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Melanie

Feminismus

Mental (Re)Load: Die neverending To Do Liste

Ich wache auf. Wie spät mag es sein? Es ist nicht mehr richtig dunkel draußen, aber auch noch nicht hell. Und ich bin nicht mehr richtig müde, aber auch nicht wach. Noch mal einschlafen und zurück zu den Träumen, das wärs. Soll ich auf die Uhr schauen? Wenn ich sehe, dass es erst 5 ist, kann ich noch mal einschlafen. Ist es 5.55 Uhr lohnt es sich nicht mehr. Um 6.30 ist die Nacht vorbei und eine halbe Stunde ist viel zu kurz um den Gedanken an meine To Do Liste zu verdrängen. Die To Do Liste, die mich aus dem Schlaf geholt hat und sagt: Denk auch an alles!

Ich drehe mich ein paar mal hin und her, dann schau ich doch auf die Uhr: 5.50 Uhr, na dann ist ja auch egal. Ich liege auf dem Rücken und schaue im Halbdunkel an die Decke.

Zuerst gleich das Schulkind wecken, Brot schmieren, durch wirres Kopfhaar streicheln, hundertmal “jetzt iss endlich…leg das Buch weg und zieh dich an” sagen, eine Brotdose mit einer ausgewogenen Mischung aus Vitaminen, Kohlehydraten und Eiweiß packen und schon ist es vor der Tür. Vorher habe ich das Buch gesucht, dass er zurück in die Schulbücherei bringen soll, seit drei Wochen schon. Wir sollen es ersetzen, aber ich hab es neulich irgendwo liegen sehen. Um 7.35 Uhr geb ich die Suche auf und schreibe ‘Buch kaufen und in die Bücherei bringen’ auf meine To Do Liste. In das Übergabeheft der Ganztagsbetreuung schreibe ich, dass mein Kind mit seinem Freund und dessen Mutter nachmittags in den Park geht. “Deinen Turnbeutel einpacken, Schatz” und schon schließt sich die Tür hinter ihm.

Das Kindergartenkind sitzt verschlafen am Küchentisch, es möchte doch jetzt lieber Erdnussbutter als Marmelade auf sein Brot und ich überlege, ob es sich lohnt, eine Diskussion anzufangen, dass Brote, die einmal gewünscht und geschmmiert wurden bitte auch gegessen werden müssen. Mir fällt ein, dass heut Spielzeugtag im Kindergarten ist und so lenk ich ihn ab – welches Spielzeug solls denn heute sein? Zähne putzen, anziehen, Fahrradhelm einpacken, eine weitere Brotdose, das Spielzeug, los.

Nach dem Kindergarten schnell einkaufen. Meist mache ich mir Sonntags eine Liste, einen Menüplan. Natürlich liegt die Liste zu Hause, aber montags ist einfach, montags ist Nudeltag. Weils Montag in der Kita immer nur Suppe gibt und das Kind abends sehr ungehalten wird, wenn ich Experimente beim Essen wage.

Um kurz nach neun sitze ich am Schreibtisch, eine weitere Liste wartet: Emails beantworten, Texte schreiben, Recherchieren, noch mehr Texte schreiben, Meeting, wieder Texte schreiben. Ich höre mit der Arbeit nicht auf, wenn sie fertig ist, sondern wenn ich die Kinder abholen muss. Der Rest muss warten.

Ich packe ein paar essbare Kleinigkeiten ein, fülle eine Trinkflasche, sammel beide Kinder ein und gehe auf den Spielplatz. Oh, eigentlich wollte ich vormittags doch endlich die Reisekostenabrechnung erledigen, verjährt sowas eigentlich? Das Finanzamt hätte endlich gern meine Steuererklärung aber ich wusste ja auch nicht, dass man für die Online-Eingabe erst auf den postalischen Pin warten muss. Wann soll ich die EÜR überhaupt erledigen? Bekomme doch eh nix wieder fürs letzte Jahr. Orrr. Die Kinder müssen wieder zum Zahnarzt und ich brauche wieder Salbe für meine Haut, da soll ich auch immer in die Sprechstunde kommen. Zum Friseur müsste ich mal dringend und wann war ich eigentlich das letzte mal beim Sport? Wieso haben wir eigentlich schon wieder September und wo ist die Zeit hin?

