja von mama-notes und Leonie von minimenschlein zusammenzutreffen. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre erst Samstag eingetroffen und dann direkt in die riesen Menge…puh!

So war die Zugfahrt schon ein kleines Highlight und Leonie gab schon mal einen Crashkurs in Sachen instagram. Danke noch mal dafür! In Nürnberg angekommen bezogen wir unsere Hotels und trafen uns dann zum gemeinsamen Mittagessen.

Fun Fact: Das Essen war das Einzige, was ich bei dieser Konferenz fotografiert habe! Am Samstag bei der Konferenz war ich zu sehr mit Zuhören beschäftigt. Und offensichtlich bin ich nicht mudditaskingfähig, andere saßen in den Vorträgen, fotografierten und twitterten…ich beließ es beim Zuhören.

Beim Burgeressen gesellten sich dann zufällig noch Andrea von meworkingmom und Cynthia von mamamania zu uns…und anschließend zogen wir noch mit Weiteren bummelnd durch die Stadt…lustig war es, wie ein Familientreffen mit der Wahlverwandtschaft halt. Zurück noch kurz über Alu und Konsti von Großeköpfe gestolpert und kurz ausgeruht. Abends ging es weiter mit Pizza, Mamamia und Heikeland und vielen tollen anderen Menschen – und dann zurück in die Hotelbar, weiter netzwerken.

Ich bin mir eh sicher, die Hälfte vergessen zu haben aber ich hab mich über jedes bekannte wie neue Gesicht gefreut! Von den meisten hatte man ja ein Bild oder Foto irgendwo schon mal gesehen. Aber ob Stimme, Körpergröße und Mimik, also die ganze Dreidimensionalität dann mit dem Bild im Kopf zusammen passen? Es passte. Die Gruppe war an dem Abend schon so groß und natürlich standen die Raucher*innen irgendwann vor der Hoteltür, der Rest trank Hugo mit und ohne Alkohol an der Bar…

Burger & Pommes am Vorabend der #denkst

Burger & Pommes am Vorabend der #denkst

Die Konferenz

Beinahe sittsam früh ging ich ins Bett, bei dem strammen Programm, das am nächsten Morgen um halb 9 startete war das auch nötig. Das Programm und die Speakerinnen könnt ihr hier nachlesen, falls es Euch interessiert.

Kurz noch Patricia und Sophie – endlich mal! Ihr seid auch in echt super – umarmt und dann ging es mit dem Programm los:

Grob kann man die Vorträge in drei Kategorien einteilen:

  1. Vorträge/Workshops von Sponsoren
  2. Vorträge zur gesellschaftlichen Relevanz von Elternblogs (u.a. mit Me working mom, Mama arbeitet, BerlinMitteMomGroßeköpfe und dasnuf)
  3. Vorträge zur Professionalisierung/Monetarisierung von Eltern- und Familienblogs (auch hier eine große Auswahl – z.B. mit Silke, Bea von tollabea, Svenja und Kai)

Manche Vorträge gehörten vielleicht zu mehreren Kategorien. Und ich fand: Jede*r Blogger*in kann von dem Gesagten profitieren Denn auch wenn ich vom Bloggen höchstwahrscheinlich nie leben kann: Ich möchte Leser*innen!

Die müssen nicht kaufen, was ich – vielleicht – irgendwann mal bewerbe. Aber ich freu mich wie ein kleines Kind, wenn mir Leser*innen schreiben, dass ich sie zum Lachen gebracht, getröstet oder zum Nachdenken angeregt habe. Oder wenn hier jemand über meine veganen Rezepte rein stolpert und mir dann schreibt: Ich hab gar keine Kinder, aber ich hab mich mal ein bisschen durchgeklickt und finde deine Texte herrlich ermutigend!

Und auch um neue Leser*innen zu finden, kann es helfen sich hier und da einen Tipp abzuholen.

Der Samstag abend fand noch gemeinsam an der Hotelbar sitzend statt – danke Silke, für den Absacker, es war mir eine Freude! Am Sonntag morgen wurde ich dann gegen sieben Uhr davon geweckt, dass an den Nachbarstüren laut geklopft wurde. Ich wunderte mich, die Uhr nicht im Blick, ob das Personal mich schon raus schmeißen wollte. Nach dem Blick auf die Uhr stampfte ich zur Tür, machte sie auf und sagte zu dem irritiert schauendem Herren im Flur: Also ICH wär dann jetzt wach! Er entschuldigte sich dann nuschelnd auf Englisch, er müsse seine Schüler aus dem Bett holen und sie müssten los…

 

Notiz an mich bei der #denkst

Blog doch einfach!

