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12 von 12

12 von 12 // August 2016

Kind2 hat seit halb 6 den Schlaf unmöglich gemacht. Da hilft nur kuscheln im Bett. Und Kaffee. 

Kaffee im Bett

Kaffee im Bett

Ich bringe die Kinder zum Kindergarten. Erst Kind1 in seine Gruppe, dann Kind2. Ich ziehe ihm die Hausschuhe an, plaudere noch kurz mit dem Vater eines anderen Kindes. Als ich mich nach meinem Kind umschaue ist es schon verschwunden! Ich geh in seine Gruppe und finde ihn bereits mit anderen Kindern ins Spiel vertieft. Ich werde  vom Kind! – rausgeworfen. 

Anschließend stehe ich mit ein paar anderen Eltern noch draußen und quatsche nett. Der Mann kommt dazu. Wir haben heut nämlich beide gleichzeitig frei!

Auf der Straße mit anderen Eltern quatschen

Auf der Straße mit anderen Eltern quatschen

Darauf gehen wir erst mal Kaffee trinken. Vor der Renovierung stand an gleicher Stelle „Dies ist ein Café für Menschen, die zum allein sein Gesellschaft brauchen“

Caffe Bud Köln Südstadt - Der Sinn des Lebens ist Leben

Der Sinn des Lebens ist Leben

Kaffee

Kaffee

Man findet sie hier überall, die „Stolpersteine

Stolpersteine

Stolpersteine

Thermomix Transparent

Thermomix Transparent

Ich muss so lachen: nachdem ich gestern auf einer Thermomixparty in einer WG mit Foodsharern und Student*innen war und der Mann per whatsapp in regelmäßigen Abständen äußerte, was fürn überflüssiges Quatschgerät das sei – stellte heute der Obs un Jemös- Händler unseres Vertrauens dieses Transparent auf während wir dran vorbei gingen. „Das ist ein Zeichen!“ flüster ich zum Mann. „Quatschgerät“ sagt der.

Mein Notebook

Mein Notebook

Ich erledige ein paar Emails auf dem in die Jahre gekommenen Notebook. Ob es darauf schon Sammlerpreise gibt?

Beim Kinderarzt

Beim Kinderarzt

Mit Kind1 beim Kinderarzt, Verband wechseln. Das war das erste Mal nach der OP, dass ich die Wunde gesehen habe. Ich vertrag ja Einiges aber ich war froh, dass ich hinter dem Kind stand! Ne ganz schön lange Naht geworden! Und ich dachte, da wären dünne Drähte im Arm, aber es waren richtige Metallnägel die aus dem Arm guckten ???? Verheilt aber alles gut…

Nachmittags treffen wir uns auf dem Spielplatz. Eine Kindergartenfreundin von Kind1, die im Januar nach England gezogen ist, ist zu Besuch. Die Kinder freuen sich sehr übers Wiedersehn…

Auf dem Spielplatz

Auf dem Spielplatz

Übermüdet gehen wir alle nach Hause. Sind ja nur fünf Etagen ohne Fahrstuhl…

Im Treppenhaus

Im Treppenhaus

Dankeskarte

Dankeskarte

„Außerdem vielen Dank für 5 Jahre Lust aufs Kinderkriegen machen“ – das schönste Kompliment, das einem frisch gebackene Eltern machen können, oder? Der Patenonkel von Kind2 und seine Freundin sind letzten Monat Eltern geworden. Ich bin soooo gerührt. Und hoffe sie merken nicht so schnell, dass wir all die Coolness die letzten Jahre nur gespielt haben. 

Sesamstraße

Sesamstraße

Abendritual mit der Sesamstraße. Anschließend gehen die Kids aber nicht ins Bett, sondern spielen noch… „Ist dir auch so langweilig wie mir?“ hör ich Kind1 zu Kind2 sagen. Ich hoffe, das heisst das sie bald schlafen…

Gute Nacht!