Wer kümmert sich um die Katze wenn wir in den Herbstferien weg fahren, und wer kann abends auf die Kinder aufpassen wenn ich dieses berufliche Meeting am Abend habe?

Nächste Woche ist das Kindergartenkind auf einen Kindergeburtstag eingeladen und wir brauchen noch ein Geschenk. Der Herbst kommt und beide Kinder brauchen wetterfeste Kleidung. Passt dem Kleinen das Zeug vom Großen? Was braucht der Große neu?

Mist, jetzt hab ich vergessen, diese eine Mail – für den Job – abzuschicken, das wollte ich doch endlich von der Liste streichen…

Als ich die Unterlagen für die Steuererklärungen raussuche, überlege ich, wo ich die Briefmarken hingetan habe, die ich gestern gekauft habe. Habe ich sie vielleicht in der Post vergessen? Ich kann mich daran erinnern, die Quittung eingepackt zu haben, aber nicht die Briefmarken (P.S. Ich finde sie einige Tage später im Altpapier…). Dafür habe ich das Backpulver wieder gefunden, was ich neulich suchte. Es lag nicht bei den Backzutaten, sondern beim Müsli. Wo hatte ich da nur meinen Kopf?

Der Wecker klingelt, es ist 6:30 Uhr. Der Tag beginnt.

 

Langweilt ihr euch? Oder kommt euch das vertraut vor? Egal, was ich von der Liste streiche, es kommen direkt zwei neue Sachen dazu. Die Listen helfen nicht, denn es steht einfach zu viel drauf. Zu viel. Das hat nichts mit Vergessen zu tun, oder Zeitmanagement. Es steht einfach zu viel drauf, zu viel für zu wenig Zeit und zu wenig Menschen.

Mental Load. Für mindestens drei Personen. Wenn der Mann zu Hause ist macht es das minimal besser, man kann sich zwar mehr Aufgaben teilen, muss aber organisieren wer was wann macht. Und das ist oft eine weitere Aufgabe auf der To Do Liste.

Ich habe lange auf diesem Text rumgekaut und er fasst doch nicht in Worte, wie sich das anfühlt. Neulich ging noch mal dieser grandiose Comic viral, auf dem meine älteren Blogbeiträge beruhen. Und ja, auch ich übernehme hier einen Großteil des ‘Mental Load’, aber bei weitem nicht so extrem, wie im Comic dargestellt, auch wenn ich an mancher Stelle nicke. Hier gibt es immer wieder Phasen, in denen der Mann längere Zeit weg ist – und wenn er wieder zu Hause ist, folgt eine Art “Einarbeitungsphase”. Sonntags abends komme ich mit dem Plan für die nächste Woche, wir besprechen was ansteht. Keinen Mental Load haben hieße, jemand sagt MIR was ich tun soll. Und wann. Und wie.

Mareice Kaiser hat viele Ideen gesammelt, die an strukturellen Punkten ansetzen.

Vielleicht braucht es aber auch mehr Sichtbarkeit, dessen, was Eltern neben Lohnarbeit und der reinen “Beaufsichtigung” der Kinder leisten müssen. Für mich ist es keineswegs erstrebenswert, dass beide Eltern 40 Stunden/Woche arbeiten (müssen).

Falls ihr Lust habt, nehmt an dieser “Blogparade” teil oder schreibt eure To Do Liste hier in die Kommentare – ach übrigens: die Hälfte dessen, was ich eigentlich tun wollte/sollte, habe ich vergessen hier aufzuschreiben, weil ich ja in Gedanken schon dabei war, mich für den Elternabend im Ganztag schriftlich zu entschuldigen. Muss wohl doch mehr an der Organisation arbeiten!

