Familie

Ein Blick hinter die Kulissen von erfolgreichen Mamablogs

Mamablogs, was sind das? „Das sind doch bestimmt so ein paar Muttis die vor Langeweile nicht wissen, was sie tun sollen und alle Foren schon voll geschrieben haben und jetzt noch ein bisschen Aufmerksamkeit haben wollen! Die über nichts anderes schreiben, als ihre kleinen Scheißer und Wohnungsdeko, nich? Und dann verdienen die damit auch noch Geld!“ 

Nein, natürlich sind Mamablogs viel mehr. Schließlich ist jede Mama mehr als die Summe ihrer Kinder. Mamablogs sind darum vielseitig, abwechslungsreich, politisch und regen immer wieder zum Nachdenken an.

Die Mamablogs, die es gab, als ich anfing zu bloggen haben mir sehr über die erste Zeit mit Kind geholfen. Auch die kurz danach erblühende feministische Muttiblog“szene“ hat mein Leben sehr bereichert und oft auch erleichtert – dort fühlte ich mich besser aufgehoben als in den vielen Foren, wo es hauptsächlich gegenseitiges Mütterbashing gab. In meiner kleinen Mamabloggosphäre gab es statt dessen Unterstützung und Ermutigung und manchmal auch nur virtuelles, verständnisvolles Nicken. 

Inzwischen hat sich einiges getan in der Bloggosphäre, aber die Vielfalt ist größer geworden. Die einen verdienen tatsächlich etwas Geld damit, die anderen nicht. Wer aber Geld damit verdient, hat oft auch viel Arbeit investiert. Zwar kann man auch einfach drauf los bloggen, aber wenn man Geld verdienen will, ist auch Bloggen echte Arbeit, die erlernt sein will.

Zur Auswahl der Bloggerinnen: Ich habe einfach die Bloggerinnen angeschrieben, deren Mailadresse ich schon durch vorherige Kommunikation hatte und deren Reichweite ich für nicht ohne halte und bei einigen eben auch wusste, dass sie durch Kooperationen Geld verdienen. Natürlich gibt es noch viel mehr tolle Blogs und wie Erfolg definiert ist, mag jede für sich entscheiden. 

Hier habt ihr einen ersten, wunderbaren Querschnitt durch die Mamabloggosphäre und ich hoffe, dass ich im Januar einen zweiten Teil veröffentlichen kann:

 

Sonja von Mama-notes.de

Sonja von Mama-notes.de

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Ich heiße Sonja. Mein Blog heißt Mama notes

  1. Wie lange bloggst Du schon?

Seit Oktober 2013

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Mein Blog ist ein Mama- und Familienblog, der sich mit dem Familienalltag, Erziehungsfragen sowie gesellschaftlichen Fragen rund um moderne Elternschaft beschäftigt. Und dann bräuchte ich noch einen zweiten Satz: Vorallem ist er aber ein absolutes Herzensprojekt für mich, mit sehr Seelenhygiene-Charakter, auch wenn mein Leben natürlich nicht 1:1 wieder gegeben wird.

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Wenn ich Social Media, Recherche, Nachdenken, Bildbearbeitung und alles was dazu gehört mit einbeziehe, sind es locker (!!!) 20 Stunden in der Woche. Genau, und weil es so viel Arbeit ist, geht das nur, wenn ich Kooperationen eingehe und Werbebeiträge schreibe, die bei mir IMMER eher überdeutlich als zu wenig gekennzeichnet sind.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ja, ich verdiene damit Geld. Nein, ich kann nicht davon leben.

  1. Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Meine erste Kooperation war ein Produkttest für Jungsschuhe. Der Gegenwert war ungefähr 50 Euro, wenn überhaupt. Ich habe einen Beitrag zum Thema Gender in Kinderbekleidung /-schuhen geschrieben. Das Thema hatte sich so ergeben, weil ich tatsächlich aus Versehen Schuhe mit Leomuster innen und außen lila Blümchenapplikationen auf dunkelgrünem Leder gekauft hatte. Ich fand sie hübsch und der Junge hat sie gern getragen.