Naja. Nach dem Frühstück und den herzlichen Verabschiedungen hatte ich noch den Plan, mir Nürnberg anzuschauen. Prinzipiell bestimmt eine gute Idee. Aber bei dem plötzlichen Wintereinbruch, mit mir in meiner Übergangsjacke eher so naja. Zumal ich schlauerweise meinen Rollkoffer hinter mir herzog. Übers Kopfsteinpflaster in der Innenstadt. Belohnt wurde ich auf dem Kaiserberg mit einem kleinen Panoramablick auf Nürnberg:

Nürnberg

Blick über Nürnberg

Am Bahnhof machte ich dann noch einen Fehler: Nachdem ich mir eigentlich vorgenommen hatte, nach Zugticket, Konferenzticket und Hotel Geld zu sparen, ging ich in die Bahnhofsbuchhandlung. Ergebnis:

Buchshopping nach der #denkst

Buchshopping nach der #denkst

Nabelschau

Was ist also mein persönliches, auf den Blog bezogenes denkst-Fazit:

Als ich, 2009 oder 2010 angefangen habe mit dem Bloggen, war ich – das sag ich so unbescheiden – noch eine Rarität. Also nicht alleine, da gab es auch noch andere tolle Blogs. Aber die Nachfrage war größer als das Angebot (zum Thema Mutterschaft etc.).

So konnte ich, ohne Absätze oder Zwischenüberschriften, ohne Fotos oder Groß- und Kleinschreibung loslegen und fand trotzdem neue Leser*innen. Auch heute finde ich immer noch neue Leser*innen, aber die Konkurrenz ist einfach größer.

Konkurrenz belebt das Geschäft, Konkurrenz differenziert den Markt. Aber es wäre doch schade, wenn gute Blogs untergehen, weil sie im Jutesack daherkommen und die Leute nach 3 Sekunden weg klicken.

Dieses Schicksal möchte ich meinen Texten ersparen und darum kann ich sagen: Ja, ich habe viel mitgenommen und fand die Konferenz bereichernd, danke an die Organisator*innen noch mal!

Ich blogge einfach weiter. Wie immer. Mein Blog ist mein Notizbuch für Feminismus, Gesellschaftskritik, vegane Rezepte und Urlaubsreisen mit Kindern. Für Alltagsgeschichten und Gedanken. Das war vor 6 Jahren so und warum sollte ich was ändern? Also inhaltlich. Optisch werde ich ein bisschen rumbasteln und grade das Fotografieren werde ich mehr einbauen. Und ja, prinzipiell bin ich Werbung und Kooperationen nicht abgeneigt. So lange ich aber nicht davon leben muss, ist das ein Luxus über den ich mich freue. Aber so muss ich auch nicht vorschnell Kooperationen eingehen, hinter denen ich nicht stehe.

Es wird auch in Zukunft so sein: Es gibt gute (Mama*)Blogs mit und ohne Werbung und es gibt weniger gute Blogs mit und ohne Werbung. Meine Vermutung ist, dass sich Qualität weiterhin durchsetzt (als Beispiel, dass man auch ohne alle Ratschläge zu befolgen erfolgreich sein kann, wurde immer gerne dasnuf heran gezogen. Lange dabei und tolle Texte zu unterschiedlichen Themen, mich wundert das nicht).

Ich hatte bei der denkst auch nicht den Eindruck, dass hier Blogs, die Geld verdienen auf die herabgeschaut hätten, die das nicht tun.

Für mich war die Konferenz ein wunderbares, inspirierendes Treffen. Vorher dachte ich: Ach, die Vorträge sind Nebensache, ich kenn ja die Blogs oder hab selber schon zu Suchmaschinenoptimierung viel gelesen – Aber es gab doch so viel Neues und die Speakerinnen (also die ich mir angehört habe) waren so charismatisch und beflügelnd, dass ich mich noch mehr auf die Blogfamilia nächste Woche freue!

