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Familie

Frühlingswetter, Karnevalsvorbereitung und Bücherei – Alltag halt

Am Montag war ich mit Kind1 zur Schuluntersuchung. Schuleignungsuntersuchung? Jedenfalls da, wo die Ärzt_innen vom Gesundheitsamt in die Schule kommen. Kind1 freute sich sehr – ich weiß nicht, was er da immer erwartet aber er hatte da nie Abwehrhaltungen, auch nicht bei der fast gleichen Untersuchung vor anderthalb Jahren im Kindergarten.

Kind1 erzählte Geschichten zu den kleinen Bildchen, malte Kopffüßler und schaute, ob mehr blaue oder mehr gelbe Bälle auf dem Bild sind. Der Hörtest war einwandfrei und dann hüpfte er noch rechts und links über eine Linie, schrieb seinen Namen und was er sonst noch machen musste hab ich schon wieder vergessen. Diagnose: Definitiv schultauglich. Lediglich die Feinmotorik sei noch ausbaufähig, das könne aber auch an den Sehschwierigkeiten liegen.

Anschließend brachte ich ihn in den Kindergarten, wo er schon den erstbesten Leuten von seinem Morgen berichtete.

Ich ging anschließend den Wocheneinkauf erledigen, diesmal war es aber nicht so viel. Der Mann ist ja diese Woche mehr zu Hause und kocht an einigen Tagen. Für Montags plan ich eh immer Nudeln mit Sauße ein, denn die Kinder bekommen im Kindergarten dann immer Suppe, haben zu Hause dann tierisch Hunger und es muss was sein, was schnell fertig ist und kritiklos gegessen wird. Ich ging noch kurz in mein Lieblingscafé und anschließend nach Hause. Da es schon Mittag war, bereitete ich mir was zu essen und machte anschließend ein kleines Nickerchen, da die letzten Nächte sehr bescheiden waren.

Gegen vier holte ich die Kinder vom Kindergarten und ging mit ihnen kurz beim Bäcker vorbei und dann auf den Spielplatz. Endlich mal wieder schönes Wetter! Wir trafen noch den Patenonkel von Kind2 mit Baby und als es dunkel wurde hatte ich Mühe, die Kinder nach Hause zu kriegen. An der Haustür trafen wir dann den Mann und gingen gemeinsam in die Wohnung. Ich machte das Abendbrot fertig und schwang mich selber dann aufs Fahrrad um zum Geburtstag einer Freundin zu fahren.

Kinder schaukeln

„Mama, mach ein Fotooo!“ Schwierig…

Am Dienstag brachte der Mann die Kids in den Kindergarten und ich arbeitete ein bisschen im HomeOffice. In meiner Mittagspause schaute ich eine Folge von Call the Midwife (habe wieder von vorne angefangen) und stelle wieder fest, dass das ne blöde Idee ist, wenn man anschließend noch was arbeiten will (ich heule bei jeder Folge…).

Auf meiner Entrümpelungs-ToDo Liste stand noch „Kleiderschrank ausmisten (meine Sachen)“ und dieser Aufgabe widmete ich mich dann. War weniger dramatisch als erwartet. Ich bin eh kein FashionVictim und habe nicht wirklich viele Klamotten. Aber ich fand noch etliche Sachen aus der Kategorie „Da pass ich bestimmt bald wieder rein“ und „Naja, hat drei Löcher aber kann man ja noch im Urlaub/bei der Gartenarbeit anziehen“ (wir haben gar keinen Garten und im Urlaub mag ichs dann doch lieber gut angezogen). Ich machte also einen Stapel für den Flohmarkt und einen für den Müll und war nach 15 Minuten fertig. Erwähnte ich bereits, dass ich noch nie auf nem Flohmarkt was verkauft habe? Sachen loswerden ist für mich immer die größte Hürde.

Der Mann holte die Kinder vom Kindergarten und fuhr mit ihnen einkaufen. Kind1 hat sich nämlich Papas leckren Apfelkuchen gewünscht („mein“ Apfelkuchen kann da angeblich nicht mithalten) und zum Abendbrot sollte es Naan mit verschiedenen Dips geben. Die Kinder halfen dem Mann beim Backen und Kochen und dann war es auch schon Abend.