Familie, Fantastisches

Arbeitsorganisation im Homeoffice – ein Guide für Eltern

Vor einer Weile startete ich die Blogparade #ElternHomeOffice, weil mich das grade tierisch umtreibt, wie man sich organisiert, wenn es an allen Baustellen gleichzeitig brennt. Vielleicht erinnert ihr euch, Ausgangsfrage war

Nun, hätte ich gewusst, was für eine Arbeit so eine Blogparade ist *hust*, ich wäre nicht so stürmisch gewesen. Aber dennoch: das Thema hat eingeschlagen wie ein Blitz und auch für mich habe ich aus den vielen Texten wichtige Inputs mitgenommen. Denn auch wenn sich seit Beginn der Blogparade vor über einem Jahr viel an meinem beruflichen Setting geändert hat, im Homeoffice arbeite ich immer noch viel!

Darum habe ich euch die Beiträge in einem Post zusammen gefasst und ihr findet noch mal die Links zu den jeweiligen Blogs.

Kind2 fährt den Rollcontainer mit meinen Arbeitsunterlagen durch die Wohnung… produktives Homeoffice sieht anders aus.

Berufliches und Privates trennen

Severine von Mama on the rocks betont, wie wichtig es ist, Arbeitszeit und Haushalt zu trennen. In der Arbeitszeit (die ja meist der Betreuungs- oder Schlafenszeit der Kinder entspricht) wird alles liegen gelassen was nicht unmittelbar zum Business gehört. Also natürlich, sofern das machbar ist, aber man darf sich nicht verlocken lassen, mal eben hier ein bisschen aufzuräumen, da ein wenig zu wischen – schon ist der Vormittag vorbei und die Kinder müssen abgeholt werden.

Sie selbst nutzt die Möglichkeit, die Hausarbeit an eine Putzhilfe abzugeben aber sagt, auch wenn das finanziell nicht drin ist, muss die Hausarbeit eben warten (oder an den Partner deligiert werden).

Sich Auszeiten gönnen – von Allem!

Beim Beitrag von Mamamal3 fand ich dieses schöne Zitat von Mark Twain:

Das Geheimnis voranzukommen, ist anzufangen.

Tatsächlich geht es mir selber so, dass ich vor lauter To Dos nicht weiß, wo ich anfangen soll: Das Wichtigste ist auch das unangenehmste auf meiner Liste und oft hilft es mir, auf einem schönen Nebenschauplatz anzufangen um mich „einzugrooven“.

Sich regelmäßig (auch kleine) Aus- und Offlinezeiten gönnen und Einkäufe auch mal online bestellen sind nur zwei ihrer hilfreichen Tipps für eine gute Organisation im HomeOffice.

Was geht mit Kindern, was ohne?

Kathrin von Ökohippierabenmütter schreibt über HomeOffice im Schlafanzug (Spoiler: haha!) und die Kernfrage, die sie sich ständig stellt, bei zwei kleinen Kindern und nur wenigen Stunden Tagesmutter: Was von meinen Aufgaben kann ich nur ohne Kinder erledigen und wobei kann ich sie auch mitnehmen?

Eine Frage, die ich mir auch oft stelle, auch wenn die Dinge, die ich mit Kindern erledigen kann, sehr wenige sind. Eigentlich möchte ich den Haushalt zum Beispiel dann machen, wenn die Kinder nachmittags zu Hause sind…nur: sie wollen dann meine Aufmerksamkeit. Mit mir gemeinsam Haushalt machen funktioniert auch nicht (mehr), aber sie werden in Zukunft definitiv mehr eingebunden. Schon als Entlastung für mich selbst. Aber was mit und was besser ohne Kinder geht, ist von Kind zu Kind verschieden.

