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eltern

Familie

Links der Woche 1_2014

– eine serie über hebammen! leider nicht auf den großen sendern, dafür schon auf dvd. helga hat ihre eindrücke zu „call the midwife“ zusammengefasst

– kennt ihr schon alle das neue online-magazin zu feminismus und mutterschaft? nein? ganz umstandslos bitte hier entlang

– diestandard.at nimmt das väter- und geschlechterbild in verschiedenen elternzeitschriften auseinander. und mc donalds ist scheinbar für überraschungen gut. warum lest ihr hier

– wenn man nicht in einer klassischen heterobeziehung lebt, wird das mit dem kinderwunsch schwierig. der freitag berichtet über onlineplattformen, in denen sich zukünftige eltern finden können

Dr. Mutti schreibt auch was zur debatte um schwangere und körper

* gerne dürft ihr in die kommentarspalte weitere leseempfehlungen, eigene blogbeiträge oder nachdenkenswertes verlinken!

Feminismus

Tausche Sex gg. Hausarbeit (Wo bitte geht’s hier ins 21. Jahrhundert?)

während man MANCHMAL tatsächlich glauben könnte, frauen und männer seien gleichberechtigt, werden alle geschlechterstereotypen und -klischees neu aufgelegt, sobald man mutter wird oder ist. natürlich wollte auch ich alles über die schwangerschaft lesen, was ich zwischen die finger bekam. und etliche portale* machen es einer einfach und verschicken regelmäßig newsletter via e-mail, wo man die einzelnen schwangerschaftswochen erklärt bekommt. auch eltern.de bringt sowas. auf diesem weg bin ich auf diesen artikel gestoßen: papa sein von anfang an.  nett, dachte ich, endlich mal auch was für die väter in spe. zu früh gefreut:

Schlagen Sie der Partnerin ein Abkommen vor, sobald ihre Geburtswunden geheilt sind: Haushaltsarbeit gegen Sex. Johanna Graf: „Ungewöhnlich. Aber es funktioniert häufig.“

Ich weiß gar nicht, was mir alles dazu einfällt. eine kollegin und ich haben dieses zitat dann folgendermaßen zerlegt:

1. es wird davon ausgegangen, dass männer schnellstmöglichst nach der geburt (wieder) sex haben wollen. frauen natürlich nicht.

2. hinzu kommt die annahme, frauen ließen sich durch eine frisch gewienerte wohnung ganz wuschig machen. diese verführungstechnik kannte ich noch gar nicht…auf unserem kühlschrank hängt eine postkarte, darauf frau und mann im bett – sie: ’schatz, sag mir was schmutziges‘, er: ‚küche‘

3. es wird auch davon ausgegangen, dass hausarbeit frauensache ist, und es total toll ist, wenn der mann mal was macht. so toll, dass siehe punkt 2

4. sex ist also keine sache, die dann statt findet, wenn beide lust haben, sondern wenn man einen deal macht. man zahlt nur nicht mit geld, sondern mit einer dienstleistung (achtung: hausarbeit, nicht sex). klingt nach prostitution? quaaaatsch

– hab ich was übersehen? ach, und natürlich reg ich mich nur darüber auf, weil ich eine frau und humorlose feministin bin, aber: liebe männer, merkt ihr nicht für wie blöd und steinzeitlich man euch hält?

ich will nicht ausschließen, dass ich das zitat falsch verstanden habe, und die frauen mal den haushalt machen sollen, damit die männer endlich wieder lust auf sex haben. wären wir im 21. jahrhundert…

* nur so nebenbei, beliebte abkürzungen in diesen foren und portalen sind z.b. ‚mumu‘ (für muttermund) und ’ss‘ (für schwangerschaft) – muss ich dazu noch was sagen?