Mehr 12 von 12 wie immer bei Draußen nur Kännchen 

 

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Die ersten Tage…

versunken in der baby-bubble. die geburt, die längst nicht so verlief wie erhofft und sich doch selbstbestimmter anfühlte. der weg in die hölle ist bestimmt gepflastert mit stundenlangen presswehen die frau „veratmen“ muss. der weg in den himmel dagegen ist voller engelslächeln, babyschmatzen und diesem flaumigen köpfchen. versunken in 50shades of gebärmutterfarben. rosa in allen schattierungen.

weil das gefühl der überforderung diesmal ausblieb blieb soooo viel mehr zeit und raum für hachz und herz und dankbarkeit und demut. 

über sich selber lachen, weil man fürchtete, da sei vielleicht nicht mehr genug liebe für nummer zwei. 

ständig weinen können, vor rührung, freude, glück. sich selber wundern wie weich mensch wird, wie das eigene herz zerspringen könnte vor all dem gefühlsoverkill. und wie es fast zerreißt beim gedanken an die freund_innen und bekannte (gott sei dank wenige), deren kinder wohl nie erwachsen werden…

wie der dreijährige das erste mal das krankenhauszimmer betritt. der, den ich hier minime nenne und der so gar nicht mehr mini ist. der noch nicht weiß, was er von all dem halten soll. der sich so rührend um sein geschwisterchen kümmert, seine schnuffeltücher teilt und dreckige windeln in den müll trägt. der allen stolz verkündet, dass das da im kinderwagen SEIN geschwisterchen ist. und der in momenten, in denen er sich unbeaufsichtigt fühlt doch mal traurig guckt, als ahnte er, dass ihm nun nicht mehr die volle aufmerksamkeit zuteil wird. 

cashew…dieses baby das so tiefenentspannt liegt, schläft, trinkt und guckt. dass sich schon selber vom rücken auf die seite rudert und mit seinen kleinen händchen den schnuller fest in seinen mund schiebt. nicht umhin können, mit dem großen bruder zu vergleichen und fest stellen, wie einzigartig diese ausgabe jetzt schon ist.

danke für alle off- und online, die sich mit uns freuen, besonders bedanken möchte ich mich bei meinen twitter- und facebookfollowern, die fast 30 wochen mit mir gefiebert haben, sich gefreut und mich aufgemuntert haben und überhaupt: danke fürs zuhören. 

Familie, Feminismus, Interviews Feminismus und Mutterschaft

Feminismus und Mutterschaft 5: Eine unmögliche Beziehung?

Meine Freundin Nadine kennt ihr vielleicht schon von ihrem Blog „fashion, baby“ – dort schreibt sie über den Alltag mit Kind, Mode für Groß und Klein und ihre (Dienst! *Neid*)Reisen. Hier ihre Gedanken zum Thema meiner Interviewreihe:

Ich behaupte, dass die Mutterschaft für viele Frauen die erste Begegnung mit der Notwendigkeit zum Feminismus überhaupt ist.

Klar sind wir als Kinderlose alle irrsinnig moderne Frauen – und moderne Frauen sind doch automatisch emanzipiert (welch altmodisches Wort) und damit Feministinnen. Schließlich gehen wir arbeiten, und mehr als das, wir stehen im Beruf unseren Mann (eine Formulierung, die sich hartnäckig hält, als wäre die Orientierung an der Arbeit des Mannes die einzig wertige Messgröße). Manchmal recken wir sogar triumphierend die Faust in die Höhe, wenn wir uns im Job mal gegen reaktionäre Vorurteile und althergebrachte Verhaltensweisen so richtig durchgesetzt haben und sagen „das lass ich mir von dir nicht gefallen, du Mann, du!“.

Wir haben Beziehungen auf Augenhöhe, auch wenn der Partner in der Praxis häufig nur den Müll rausbringt und im Sommer die Steaks auf dem Grill wendet, bei der restlichen Hausarbeit aber eher geringfügig beschäftigt ist. Wir sind gut ausgebildet, reisen um die Welt und treffen wen wir wollen wann wir es wollen. Bei all dem glauben wir, die völlige Gleichberechtigung der Frau sei längst Realität und alles, wofür die Frauen früherer Generationen gekämpft haben erreicht.

Und dann werden wir schwanger.