Tipps für Neubloggerinnen zum Thema Kooperationen: Oh ja, die habe ich und wollte sie schon immer mal loswerden. Bitte bitte, verdient nicht den schnellen Euro und geht irgendwelche Kooperationen ein, sondern achtet darauf, dass sie wirklich zu Euch und Eurem Blog passen. Und dann verhandelt anständig! Anfangs reicht es vielleicht, ein paar Schuhe als Gegenwert zu erhalten, aber irgendwann nicht mehr. Überlegt, was ein Werbebeitrag im Internet für das Unternehmen wert ist, wie teuer Werbung sonst ist, wie authentisch und damit wie besonders ein Werbebeitrag in einem Blog ist und setzt ein anständiges Honorar fest. Nichts ist schlimmer, als das sich Blogger_innen den Markt gegenseitig kaputt machen, weil sie ständig zu niedrige Honorare verlangen. Wir schreiben nicht nur kleine süße Textchen, wir unterstützen Unternehmen in ihrer Marketing- und Werbestrategie. Das ist etwas wert und zwar nicht paar Euro fuffig.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Ich habe bloggen durch das aufmerksame Lesen von Blogs und dann durchs selber bloggen gelernt. Ich lese Artikel zu Themen, die mich interessieren, beobachte Seo und Social Media-Strategien / Verhalten von anderen Blogger_innen und vorallem: ich probiere einfach aus. Außerdem gehe ich gerne auf Barcamps, Konferenzen, Social Media Vorträge / Veranstaltungen.

  1. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

WordPress, selbst gehostet.

  1. Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Ich habe folgende Plugins:

  • Akismet, ein Spam Blocker
  • Ap Gravatars – damit ein Bildchen neben meinem Kommentar auf anderen Blogs verknüpft wird
  • authorsure – ich hab keine Ahnung, ob man das noch braucht. Habe mal aufgeschnappt, dass Google das gut findet. Habe das mit jemandem zusammen gemacht und lasse das stehen, bis mir jemand sagt, dass es dringend raus soll
  • BroteProtect – Ein Security PlugIn. Hat mir mal jemand zu geraten, seitdem ist es drin.
  • Fonts – zusätzliche Google Fonts
  • GL Tag Cloud Nofollow – meine Stichwörter-Cloud . Hatte mal gehört, dass die unebdingt auf nofollow gesetzt werden sollte. Dabei sind das ja interne links. Kapiere das nicht. Hab es aber brav gemacht.
  • Google Analytics by Yoast
  • Instagram Feed – in meiner Sidebar
  • iThemes Security
  • Jetpack von WordPress
  • Mail Chimp – für den Newsletter
  • Popular Posts
  • Related Posts
  • Seo Friendly Images
  • Twitter Cards Meta
  • WP no External Links: setzt alles auf nofollow
  • Yoast Seo
  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Social Media!

  1. Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Macht, was Ihr wollt. Schreibt, was Euch am Herzen liegt. Seid authentisch, lernt und beobachtet von anderen, seid kollegial und fragt anfangs einfach mal nach. Vernetzt Euch über Social Media. Macht nur, was Euch Spaß macht.

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Kiddo the Kid

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Ich bin Liz Birk und mein Blog heißt Kiddo The Kid. Das war der zweitbeste Name, der mir eingefallen ist. Der erstbeste Name war schon vergeben. Soviel zum Thema sinnvolle und sorgfältige Namensfindung.

  1. Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit Oktober 2014. Bisher wurde Kiddo The Kid rund 260.000 mal aufgerufen. Follower über WordPress, bloglovin und per Email habe ich zusammen etwa 550. Auf Instagram rund 400. Ich bemühe mich aber auch nicht aktiv darum, neue Follower zu gewinnen. Die laufen mir nach und nach zu, und ich freu mich über jede_n einzelne_n.

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Eigensinnig, persönlich, unprofessionell.

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Kann ich gar nicht sagen, denn ich schreibe die Artikel gerade so, wie sie mir in den Sinn kommen. Und je nach Länge und Rechercheaufwand dauert das dann 1-3 Stunden. Anfangs habe ich noch viel an den Widgets und am Layout herumgeschraubt, bis alles so war, wie ich es ungefähr wollte. Am meisten Zeit kostet mich eigentlich die Beantwortung der Kommentare. Ich versuche, jedem zu antworten, meist schaffe ich das auch. Ab und zu rutscht mir eine_r durch.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Nein, ich verdiene kein Geld mit dem Blog, ich habe es auch nicht vor.

  1. Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Kooperationen mache ich ehrlich gesagt überhaupt keine. Ich muss gestehen, dass mich die rasant steigende Zahl an Sponsored Posts für teilweise absurde Produkte immer mehr nervt. Es gelingt nur ganz wenigen Blogger_innen, die Werbepostings so zu gestalten, dass sie einen Mehrwert haben. Und die Anfragen, die ich ja auch erhalte, sind zuweilen echt unverschämt.

