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Familie

FotoRevue

ihr lieben – ich bin schon sooo lang nicht mehr zum schreiben gekommen, dabei ist mein kopf voller ideen. ich versuche zu sortieren und euch bald mit größerer regelmäßigkeit mit beiträgen zu versorgen. das sortieren fällt schwer, da liegen halb fertige texte über väter (jaja, da muss auch ich meinen senf zu geben), kochplänen, erziehungsmethoden, hebammen, meiner zweiten schwangerschaft, unserem kanarenurlaub undundund in meinem kopf rum und ich weiß tatsächlich nicht, was und wie zuerst. ich fang mal mit ein paar fotos an – die gab es hier schon lange nicht mehr! der rest folgt die tage:

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das puzzlen üben wir noch…

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Strandurlaub – El Medano, Teneriffa

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mit dem bulli an die schönsten plätze teneriffas, schlafen mit meeresrauschen

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Whale Watching auf La Gomera. Hier zu sehen: Grindwale

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Strickeulen in Santa Cruz Tenerife

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vor 4 jahren habe ich einen artikel für ein buch geschrieben. dieses buch ist endlich erschienen

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das kind hat schon eine eigene art des …humors?

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karneval dauert hier in köln ja eine woche. da kommt mensch mit einem Kostüm nicht aus…

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alles was ich in der verkleidungskiste noch finden konnte. was tut mensch nicht für die kinderkarnevalparty

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auch minime war spiderman, dalmatiner und elefant. natürlich nicht alles auf einmal. hier beim kindertheater mit karnevalsparty

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hier die vorbereitungen fürs elefantenkostüm. danke auch an meine mama, für den nähmaschineneinsatz!

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hier kommt …die maus!

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früh übt sich, wer bald mit uns klettern will!

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ich konnt nicht widerstehen…nestbau…vorbereitung ist alles!

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frauen-eltern-hebammenproteste. der storch am galgen stammt von ‚meiner‘ hebamme und ihrer kollegin und zierte die berichterstattung über die proteste in köln

 

 

Familie

Treiben lassen

so, ging dann doch schnell rum, die arbeitszeit. jetzt noch offiziell urlaub und dann – ziemlich voraussichtlich, weil wer stellt jetzt noch zum 01.08. ein? – erstmal arbeitslos. ach ne, arbeitssuchend heißt das ja. und was man da nicht alles machen könnte? sprachkurse, fortbildung, bwl für dummies. wochenlang hab ich überlegt, wie ich die zeit rumkriegen könnte, damit auch was nettes im lebenslauf steht. und soll ich euch sagen, wofür ich mich entschieden habe?

für nichts. ich nutze diese zwangspause schlichtweg dazu, auf mehr sonne zu hoffen um im park rumzuliegen. um mit minime nachmittags in den zoo oder ins schwimmbad gehen zu können. oder es ihm nachzutun: wie ein zenmeister kann er im sandkasten sitzen und den sand haken. 

ich mein, wann werde ich wieder mal die möglichkeit haben, nichts zu tun? wenn der vollzeitjob kommt, das zweite kind? also wünsch ich mir schlichtweg besseres wetter und schaue dem kind beim wachsen zu: es läuft, klettert auf alles was erreichbar ist und sagt ‚mama‘. ja ok, baba auch manchmal. er kuschelt jetzt auch mal von sich aus und beisst mir in die schulter (natürlich liebevoll). 

ich lese mein bücherregal und das internet leer. ich fahre meinen frischgeschlüpften neffen besuchen und hoffe ein tonbandgerät zu finden, mit dem ich die lebensgeschichten meiner omas aufnehmen kann.  und strafe jede_n die fragt, ob minime denn auch bei der tagesmutter bleibt mit bösen blicken. wann soll ich mich denn sonst mal ausschlafen???

also, wünscht mir schönes wetter und dass der optimismus auch anhält, wenn aus dem einen monat zwei oder drei oder fünf geworden sind…

Familie

Arbeitssuchend

dass mein vertrag nicht verlängert wird, weiss ich schon relativ lang. man könnte spekulieren, wieso er nicht verlängert wird, aber das lassen wir mal lieber. in knapp sechs wochen bin ich arbeitslos, und auch wenn es mir nicht die laune im alltag verdirbt, läuft in meinem hinterkopf ständig ein filmchen mit folgenden szenen:

