Familie

Beim Kinderarzt

erst mal danke an alle für die virtualmentale unterstützung! gestern sind minime und ich zum kinderarzt gestiefelt. minime war zwar besser drauf, aber der durchfall und der wunde po waren immer noch da.

eigentlich müsste es kinderÄrztin heißen. denn bisher wurde minime nur von frauen behandelt. ärztinnen also. die praxis läuft aber ausschließlich auf den namen des herrn doktor. keine praxisgemeinschaft, nur herr dr. soundso. offensichtlich arbeiten in der praxis aber mindestens zwei ärztinnen. den herrn doktor hab ich nur zum hüftultraschall gesehen. jaja, das pingelige feministinnenauge…

aber egal. also, es ist wie geahnt, durchfall durch den man durch muss sozusagen. harmlos für minime, sofern er gut trinkt. buchstäblich ätzend für die eltern und den po vom kleinen. geärgert hab ich mich trotzdem. ich mein klar, dass so kinderärztInnen täglich mit durchfall konfrontiert sind und da nix bei finden. aber hey, auch die coolste mom hat beim ersten kind mal paranoia oder? die ärztin kam also rein, fragte was los ist (durchfall, trinkt aber gut und lacht zwischendurch, aber der stuhl hat die farbe geändert, wunder po…). schrieb eine salbe auf und ein pulver (elekrolyte! sagte sie und ich musste an herrn lehmann denken), erklärte nicht wofür, wie oft anzuwenden und was der kleine hat sagte sie auch nicht, drückte mir die hand und verschwand. das ging so schnell, in der zeit konnte ich nicht mal „baff“ sagen. ich hab dann die arzthelferin gefragt, obs denn jetzt die zähne sind, oder ein virus, gedankenprotokoll: „für die behandlung ist das egal“. naja, hätt mich ja nur interessiert…die apothekerin hab ich dann zur anwendung und zu den inhaltsstoffen gefragt.

meine haltung zu medizin ist schwierig. ich bin weder pro schulmedizin noch pro alternativmedizin – ich stehe quasi beidem gleichermaßen skeptisch gegenüber. trotzdem bin ich immerwieder überrascht, dass gegen die häufigsten (kinder)krankheiten kein kraut gewachsen ist. und gegen arrogante mediziner auch nicht.

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3 Comments

  • Reply mama007 27. Juli 2011 at 14:48

    Ja, das ist immer wieder beeindruckend. Die Diagnose: „Kleiner Mann, Polypen, ambulante OP“ bekam ich auch in anderthalb Minuten vorgedonnert. Und obwohl ich nun schon dreieinhalb Jahre daran arbeite, einfach immer bitter weiterzufragen und mir kein schlechtes Gewissen zu machen, weil draußen der Warteraum zum Bersten voll ist: in diesem Fall war das umsonst. Frau Doktor verschwand mit einem freundlichen Händedruck und „Süß, der Kleine Mann!“. In diesem Sinne: es lebe die virtuelle Welt mit ihren 1000en Seiten mit plastischen Beschreibungen einer Polypen-OP….
    ich rate dir daher: bleib hart, frage einfach weiter. Notfalls noch im Hinausgedrängtwerden. Ist nicht schön, hilft aber meist. Grüße von: Mama007

    • Reply glücklich scheitern 27. Juli 2011 at 16:17

      ich übe! aber sowas hab ich echt selten erlebt. als muttertier wird man ja immerwieder in überraschende, irritierende und vor allem: sprachlos machende situationen gebracht…

  • Reply Sexistisches Kinderspielzeug, Väterkarenz und Björk: Linksammlung « fuckermothers 2. August 2011 at 14:12

    […] erzählt von weniger guten Tagen mit Kind und vom Besuch bei der Kinderärztin. Bei Mama007 geht es um eine Art ‘Urlaub‘ bzw. die Schönheit kinderfreier Tage trotz […]

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