Denn nach der Konferenz ist vor der Konferenz und jetzt winke noch mal in die Runde der Bloggerinnen, mit denen ich mich bei der denkst viel zu kurz oder gar nicht unterhalten habe – ich hoffe, möglichst viele von euch nächste Woche wieder zur Blogfamilia zu treffen!

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*ich glaube, dass diese Diskussion in den Familienblogs so heftig geführt wird, ist auch so ein spezielles Phänomen. Vielleicht stelle ich das irgendwann mal ganz gewagt in den großen Kontext unbezahlter Sorgearbeit, aber an dieser Stelle führt das wohl zu weit. Die Fashion- und Reiseblogs dagegen sind schon viel weiter. Auch wenn ich mich bei manchen frage, wie man die noch auseinander halten soll.

12 von 12

Verspätetes #12von12 im März

Tja, am Samstag, also dem 12. waren wir so lange unterwegs, dass es danach nur noch für ein Kölsch gereicht hat. Und außerdem sind es nur 9 geworden: In der ersten Hälfte des Tages immer so: „Oh, schon 6 Bilder, jetzt nicht mehr so viele Bilder“ und in der zweiten Hälfte bin ich dann von den Kindern so gefordert, dass ich das Fotografieren vergesse! Ich mogel dafür noch zwei Bilder hinterher ^^

Ich wurde weggeschubst. Vegane Pancakes heute made by Cashew #12von12 #2von12

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#whatfeministslooklike #köln1203 #12von12 #5von12

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raisin the next generation #prochoice #köln1203 #12von12 #6von12 //@vonhorst

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Wegen anderer sozialer "Verpflichtungen" die Demo verlassen. Kind2 schält Banane #12von12 #7von12

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Mit Kids auf Erwachsenengeburtstag #12von12 #8von12

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Kind2, klettert und klettert… #12von12 #9von12 #kamikazekind

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Und hier die späteren Bilder:

Übermorgen wird der "Große" 5. FÜNF! Da muss ich morgen viel einkaufen für die Kinderparty!

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11 Bilder mussten diesmal also reichen. Mehr #12von12 findet ihr wie immer bei Draußen nur Kännchen!

Familie

Neuer Job – neuer Alltag

Wieder zwei Monate des neuen Jahres rum. Ein Sechstel also schon. Hallo? Kann die Zeit mal kurz still stehen, damit ich durchatmen kann?

Seit Anfang des Jahres habe ich einen neuen Job. 30 Stundenwoche, 1-2 Stunden pendeln täglich (je nach Verkehrsmittel), ansonsten zeitlich recht flexibel (so flexibel wie 30 Stunden sein können). Meistens fahre ich die Strecke mit dem Fahrrad, weil der Weg wirklich schön ist. 40 Minuten lang den Rhein hoch, erst links- dann rechtsrheinisch. Mein Büro ist leider aus der Kategorie Besenkammer und ich hab ja leider nicht so ein Händchen für Raumdeko, aber ich werde vermutlich ein, zwei Orchideen ans Fenster stellen, in der Hoffnung dass das Chi dadurch besser wird.

Das Beste an dem Job war, dass meine Kinder kein Thema sind/waren. Im besten Sinne. Im Vorstellungsgespräch schielte ich irgendwann auf meine Bewerbungsunterlagen, die meine Vorgesetzte vor sich liegen hatte um mich zu vergewissern, ob ich die Kinder im Lebenslauf stehen hatte oder nicht. Hatte ich aber, wie in den letzten Bewerbungen immer.

Die erste Zeit klappte recht reibungslos, Mann zu Hause, Kinder gesund. Trotzdem blieb wenig Zeit, und gab es doch welche nutzte ich sie statt zum Bloggen zum Freund_innen treffen, Lesen oder Sport machen. Die Nächte waren unruhig. Kind2 schläft immer noch bei uns im Bett und meinem Schlaf tut das nicht ganz so gut. Er schläft unruhig

In der letzten Woche fing der Montag mit einem hustenden Minime an. Ich blieb also zu Hause. Wir machten uns einen gemütlichen Tag. Dienstag ging er schon wieder in den Kindergarten, ich zur Arbeit. Mittwoch und Donnerstag hatte ich Urlaub, weil ich einen Vortrag in Hamburg über Alltagssexismus und Sexismus im Netz hielt. Bis Dienstag abend stand das aber noch auf kippligen Beinen, weil sich die Tagesmutter krank meldete und unsere Babysitterin ihren Sohn grade selber bei einer Tagesmutter eingewöhnte. Aber kurz bevor ich die Mail mit der Absage raus schicken wollte, schrieb die Babysitterin, dass die Eingewöhnung ihres Kindes ausfällt, weil bei ihrer Tagesmutter alle Kinder krank sind. Das ist so passend, wie wenn man es nicht rechtzeitig zum Bahnhof schafft, aber der Zug dann Verspätung hat. Selten, stressig, aber gut.

