Familie

Ernstfall

adieu luxus, der hieß: mann in elternzeit, ich ein paar wochen urlaub. totale tiefenentspannung die letzten tage. ab heute: mann in vollzeit, ich in teilzeit (offiziell), plus: eingewöhnung bei der tagesmutter. also das, was in den meisten familien so läuft. leben ohne netz und doppelten boden. chaosorganisation. oder male ich, äh, dunkelgrau?

denn obwohl die letzten wochen so relaxt waren, waren sie das nur, WEIL wir so viel zeit hatten. langeweile hatten wir trotzdem nicht. dafür: magen-darm-virus (minime plus mann), bindehautentzündung und treppenabsturz mit platzwunde und zwei-tagen-eine-nacht krankenhausaufenthalt (minime plus (aufenthalt) ich). das ist schon ohne job ärgerlich, aber in zukunft, wenn alles top organisiert werden muss – aaaaaarghhhhhh!

ich meine, es reicht doch schon, dass minime ’nur‘ in teilzeitbetreuung ist, weil es grade keine andere alternative gibt, da muss doch nicht noch was dazwischen kommen. wird es aber bestimmt. ihr wisst, ja, murphys gesetz für mütter (na gut, für eltern).

p.s.: der erste (zweistündige) eingewöhnungstag bei der tagesmutter verlief schon mal super. ich saß lediglich dekorativ in der gegend rum, habe zwischendurch in einem buch geblättert und musste einmal trösten (weil die katzen der tagesmutter sich angefaucht haben…). im anschluss: minime macht schon seit zwei stunden mittagsschlaf.  toitoitoi.

Previous Post Next Post

You Might Also Like

5 Comments

  • Reply anneherz 5. April 2012 at 16:04

    Nun ja… sagen wir mittelgrau! Die erste Lektion, die wir als Mütter lernen durften war doch wohl: Man wächst mit seinen Aufgaben!
    Sieh es doch mal so: Nicht die Chaosorganisation ist dein Problem, sondern die Katzen! Und wenn die sich weiterhin nur gegenseitig anfauchen… ist doch alles im grünen Bereich!

  • Reply Barbara 14. Mai 2012 at 8:06

    Hallo, ich arbeiten in NL an einer Hochschule, habe zwei Kinder, bin Wienerin, habe, bevor ich mir einen Holländer zugezogen habe, in Ungarn an einer Uni unterrichtet. Meine Kinder sind seit ihrer 10 Lebenswoche bei der Tagesmutter, weil es in NL nach dem Mutterschutz keine Gnade für Mammis gibt. Seit der Schwangerschaft mit meinem Erstgeborenen, also seit 6 Jahren bröckelt mein weltanschauliches Fundament – gramgebeugt durch die normative Kraft des Faktischen: Wer wollte nicht zuerst Stillen und dann das Essen für das kleine liebevoll aus biologischen Zutaten selbst bereiten? Im Nachhinein ein guter Witz – genauso wie die Vorstellung, die Umwelt so wenig wie möglich mit Pampers zu belasten. Ich danke dem Schicksal auch für die Erfindung der Küchenrolle und von Popofeuchttüchern. Feminismus? Ich würd ja gern, aber schlussendlich bleibt halt doch alles an der Mama hängen. Obwohl ich mehr verdiene, muss ich Teilzeit arbeiten, weil die Wirtschaftskrise den Herrn des Hauses minimal 50 Stunden pro Woche aus dem Haus zwingt, damit er überhaupt arbeiten kann. Zusammenfassend: Hier: scheitern – ja, glücklich – immer weniger, weil Schlafmangel, Stress, Kompromisse, aufgegebene Prinzipien und Hoffnungen mit den Jahren ihren Tribut fordern. Aber dass ich überhaupt die Zeit habe (bzw. nehme), diesen Kommentar zu schreiben, zeigt, dass es im Moment schon besser geht als in den letzten Monaten! Werde dir auf facebook folgen, Alles Gute, Barbara