Berenice schreibt auf ihren Blog Phinabelle, dass man die Vor- und Nachteile des Homeoffice abwägen muss. Ihre drei Tipps für ein erfolgreiches Homeoffice mit Kind: angenehme Atmosphäre schaffen, Ablenkung vermeiden und feste Zeiten einplanen!

Miss Broccoli hat vor, im Homeoffice zu arbeiten. Ein Tag wird das Kind in die Kita gehen, einen halben Tag ist der Vater für die Betreuung zuständig. Nicht einfach, wenn das Kind eine ausgeprägte Mamaphase hat…

Der Idealfall im Home Office mit Kind ist…fast nie

Schon lange lese ich bei Kerstins Chaos mit und sie beschreibt in ihrem Rant sehr gut, was das „Problem“ mit dem Home Office ist: Die Vorteile sind gleichzeitig oft die Nachteile des Home Office. Wenn die Kinder krank sind, ist es natürlich praktisch, sie zu Hause betreuen zu können. Wenn man einen „richtigen“ Job hat, dann hat das Umfeld auch mal Verständnis, wenn mal wer anders bei den Kindern bleiben muss, vielleicht bieten sich die Großeltern als Unterstützung an…Im Home Office hat man aber oft die schlechteren Argumente…selbstgewähltes Schicksal?

Wie auch immer, was muss, das muss. Und ich bin froh, dass Kerstin auch in den Kommentaren zum Text dazu steht, nicht alles „aushalten“ zu können:

Ich stehe dazu, dass ich nicht unendlich tragen und aushalten kann. Das finde ich auch nicht peinlich.

Danke, Kerstin! Denn ich höre öfter diese innere Stimme, die mich stichelnd fragt, warum ich denn nicht mehr schaffe, im Home Office, nicht schneller und besser bin und überhaupt…

Wartezeiten nutzen!

Bianka von Immerdaheim hat bereits größere Kinder – und auch schon länger Erfahrung im Home Office mit Kind. Als Elter*n hat man ja immer Zeiten, in denen man mit Kindern irgendwo wartet – bei deren Sportunterricht zum Beispiel. Bianka nutzt diese Wartezeiten konsequent:

Habe ich zeitlich passend längere Wartezeiten, nehm ich schon mal den Hund mit und lauf vor Ort eine Runde mit ihm, so hab ich diese Aufgabe auch gleich erledigt. Kürzere Wartezeiten nutze ich, um z.B. schon mal Mails zu sortieren und zu löschen, um Ideen für Texte zu skizzieren oder für kleinere Recherchen für Artikel oder ähnliches. Ich hab außerdem fast immer ein Buch dabei oder halt meinen Kindle, das gelesen werden muss oder will. Also entweder etwas berufliches oder auch mal einen Roman oder sowas für mein Privatvergnügen. Was bei längeren Wartezeiten auch immer geht: Das Kind in Joggingsachen zum Termin fahren und dann dort eine Runde laufen gehen – oder halt spazieren, wenn man nicht Joggen mag. So tut man was für sich, für Körper und Seele und ärgert sich nicht, dass man rumsitzt und seine Zeit verplempert.

Lena von familienleicht hat sich erfolgreich mit einem Online-Business selbstständig gemacht und betreut 3 Kinder zu Hause. Da mal „Ruhe“ für konzentriertes Arbeiten zu finden ist gar nicht so leicht. Aber auch Kleinvieh macht Mist (etwas, was ich in den letzten Jahren lernen musste und konnte):

Wenn der Vergleich eben nicht mit 60-Std.-Wochen-Mompreneuren etc. läuft, sehen wir, was wir alles schaffen in doch recht kurzer Zeit und wieviel Produktivität letztlich da ist, wenn wir auch die kleinen Momente mit einbeziehen. Denn unter’m Strich schaffen wir immer noch viel viel mehr, als wenn wir gar nicht erst angefangen hätten. Und das ist eben auch die Riesenchance dabei. Mit über ein Jahr gesammelten Viertel- und halben Stunden täglich kann eben auch etwas aufgebaut werden.