Das Mantra der (erstmalig) Schwangeren lautet „Es bleibt alles wie es ist!“ (später ersetzt durch „es ist alles eine Phase!“). Wir wollen so cool bleiben wie vorher, werden weiterhin eine gute Freundin sein, natürlich nachts durch die Clubs tingeln („schließlich hat das Baby ja einen Vater!“) und natürlich nach spätestens einem Jahr wieder in den Beruf einsteigen. Wie genau insbesondere letzteres von statten gehen soll überlassen wir gerne dem Zufall – und begehen damit den ersten Fehler. Denn wir haben uns ja bislang viele Jahre lang in unseren Jobs bewiesen, glauben, dass unsere Arbeitgeber uns kennen und schätzen und dies natürlich auch weiterhin tun werden, wenn wir in Teilzeit und ohne klaren Plan wieder in den Beruf zurückkehren. Und sind dann überrascht, wenn das nicht der Fall ist, obwohl Arbeiten für eine Mama ganz klar das neue Frei ist. Dabei passiert es doch gar nicht so oft, dass unser Babysitter ausfällt, das Kind krank wird und/ oder wir selbst, wenn wir zu müde sind, um unsere Arbeit jeden Tag mit dem gleichen Elan zu tun wie vorher, auch weil wir wissen, dass dies nur die erste Schicht eines langen Tages ist.

Wenn uns die Kollegen nämlich ein neidisches „ach, schon frei?“ hinterher rufen wenn wir deutlich vor 18 Uhr das Büro verlassen, wissen wir selbst nämlich, dass zu Hause niemand die Tonnen Wäsche gewaschen hat, die mit Kind wundersamerweise nie weniger werden. Dass niemand eingekauft hat, niemand neue Hosen für das Kind gekauft hat, weil es aus den alten schon wieder rausgewachsen ist. Niemand hat einen Termin für die nächste U gemacht hat, niemand das Paket zur Post gebracht, und die Frage „Sekt oder Selters?“ beantwortet sich von selbst wenn man Abend für Abend am liebsten um 20 Uhr gemeinsam mit seinem Kind ins Bett sinken würde.

Wie konnte es soweit kommen?

Nun, zum einen sagt einem niemand vorher wie sehr man dieses kleine Wesen, das man so (relativ) nonchalant im Bauch herumgetragen hat lieben wird. So sehr, dass man nicht mehr ohne es sein will, dass Freundschaften und selbst die Partnerschaft in den Hintergrund treten vor dieser neuen, großen Liebe.

Dann die ganzen Zwänge, de facto, eingebildet oder selbst geschaffen. Man ist nämlich mit einem kleinen Kind tatsächlich nicht mehr so flexibel und mobil wie vorher. Klar, vieles geht im Prinzip schon, so wir uns das vorher ja auch überlegt hatten. Aber dabei hatten wir übersehen, dass wir es ja nicht mit einem Gegenstand zu tun haben, sondern mit einem kleinen, hilfsbedürftigen und manchmal ganz schön nervigen Menschen. Und dann geht man eben doch nicht mit dem Baby im Tuch zum Konzert, weil es sich zu wuselig anfühlt, und sowieso zu laut ist. Und man tanzt auch nicht mit der Freundin die Nächte durch, weil man einfach keinen weiteren Müdigkeitsfaktor mehr ertragen kann, Elternzeit hin oder her. Ausschlafen war früher.

Auf einmal steht man auch vor völlig neuen Herausforderungen. Stillen oder nicht? Tragetuch oder Kinderwagen? Und was ist überhaupt Attachment Parenting? Ich behaupte, wenn Frauen sich mit der gleichen Energie, die sie dabei aufwenden zum Beispiel das Stillthema im Netz zu kommentieren, ihren Karriereplänen widmen würden, stünde es um die Rolle der Frau in Führungspositionen in Deutschland deutlich besser.

Nun hat man ja, wie bereits vielfach beschworen, im Allgemeinen noch eine zweite Person am Start. Diese Person nennt sich nun Papa, liebt uns – warum sonst hätte er mit uns ein Kind gemacht? – und ist immer für uns da. Leider beinhaltet dies nicht unbedingt, dass er auch da ist, also physisch. Denn wenn wir uns auf die Rolle der Teilzeitmutti zurückziehen (weil wir das so wollen, nicht weil wir in irgendwelche Rollenklischees verfallen wären, neeeeee!), muss ja schließlich auch einer fürs Geld sorgen. Und da kommt er, der böse Satz: „Mein Partner verdient ja ohnehin mehr als ich, also geht er arbeiten und ich bleibe zu Hause.“. Ich will da nicht einfach drüber hinweg gehen, schließlich ist Geld kein überflüssiger Luxus. Trotzdem, eins ist sicher: Mit dieser Haltung bleibt der Mann derjenige, der mehr verdient, und spätestens ab dem zweiten Kind ist die klassische Rollenverteilung verfestigt, mit allem was dazu gehört.