Was ich mir vielleicht noch vorstellen könnte, sind Dienstleistungen oder Produkte kleiner Indie-Unternehmen. Ich mag gute Nischenprodukte, gute Ideen. Den Gedanken habe ich aber noch nicht zu Ende gedacht, deshalb gab es sowas bisher bei mir nicht. Alnatura hat mir neulich ein verdammt leckeres Snackpaket zugeschickt, das hab ich als Dankeschön auf Instagram gepostet. Mit Essen kriegt man mich immer.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Ach, ich hatte ja einige Jahre lang den Buchblog „Ein Buch muss die Axt sein“. Das hat mir großen Spaß gemacht, aber irgendwann war einfach die Luft raus. Ich bilde mich, das muss ich gestehen, gar nicht aktiv fort. Mit Interesse lese ich Beiträge anderer Blogger_innen zum Thema SEO und Social Media, aber ich bin selbst total umambitioniert. Schlechtes Vorbild. Tja.

  1. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

WordPress, und zwar kostenlos.

  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Mir liegt Austausch und Verlinkung deutlich mehr. Es passt einfach zu mir, ich mag den virtuellen Kontakt gern. Und habe tatsächlich schon eine Handvoll sehr tolle Menschen im „echten“ Leben getroffen.

  1. Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Das ist kein Tipp, den ich als Bloggerin ausspreche, sondern als Werberin, die ich ja eigentlich bin: Überlegt Euch, wie Eure „Blog-Marke“ aussieht. Was ist der Kern Eures Blogs, was will er sagen, an wen richtet er sich? Was macht Euren persönlichen Schreibstil aus, was sind Eure Themen? Und wenn Ihr das herausgefunden habt, dann bleibt Euch treu. Bleibt glaubwürdig. Bewahrt Euer Profil.

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Sarah von Mutterseelenalleinerziehend und Kind

Sarah von Mutterseelenalleinerziehend und Kind

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Ich heiße Sarah Wiedenhöft, mein Blog heißt Mutterseelenalleinerziehend.

  1. Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich habe Mutterseelenalleinerziehend im Januar 2015 übernommen. Das Blog gibt es seit 2011. Ich studiere Medienwissenschaften in Hamburg und habe im Sommer 2014 in einem Seminar über Vielfalt und diskriminierenden Sprachgebrauch bei Jana Tereick das Buch „Mutterseelenalleinerziehend – ein Kind und weg vom Fenster?“ von Meike Büttner vorgestellt, die vor mir die Blogmama von Mutterseelenalleinerziehend war. Meine Dozentin riet mir nach meinem Vortag ganz dringend, mit dem Bloggen anzufangen. Wir hatten mehrere Gespräche, aber ich habe mich nicht getraut. Ich war sicher, dass die Leute mein langweiliges Leben nicht interessiert. 😉 Ende Dezember dann, kurz, nachdem ich mich von meiner damaligen Freundin getrennt hatte, sah ich durch Zufall den letzten Blogartikel von Meike: „Wahl zur neuen Bloggerin – bist du dabei?“, der zur Bewerbung auf die Übernahme des Blogs aufrief in meiner Facebooktimeline. Ich schrieb spontan nachts um zwei eine kurze Bewerbung und wurde tatsächlich von den Leser*innen gewählt! Damit hätte ich nie gerechnet. Ich bin jetzt aber eine sehr glückliche und dankbare Adoptivmami vom Mutterseelchen.

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Queerfeministisches, multikulturelles Regenbogeneinelternfamilienblog (Natürlich! total! labelfrei!)

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Im Moment etwa 10 Stunden, zum Mails beantworten und kürzere Texte schreiben. Gerade schreibe ich an meiner Masterarbeit und mache nebenbei praktische Ausflüge in die Medienwelt. Zuletzt war ich bei bento (Spiegel Online) und beim Hamburg Journal (NDR). Ein paar andere spannende Dinge folgen noch. Ab Dezember werde ich aber wieder mehr Zeit zum Bloggen haben.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ich habe mich bis jetzt dagegen entschieden, Werbung zu schalten. Mutterseelchen ist meine Spielwiese.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Bloggen gelernt habe ich nie, aber schon immer viel geschrieben. Karla Kolumna war die Heldin meiner Kindheit. Außerdem lerne ich bei meinen Medienwelt-Ausflügen gerade wahnsinnig viel.

  1. Welche Tipps hast Du für Mamablogger*innen, die grade loslegen wollen?

Habt Mut und traut Euch einfach! Das fällt mir selbst meist am Schwersten. Und: Sucht Euch andere tolle Blogger*innen zum Austauschen.