Kirsten von Hausfrau und Mutter hat zwar keine wirklichen Tipps, aber Erfahrung mit verschiedenen Varianten von Homeoffice – ihre eindeutig favorisierte Variante ist Homeoffice mit Kindern in Betreuung. Versteh ich gut 😉

Mit den Kindern in Kontakt sein und ein positives Bild von Arbeit vermitteln

Anne hat auf Meine Elternzeit über einen Punkt geschrieben, der mir eine neue Sichtweise vermittelt hat. Statt sich ständig mit schlechtem Gewissen zu plagen, weil man auch in den Zeiten, in denen die Kinder zu Hause sind, mal am Computer sitzt, plädiert sie für mehr Transparenz und freut sich, den Kindern auch noch was zu vermitteln:

„Eigentlich wollte ich diesen Punkt „Trennung von Arbeit und Privatem“ nennen, aber das funktioniert bei uns ehrlich gesagt nicht. Und ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob das überhaupt so erstrebenswert ist. Denn wie gesagt, habe ich manchmal kreative Arbeitsideen, während ich mich mit den Kindern beschäftige. Und für die Kinder ist es ja vielleicht auch gar nicht schlecht, wenn sie im Alltag zu Hause erleben, dass das Arbeiten eben zum Leben der Eltern gehört und ihnen idealerweise auch ein bisschen Spaß macht. Statt die Arbeit und das Familienleben also konsequent zu trennen, versuchen wir lieber, klar zu kommunizieren, was wir machen und wie lange das in etwa dauern wird.“

Ramona bzw. ihrem Blog Jademond folge ich schon seit den Anfängen meines Bloggens. Ich mag ihre unaufgeregte, reflektierte Art über verschiedenste Dinge zu schreiben und ihr Beitrag zur Blogparade knüpft ein bisschen an Annes‘ an:

Wenn die Kinder schon ein bisschen älter sind, hilft es oft, ihnen 5-10 min ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Wirklich mit ihnen in Kontakt zu sein und auf sie einzugehen. Die Kinder sind dann wieder genährt und man kann eine ungestörte Arbeitszeit verhandeln. Jetzt bin ich bei dir, nachher brauche ich wieder etwas Zeit für mich. Dabei ist es auch hilfreich, den Zeitrahmen klar und überschaubar festzustecken (kein “gleich” oder “später”, sondern konkrete Angaben).

Auch der einzige Vater (!), den ich dazu überredet habe, seinen Beitrag in meiner Blogparade zu verlinken (er hatte ihn schon früher geschrieben) überlegt, welches Bild von Arbeit er seiner Tochter vorlebt und vermittelt:

Für meine Tochter sind Begriffe wie Vereinbarkeit, Beruf, Home Office und so weiter allesamt noch recht fremd. Und das obwohl, sie sie tagtäglich vorgelebt bekommt. Die moderne Arbeitswelt ist vielfältig. Mir hat sie den Traum, vom selbstbestimmten Arbeiten erst ermöglicht. Auch meine Tochter wird irgendwann und eines schönen Tages mal einer Tätigkeit nachgehen. So zumindest die Annahme. Wie diese aussehen wird und in welcher Arbeitswelt sie sich wiederfinden wird? Angeblich werden mehr als die Hälfte der Jobs, die unsere Kinder leben zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht erfunden sein. Und doch: In welche Arbeitswelt meiner Tochter hineinwächst, auch das hängt auch davon ab, wie wir und ich diese Arbeitswelt heute gestalten. Eigentlich ein gutes Gefühl, auch wenn es noch viel zu verbessern gibt.