Hamburg war ein schöner Ausflug. Mit viel Lesen im Zug, Gesprächen mit interessanten und interessierten Menschen und einer Hotelübernachtung inklusive durchgeschlafener Nacht. Am nächsten morgen bin ich recht früh wieder zurück und habe also leider viel zu wenig von dieser schönen Stadt und ihren lieben Leuten gesehen. Donnerstag abend holte ich Minime von seiner Kindergartenfreundin ab. Er saß auf dem Sofa und an seiner Socke sah ich: BLUT! Er hatte sich am Vortag, als ihn die Babysitterin abholte, den Zeh in der Feuertür gequetscht. Die wollte er zuhalten, damit sein kleiner Bruder nicht abhaut. Dabei zog er sie über seinen Zeh. Davon wusste ich aber nichts (Murphy ey), ich zog ihm die Socke aus und sah einen blau-roten Zeh mit Kruste. Uiuiui. Tapferer kleiner Minime, der sich nicht beschwerte. Empört fotografierte ich den Zeh und schickte das Bild an den Mann. „Damit biste nicht zum Arzt?“ Der Mann versicherte, als er zuletzt drauf geguckt habe, hätte der Zeh noch nicht so schlimm ausgesehen.

Am Freitag rief ich beim Kinderarzt an, der mich direkt an den benachbarten Chirurgen/Orthopäden überwies, da der auch ein Röntgengerät hat. Von 9 bis ca. halb zwölf saßen wir also in der Praxis um dann zu hören, dass der Zeh angebrochen sein KÖNNTE, ansonsten aber nichts zu tun sei, als den Zeh mit einem Mullverband und Wundspray sauber und feucht zu halten, um am Montag noch mal vorstellig zu werden. Minime hat alles mit Bravour über sich ergehen lassen. Anschließend bin ich mit ihm ins Büro. Das Notwendigste erledigt und dann wieder nach Hause. Insgesamt war ich also anderthalb Tage in der Woche im Büro…

Das Wochenende war herrlich. Am Samstag sind wir spontan in die Heimatstadt vom Mann und mir gefahren. Die alte Disko in der wir uns damals aus sicherer Entfernung angehimmelt haben, machte am hellichten Tag auf um ein paar Bands spielen zu lassen. Die Kinder eingepackt und hin. War schon seltsam, bei Tageslicht vor diesem alten Gebäude zu stehen, einer ehemaligen Schachtanlage. Bei Tageslicht und neu renoviert (aktuell ist dort ein Projekt für Lanzeitarbeitslose untergebracht und ein Schulgarten) war es so ohne den abgerockten Charme, den es früher hatte. Anschließend sind wir noch zum Flughafen der Stadt, ein kleiner Flughafen von dem Segelflugzeuge und Fallschirmspringer_innen starten. Diesen Flughafen gab es auch schon, als ich dort noch wohnte aber ich war nie dort. Heute gibt es ein Café und Kinderspielplatz und wir kommen bestimmt noch mal wieder wenn die Sonne scheint.

So sieht das Leben grade aus. Jetzt im März wird Minime, mein „Kleiner“ schon fünf Jahre alt. Noch mal HALLO? Wo ist die Zeit hin? Es hilft nichts, die geht vorbei und vorbei und vorbei.

Fantastisches

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst (Teil 1)

Ich habe mir vorgenommen, den Rest des Jahres dem zu widmen, was ich tue: dem Mamabloggen. Ich möchte einerseits zeigen, wie bunt und vielfältig die Mamabloggosphäre ist und andererseits anderen helfen, mit dem Bloggen anzufangen. Denn ich finde, es kann gar nicht genug von „uns“ geben!