Perücke in blau-grün

Ein Teil meines Karnevalskostüms kam an. Ich werde Pfau

Auch am Mittwoch bringt der Mann die Kids zur Kita. Ich bekomme eine Nachricht von der Babysitterin, dass sie leider Bindehautentzündung hat und am Abend nicht sitten kann. Sie ist Erzieherin, da bleibt sowas nicht aus und Kind2 ist leider sehr anfällig für Bindehautentzündungen. Ich bin trotzdem tieftraurig, habe ich mich sehr auf einen Abend mit dem Mann in unserer Lieblingskneipe gefreut. Als „Entschädigung“ gehen wir halt auf ein Käffchen raus, muss man ja ausnutzen dass der Mann zu Hause ist. Er ist anschließend noch verabredet und ich mach mich an meine Arbeit.

Nachmittags holt der Mann Kind1 zum Bouldern aus der Kita. Ich hole eine Stunde später Kind2 ab, wir kommen an der Wohnung vom Patenonkel vorbei und das Kind möchte klingeln. Es ist auch jemand zu Hause und so kommt der Patenonkel mit dem Baby auch noch hinterher zum Spielplatz, wo wir Kind1 und den Mann treffen. Das große Kind ist vom Sport so fix und alle, dass es von sich aus (!!!) sagt, er möchte nach Hause. Gibt es sonst nie…Während Kind1 mit dem Mann nach Hause radelt bleiben wir anderen noch eine Weile bei den Schaukeln. Ist das Frühlingsluft?

Am Donnerstag bringen wir gemeinsam die Kinder zum Kindergarten. Anschließend versuche ich, meine Lieblingsstiefel bei einem Schuster reparieren zu lassen, aber der gute Mann möchte mir keine Hoffnungen machen. Er behält meine Stiefel und sagt, ich solle morgen wieder kommen, er guckt mal, was er machen kann. Der Mann macht sich auf den Weg zu den großen Elektrofachhändlern – wir kaufen uns nämlich eeeendlich einen Trockner! Bisher stehen in unserem Wohnzimmer drei Wäscheständer um dem Output hier die Stirn zu bieten, aber das sieht nicht nur hässlich aus und nimmt Platz weg, auf dem mein Schreibtisch stehen könnte, es macht mich auch schier wahnsinnig all diese kleinen Kindersöckchen und T-Shirts undundund ständig aufzuhängen. Ich hatte ja immer ein schlechtes Gewissen, wegen der Ökobilanz, aber neulich las ich irgendwo, dass die ganze feuchte Wäsche mehr zum Lüften zwingt, was mehr zum Heizen…und Gegeninfos will ich gar nicht hören! Jedenfalls wurde der Mann bei den großen Märkten nicht fündig. Die Beratung war – nett gesagt – leidenschaftslos und so fuhr er zum lokalen Weißgerätemarkt unseres Vertrauens, wo wir auch bereits Kühlschrank und Waschmaschine gekauft haben. Super Preis und Lieferung bis vor die Wohnungstür!!! (Ich wiederhole mich, 5. Stock ohne Fahrstuhl…).

Wir holten die Kinder ab. Der Mann fuhr mit Kind2 los, eine Jacke für ihn (also Kind2) kaufen. Eine hat er bereits so verhunzt, dass sie auch keine Schneiderin mehr wieder hätte reparieren können. Ich schnappte Kind1 und wir fuhren zur Bibliothek. Bibliotheken sind ja meine Happy Places und die hiesige Stadtbibliothek hat eine toll eingerichtete Kinderabteilung. In meiner Heimatstadt hatte die Kinderbibliothek ein eigenes Gebäude, war hell und gemütlich und ich habe viele Stunden dort verbracht. Ich hoffe, meine Kinder fühlen sich in Büchereien genau so wohl. Leider hat unsere Stadtteilbibliothek schon seit drei Jahren geschlossen und weil das Gebäude renoviert werden muss und das unter Aufsicht der kommunal Zuständigen offenbar dauern kann, hab ich da auch nicht allzu viele Hoffnungen.