Und dann ist es passiert, man ist eine von diesen „Muttis“, eine von denen, wie die man nie werden wollte. Es ging schnell, lautlos und hat nicht mal wehgetan. Denn man hat ja auch etwas bekommen: Viele schöne Stunden mit dem Kind, Vormittage mit den neuen Krabbelgruppenfreundinnen beim Brunch, Sommernachmittage mit den Füßen im Spielplatzsand. Das Leben mit Kind ist schön, manchmal verführerisch schön, so dass das fröhliche Kindergelächter ganz leicht die kleine Stimme übertönt, die sagt: „Du hast nicht mehr die gleichen Rechte wie früher, aber dafür viel mehr Pflichten. Ist das gerecht? Warum lässt du das zu?“.

Und dann wird eben nicht dafür gekämpft, dass sich etwas ändert. Nicht beim Partner, dass er mehr übernimmt, als während der zweimonatigen Elternzeit das Kinderzimmer mit Biofarbe zu streichen, nicht beim Arbeitgeber, damit er qualifizierte Arbeit zulässt und auch bezahlt, obwohl man um 13 Uhr gehen muss und vor allem nicht bei sich selbst. Denn man hat es ja so gewollt und schließlich gibt es nichts auf der Welt was einen so glücklich macht wie das eigene Kind.

Mit Feminismus hat das leider nichts zu tun, so wie es das Leben „davor“ auch nicht hatte, denn worauf man mal so stolz war, ist längst gesellschaftliche Selbstverständlichkeit.

Deshalb bedeutet Mutterschaft vielleicht zum ersten Mal, dass wir wirklich für unsere Rechte kämpfen müssen – und wenn wir das tun, dann werden wir auch etwas erreichen. Kämpfen heißt übrigens nicht unbedingt auch gewinnen. Es ist anstrengend und man wird manchmal verletzt. Trotzdem: Ich glaube fest daran, dass man Mutter sein und Mensch bleiben kann, aber von selbst geschieht das ganz sicher nicht.

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Seltsame Dialoge

die sprachentwicklung des kindes ist unglaublich. jeden tag lernt es ein neues wort. nicht immer versteh ich es auf anhieb. inzwischen antwortet minime auch auf fragen. nicht immer so wie man es sich wünscht („neeee“), aber oft so, dass man was damit anfagen kann. wenn sein paps nach hause kommt, wird er mit einem freundlich-neugierigem „naaaa?“ begrüßt. so weit, so gut. die paar worte, die minime also inzwischen von sich gibt, werden in gebrabbel eingebaut, dass von der intonation schon wie ganze sätze klingen. mich irritiert diese neue situation sehr:

ich: minime, ich hab doch gestern eine avocado eingekauft. wo hab ich die nur hingetan? (redet ihr etwa nicht mit euren kindern???)

minime: (aufgeregt auf den mülleimer zeigend:) brabbelbrabbel naaaane brabbelbrabbel (nickend)

ich: (interpretiere) aha, ich hab die versehentlich gestern mit der bananenschale weggeworfen? (würd mich nicht wundern. ich lasse einkäufe auch gern an der kasse liegen. ich schaue also in den mülleimer und verharre so einige sekunden. überlege, ob ich jetzt wirklich den müll durchsuche, bis mir einfällt, dass ich den müll von gestern natürlich schon raus gebracht habe)

ich schaue also vom mülleimer auf, gucke minime an: du wolltest mich veräppeln, oder?

minime lacht jauchzend auf und rennt aus der küche.

entweder unter- oder überschätze ich mein kind. total.