Zu Teil 2: Leser_innen finden und Vernetzung

Zu Teil 3: Social Media

Halt Stop! Ok: Dieser Post ist kein Versprechen. Kein Erfolgsversprechen. Denn ich glaube nicht, dass Checklisten a la

Wenn Du diese Punkte abgehakt hast, dann wird Dein Blog ein Erfolg

für Mamabloggerinnen funktionieren.

Aber ich blogge hier bereits seit 5 Jahren. Ich habe nicht den größten Mamablog, mit den meisten Leser_innen. Aber ich habe den Blog, den ich immer wollte. Und das ist nicht so einfach wie es klingt 🙂

Wenn Du unter Erfolg = das große Geld machen verstehst, dann kann ich Dir leider nicht helfen.

Für mich stand das Geld verdienen bisher nicht im Vordergrund.

Nicht – nur – aus Prinzip. Für die meisten Möglichkeiten mit dem Bloggen Geld zu verdienen stehen für mich Aufwand und Ertrag in keinem angemessenen Verhältnis. Für Sponsoring oder Werbung kam bisher noch keine spannende Anfrage (und mich selber drum zu kümmern habe ich zwischen Job, Elternzeit, Fortbildung, Arbeitssuche…nicht geschafft). Ich finde es total legitim, mit einem Blog Geld verdienen zu wollen. Bisher kenne ich aber nur eine Handvoll Beispiele in der Mamabloggosphäre, wo ich das halbwegs gelungen finde (und aber auch nicht weiß, wie viel Euro da unterm Strich raus kommen).

Einige andere Bloggerinnen übertreten für mich grade die Schmerzgrenze was Werbung, Sponsored Posts und Co. angeht, das ist aber sicherlich Geschmackssache. Nur: wenn ihr das plant, könnten Euch einige meiner Tipps trotzdem helfen. Aber recherchiert da lieber Blogmarketing, Online-Marketing, Blog-Business und Co. Hilfreiche Zahlen zur Bezahlung von Sponsored Posts und Content liefert zum Beispiel Bea – die ihr vom Blog tollabea kennt – in der Zeitschrift Impulse:

Für einen Blogbeitrag inklusive seiner Verbreitung in den Social-Media-Kanälen des Bloggers sollten Sie ab rund 200 Euro einrechnen – für die kleineren Blogs unter 30.000 Seitenaufrufen im Monat. Im Bereich 30.000 Seitenaufrufe bis zu circa 90.000 Seitenaufrufe sollten Sie mit Preisen um die 500 Euro rechnen. Wer ab 100.000 monatliche Seitenaufrufe hat, wird Ihnen Preise ab mindestens 600 Euro aufrufen, je nach Stärke seiner Social-Media-Kanäle auch gut und gerne um die 1000 Euro und darüber hinaus, je nach Aufwand.

Oder wenn ihr Euch für Affiliate-Marketing interessiert, dann diesen Beitrag, ebenfalls von Carina auf ihrer Website Um180Grad. (Und ein paar weitere Links füge ich am Ende des Beitrags ein!)

Hier wirst Du auch – noch – nicht viel über die technischen SchnickSchnacks erfahren. Mein Blog basiert auf wordpress, mein Theme ist „florence“ von SoloPine, das ich mir über themeforest runtergeladen habe . Ich habe ein paar Plug-Ins installiert, alles sehr basic. Vorher war ich bei wordpress.com, das ist kostenlos und du kannst direkt nach der Anmeldung loslegen. Also die Technik ist kein Grund, das Bloggen zu lassen!

Also nochmal: Hier nur meine Erfahrungen und Gedanken. Das meiste habe ich ja auch Learning by Doing über die letzten Jahre so rausgefunden und ausprobiert, es ist also eine sehr praktische Herangehensweise. Folgendes wird es in dieser kleinen Reihe geben:

  1. Namensfindung (ein oft vernachlässigter Punkt)
  2. Worüber und wie schreiben?
  3. Leser_innen gewinnen und sich und den Blog vernetzen
  4. Social Media – was brauch ich?

1. Namensfindung

Es ist sehr naheliegend, in den Titel des Blogs was mit Mama, Mutter, Mom, Mutti und Co. zu setzen. Und als die Mamablogs vor einigen Jahren „groß“ wurden machte das auch Sinn und es gab genug freie Wortkombinationen. Einige der erfolgreichsten (Zahl an Leser_innen und Kooperationen/sponsored Posts) heißen irgendwas mit „Mama“ – z.B. BerlinMitteMom, Mama Notes und Mama mia. Es heißt also nicht, dass diese Wörter Deinem Blog schaden!