    • Reply glücklich scheitern 14. Mai 2012 at 9:29

      Herzlich Willkommen hier! Und ich weiss, was Du meinst. Und schön, dass es besser wird 😉 Allerdings höre ich, bezogen auf Verdienst und Mehrverdienst und Co öfter, dass, auch wenn frau mehr verdient oder einen sicheren Job hat, die Berufstätigkeit des Mannes nie zur Disposition steht. Sprich: Wärst Du die von der Wirtschaftskrise betroffene, wärest Du vermutlich Vollzeit zu Hause und nicht 50STd außer Haus. Überhaupt keine Kritik an Eurer Entscheidung, aber mich wundert oft die Umkehrung der Argumentation. Mein Lieblingsbeispiel: Lehrer_innen. Ist er Lehrer und sie irgendwas, bleibt sie mit dem Kind zu Hause – er hat ja den sicheren Gutverdienerjob (muss man sagen, im öffentlichen Dienst einer der Bestbezahlten). Ist sie Lehrerin, bleibt sie aber auch zu Hause – kann man ja gut in Teilzeit arbeiten, einsteigen wann man will und er kann an seiner Karriere feilen. Ich weiß nicht, ob ich da zu viel schwarzweiß male, oder betriebsblind werde, aber die Geschlechterverhältnisse sind hartnäckiger als ich geglaubt habe. Dir jetzt aber noch viel Kraft fürs Durchhalten. Der Mann an meiner Seite hat in aller Regel einen guten Job, ist grad aber auch viel und lang außer Haus und ich freue mich, wenn diese Phase wieder vorbei ist. Und dabei schläft MInime grade sogar durch (Klopf auf Holz…)

  • Reply Barbara 27. Juni 2012 at 10:00

    Zu Hause sitzen – insofern ist NL emanzipiert – ist für beide Geschlechter unmöglich, wenn man nicht reich geheiratet/geerbt hat oder zum Sozialhilfeempfänger werden will. Arbeitslosengeld gibt es hier nicht, wenn man selbst kündigt, Betreuungs- oder Karenzgeld existiert nicht und von einem Gehalt kann man nicht leben.
    Das ist die eine Seite.
    Aber du malst schon in den richtigen Farben, denn auch wenn ich schon lange mehr verdiene als er, kann er seine Rolle als Hauptverdiener nur schwer loslassen. Und gar nicht so sehr, weil er nicht will, sonder eher, weil er in seiner Familie und in seinem Freundeskreis auf totales Unverständnis stößt. Hier finden übrigens die Frauen es am ärgsten, dass ICH den Armen in die klassische Frauenrolle dränge. Dass das Arrangement in unserem Fall einfach am vernünftigsten ist und für alle Beteiligten die meisten Vorteile abwirft, wiegt die „Demütigung“ meines Mannes in ihren Augen nicht auf.
    Aber immerhin:
    Mannlieb hat sein erstes Gespräch für einen Teilzeitjob. Bis jetzt wurden seine Mails und Briefe ja sofort abgewiesen – echte Geschlechterdiskriminierung, denn er war für alle Jobs qualifiziert. Aber Männer in Halbtagsjobs sind zu ehrgeizig, antworten sie auf telefonische Nachfrage. Passen nicht ins Team und so. Diese eine HR-Dame fand als erste die Geschichte vom Mann der weniger arbeiten will, um seiner Frau den Rücken frei zu halten und mehr für die Kinder zu sorgen, nicht sofort eine für die Rundablage.
    Soweit der erste Schritt. Wir werden ja sehen, was kommt.

    • Reply glücklich scheitern 27. Juni 2012 at 12:01

      Jep, auch die variante gibt es vermutlich oft genug. ich drück euch die daumen. (und eine bekannte hat auch schon mal zu hören bekommen, dass sie ja nicht erwarten könne, dass ihr mann seine traumstelle für ihre traumstelle aufgeben soll…)

    Leave a Reply