Kleine Buchauswahl für klein und groß

Demnächst stelle ich euch ein paar der Bücher vor, die wir hier grad lesen. Jetzt wartet die Wäsche darauf, noch mal aufgehangen zu werden – der Mann ist nämlich mit Freunden raus und hat sie extra für mich übrig gelassen.

12 von 12

12 von 12 // August 2016

Kind2 hat seit halb 6 den Schlaf unmöglich gemacht. Da hilft nur kuscheln im Bett. Und Kaffee. 

Kaffee im Bett

Kaffee im Bett

Ich bringe die Kinder zum Kindergarten. Erst Kind1 in seine Gruppe, dann Kind2. Ich ziehe ihm die Hausschuhe an, plaudere noch kurz mit dem Vater eines anderen Kindes. Als ich mich nach meinem Kind umschaue ist es schon verschwunden! Ich geh in seine Gruppe und finde ihn bereits mit anderen Kindern ins Spiel vertieft. Ich werde  vom Kind! – rausgeworfen. 

Anschließend stehe ich mit ein paar anderen Eltern noch draußen und quatsche nett. Der Mann kommt dazu. Wir haben heut nämlich beide gleichzeitig frei!

Auf der Straße mit anderen Eltern quatschen

Auf der Straße mit anderen Eltern quatschen

Darauf gehen wir erst mal Kaffee trinken. Vor der Renovierung stand an gleicher Stelle „Dies ist ein Café für Menschen, die zum allein sein Gesellschaft brauchen“

Caffe Bud Köln Südstadt - Der Sinn des Lebens ist Leben

Der Sinn des Lebens ist Leben

Kaffee

Kaffee

Man findet sie hier überall, die „Stolpersteine

Stolpersteine

Stolpersteine

Thermomix Transparent

Thermomix Transparent

Ich muss so lachen: nachdem ich gestern auf einer Thermomixparty in einer WG mit Foodsharern und Student*innen war und der Mann per whatsapp in regelmäßigen Abständen äußerte, was fürn überflüssiges Quatschgerät das sei – stellte heute der Obs un Jemös- Händler unseres Vertrauens dieses Transparent auf während wir dran vorbei gingen. „Das ist ein Zeichen!“ flüster ich zum Mann. „Quatschgerät“ sagt der.

Mein Notebook

Mein Notebook

Ich erledige ein paar Emails auf dem in die Jahre gekommenen Notebook. Ob es darauf schon Sammlerpreise gibt?

Beim Kinderarzt

Beim Kinderarzt

Mit Kind1 beim Kinderarzt, Verband wechseln. Das war das erste Mal nach der OP, dass ich die Wunde gesehen habe. Ich vertrag ja Einiges aber ich war froh, dass ich hinter dem Kind stand! Ne ganz schön lange Naht geworden! Und ich dachte, da wären dünne Drähte im Arm, aber es waren richtige Metallnägel die aus dem Arm guckten ???? Verheilt aber alles gut…

Nachmittags treffen wir uns auf dem Spielplatz. Eine Kindergartenfreundin von Kind1, die im Januar nach England gezogen ist, ist zu Besuch. Die Kinder freuen sich sehr übers Wiedersehn…

Auf dem Spielplatz

Auf dem Spielplatz

Übermüdet gehen wir alle nach Hause. Sind ja nur fünf Etagen ohne Fahrstuhl…

Im Treppenhaus

Im Treppenhaus

Dankeskarte

Dankeskarte

„Außerdem vielen Dank für 5 Jahre Lust aufs Kinderkriegen machen“ – das schönste Kompliment, das einem frisch gebackene Eltern machen können, oder? Der Patenonkel von Kind2 und seine Freundin sind letzten Monat Eltern geworden. Ich bin soooo gerührt. Und hoffe sie merken nicht so schnell, dass wir all die Coolness die letzten Jahre nur gespielt haben. 

Sesamstraße

Sesamstraße

Abendritual mit der Sesamstraße. Anschließend gehen die Kids aber nicht ins Bett, sondern spielen noch… „Ist dir auch so langweilig wie mir?“ hör ich Kind1 zu Kind2 sagen. Ich hoffe, das heisst das sie bald schlafen…

Gute Nacht!