Wenn ihr jetzt mit dem Bloggen starten wollt, recherchiert aber gründlich eure Idee. Der Name sollte nicht zu lang sein und einen Wiedererkennungswert haben. Und der geht, wenn man heutzutage Mama, Mutti, Mom darein packt, vermutlich etwas verloren. Deshalb mag ich auch Namen, die nicht ganz so naheliegend sind (ausgenommen Me myself & child, auf den bin ich ein bisschen neidisch), wie frische Brise, das NufStilhäschen oder krachbumm,

Die Kürze des Namens ist auch für die anderen Social Media Kanäle wichtig. Bei twitter darf der Nickname etwa nicht eine gewisse Buchstabenzahl überschreiten. glücklichscheitern ist ja gesprochen nicht lang, aber für twitter musste ich mich mit glcklchschtrn begnügen…

1. Worüber und wie schreiben?

Tja, da habt ihr nun einen eigenen Blog und wisst nicht, wie und wo ihr anfangen sollt? Oder nach drei Beiträgen gehen Dir die Ideen aus? Vielleicht hemmt Dich der Gedanke auch, dass es jetzt „öffentlich“ ist, was Du schreibst, das andere, eventuell auch Menschen, die Du gar nicht kennst, Deine Texte lesen? Vielleicht überlegst Du Dir vorher ein paar Deiner wichtigsten Themen, die neben dem reinen Mamaalltag für Dich wichtig sind. Für mich sind das neben Familienthemen zum Beispiel Feminismus und Fernweh (und auch Nachhaltigkeit, aber das fängt mit einem anderen Buchstaben an und passte deshalb nicht mehr so schön in eine Reihe :-)).

Es gibt Mama-/Familienblogs die viel über Mode, über DoItYourself, über Job und Arbeit undundund schreiben. Oder über die Kombi Lifestyle & Sex. Vielleicht bist Du studierende Mama und stehst auf Geek-Kram. Vielleicht hast Du ein außergewöhnliches Hobby, das Du auch mit Kindern noch weiterführst, wie klettern oder legst Wert auf vegane Ernährung. Diese Gedanken helfen Dir dabei

  1. dass Dir nie die Themen ausgehen
  2. dass Du Dich spezialisierst und somit Deine Zielgruppe und Leser_innenschaft findest und Dich von anderen Blogger_innen abhebst – sich Dein Wiedererkennungswert steigert

Natürlich sind die „großen Themen“ wie Schwangerschaft, Geburtsberichte, Vereinbarkeit, Impfen, Stillen oder Flasche, Kindergarteneingewöhnung auch immer gute Themen. Denn Blogs wachsen mit ihren Kindern. Will sagen: Wenn Du anfängst zu bloggen, wird es immer noch genug andere Schwangere und Frischlingsmamas geben, die grade in dem Moment auf der Suche nach Mamablogs sind und sich freuen zu lesen, wie andere diese Themen angehen. Auch der 1000. Geburtsbericht hat noch seine Berechtigung, denn vielleicht ist genau der derjenige, den diese eine Leserin grade findet und der ihr hilft und nicht einen der 999. anderen.

Wenn Du dann doch mal vor dem leeren Blatt  Bildschirm sitzt, kannst Du ja in den sozialen Medien ein bisschen Zeit verbringen und gucken, was woanders Thema ist und was „trendet“. Ich kann mich zum Beispiel an eine große Welle von Blogbeiträgen zu #regrettingmotherhood oder #aufschrei erinnern, es gab eine heiß diskutierte Debatte über das Familienbett und dann gibt es ja auch noch Blogparaden z.B. in der entsprechenden facebook-Gruppe.

Für den Anfang kann man auch bei bestehenden, also regelmäßig wiederkehrenden Blogkategorien mitmachen, wie zum Beispiel #12von12 bei draußennurkännchen, wo Blogger_innen unterschiedlichster Sparten am 12. eines Monats 12 Fotos von ihrem Tag machen und diese verbloggen. Oder bei Wochenende in Bildern auf geborgen wachsen. Auch hier werden Fotos gemacht, vom Wochenende eben. Bei beiden Aktionen kann man seine eigenen Beiträge verlinken und findet so auch noch neue Leser_innen (womit wir schon fast beim Übergang zum Teil Vernetzung wären).

