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Karnevalswochenende 2017

Wie, es ist schon Sonntag? Das Wochenende damit vorbei, aber Karneval noch lange nicht! Es tut mir also leid, wenn ihr noch ein wenig davon ertragen müsst.

Op die Liebe, un et Lävve,
Op die Freiheit und d’r Dud

Ich bin ja selbst nicht in Köln geboren und groß geworden sondern erst seit knapp 10 Jahren hier. Und man mag es befremdlich finden, dass eine Stadt und ihre Bewohner*innen so selbst verliebt sind – aber man kann es den Kölner*innen wirklich nicht übel nehmen, es ist wirklich rührig hier.

Alle wolle noh Berlin, erus en de große Welt
Doch mich kriss de hee nit fott
Ich kann nit sage, wat mich hee häld

Ich weiß nicht, wie in den anderen vermeidlichen Karnevalsstädten gefeiert wird. Allein von der Musik her bleibt ja nichts übrig – handelt doch fast jedes Karnevalslied, das ich kenne entweder vom Dom, vom Kölsch, irgendwas mit kölsche Hätz, kölsche Seel, kölsche Mädche… – was singen da die anderen?

Denn mir sin kölsche Mädcher
Hann Spetzebötzjer an
Mir lossen uns nit dran fummele
Mir lossen keiner dran.

Am Freitag bringen der Mann und ich Batman und KleinFledermaus in den Kindergarten zur Karnevalsparty. Beim Kaffee danacht beschließt der Mann zum IKEA fahren zu wollen. Ja, so ist das hier – der Mann liebt shoppen, ich lauf mit. Ich bin ja noch auf der Suche nach einem schicken Sekretär für meinen Arbeitsplatz. Ich bin da ein bisschen fantasielos. Ich hätt gern was Kleines, weißes, ohne Unterschrank, mit einer Klappe die ich abends zuschließen kann. Pompadourfüße und/oder Shabby Schick-Look. Bei Ikea finde ich nichts passendes, nebenan ist noch der Däne, da kommen wir der Sache näher. Aber den Preis für ne MDF-Platte in die absichtlich Macken gehauen wurden…

Sekretär

So in der Art, mit Aufsatz

Nachmittags machen wir nix Spannendes mehr. Der Mann hat noch ein kleines Regal für die Küche gekauft, das baut er mit den Kindern auf.

Wie ich ihnen so zusehe bin ich ein bisschen neidisch. Wie die Kinder das so durch zusehen und mitmachen lernen. Kind1 wird beauftragt dieses und jenes Werkzeug zu holen und lernt so die verschiedenen Sachen kennen. Auch Kind2 sitzt mittendrin und dreht hier und da eine Schraube fest.

Wat och passeet
dat Eine es doch klor
et Schönste, wat m’r han
schon all die lange Johr
es unser Veedel,
denn he hält m’r zosamme
ejal, wat och passeet
en uns’rem Veedel.

Am Samstag backt der Mann Brötchen. Wo auch immer er die Idee her hat, ich finds großartig. Es wird also ein leckeres Frühstück und anschließend fahren wir auf die andere Rheinseite in den Jugendpark. Das Wetter ist großartig und die Kinder können sich richtig austoben.

Jugendpark

Jugendpark – Autoscooter

Steine flitschen

Steine flitschen

Die frische Luft macht müde und so machen Kind2 und ich anschließend ein Mittagsschläfchen. Dann ist es auch schon Zeit um wieder Karneval zu feiern. Sonja und ich begeben uns wieder in den Trubel in der Südstadt. Obwohl wir schon um 18:00 losziehen müssen wir über zwei Stunden in der Warteschlange warten bis wir rein kommen. Wir kommen mit ein paar Männern vor uns ins Gespräch, etwa mein Alter. Sie fragen, was wir so machen. Ich frage zurück, ob sie Kinder haben. Haben sie und so tauschen wir uns über zu kurze Nächte und Augenringe aus. Darauf erst mal ein Kölsch!

Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust
wir glauben an den lieben Gott und han auch immer Durst

Selfie mit Sonja

Ävver et Hätz bliev he in Kölle

Es ist wunderbar am Samstagabend. Wer meinen inst-Stories folgt hat ja ein bisschen was mitgekriegt. Aber leider war ich zu sehr mit Tanzen und Singen beschäftigt um immer drauf zu halten. Ihr müsst mir einfach glauben wenn ich sage: Euch entgeht was, wenn ihr nicht einmal dabei ward!

luur uns aan
mer sin alle nur us fleisch un bloot
mer sin alle nit nur schlääch un jot

Am heutigen Morgen werde ich um halb 10 demonstrativ mit einem Kaffee ans Bett geweckt. Schließlich haben wir noch was vor! Schull- und Veedelszöch! Und weil der, wie der Rosenmontagszug auch, bei uns quasi vor der Haustür Aufstellung hat, wollen wir um 11:11 Uhr auch da sein.

Nä wat wor dat fröher schön doch in Colonia, wenn der Franz mem Nieß nom aahle Kohlberg jing,
Wenn der Pitter ärm in ärm mem Appolonia
still verjnöösch um heimwesch ahn zo knutsche fing.

Schull und Veedelszoch

„Pfauenpower“ – passte ja zu meinem Kostüm

Kind1 fing knapp drei Taschen voll Kamelle, dabei durfte an dieser Stelle noch gar nicht geworfen werden – los gehts nämlich eigentlich erst hinterm Severinsttor. Da ist der Rosenmontagszug konsequenter, die Traditionsvereine gönnen da nix 😉

Nach dem Zug ging ich mit Kind2 nach Hause für ein weiteres Mittagsschläfchen, der Mann und Kind1 gingen noch mit Freunden auf den Spielplatz und sortierten anschließend die Kamelle. So viel Action reicht dann auch erst mal für einen Tag.

Alaaf und bis die Tage!

Nie mih Fastelovend,
Nie mih rud un wieß
Nie mih Fastelovend – Ohne dich

Fantastisches

Weiberfastnacht in der Kölner Südstadt – Alaaf!

Wenn ihr die Überschrift gelesen habt, haben die Karnevalsgrinches unter euch vermutlich eh nicht draufgeklickt. Also seid ihr selber Karnevalsjeck_innen – oder sehr treue Leser_innen! <3

Zu den Karnevalsgrinchen gehörte ich ja auch mal. Ich komme aus dem Ruhrgebiet und Karneval ist da bloß eine von vielen Möglichkeiten zu Saufen Feiern. Dementsprechend war ich auch stets der Ansicht, dass Karneval und dieses Spaß-Haben auf Knopfdruck nur für Leute sei, die den Rest des Jahres einen Stock im Hintern haben…

Ja, mea culpa, so dachte ich. Dann zog ich nach Köln – und arbeitete weiterhin im Ruhrgebiet. Und machte anfangs noch den Fehler, an Karneval keinen Urlaub zu nehmen. Ich versuchte also Weiberfastnacht und Rosenmontag irgendwie durch die Stadt zum Hauptbahnhof zu kommen. Gut, diesen Fehler machte ich einmal…und den Rest des Karnevals ignorierte ich getrost.

Naja, im nächsten Jahr saß ich Weiberfastnacht im HomeOffice und plötzlich, um 11:11 Uhr ging draußen ein riesiger Lärm los – mit Trommeln und Blasmusik – da stapfte das Personal des Theaters gegenüber los, mit Pauken und Fanfaren. Inzwischen ist dort eine der größten Karnevalspartys der Südstadt an Weiberfastnacht. Und die nächsten Jahre arbeitete ich Karneval nach Möglichkeit nicht mehr.

Seit die Kinder da sind führt eh kein Weg mehr an Karneval vorbei. Die großen Züge haben bei uns um die Ecke ihre Aufstellung, da geht also der Zug los. Man fällt aus der Haustür und alle feiern Karneval! Und so muss ich sagen: Hier in Köln, grad in der Südstadt in der ich wohne, kommt man nicht drumrum. Die Stadt ist im Ausnahmezustand. Alle haben irgendwie mit Karneval zu tun. Wenn sie nicht feiern, arbeiten sie an Karneval – oder sie fahren raus aus Köln und machen Urlaub.