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Minime-Update (16 1/2 Monate)

uiuiui, ich habe mein kind ganz schön vernachlässigt. jedenfalls hier auf diesem blog. im leben geht das ja gar nicht, die tagesmutti hat urlaub, minimes dad hatte auch ein bisschen urlaub, und wir hatten sogar urlaub mit anderen vater-mutter-kind-kombis. jedenfalls steh ich ja total auf vergleiche und freue mich, wenn andere menschen posten, was ihre kiddis alles so machen und können. darum mach ich das auch mal ein bisschen. als tagebuch für minime und mich, für die verwandtschaft und für alle anderen neugierigen:

SCHLAFEN: ach, glücklicherweise ist durchschlafen seit ca. zwei monaten die regel, nicht mehr die ausnahme. wenn das kind also nicht krank ist oder wieder einen schub macht, haben wir zwischen 21:00 und ca. 6:30 kernschlafenszeiten. natürlich kam so ein schub (oder zahn…) grade als wir im urlaub waren. drei nächte hintereinander unruhig und ich ging beinahe wieder aufm zahnfleisch, plus kein mittagsschlaf wegen zu viel inputs (wenn ich lese, wie ich mich da in der anfangszeit gefühlt hab – wie hat man das überlebt?). naja, am EINSCHLAFEN dagegen arbeiten wir noch. jaja, rituale und so. ich habe allerdings das gefühl, dass das ritual zum problem wird. denn dann WEISS minime ja, was jetzt kommt. und auf (ein)schlafen hat er sowas von kein bock. was funktioniert ist folgendes: er trinkt sein fläschchen, versucht noch ein paar späße zu machen. irgendwann wird mir das zu bunt und ich setz ihn mir auf den schoß. so als ob er in der babytrage säße, bauch an bauch. dann kommt ein wutaufbäumen mit gebrüll, nicht lang aber laut, und dann fällt der kopf vornüber und das kind schläft. ich fühl mich wegen des aufbäumens und gebrülls ein bisschen schlecht. ich bin ein bisschen unsicher: brauch er, wie früher beim pucken, dieses gefühl gehalten zu werden, quasi auch eine klare ansage? oder spiel ich da ein machtspielchen (denn ich habe echt keinen bock, dieses schlaf-hinauszögern zwei stunden zu spielen. und das kann er). hachja, vielleicht auch nur ne phase?

ESSEN: tja. wie unsere tagesmutti und kinderarzt immer sagen: es ist freiwillig noch kein kind verhungert. der früstücksbrei ist – lange nach mittags- und abendbrei – auch out. es gibt jetzt also brot mit zeugs (nach minimes geschmack: käse. ohne brot), haferflocken m. obst, (soja)joghurt mit obst, abends das was wir essen. ich selbst bin kein gourmet und auch ein bisschen einfallslos, was das zubereiten der mahlzeiten angeht. davon mal abgesehen: in ruhe essen ist nicht. zwar ist minime sehr bestimmt, wenn er hungrig ist, dann klettert er von allein auf seinen tripptrapp und dann heißt es schnell reagieren. aber dann muss nur die katze rein kommen und schon ist essen wieder uninteressant. und natürlich: selber essen. oder zumindest das essen in der küche verteilen. allerseelenruhig. tagsüber, wenn wir unterwegs sind, schnorrt er sich essenstechnisch durch. alles interessanter als das, was muddi dabei hat. montags, auf dem spielplatz, wurd er von einer bestens ausgestatteten mutti durchgefüttert: erdbeeren, sesamstangen. war mir fast ein bisschen peinlich, so als ob er bei mir nix zu essen bekäme. vor allen dingen verliere ich so den überblick, was er so alles am tage isst. und bin abends dann unsicher, ob ihm die zwei, drei bissen wirklich reichen, weil er schon satt ist.

SPRECHEN: ich habe mich früher immer amüsiert, dass eltern die – scheinbare – fantasiesprache ihrer kinder verstehen. komische laute aneinandergereiht, aber offensichtlich hat man sich verstanden. so jetzt auch bei uns: (DA)-KEE heißt Danke, Aa-PEE Lampe, und natürlich: Mama. in allen tonhöhen und varianten. fröhlich, jammrig, nölig, lieb, traurig. MAMAMAMAMAMAMAMAMA. hach, aber schon grandios. ach ja, EI für Nein oder Meins (je nach zusammenhang). und noch ein paar sachen, wi ich mir nicht sicher bin. HAPBN als mischung von Haben (wolln) und Bitte.