Lieben was man tut, müssen, was man tut…

Leonie vom wunderschönen Blog minimenschlein ist seit 13 Jahren selbstständig im Home Office, hat also viel Erfahrung und viele Settings durch. Bei ihrer zweiten Tochter musste sie lange auf eine Kitaplatzzusage warten und hat viele, viele Nachtschichten eingeschoben. Wie sie das geschafft hat? Sie will es so und sie muss (Geld verdienen):

Ich muss Geld verdienen, ich möchte Geld verdienen und ich sehe es als großes Glück an, dass ich dies im Homeoffice tun kann. Ich muss mich aber auch um meine Rente kümmern, meine Krankenkasse und Sozialabgaben selbst bezahlen und und und. Kurzum: Ich schaffe es, mich zu motivieren, weil es viele Rechnungen zu begleichen gibt, die dafür sorgen, DASS ich etwas tue. Vor allem aber schaffe ich es, mich zu motivieren, weil ich das tun kann, was ich so sehr liebe. Ich brenne total für meine Arbeit! Ich habe einfach Bock dazu! Und das ist ein großes Gut, wenn man das, was man liebt, beruflich tun darf – und damit auch erfolgreich ist.

Ihr Lieben – das war nur der erste Teil! Der zweite Teil der Auswertung folgt…bald! Bis dahin hinterlasst gerne eure Erfahrungen in den Kommentaren, ich freue mich, wenn ihr den Beitrag auf den Social Media Kanälen teilt und an Freund_innen schickt, die regelmäßig im Home Office arbeiten!

Homeoffice mit Kind

Arbeitsorganisation im Homeoffice

Homeoffice mit Kind

 

 

Familie

Erster Sonnenbrand & Gemüsekiste

Nachts musste ich das große Kind aus seiner Decke befreien. Es hatte sich zwischen Bettbezug und -decke eingerollt, als läge er im Schlafsack. Nachts hat er dann den Ausgang nicht gefunden und Panik bekommen. Nun ja, ich dachte nach 7 Jahren würde er durchschlafen, aber irgendwas lassen sie sich immer einfallen.

Am vormittag bin ich mit den Kids in den Baumarkt gefahren. Komisch, offenbar waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee. Ich wollte vor allem ein paar stabile Kisten für meine Ausmistaktionen kaufen, die auch einigermaßen dicht sind. Unser Keller ist nicht nämlich nicht ganz trocken. Ich möchte viele Dinge dort kurzfristig zwischenlagern, bevor ich entscheide, was ich mit ihnen tue.

Neben den Kisten kauften wir aber auch ein bisschen Grünzeugs. Unser Betonhof, auf dem Fahrräder und Mülltonnen ihr Quartier haben, könnte etwas Verschönerung gebrauchen. Ob das auch sinnvoll ist, weiß ich nicht, die Sonne kommt da nämlich nicht so oft hin. Aber einen Versuch ist es wert. Nun ziert also eine Erdbeere den Hof:

Anschließend sind wir zu einem Waldspielplatz gefahren und haben dort Freunde getroffen. Wir Erwachsenen lagen in der Sonne, die Kinder spielten und wir waren ganz schön überrascht von der Wucht der Wärme. Fast fühlt es sich ein bisschen sonnenbrandig an im Gesicht.

Nachdem die Kinder endlich im Bett waren habe ich mir online unsere Gemüsekiste wieder bestellt. Ich hatte lange ausgesetzt, weil ich besonders im vorletzten Jahr kaum Zeit hatte um ‚frisch‘ zu kochen. Letztes Jahr habe ich viel selbst eingekauft. Und dies Jahr kommt wieder zusammen, dass ich arbeite, also wenig Zeit habe, aber nicht so viel arbeite (bzw. im Home Office), so dass ich zumindest die Hoffnung habe, wieder viel frisch zu kochen.

Wie haltet ihr die Waage aus knapper Zeit und frischer Küche? Kocht ihr immer das Gleiche oder geht ihr experimentell vor? Vegan oder Biofleisch (höchstens zwei mal die Woche ^^)?