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Sarah von mamaskind.de

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Ich bin Sarah von mamaskind.de. Die Themen ändern sich, wie ich auch.

  1. Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit 2010, also seit mein erster Sohn sechs Monate alt ist. In den letzten 30 Tagen waren 33000 Leser auf meinem Blog.

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Nerdige PC-Spiel-Mama schreibt über Kinder-Entwicklung, Optimierung des Wohnplatzes, Privates und SEO in ihrem Berliner Mama-Blog.

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

14 – 20 h? Die vielen E-Mails mit inbegriffen.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Seit diesem Jahr verdiene ich Geld damit. Leben könnte ich von meinen bisherigen Kooperationen nicht. Dafür müsste ich auch die annehmen, die nicht richtig zu mir passen und das möchte ich nicht. Oder ich müsste aktiver auf Firmen zugehen, was ich nur sehr selten tue. Mein Blog ist mein Hobby. Wenn ein riesiger Kooperationspartner mit einem Sack voll Geld und dem richtigen Produkt auf mich zukommt, sage ich aber auch nicht nein – wenn es passt.

  1. Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Eine Firma kam auf mich zu und bot mir eine Summe an. Ich wusste nicht, dass das mit dem Blog geht! Ich machte mich schlau, meldete erneut ein Gewerbe an und wartete auf weitere Anfragen. Man merkte eindeutig die SEO-Maßnahmen, die ich 2014 durchführte. Letztes Jahr bloggte ich wieder aktiver und mit mehr SEO-Power.

Wie man ein Gewerbe anmeldet, habe ich hier aufgeschrieben.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Bloggen habe ich nie gelernt, einfach gemacht. SEO mache ich seit 2008, als ich Online-Redakteurin auf zwei großen BWL-Portalen wurde. Neben dem Studium habe ich mir das schließlich selbst beigebracht und darüber meine Bachelorarbeit geschrieben.

Wer SEO lernen will, bekommt hier erste Anlauftipps (Buch- und Linktipps und die Verlinkung auf meine SEO-Reihe).

http://mamaskind.de/marketing/seo-tipps-empfehlung-links-und-literatur/

Ich lese auf SEO Blogs (moz blog, SEO united, SEO trainee, Google Analytics Blog, Tagseo Blog) und meine zweimonatlich erscheinende SEO-Zeitschrift Website Boosting. Kann ich sehr empfehlen.

  1. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

Ich habe einen selbstgehosteten (extern verwalteten) WordPress-Blog.

  1. Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Akismet (gegen Kommentar-Spam)

Broken Link Checker (falls jemand kaputte Links angibt)

Jetpack (kann verschiedene Sachen: Kommentare und und und)

W3 Total Cache – Caching!

Yoast SEO: das wichtigste Plugin? Erlaubt das Erstellen von Meta Title, Description und SEO-Spielereien

  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

SEO natürlich. Ich hatte schon ein paar One-Hit-Wonder, die zwar zehntausende Zugriffe hatten, dann aber in der Versenkung verschwinden. Mit SEO kann man das nachhaltig aufholen. Mein Traffic steigt monatlich. Es kommt natürlich auf den Blog an. BloggerInnen mit großer Facebook-Reichweite (und echten Fans!) haben mehr Erfolg, wenn sie sich nur für Social entscheiden würden. An deren Zahlen komme ich mit SEO nicht ran. Wie sagt der Jurist? Es kommt drauf an!

  1. Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Tipps: Probiert aus, ob euch Bloggen liegt, wechselt dann schnell auf eine eigene Domain (ohne Blogspot etc.) und schreibt drauf los. Wenn Feedback kommt, macht ihr es richtig. Bis dahin kann es aber eine Weile dauern. Nicht aufgeben! Social Media ist sehr wichtig zur Verbreitung und SEO hilft sehr an Tagen, an denen mal kein Blogpost veröffentlicht wird. Besucher kommen dann trotzdem auf den Blog.

Viele denken, SEO ist schwer. Das ist es nicht. Es ist nur sehr viel Fleißarbeit nötig. Die Grundlagen ändern sich nicht so schnell, nur die Tipps und Tricks, die mal gut, mal weniger gut funktionieren.

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Links: Lisa, rechts Katharina

Links: Lisa, rechts Katharina

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Mein Name ist Lisa Harmann und zusammen mit Katharina Nachtsheim befülle ich sechs Mal wöchentlich unser Blog STADT LAND MAMA.