In anderen Blogs lesen kann sicher auch nicht schaden. Aber manchmal komme ich an den Punkt, in dem mich genau das auch beim Schreiben hemmt. Dann sehe ich bei einer anderen Bloggerin einen Artikel zu genau dem Thema, über das ich noch schreiben wollte und nach dem Lesen denke ich: Mist, da brauchste ja gar nichts mehr zu zu schreiben!

Oft hebe ich mir darum Artikel, deren Titel mir schon verrät, das mir grade was Ähnliches auf den Nägeln bringt fürs später lesen und verlinken auf (so habe ich das zum Beispiel auch mit den unten verlinkten Beiträgen gemacht. Denn hier wollte ich meine ganz persönlichen Erfahrungen und Gedanken wieder geben. Hätte ich die Artikel unten schon gelesen, würde ich mir das Schreiben dieses Beitrages sparen. Aber wer weiß, vielleicht komme ich so noch auf die ein oder andere Idee, die in den Links nicht erwähnt wurde????).

Über den Schreibstil mache ich mir gelegentlich sehr viele Gedanken. Und das zu schreiben sticht auch ein bisschen, denn ich will ganz ehrlich sein: das hat auch was mit Neid zu tun! Ich würde gern so witzig schreiben wie dasnuf, Andrea Harmonika oder infemme. Ich wünsche mir, dass Worte mir so gute Freunde wären wie sie es alsmenschverkleidetaufzehenspitzen  oder kiddothekid sind. Manchmal wünschte ich, man würde meinen Beiträgen die Liebe zu meinen Kindern so anmerken wie BerlinMitteMom oder Mama Mia. Ich wünschte, ich könnte meinen Gedanken so ausführlich Raum geben, wie es babykram & kinderkacke tut. Und so weiter…

Die erste Zeit als Mutter war für mich aufregend und sehr anstrengend. Also nicht nur der Alltag mit Baby, sondern diese ganzen Hindernisse und Hürden, die sich vor einer auftun. Deshalb waren meine ersten Beiträge eher von der Art Ich-kotz-mich-aus wie hier. Erst eine ganze Weile später konnte ich das Muttersein auch  mal genießen. Darum änderte sich auch der Stil und wird es womöglich auch weiterhin tun.

Vielleicht hilft es Dir in der Hinsicht, Dein Publikum für Dich zu definieren: Denkst Du beim Schreiben vielleicht eher an ein Gespräch mit Deiner besten Freundin oder siehst Du Dich selber dabei ein bisschen als Stand-Up Comedian auf einer Bühne? Bist Du eher der nachdenkliche Typ Mensch, der Raum für Gedanken braucht und weniger eine Plattform für „How-to“-Anleitungen? Oder hast Du Dir Spezialwissen zu einem bestimmten Thema angeeignet, welches Du gerne an die Frau bringen möchtest?

Und da es Dein Blog ist, kann Dir keine_r verbieten, NUR witzige Beiträge oder NUR Nachdenkliches zu Schreiben. Wenn Du den Blog in erster Linie für Dich machst, dann geht es nur darum, was dich grade beschäftigt oder umtreibt. Deshalb sind Pauschalaussagen mit Blick auf die Häufigkeit von Beiträgen auch – wie ich finde – nicht hilfreich.

Und wenn Du immer noch denkst, dieses Bloggen, das ist dir zu aufwendig: Dann fang doch vielleicht mit Gastbeiträgen an! Falls Du Deine Sicht der Dinge mal loswerden wolltest, schreibe einen Text und schick ihn an Deine Lieblingsblogs (also einem, erstmal) und frag, ob das was für die Autorin wäre. Sie bekommt dafür Content, und du kannst mal ausprobieren, ob das Bloggen Dir liegt und wie es Dir mit den Reaktionen (Kommentaren) geht.

Wenn Du insbesondere feministische Mamathemen hast, frag einfach bei mir, bei den fuckermothers oder beim umstandslos-Magazin einfach mal nach!

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst

Wie Du einen erfolgreichen Mamablog startest – finde den Namen, der zu Dir passt, Deine eigene Sprache und überleg Dir, ob es eine Nische für Dich gibt – was macht Dich einzigartig?