Familie

Osterferien

Die Kinder waren die kompletten Ferien zu Hause, sprich nicht im Kindergarten oder in der Offenen Ganztagsschule. Ich empfinde das als richtigen Luxus, dass das möglich war. Dass sie einfach mal den Leerlauf erleben konnten. Dadurch, dass ich meist im Homeoffice arbeite und auch zeitlich recht flexibel bin war es machbar, aber auch nicht einfach. Die beiden haben einfach unglaublich viel Energie, die muss man schon kanalisieren. Den Sommerferien seh ich aber schon jetzt ein wenig mit Grauen entgegen, denn sechs Wochen werden wir uns den Luxus nicht „leisten“ können.

Und das ist ein elendiges Paradox – ich bin nämlich sicher, dass die Kinder diese Auszeiten benötigen. Aber der Mann und ich müssen arbeiten und auch wenn ich „flexibel“ bin, ich kann und will meine Arbeit nicht in die Nacht verlegen. Dennoch – das wird sich finden.

Auch für mich waren die letzten Wochen Auszeiten dabei. Mit meiner Schwester hab ich Wellness gemacht und mit dem Mann einen Städtetrip nach Amsterdam. Während die Kinder bei den Großeltern waren. Das war schon perfekt so.

Endlich sind auch die ersten Sonnenstrahlen draußen und ich merke gleich, wie sehr das mein Leben erleichtert. Einfach Sachen packen und in den Park gehen, die Kinder beschäftigen sich da beinahe selbst.

Ansonsten denke ich viel nach. Auch deshalb war es in den letzten Wochen sehr ruhig hier. Was will ich mit diesem Blog noch, was kann ich meinen Leser*innen noch „geben“. Was sind meine Themen – denn ja, die haben sich auch gewandelt. Oft hadere ich mit mir etwas zu schreiben, wenn ich denke, dass es a) schon hundert andere irgendwie geschrieben haben und b) ich nicht vorbildhaft und perfekt bin, in dem was ich tue.

Ein Beispiel: Minimalismus und Nachhaltigkeit. Gefühlt wurde in den letzten zwei Jahren alles dazu verbloggt, in youtube gezeigt, Bücher geschrieben etc. Und außerdem – was sollte ich schon darüber schreiben? Die Wohnung hier sieht nicht aus, wie man sich minimalistische Wohnungen dank youtube und netflix vorstellt, in Sachen Nachhaltigkeit ist mein Leben gefühlt voller Kompromisse. Ich mein, ich benutze einen Wäschetrockner! Und alle zwei Jahre fliege ich mal in den Urlaub. Ab und zu kaufe ich im Unverpacktladen und auf dem Biomarkt ein, aber wenn ich mit den Kindern unterwegs bin wähle ich den Discounter, der auf dem Nachhauseweg liegt. Darf ich da was über Minimalismus oder Nachhaltigkeit schreiben?

Ich glaub, ich werde es in Zukunft einfach tun.

Familie

Sieben

Gestern Abend haben der Mann und ich den Küchentisch vorbereitet. Geschenk verpackt, Geburtstagskarawane und Tischfeuerwerk platziert. Muffins für die Feier in der Schule sind fertig.

Am Morgen wecke ich den Star des Tages. Er schlägt direkt die Augen auf und grinst über beide Ohren. Der Mann hat die Kerzen angemacht und ich singe „heute kann es regnen, stürmen oder schnei`n…“ (ich werde vermutlich auf ewig die Einzige bleiben, die ein Geburstagsständchen singt, na gut).

Mit leuchtenden Augen wird das Geschenk ausgepackt („Blinkeschuhe“) und das Feuerwerk betrachtet. Schon toll, so eine Konfettibombe.

Der Mann begleitet das Kind mit all den Muffins zur Schule. Ich hoffe, die Menge reicht.

Ich bringe Kind2 in den Kindergarten und setze mich anschließend ins Café.