Mehr 12 von 12 wie immer bei Draußen nur Kännchen 

 

Familie

Wo ist all der Biss hin?

Diese Woche war geprägt von viel Sonne, viel im Büro sitzen und viel Nachdenken. Über Verschiedenes und dazu werden auch noch Beiträge folgen. Mein Alltag ist aber grade so voll mit Dingen dass ich schlicht die innere Ruhe dafür nicht habe.

Am Montag und Dienstag war der Mann schon sehr früh aus dem Haus und ich dran, die Kinder zur Betreuung zu bringen. Am Montag klappte das erstaunlich gut. Vom Wochenende (wo sie allerdings eher unüblich früh aufstanden) noch platt schliefen sie bis halb acht. So hatte ich über eine Stunde Zeit, mich fertig zu machen, Brotdosen vorzubereiten und Sachen zu sortieren. Kind1 machte dann sogar beim Anziehen mit und schwupps – waren wir vor der Tür. Im Büro kontaktierte ich meine Chefin wegen der Stundenreduzierung.

Kafka im Büro

Eigentlich wollte ich ja zum 01.05. von 30 auf 25 Stunden reduzieren. Die Chefin gab das ok und bat mich, mich an die Personalabteilung zu wenden. Die bat mich, meinen Bereichsleiter zu beauftragen, ihr eine Anweisung zu erteilen (erstes Augenverdrehen). Also schrieb ich dem Bereichsleiter, der das wiederum an meine Chefin delegierte…Und so warte ich noch heute.

Am Nachmittag des selbigen Tages holte der Mann die Kinder ab und ich blieb länger im Büro. Muss ja jetzt trotzdem 30 Stunden machen und die idealerweise auf vier Tage verteilen (falls ihr euch erinnert: Kind2 hat keine Tagesmutter mehr, sondern privat organisierte Babysitter und naja, 5 Tage die Woche können die auch nicht.)

Auf den Stress gönnte ich mir abends eine Runde Yoga.

Dienstag morgen waren die Kinder nicht mehr so willig beim morgendlichen Rennen um die 08:30 Uhr Ziellinie mitzumachen und als wir aus dem Haus waren, hätte ich erst mal eine Pause gebraucht. Statt dessen wieder aufs Fahrrad. Nach der Arbeit bin ich mit abholen dran und rase zuerst zum Kindergarten um den Großen abzuholen. Als ich das Fahrrad abschließe fällt mir ein: Der Große ist ja mit einer anderen Mutter mit zum Turnen…also wieder aufs Fahrrad, zu den Babysittern. Dort das erste Mal verschnaufen…aber nur kurz – die Mutter, die Minime mit zum Turnen genommen hat ruft an und fragt, ob sie mir ihn schon bringen kann (normalerweise bleibt er nach dem Turnen noch zum Spielen), sie habe Bauchweh. Sie bringt ihn zum Spielplatz, auf dem ich inzwischen mit Kind2 sitze. Ich biete ihr an, dass sie auch ihre Tochter noch ein Stündchen da lässt, damit sie sich auch zu Hause was hinlegen kann. Also auf drei Kinder aufpassen. Und drei Kinder rennen ja in drei verschiedene Richtungen. Als sie ihre Tochter wieder abholt schnapp ich mir meine Kids und gehe nach Hause. Nach dem Einkaufen natürlich. Um 21 Uhr schlafen die Kinder.

Am Mittwoch…. ach ich erinnere mich nicht mehr. Gestern habe ich ja deutlich dokumentiert, aber worauf wollte ich eigentlich hinaus?

Ach ja: Auf der Blogfamilia saßen wir zusammen und ich weiß nicht, wer mich fragte, warum meine Texte nicht mehr so bissig sind und auf den Punkt. Und ich glaube, gemeint waren auch die Inhalte selber. Ich verstand das nicht als Kritik, ich sehe es ja selber grade. Und meine vorläufige Antwort ist: Ich habe keine Zeit. Wie man ja allein an den letzten Tagen sieht, bin ich von morgens früh bis spät am Abend busy. Da ist auch Platz für Schönes, wie Yoga oder mal ein Abendessen im Restaurant vor der Haustür. Aber dafür, in Ruhe mal einen Gedanken zu fassen? Ich habe wirklich, wirklich viele Ideen für Blogposts.