Pfau und Einhorn feiern Karneval

So, fertig verkleidet können Pfau und Einhorn losziehen

Es gibt soooo schöne Feiern und Umzüge – meine persönlichen Highlights sind am Sonntag der Schul- und Veedelszoch (da dürfen die ganzen Vereine außerhalb der Traditionsvereine die gleiche Strecke laufen wie der Rosenmontagszug. Und da geben sich Schulen und Vereine so viel Mühe mit den Kostümen und überhaupt – ich mag ihn viel lieber als den Montag). Und am Dienstag der Zoch in der Südstadt, der natürlich viel kleiner ist aber groß gefeiert wird. Wenn Kind1 in der Schule ist, „darf“ ich da auch mitgehen. Was freu ich mich jetzt schon drauf.

Letztes Jahr bin ich dann das erste Mal Karnevalssamstag in eine Kneipe losgezogen. Mit Sonja und ein paar anderen – ach, die Stimmung kann man einfach nicht beschreiben. Und es hat nur wenig mit dem zu tun, was nicht Kölner_innen sich unter Karneval vorstellen. Das zeigen mir auch immer wieder die Kommentare von denen, die mal ein paar Jahre in Köln wohnten und dann wieder weg sind – den Karneval vermissen sie alle!

 

Sonja und Melanie warten auf Einlass

Sonja von mama-notes und ich stehen in der Warteschlange vor der Kneipe unserer Wahl

So haben wir uns dieses Jahr direkt für Weiberfastnacht verabredet. Ich überließ Mann und Kinder ihrem Schicksal, Sonja kam erst zu mir wo wir uns zurecht machten (also ich – Sonja war schon perfekt gedressed) und zogen los. Und waren um 12 Uhr schon viel zu spät dran – und mussten eine Stunde vor der Kneipe in der Schlange stehen. Bei Nieselregen. Aber auch das macht nix an Karneval. Schnell kommt man mit den Leuten vor und hinter sich ins Gespräch und meistens gibt es ja auch einen Getränkeausschank.

Weiberfastnacht in der kölner Südstadt

Lisa (StadtLandMama) kommt aus ihrer Location rüber um uns in der Warteschlange Hallo zu sagen

Endlich drinnen suchten wir uns ein nettes Plätzchen, tanzten und sangen (die Sonja ist da erstaunlich textsicher) und prosteten den anderen Jeck_innen zu. Und so – feiern wir die Tage noch weiter. Aber keine Sorge, es wird nicht jeder Tag Karneval jetzt im Detail geschildert.

Und wenn ihr euch fragt, wie das denn so ist mit Karneval feiern als Feministin – ich dem tollen Blogkollektiv von Feminismus im Pott ein kleines Interview dazu gegeben.

ALAAF!!!

Familie, Feminismus

Unsere Karnevalswoche (in Text und Bild)

Kinder Kinder, neee wat war dat schön!

Ich bin keine geborene Kölnerin oder Rheinländerin und Karneval stand 2008, als ich nach Köln zog, NICHT auf meiner Liste der Argumente für den Umzug. Ich wollte den Karneval ignorieren, nahm ich mir vor. Da ich die ersten Jahre auch noch im Ruhrgebiet arbeitete, war dort Karneval quasi nicht existent und der 11.11., Weiberfastnacht oder Rosenmontag ganz normale Arbeitstage. Nachdem ich es in meinem ersten Jahr Weiberfastnacht noch versuchte, ganz normal mit dem Zug zur Arbeit zu fahren sah ich in den kommenden Jahren zu, wenigstens HomeOffice zu machen. Nun wohne ich in der Kölner Südstadt, einem Epizentrum des Kölner Straßen- und Kneipenkarnevals. Das heißt eine Woche lang Dauerbeschallung mit Karnevalsmusik und Blaskappellen. Zunächst saß ich im Home Office an meinem Schreibtisch und weigerte mich, die Musik zur Kenntnis zu nehmen, den Blick starr auf den Schreibtisch. Aber das half nichts, mein Fuß fing an zu wippen, irgendwann ging die Hüfte mit und schließlich stand ich auf dem Schreibtisch und brüllte „Schenk mir heut Nacht Dein ganzes Herz und bleib mir, dann schenk ich Dir mein Herz und zeige Dir – was Dir gefällt NANANANANANANA“ …äh, naja fast.

