Familie

Rückbildung und Postnatalyoga (oder: what the hell am I doing here?)

was uns bei der babymassage erwarten wird, hat ja schon franziskript geschrieben. ich dachte so, sei klug und tu vorher noch mal was für dich selbst. rückbildung muss ja sowieso sein. und da ich schon während der schwangerschaft viel sport, u.a. prenatalyoga, gemacht habe (hey, so eine geburt erfordert gute kondition, ich habe mich im nachhinein geärgert, dass ich beim zirkeltraining immer geschwänzt habe…), bin ich auch zum nachfolger, dem postnatalyoga gepilgert. die babies können gerne mitgebracht werden. äh, ja.

rückbildung: je nach wetter kommen 10 bis 14 mammis mit ihren kindern. die hebamme, die den kurs gibt sieht aus, als ob sie in ihrer freizeit dauernd an einem sonnigen strand liegt, yoga in der brandung macht oder surft. behauptet, sie habe drei kinder, was ich bei dem körper nicht glauben mag. oder sie hat den gleichen personal trainer wie heidi klum. die babies liegen hinter (sic!) uns auf matten. da wollen sie natürlich nicht liegen. also quängeln die ersten, während wir noch auf dem stepper das I und das A und das V steppen. es folgen übungen im sitzen, die ich meistens nur zur hälfte mit bekomme, weil minime es natürlich nicht so amüsant findet, einfach alleine in der ecke zu liegen. die hebamme denkt aber auch nicht drüber nach, dass man die kleinen ja mal in so einer übung einbeziehen könnte. einige von uns tun es aber bald, nehmen die babies auf arm, schoß oder über die schulter. damit lassen sich die übungen nun, sagen wir mal nicht mehr ganz korrekt ausführen. das gefilzte beckenbodenmodell soll uns zeigen, mit welchen übungen welche schicht des dreischichtigen beckenbodens angespannt werden soll. ich merk da keinen unterschied und tu immer so, als müsste ich aufs klo und anhalten. ich hoffe, es bringt trotzdem was. nach der hälfte so einer stunde turnt nur noch ein drittel der mammis mit, die anderen stillen, füttern, wechseln windeln oder wiegen das kleine in den schlaf. liebe krankenkassen: wenn ihr schon die rückbildung finanziert, legt doch noch ein paar euro drauf für die kinderbetreuung. sonst hat das nämlich null effekt.

postnatalyoga: auch hier können die babies mitgebracht werden. werden sogar in den übungen einbezogen. dürfen dann beim ‚krieger‘ auf dem oberschenkel sitzen oder bei der übung, deren namen ich vergessen habe, auf den schienbeinen liegen und uns anlachen. minime mag yoga nicht. oder genauer: wenn die mama yoga macht. heute hat er schon beim ankommen angefangen zu moppern. sobald die trainerin ihn netter- und mutigerweise auf den arm genommen hat, war ruhe. er schaut dann friedlich den verrückten frauen zu, wie sie ihre muskeln aufs äußerste dehnen. aber natürlich sind da auch noch andere kinder und darum krieg ich minime schnell (viel zu schnell) wieder. lege ihn hin – er weint – und nehm ihn wieder auf den arm (ruhe). gibt es einen begriff für diese yogastellung? nach 60 minuten ist minime so entspannt, dass er einschläft und die ‚entspannung‘ verpennt. ich auch, denn ich trage ja den schlafenden minime hin und her…

fazit: no kids! hinterher ist man immer klüger.

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3 Comments

  • Reply Franziska 24. Juni 2011 at 21:18

    Bei meinem Mamababy-Yoga legt man das Kind vor einen. Ansonsten ist es aber genauso. 🙂

  • Reply unsichtbar 28. Juni 2011 at 10:36

    Und ich dachte, ich wäre nur an ne schlechte Hebammenpraxis geraten. oder es liegt womöglich an mir.
    Das es euch auch so geht, beruhigt mich ein bisschen.
    Wie gut, dass mein Kind gerade lernt, sich selbst zu beschäftigen. Die ersten drei Mal war nur schreien angesagt. Die hat gar nicht verstanden, warum sie jetzt plötzlich alleine rumliegen soll.
    Eine Freundin macht einen kombinierten Babymassage/Rückbildungskurs, da sind die Babys nach der Massage meistens so müde, das sie eine viertel Stunde mit turnen und dann in Stillkissen gekuschelt schlafen können. Und die Kursleiterin hat gute Übungen für zwei. Ach was bin ich neidisch…

  • Reply Genauso wie immer, aber doch anders? « mama007 14. Dezember 2011 at 9:46

    […] extra „Familienkurse“ besuchen. Baby-Yoga, Babymassage, Babykonzert. Wenn ich bei Glücklich scheitern darüber lese, habe ich das Gefühl, das ist zwar eine nette Sache, aber wirklich zielführend ist […]

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