Zeit

Die Zeit ist nicht so geduldig wie eine Uhr

Aber ich bräuchte einmal eine halbe Stunde oder mehr um auch nur anzufangen! Und die fehlen grade. Manchmal tippe ich ein bisschen, fange einen Absatz an und speicher den dann im Entwürfe-Ordner. Um dann eine Woche später weiter zu machen. Und dann die Woche darauf wieder zu überlegen: Was wollte ich schreiben?

Also gibt es hier, bis ich mal wieder ein paar Minuten mehr Ruhe habe, hauptsächlich Alltag. Aber kein Thema ist vergessen, sie liegen alle hier im Backend und warten auf die Fertigstellung und die Leserinnen.

Und jetzt bereite ich noch unseren Ausflug morgen vor. Wandern in der Teufelsschlucht. Wenn das Wetter uns lässt.

Ich wünsch Euch ein schönes, langes Wochenende!

Familie

Warum mir der Erstgeborene manchmal leid tut

Ich schmeiß hin und geh schaukeln

Minime, ungefähr in dem Alter, in dem Cashew jetzt ist (oder im Format von Cashew)

Wenn man ein zweites Kind bekommt, stellt man fest, dass man beim ersten ganz schön viel falsch gemacht hat. Na gut, ich will nicht dramatisieren. Aber irgendwie habe ich doch das Gefühl, dass mein (bzw. unser) Erziehungstalent bei Minime noch in der Betaversion lief. Nicht nur das Erziehungstalent, auch meine Ansichten zu bestimmten Punkten und die Energie, die man für bestimmte Kämpfe noch hatte.

Bestes Beispiel: Schlafen. Minime lag im ersten halben Jahr seines Lebens neben mir/uns im Beistellbett und manchmal auch direkt bei uns. Als der Mann nach 6 Monaten in Elternzeit ging, wollte er Minime in sein eigenes Bettchen legen. Ich selber hatte dafür keine Geduld. Er saß also beim Einschlafen neben ihm, bis er eingeschlafen war. Wurde Minime nachts wach, ging der Mann hin und streichelte ihn, bis er wieder eingeschlafen war. Als er dann etwas größer war, bekam er sein eigenes Zimmer. Auch dort der allabendliche Versuch, er möge in seinem Bett einschlafen (und idealerweise auch durchschlafen. Um es vorweg zu nehmen: Wir haben ihn nicht schreien gelassen, mit ferbern hatte das nichts zu tun!). Das konnte schon mal…dauern.

Und Kind2? Ist 16 Monate alt und liegt jede nacht schnarchend in unserer Besucherritze. Inzwischen haben wir ein größeres Bett für uns organisiert und finden uns damit ab, einen Großteil des Platzes an Cashew abzudrücken. Unsere „Begründung“: Das Kinderbett ist zu klein für Kind2 (ist es auch wirklich. Aber ein größeres haben wir bis jetzt trotzdem nicht organisiert). Aber bald, BALD soll Kind2 wirklich mal unser Bett verlassen!

Treue Leser_innen erinnern sich vielleicht noch an die Zeit, als ich über das Treppensteigen mit Minime jammerte. Wir wohnen im 5. Stock ohne Fahrstuhl und sobald Minime das erste mal eine Treppe gestiegen ist erwartete ich, dass Minime jetzt selber die Treppe hochläuft. Und was ich gemotzt und gemeckert habe, wenn er es nicht tat! Kind2: wiegt gefühlt das Doppelte von Kind1 und ich trage ihn trotzdem hoch. Was soll ich mich aufregen?

Süßigkeiten? Sollte Kind1 möglichst meiden. Streng rationiert wurde das Zeug. Kind2 drück ich einfach mal nen Keks in die Hand. Ist er beschäftigt.

Und dann das Zurückstecken. Exklusive Mama-Minime Zeit gibt es fast gar nicht. Immer muss ich Minime vertrösten: Schatz, das können wir nur machen, wenn Dein kleiner Bruder schläft/mit Papa spielt/nicht da ist.