Um es kurz zu machen: Das Karnevalsfieber packte mich irgendwann. Zunächst immer nur kurzfristig, so ähnlich wie Weihnachten: Was? DAS IST SCHON NÄCHSTE WOCHE? Dann mit langfristigen Überlegungen zwecks Kostüme und Veranstaltungen. Seit einigen Jahren gehört die Stunksitzung zum Programm.

Auch dies Jahr waren wir dabei, zwei Tage vor Weiberfastnacht. Das Programm war spitze, kreativ, witzig und auch bewegend, die Musik sowieso top. Und die Leute? Bunt gemischt und ich hab mich am allermeisten über diese kostümierte Dame gefreut:

Das allergeilste #kostüm auf der #stunksitzung: #armlänge Abstand mit rausfahrbahren Armen!!! #stunksitzung2016 #cologne #köln #karneval #carnival (leider war das Kostüm nicht von mir

Das allergeilste #kostüm auf der #stunksitzung: #armlänge Abstand mit rausfahrbahren Armen!!! #stunksitzung2016 #cologne #köln #karneval #carnival (leider war das Kostüm nicht von mir)

Ich selber war gar nicht verkleidet, die Menschen mit denen ich dorthin gehe grenzen sich gerne von dieser Art Spaß ab. Naja.

Weil ich 2014 eine Kampagne namens KonsensKarneval – Ein Kostüm ist keine Einladung initiierte, die – damals – kein Schwein interessierte, kamen dieses Jahr einige Presseanfragen. Nach Sylvester in Köln hatte das Thema einige Aufmerksamkeit – allerdings nur aus dem Ausland. Der Rheinländer lässt ja nix komme auf seinen Karneval, kritische Berichterstattung ist da nicht erwünscht. Ich erzählte also ein bisschen was über den Kölner Karneval und Sexismus einem Mann eines englischen Mediums, der mich dann aber doch nicht zitierte, weil es in dem Artikel nur um Weiberfastnacht gehen sollte (?). Dann kam noch eine Anfrage vom Schweizer Kulturfernsehen. Am Mittwoch vor Weiberfastnacht setzte ich mich mit einer Journalistin und einem Redakteur vom Fernsehen zusammen und sprach über Gender, Sexismus und die Eigenarten des Kölner Karnevals. Wir verabredeten uns für die Aufnahmen um 16 Uhr an Weiberfastnacht. Ich, angemessen in rot-weiß gekleidet raus ins Epizentrum vor meiner Haustür. Und die Schweizer_innen angemessen beeindruckt (falls sie angewidert waren, haben sie das höflich verborgen). Ich weiß noch  nicht, was dabei heraus gekommen ist, aber ich glaube, es läuft heute abend um halb elf im Schweizer Kulturfernsehen – wenn ich den Link habe, teile ich den natürlich auf meiner Facebook-Seite.

Weil Kind1 an Weiberfastnacht schon im Kindergarten Karneval gefeiert hat und ordentlich ausgepowert war haben wir den späten Nachmittag und den Abend ruhig zu Hause verbracht.