MOTORIK: laufen wie ein duracellhäschen. gerne auch mal rückwärts. im kreis um die eigene achse drehn. überall drauf klettern. bei treppen mit gelände auch gerne hoch laufen statt krabbeln.

SOZIALES: unter leuten, egal ob erwachsene oder kinder, war minime ja sowieso schon immer am entspanntesten. als eltern freuen wir uns über die gute laune, die er schon morgens versprüht. das morgenritual sieht so aus, dass er noch ein milchfläschchen bekommt und wir ihn zu uns in die mitte ins bett legen. dann werden wir angestrahlt, angeküsst und angeschmust was das zeug hält. anschließend wird direkt wieder die wohnung auseinander genommen. für das ganze zeug, was er tagsüber so in der wohnung verteilt, hab ich grad folgende lösung: alles was ich abends auf dem boden finde, kommt in EINE kiste. kein ausgeklügeltes aufräumsystem. er holt eh wieder alles hervor. schüchtern oder eifersüchtig (wenn ich mich mit anderen kindern beschäftige) ist das kind eigentlich auch nicht. zwar guckt es sich unbekannte menschen erst mal genau an, hat aber auch keine hemmungen, wenig später auf deren schoß zu klettern. das highlight war neulich eine zweistündige zugfahrt nach münster: wir landeten im mehrzweckabteil, ich hoffte naiverwaise noch, dass er dort seinen mittagsschlaf macht, da stiegen ein – ein halbes dutzend abiturient_innen auf dem weg zum wacken, ein rüstiger älterer herr in fahrradmontur und eine andere mutter mit zweijährigem. die wackenleute hatten einen ghettobluster dabei, der die ganze strecke über lief. minime moschte ordentlich und hat nun 6 neue freund_innen, die ihn in 15 jahren mal mitnehmen wollen. die andere mama teilte begeistert kekse ( sie hielt minime für ein mädchen, ich hab sie nicht korrigiert. was ein spängchen im haar anrichten kann…) und der ältere herr versuchte allen ‚DA’s mit zeigefinger in undefinierbaren richtungen hinterherzukommen und den zug und die welt zu erklären. „das ist aber auch ein ruhiges, zufriedenes kind“ hör ich oft. stimmt. so lange wir nicht zu zweit allein zu hause sind.

Das Kind braucht Sand und Wasser

Minime und sein Zen-Garten

 

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Treiben lassen

so, ging dann doch schnell rum, die arbeitszeit. jetzt noch offiziell urlaub und dann – ziemlich voraussichtlich, weil wer stellt jetzt noch zum 01.08. ein? – erstmal arbeitslos. ach ne, arbeitssuchend heißt das ja. und was man da nicht alles machen könnte? sprachkurse, fortbildung, bwl für dummies. wochenlang hab ich überlegt, wie ich die zeit rumkriegen könnte, damit auch was nettes im lebenslauf steht. und soll ich euch sagen, wofür ich mich entschieden habe?

für nichts. ich nutze diese zwangspause schlichtweg dazu, auf mehr sonne zu hoffen um im park rumzuliegen. um mit minime nachmittags in den zoo oder ins schwimmbad gehen zu können. oder es ihm nachzutun: wie ein zenmeister kann er im sandkasten sitzen und den sand haken. 

ich mein, wann werde ich wieder mal die möglichkeit haben, nichts zu tun? wenn der vollzeitjob kommt, das zweite kind? also wünsch ich mir schlichtweg besseres wetter und schaue dem kind beim wachsen zu: es läuft, klettert auf alles was erreichbar ist und sagt ‚mama‘. ja ok, baba auch manchmal. er kuschelt jetzt auch mal von sich aus und beisst mir in die schulter (natürlich liebevoll). 

ich lese mein bücherregal und das internet leer. ich fahre meinen frischgeschlüpften neffen besuchen und hoffe ein tonbandgerät zu finden, mit dem ich die lebensgeschichten meiner omas aufnehmen kann.  und strafe jede_n die fragt, ob minime denn auch bei der tagesmutter bleibt mit bösen blicken. wann soll ich mich denn sonst mal ausschlafen???

also, wünscht mir schönes wetter und dass der optimismus auch anhält, wenn aus dem einen monat zwei oder drei oder fünf geworden sind…