Türme bauen? Die macht Kind2 kaputt. Memory spielen? Kind2 schmeißt die Karten vom Tisch. Gute Nacht Geschichte vorlesen? Kind2 reißt mir das Buch aus der Hand und dann die Seiten aus dem Buch.

Ist es nicht echt gemein, dass Minime immer warten muss, immer Rücksicht nehmen? Ich mein, mir ist schon klar, dass er da keine schwerwiegenden Schäden von mitnimmt. Ich selber bin auch die ältere in der Geschwisterrangfolge und hab’s überlebt. Aber oft tut es mir leid, dass ich bei Kind1 alles so machen wollte, wie ICH es wollte. Dass ich die Grenzen so eng gesetzt habe und nicht abweichen wollte. Das brauchte ich wohl auch, schließlich wusste ich ja nicht, was passiert, wenn ich diese Grenzen mal erweitere oder verschiebe. Sodom und Gomorrha!

Da tröstet es nur wenig, dass ich mal gelesen habe, die Erstgeborenen seien erfolgreicher und dann ein paar Gründe überlegen:

Noch eine andere Idee hatten im vergangenen Jahr die beiden Ökonomen Joseph Hotz und Juan Pantano: Könnten sich die Erziehungsmethoden der Eltern im Lauf der Jahre verändern? Sind die Eltern mit Erstgeborenen strenger? Große Geschwister kennen die Diskussion aus der Familie: Ob es ums Colatrinken geht, ums lange Aufbleiben oder um Discobesuche: Die Älteren müssen erst jedes neue Recht mühsam durchsetzen, die Jüngeren müssen dann meistens nicht mehr lange warten, bis sie auch dürfen. Hotz und Pantano haben in einer Umfrage aus den Vereinigten Staaten gesehen, dass Eltern die älteren Geschwister sogar bei schlechten Noten deutlich eher bestrafen als die jüngeren. Vielleicht wollten sie mit den älteren Geschwistern besonders hart sein, um an ihnen den Kindern Disziplin beizubringen, folgerten Hotz und Pantano. Andere sagten: Die Strenge wird den Eltern mit der Zeit selbst zu anstrengend.

Also erfolgreich oder „geliebt“? Das ist natürlich quatsch, denn Minime liebe ich kein bisschen weniger als Cashew. Und überhaupt mache ich mir bestimmt unnötige Gedanken. Also nehme ich Minime ein bisschen fester in den Arm, wenn ich ihn aus dem Kindergarten abhole und schenke ihm ein Schokoeis.

 

Familie

Die 5 Lieblingsspielzeuge von Babys – eine Auswahl

Da wir auch zu Kind Nummer zwei reichlich Geschenke bekamen, mangelt es hier nicht an altersgerechtem Spielzeug. Nur dass das Baby dieses Spielzeug ignoriert und seine ganz eigenen Vorstellungen von anregendem, entwicklungsförderndem Zeug hat. Hier eine kleine Auflistung:

1. Schwerkraft

Löffel in die Hand nehmen, fallen lassen, hinterhergucken. Schnuller in die Hand nehmen, fallen lassen, hinterhergucken. Banane in die Hand nehmen, fallen lassen, hinterher gucken. Und so weiter….Überall zu haben, quasi umsonst. Und dieses „Spielzeug“ soll schon Nobelpreisträger hervorgebracht haben.

2. Schneebesen

Gut zu greifen und ableckbar von beiden Seiten. Mit und ohne Pfannkuchenteig dran. Für Finger und Zunge ein besonderes, haptisches Ereignis. Ich mag es besonders wegen der Funktion „Du, ich muss auflegen, dass Kind hat grad seine Zunge im Schneebesen verhakt“

3. Papiertaschentücher in Plastikumhüllung

Knistert, als hätte es sich ein Kind persönlich ausgedacht. Man muss nur aufpassen, dass – falls schon vorhanden – die Zähne keine kleinen Löcher reinreißen. Ganz besonders wenn es Taschentücher mit ätherischen Ölen sind…

4. Waschzettel

Von allem: Kuscheltieren, Anziehsachen. Das ultimative Spielzeug wäre ein Waschzettel mit Waschzetteln dran. Aber nicht diese Schnuffeltüchern mit „gefaketen“, zum Anlullern gedachten Schlaufen. Darauf fallen die kleinen Würmer nicht rein.