Der Freitag war für mich ein ganz normaler Tag. Samstag nachmittag ging ich mit Minime dann ins Kindertheater, ein Ritual was sich in den letzten beiden Jahren  eingebürgert hat. Dieses Jahr gab es „Rotkäppchen“ – natürlich mit bösem Wolf. Minime mochte diesen Teil der Geschichte so gar nicht und war nur bereit, weiter zu gucken, wenn er auf meinem Schoß sitzen dürfte. Da fiel mir eine meiner wenigen Erinnerungen an meine Kindheit in dem Alter ein: Ich war ebenfalls im Theater, klassisches Kasperletheater, und es wurde die böse Hexe angekündigt! Da muss ich wohl auch ordentlich Angst bekommen haben, sonst wäre es mir nicht so in Erinnerung geblieben. – Anschließend an Rotkäppchen gab es noch eine Party für die Kinder. Sehr coole Sache, die Kinder tanzen und spielen mit Ballons und Mutti steht an der Theke und trinkt ein Bier…naja, andere Mütter, Minime war an diesem Tag etwas anhänglich.

Am Donnerstag (Sprung zurück zu Weiberfastnacht) geschah noch eines dieser kleinen twitter-Wunder, für die ich dieses Medium so liebe! Sonja, aka mama-notes twitterte, sie sei unverkleidet am Schreibtisch und alle anderen seien verreist oder krank. Spontan ergab sich ein kleiner Dialog, man müsse Karneval zusammen feiern. So schrieb ich, wenn sie Samstag in die Kölner Südstadt käme, sei ich dabei – tja, also hatten wir ein Date, noch zusammen mit Mrs Cologne und Kiko. Also brachte ich Samstag nach dem Kindertheater Minime nach Hause, machte mit dem Mann die Kids bettfertig und zog mich dann um. Um die schon feiernden drei noch einzuholen in der Partymasse.

Ich such jetzt @mama_notes & co im Getümmel #alaaf #wochenendeinbildern

Ich such jetzt @mama_notes & co im Getümmel #alaaf #wochenendeinbildern

Die Stimmung draußen war super, obwohl ich eine dreivierteil Stunde auf Einlass in die Kneipe warten musste hatte ich keine Langeweile: Irgend eine Trommelgruppe musizierte, hunderte Menschen standen vor den verschiedenen Kneipen und theoretisch waren genug Getränkemöglichkeiten da.

Dann hab ich den Einlass geschafft. Noch an der Fast-Prügelei an der Damenkloschlange vorbei und auf auf mein erstes Kneipenkarneval feiern! Es. war. so. schön. Ein bisschen eng und laut aber ansonsten war die Stimmung ausgelassen und entspannt. Ach, kölsche Karnevalslieder. Es gibt bestimmt eine Formel für den perfekten Karnevalssong und was nicht fehlen darf sind die Worte Dom, Rhein, Leben, Liebe, Lust, Feiern etc. pp. Dazu ein paar leicht mitzugrölende Vokale und zack – fertig der Partyhit. Ich liebe sie alle, auch wenn ich noch nicht textsicher bin. Vielleicht geh ich nächstes Jahr auch zu Los mer singe?

Am Sonntag stehen traditionell die Scholl- und Veedelszöch auf dem Terminplan. Aufstellung bei uns vor der Haustür. Der Zug ist die „kleine“ Variante des Rosenmontagszugs, bei dem nicht die großen Karnevalsgesellschaften mitgehen, sondern Schulen und Vereine aus Köln und co. Er mag zwar kleiner sein, aber ich liebe ihn noch mehr, weil man dort sieht, was für tolle Ideen für Wagen und Kostüme auch mit kleinem Budget und viel Liebe möglich sind.

Ich liebe die Schull- und Veedelszöch! Und Minime-Spiderman ist zu beeindruckt um ans Kamelle-rufen zu denken :-) #alaaf #wochenendeinbildern #karneval

Ich liebe die Schull- und Veedelszöch! Und Minime-Spiderman ist zu beeindruckt um ans Kamelle-rufen zu denken 🙂 #alaaf #wochenendeinbildern #karneval

Rosenmontag war ja große Sturmwarnung gegeben. Als ich mit den Jungs aufstand sah es auch echt usselig aus, es goß in Strömen! Aber Petrus ist ja ne kölsche Jung und Punkt 10, als der Zoch losging, schaute die Sonne raus. Da haben wir uns aber schon gegen rausgehen entschieden, weil nachmittags noch die große Familienkarnevalsparty angesagt war.