Am Nachmittag holt der Mann die Kinder ab und geht mit ihnen zum Friseur. Ich hole sie dort ab, schick sehen sie aus und eine Spur größer als heut Morgen 🙂

Es gibt Kuchen, einen aus der Tiefkühle vom Supermarkt. Nachdem ich am Vorabend 25 Muffins gebacken habe und für Samstag und Sonntag ja auch noch Geburtstagsbäckerei ansteht fand ich das mehr als in Ordnung. Kind1 hatte einen schönen Tag in der Schule, er dekoriert mit Luftschlangen noch die Küche und sein Zimmer und anschließend dürfen die Kinder noch Paw Patrol gucken, bevor es Abendessen gibt. Ein wenig aufgedreht fällt es den Kindern schwer einzuschlafen, aber gegen halb neun ist Ruhe.

Ich versuche nun, diesen Blog auf https umzustellen und freue mich auf einen ruhigen Abend.

12 von 12

12 am 12. im März 2018

Huch, schon wieder ein 12. Und schon wieder einer, an dem ich es nicht auf 12 Fotos schaffe. Ich bin ein wenig aus der Übung, vielleicht wird das wieder…zurück geht diese schöne Aktion auf eine Idee bei Draußen nur Kännchen…

Welt rettenAm Morgen denke ich gar nicht ans Fotografieren. Der Mann weckt Kind1 zur Schule, macht Frühstück und bringt mir Kaffee, nachdem der Große auf zur Schule ist. Kind2 steht mit mir auf und wir frühstücken.

Ich bring ihn in die Kita und schließe mein Montagmorgenritual an – ein Milchkaffee im Lieblingscafé.

Anschließend geht es mit Hustentee an den Schreibtisch.

Gegen 11 Uhr gehe ich mit Sarah als Reporter*innenteam im Auftrag der Brause in eine Lesung. „Und jetzt retten wir die Welt“, das junge Leute ansprechen soll und Tipps und Infos bietet, selbst umweltfreundlicher und nachhaltiger zu leben.

Es gibt auch eine Website zum Buch.

 

Passenderweise geh ich anschließend in den Unverpackt-Laden, der vor ein paar Wochen bei uns um die Ecke eröffnet hat. Er hat eine riesige Auswahl und ich freue mich hier in Zukunft öfter einkaufen zu können.

Homeoffice

Ich arbeite zu Hause weiter. Herrlich wenn die Sonne scheint! Der Mann holt die Kinder ab und geht mit ihnen Eis essen. Ich treffe mich im Anschluss mit ihnen.

Im Spielzeugladen

Mit Kind1 und seinem gesammelten Taschengeld seit der Einschulung gehe ich in den Spielzeugladen. Er darf sich dort heute was kaufen. Er sucht, überlegt, rechnet…ich schlage vor, lege Veto ein und nun ja – er hat natürlich nicht das handbemalte Holzspielzeug oder ein pädagogisches Brettspiel geholt sondern einige Teile aus blinkendem Plastik, von denen eines bereits jetzt kaputt auf dem Wohnzimmertisch liegt…aber: er hat nicht alles Geld ausgegeben, einen Bezug zum (materiellen) Wert von Dingen bekommen und glänzende Augen gehabt…

Klettermeister

In der Zwischenzeit sind der Mann und Kind2 auf dem Spielplatz. Erkennt ihr den Klettermeister?

Bücher stöbern

Bücher stöbern

Nach dem Ohrenbär schauen die Kinder sich noch Bilderbücher an. Kind2 liebt das Aufklärungsbuch, das eigentlich für Kind1 gekauft wurde. Vor allem die Teile über Schwangerschaft und Geburt. Dazu möchte er hören, wie das bei ihm so war. Das Dinobuch legt er mir mit Absicht vor – „Mama, wie heißt DER Dino?“ Schwupps, hab ich einen Knoten in der Zunge!