5. Alles, was „NEIN!“ heißt

Kabel, Steckdosen, Blumen(töpfe), Treppen… Vielleicht spielen Babys also doch mit „Babyspielzeug“, wenn man es deutlich mit „NEIN!“ anschreit? Das muss ich tatsächlich noch testen.

So, wie ihr seht: Babys mit anregendem, pädagogisch…äh interessantem Spielzeug auszustatten ist sehr einfach und fast KOSTENLOS! Falls ihr selber keine Kinder habt, aber Schwangere/Neu-Eltern im Bekanntenkreis, ihr wisst ja jetzt, was zu schenken ist.

Dieser Beitrag wurde nicht gesponsort und freut sich über Kommentare zu weiterem, babyfreundlichem Spielzeug!

Familie

vegane Frühstücksmuffins

auf dem blog von wachstumsschublade habe ich neue frühstücksinspiration gefunden (rezept s.u.).

in der regel frühstücken wir unter der woche nicht gemeinsam: das kind bekommt seine frühstücksdose und isst im kindergarten. meist beinhaltet die frühstücksdose ein brot mit wasauchimmer und dann was noch so da ist: der mann packt ihm mal babybel ein oder trockenobst, ich nehm minitomaten oder auch mal einen joghurt. wenn der mann nicht auf einem job ist, stehen wir unterschiedlich auf: eine_r macht morgens das kind parat, die_der andere darf ausschlafen. so frühstücken wir dann auch nicht zusammen. bleibt also noch das wochenende (an dem wir auch selten alle zur gleichen zeit aufstehen…purer luxus). da mach ich dann meistens vegane bananenpancakes. auf die dauer auch ein wenig langweilg, darum war ich sehr dankbar über folgendes rezept (smoothies gibts bei uns sowieso oft zwischendurch und avocado auch ständig):

Porridge aus dem Rohr (wir haben sie frühstücksmuffins genannt)

1 TL Backpulver
½ TL Salz
2 Becher Haferflocken (als Becher hab ich ein Viertelliterglas genommen)
1/2 Becher geriebene Mandeln
3 EL Ahornsirup
1 Becher Mandelmilch
½ Becher ungesüßtes Apfelmus
1 EL Sonnenblumenöl
1 TL Vanillepulver
Erdbeeren, Heidelbeeren, Schokochips, Cashewnüsse,…. was Euch gefällt

  • Ofen auf 190 Grad vorheizen
  • Muffinform mit Förmchen befüllen oder einfach eine flache Form mit Backpapier auslegen (habe beides probiert, hat beides sehr gut funktioniert)
  • Backpulver, Salz, Haferflocken und Nüsse in einer Schüssel vermengen.
  • In einer anderen Schüssel Ahornsirup, Milch, Apfelmus, Öl und Vanille verrühren.
  • Flüssige und trockene Zutaten rasch vermischen und in die Formen füllen (Muffinförmchen nur 3/4 voll füllen)
  • Beeren, Schokochips und Nüsse auf der Masse verteilen (Ich habe einmal Erdbeeren und Schokochips und einmal Heidelbeeren, Schokochips und Cashewnüsse verwendet, siehe oberstes Bild.)
  • ca. 20-25 Minuten backen
  • warm oder kalt essen!

ich hab erstens noch drei esslöffel mehl hinzugefügt, weil mir die konsistenz etwas flüssig vorkam und zweitens statt ahornsirup agavendicksaft genommen, statt apfelmus eine mischung aus mandelmus und erdbeermarmelade – was halt grad noch da war. das macht für mich ein gutes rezept aus: dass es sich variieren lässt und trotzdem funktioniert. die muffins lassen sich übrigens prima mit zum picknick nehmen, beim brunch servieren oder auch mit in den kindergarten geben. ach ja: die menge reichte genau für unsere 12 silikonmuffinförmchen (ja, sowas besitze ich ^^)