Einzahnhase. Lange Geschichte #karneval #alaaf #rosenmontag

Einzahnhase. Lange Geschichte #karneval #alaaf #rosenmontag

Der Mann war dies Jahr für das Schminken zuständig. Und doch, er hat mir zwei Hasenzähne gemalt. Aber dann kam Kind2 und wischte mir seinen Schnodder durch das Gesicht – und schon hatte ich nur noch einen Zahn.

Dienstag stand noch der Südstadtveedelszug an. Leider war auch Dienstag ein normaler Arbeitstag für mich und obwohl ich versuchte, rechtzeitig Feierabend zu machen kam ich erst an, als der letzte Wagen schon los gefahren ist. Dafür rechtzeitig, um den Kindern beim Kamelletragen zu helfen. In der Wohnung wurde dann ausgepackt.

Kamelleausbeute von zwei Zügen... #kamelle #alaaf #karneval (die Kinder sortieren jetzt: die Guten ins Töpfchen...)

Kamelleausbeute von zwei Zügen… #kamelle #alaaf #karneval (die Kinder sortieren jetzt: die Guten ins Töpfchen…)

Bis Weihnachten sind wir also mit Süßigkeiten versorgt.

Und jetzt? Erholen von Karneval.  Bis zum 11.11. wenn es wieder losgeht, das Karnevalfieber…

Auch die Schlabbabuxe wurde passend zu Karneval gewählt #alaaf

Auch die Schlabbabuxe wurde passend zu Karneval gewählt #alaaf

Feminismus

KonsensKarneval – Mein Kostüm ist keine Einladung!

Mitten in den Sommerferien denkt vielleicht grade Keine_r an Karneval bzw. Fasching. Aber Kampagnen brauchen etwas Vorlaufzeit und ich nutze grade die Zeit, in der ich zwei freie Hände habe um an einer zu arbeiten: KonsensKarneval – eine Präventionskampagne gegen sexuelle Übergriffe während der Karnevals-/Faschingsaktivitäten, die sich nicht an die möglichen „Opfer“, sondern an die Täter richtet.

Bisher heißt es auch während der Karnevalszeit an die Frauen gerichtet: „Zieh Dich nicht zu sexy an!“ (Und wenn doch wunder Dich nicht, wenn Du blöd angemacht, begrapscht oder eben Schlimmeres wirst), „Geh nicht alleine!“, „Trink nicht zu viel“ und so weiter.

Es wird Zeit, den Fokus auf die zu richten, die Übergriffe begehen und auch: ermöglichen.

The only thing that causes rape: rapists

The only thing that causes rape: rapists

(Übersetzung: „Sachen, die Vergewaltigungen verursachen: – flirten, – was ich anhabe, – zu viel Alkohol, + Vergewaltiger)

Die Kampagne könnte noch Unterstützung brauchen: Ideen für Slogans, Erfahrungsberichte (oder tweets unter #konsenskarneval), Fotos mit Euch im Kostüm und Schildchen „Mein Kostüm ist keine Einladung“ – was immer Euch einfällt.

Natürlich gibt’s auch eine facebook-Seite und einen twitter-Account (@konsenskarneval) sowie eine E-Mail Adresse für Anfragen/Einsendungen: konsens.karnevalATgmailPUNKTcom

Auch sonst freu ich mich über Euer Feedback!

Familie

FotoRevue

ihr lieben – ich bin schon sooo lang nicht mehr zum schreiben gekommen, dabei ist mein kopf voller ideen. ich versuche zu sortieren und euch bald mit größerer regelmäßigkeit mit beiträgen zu versorgen. das sortieren fällt schwer, da liegen halb fertige texte über väter (jaja, da muss auch ich meinen senf zu geben), kochplänen, erziehungsmethoden, hebammen, meiner zweiten schwangerschaft, unserem kanarenurlaub undundund in meinem kopf rum und ich weiß tatsächlich nicht, was und wie zuerst. ich fang mal mit ein paar fotos an – die gab es hier schon lange nicht mehr! der rest folgt die tage:

puzzle

das puzzlen üben wir noch…

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Strandurlaub – El Medano, Teneriffa

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mit dem bulli an die schönsten plätze teneriffas, schlafen mit meeresrauschen

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Whale Watching auf La Gomera. Hier zu sehen: Grindwale

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Strickeulen in Santa Cruz Tenerife

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vor 4 jahren habe ich einen artikel für ein buch geschrieben. dieses buch ist endlich erschienen

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das kind hat schon eine eigene art des …humors?