  1. Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge schon länger, als es STADT LAND MAMA gibt. Angefangen habe ich mit meinem Mann und unserem Blog Nusenblaten im Jahr 2010. Der ist allerdings mittlerweile eingeschlafen. Aber es ist verantwortlich für vieles Tolles, was danach passierte. Zum Beispiel für das Buch, das ich dann mit Caroline Rosales schrieb: Ich glaub, mich tritt ein Kind. Darin tauschen wir uns über das Thema Schwangerschaft aus, im Dialog. Und das wollten wir nach Abgabe des Manuskripts gern weiterführen. Da ich von der Stadt gerade mit Mann und drei Kindern auf’s Land gezogen war, nannten wir unser Blog STADT LAND MAMA. Zwei Jahre lang machten wir das zusammen. Im letzten Jahr ist Caro als Stadtmama ausgestiegen und Katharina wurde ihre Nachfolgerin, worüber ich sehr froh bin, denn ich liebe es, im Team zu arbeiten. Seither haben sich unsere Zahlen sehr entwickelt. Bei Facebook sind wir bei über 12.000 Fans und wir werden im Monat rund 100.000 Mal angeklickt.

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Lesernähe, Abwechslung, Empathie

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Das ist sehr unterschiedlich. Im Moment bin ich ein bisschen weniger aktiv, weil ich einen neuen Job habe, dafür haut Katharina grad so richtig rein. Wir denken täglich ans Blog und chatten viel miteinander, über Themen, Gastbeiträge, Werbedeals, Leserkommentare, Wachstumsmöglichkeiten. Sagen wir, es ist ein feiner Halbtagsjob für uns beide.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ja und Nein. Ja, wir verdienen Geld damit. Aber nein, leben können und wollen wir davon nicht. Wir sind beide Journalistinnen von Beruf und möchten das auch gern bleiben. Wir möchten uns ungern abhängig machen, das Blog ist unsere Spielwiese auf der uns kein Chefredakteur reinredet und wir uns austoben können. Wir haben den Anspruch, ein interessantes Magazin rund um alle Elternthemen zu sein und sind im Moment ganz glücklich damit. Gerade, weil der Kontakt zu den Lesern so nah und direkt ist, was im Journalismus einfach anders ist.

  1. Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Das entwickelte sich schleichend. Ich selbst interessierte mich für solche Anfragen erstmal gar nicht. Caro hat das hauptsächlich übernommen, so dass ich mich stärker um die Inhalte kümmern konnte. Am Anfang waren es wenige Anfragen, es wurden dann immer mehr. Heute kann es schon mal sein, dass wir mehrere Tage brauchen, um allen zu antworten, die uns anschreiben. Ich denke, dass die Firmen vor allem durch das Erscheinen unseres Buches auf STADT LAND MAMA aufmerksam wurden. Und heute kennen uns wohl einfach schon ein paar Menschen. Es ist ja auch schön, zu sehen, dass die Firmen nun auch zu erkennen scheinen, wie wertvoll die Arbeit von Bloggern ist. Wir vermitteln ja ein Lebensgefühl in unserer täglichen Arbeit, es läuft ganz nah an der Blogger-Identität. Da schaffen wir eine Glaubwürdigkeit, die einmalig ist.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Learning by doing. Ganz ehrlich. Wir haben einfach mal gemacht. Mittlerweile kennen wir natürlich viele andere Blogger und tauschen uns auch mal aus.

  1. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

Wir hosten selbst.

  1. Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Ich weiß nicht einmal so ganz genau, was ein Plug in ist 😉 Ich sag ja: Ich setze voll auf Inhalte.

  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

?

  1. Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Bleibt Ihr selbst, bleibt Euch treu, macht, was Euch Spaß macht. Ich vergleiche das gern mit Musikern. Ein Lied fesselt die Hörer dann, wenn es mit viel Gefühl gesungen wurde, wenn es Abwechslung bietet und auch mal überrascht. Das gilt für Texte auch.

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Im Januar folgt dann hoffentlich Teil2 – seid gespannt, wer noch dabei ist. Und noch mehr Interviews mit Familienblogger_innen gibt es bei der Blogprinzessin.

 

 

 

 

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2 Comments

  • Reply Nathalie 30. November 2015 at 12:21

    Was für eine schöne Interviewzusammenstellung! Vielen Dank dafür – das gibt ganz viel Input und motiviert mich SEO-faules Ding auch dazu, vielleicht mal ein bisschen über meine alten Beiträge zu gehen 🙂

    • Reply Melanie 30. November 2015 at 20:49

      Ja, das mit SEO hab ich auch mal auf die To-Do-Liste gepackt 🙂

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