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Gute Tipps für’s erfolgreiche Bloggen auch woanders:

Speziell an Eltern richten sich zum Beispiel die Website topeltern-Blogs und die facebook-Seite von blogfamilia.

Die Artikelreihe Den Bekanntheitsgrad des eigenen Blogs steigern von nullpunktzwo kann ich Euch sehr ans Herz legen.

Bei Me Working Mom gibt es unter der Rubrik online ebenfalls tolle Tipps zum besseren (Mama)bloggen

Auf Mamahoch2 gibt es ebenfalls eine Reihe übers Besser Bloggen.

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Konntet ihr was mit diesem Beitrag anfangen? Interessiert Euch was Bestimmtes für den nächsten Teil (Vernetzung und Social Media?)? Oder was anderes (Technik…)?

Reisen mit Kindern

Familienurlaub mit Kindern: Istrien – Kroatien (Teil 2)

Hier geht es zu Teil 1.

Istrien ist für seine Trauben berühmt. Der Weißwein dort ist wirklich lecker. Und Olivenbäume gibt es dort, massenweise. Also eigentlich ist Istrien mein Paradies. Brot und Wasser, pft. Weißwein und Oliven, DAS braucht man zum Leben.

Oliven und Trauben für leckeren Weißwein - dafür ist die Region bekannt

Oliven und Trauben für leckeren Weißwein – dafür ist die Region bekannt

Viele viele schöne Städtchen und Städte gibt es dort. Meine Favoritin war neben Porec und Rovinj – Pula. Nicht nur wegen des allseits bekannten Amphitheaters. Es ist auch ein Studentenstädtchen, Touristenmagnetin – rundum schön.

Amphitheater in Pula

Amphitheater in Pula

Hopp-on-and-off-bus in Pula, Kroatien

Minimes Haare und eine Bucht in Pula

Ein bewölkter Tag. Endlich mal zum Strand ohne Hitzeschlag befürchten zu müssen. Ich habe mir vor Ort wieder Schnorchel und Brille zugelegt und habe mir unter Wasser mal Flora und Fauna angesehen. Wunderbar!

Mann und Cashew am Strand

Mann und Cashew am Strand

Stadtbild

Stadtbild

Neben Pula hat Istrien viele viele schöne Städtchen zu bieten. Porec oder Rovinji zum Beispiel am Meer und Groznijan und Buzet im Landesinneren. Alle einen Ausflug wert. Oder zwei.

Mauergraffiti

Mauergraffiti

Noch mal Amphitheater von Pula

Noch mal Amphitheater von Pula

Tiere im Amphitheater

Tiere im Amphitheater

Der Nationalpark Brijuni-Inseln ist ein wahres Paradies, zu dem es viele Anekdoten gibt. Viele Filmstars tummelten sich in der Vergangenheit hier. Und Politiker. Man fährt in der Regel von Fazana mit organisierten Ausflugsbooten dahin. Eine Tour durch den Nationalpark lohnt sich und gibt es auch mit deutscher Reiseleitung. War nicht ganz günstig, dafür fährt man dann mit einer Bimmelbahn ca. 40 minuten rum, kann sich alles anschauen und für den 4jährigen Minime war grade die Bimmelbahn DAS Highlight.

Tipps für die Suche nach einem Campingplatz

Wir waren mit unserem Campingplatz sehr zufrieden. Eine schöne Übersicht über die besten Plätze in Kroatien gibt es hier und hier.

12 von 12

#12von12 im September

Die Idee von Caro auf Draußen nur Kännchen – und dort findet ihr auch weitere #12von12-Sammlungen

Wenn ihr mir an einem ganz normalen, durchschnittlich langweiligen Strohwitwen-Samstag ohne Abenteuer folgen mögt:

Moin #12von12 #1von12 #slumber #familienleben #mamablog

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Zum Frühstück: die veganen Pancakes mit Kakaopulver getuned #12von12 #2von12 #whatveganseat #veganfoodporn

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Aus mir unerfindlichen Gründen das aktuelle Lieblingsspielzeug der Kinder… #12von12 #3von12 #pömpel #kinder

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#12von12 #7von12 Wäscheberge. Weg damit! #hausfrau #sysiphos #dasbisschenhaushalt

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#12von12 #8von12 Bevor die Bude im Chaos versinkt (haha) raus. Und auf den größten Wauwau der Stadt treffen #boah

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