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karneval dauert hier in köln ja eine woche. da kommt mensch mit einem Kostüm nicht aus…

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alles was ich in der verkleidungskiste noch finden konnte. was tut mensch nicht für die kinderkarnevalparty

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auch minime war spiderman, dalmatiner und elefant. natürlich nicht alles auf einmal. hier beim kindertheater mit karnevalsparty

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hier die vorbereitungen fürs elefantenkostüm. danke auch an meine mama, für den nähmaschineneinsatz!

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hier kommt …die maus!

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früh übt sich, wer bald mit uns klettern will!

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ich konnt nicht widerstehen…nestbau…vorbereitung ist alles!

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frauen-eltern-hebammenproteste. der storch am galgen stammt von ‚meiner‘ hebamme und ihrer kollegin und zierte die berichterstattung über die proteste in köln

 

 

Familie

Alaaaaaf!

Verkleidung

Verkleidungminimes und mein erster karneval. den straßenkarneval liebe ich! so viele liebevolle kostüme, die musik, kamelle. ich liebe die stunksitzung und die ist so ziemlich das progressivste, was der karneval zu bieten hat…und ich hasse den kneipenkarneval. nicht nur, dass ich in einer wohnung wohne, in der ich in der karnevalswoche kaum noch ein wort verstehe, weil hier überall gefeiert wird. ich hasse die enge, den krach, besoffene menschen. na gut, letztere vor allem in kombination mit enge und krach. und k.o.-tropfen, wie grad in den lokalnachrichten zu hören war (und was nicht das schlimmste sein dürfte, aber mehr will ich hier nicht schreiben).

am sonntag, bei den schull- und veedelszöch sitzen minime und ich auf einer tribüne am dom und werfen selber kamelle. die karten dafür habe ich gewonnen, ich freu mich drauf!

dass da oben sind fotos vom kinder- und familienkarneval. nach anderthalb stunden sind wir wieder gegangen. ich würd ja gern sagen, des kindes wegen. aber ehrlich gesagt: es war furchtbar laut, für ein kölsch musste man 20minuten anstehen und ich weiß jetzt, was dieses gangnam-style ist… und das kostüme NICHT das peinlichste an der veranstaltung waren…

zur verkleidung: minimes kostüm ist ein umhang vom discounter. 5euro. ich hatte ein bisschen die befürchtung, dass er nicht der einzige dalmatiner sein wird (gott sei dank gibt es ja 101…). aber in diesem gentrifizierten stadtteil muss ich mir da wohl keine sorgen machen, da werden kostüme noch selbstgemacht. so wie beim stilhäschen, dass sonst ganz befreit ist vom selbermach-fieber. dafür hab ich bei lisas kolumne (ja, die lisa von nusenblaten, die jetzt auch ein buch geschrieben hat) ein kostüm für minimes nächsten karneval gefunden, das sogar ich hinbekommen dürfte! ach ja, meins ist verkleiden für anfängerinnen: schwarzer umhang (geliehen) und eine maske (5Euro). und viel glitzer im haar! und am nächsten tag taugt der schwarze umhang nach dem kater auch noch als verkleidung für graf zahl 😉

und vielleicht wird das ja was mit dem anti-istischen karnevalsverein nächstes jahr. dann machen wir eine aktion, ähnlich wie die zum oktoberfest. konsens statt bützchen! und statt dreigestirn aus bauer, jungfrau und prinz eines aus feminazi, de beauvoir und solanas? oder aus bell hooks (no blackfacing of course), spivak und antje schrupp? …(weitere vorschläge?). lila funken 2014. einen schlachtruf brauchen wir auch noch…

passt auf euch auf!