1. rückblick. sommer, sonne, blauer himmel – steht für die zeit der abiturklasse, als die welt noch groß schien, ich könnte alles werden, die welt liegt mir zu füßen, wohin soll es gehen – ausland, großstadt, hauptsache raus. hauptsache studieren, möglichst was exotisches, mal was ganz anderes…

2. klischeehaft ziehen ein paar wolken auf…bafög-anträge rauben den letzten nerv, auslandsstudium ist auch nicht so mit den 50 mark damals auf meinem sparbuch zu finanzieren. dieses magisterding ist abstrakt, mich ergreift mit studienfach ethnologie die panik (wo bitte, gibt es denn noch völker die unbekannt sind und will ich überhaupt diese ethnoromantik aufrecht erhalten und in ein museum irgendwelche waffen beschriften, die ich im amazonas ausgegraben habe, nein danke!) und ich werd erstmal: sozialpädagogin. in bochum. tschüss weite welt. ich hänge noch einen master an der rub dran, es macht spaß, dauert auch wieder nur vier jahre, das geld muss trotzdem irgendwo her…cut.

3. gegenwart. wer hier schon etwas mitgelesen hat, weiß wie die aussieht. die suche nach einem neuen job ist in meiner lebenssituation die suche nach der eierlegenden wollmilchsau. alles mögliche muss bedacht werden. im januar gab es zwei stellenausschreibungen, die fast zu schön klangen, um wahr zu sein. bewerbung los geschickt und nicht mal ne einladung zum vorstellungsgespräch. eine der stellen war am 23.12.11 ausgeschrieben, bewerbungsschluss der 02.01.12, nachtigall ick hör dir trapsen. die absage für die zweite kam letzte woche. LETZTE WOCHE. öffentlicher dienst, ey.

weitere szenen in endlosschleife:

– was bedeutet mir arbeit überhaupt, welchen stellenwert hat sie für mich, was ist ‚gute arbeit‘ und welche abstriche kann ich machen, will ich machen, muss ich machen? ich bin ein klassisches beispiel dafür, was man in der soziologie ’subjektivierung der arbeitskraft‘ und so nennt – ich möchte mich, meine persönlichkeit und meinen gelderwerb nicht voneinander trennen müssen. dass was ich tue soll spaß machen und sinnhaft sein, irgendwas mit selbstverwirklichung, gutes tun, kreativ sein und so. ein bisschen naiv, vielleicht, zumal ich gelernt habe, das überall mit wasser gekocht wird. und irgendwo einfach mehrwert für andere erzeugen, also geld, kapital, das steht jetzt nicht so oben auf meiner wunschliste.

– frust bei der aktuellen tätigkeit. tja, eigentlich sind meine ansprüche an das, was ich tue sehr hoch. aber ohne anerkennung und ohne zukunft fällt es mir sehr schwer, vollen einsatz zu bringen. ihr wisst schon, das gewisse quäntchen mehr als nötig, freude, engagement, auch mal über ‚die übliche arbeitszeit hinaus‘. diese art von professionalität muss ich mir wohl erst noch antrainieren.

– vollzeit oder teilzeit, ausschließlich hier in köln, weiter weg oder was? ohne kind waren das punkte, über die ich nicht nachdenken musste. ein umzug wäre drin gewesen. andererseits: ich bin in der vergangenheit so oft umgezogen, wegen des studiums, wegen der liebe, ein halbes dutzend städte, zwei länder. ich will auch mal bleiben. momentan pendel ich insgesamt 4 std und mehr pro bürotag. ich bin also durchaus ‚mobil‘. aber nicht für irgendnen sch*ßjob. die fahrerei, egal ob mit auto oder bahn, ist stressig. und 12 std am tag will ich nicht außer haus sein. wenn kind und geld keine rolle spielen würden, hätte ich gern eine 25std woche. denn egal wie schön der job wäre, ich will zeit mit dem kind verbringen, ich will zeit für meine hobbies, herzensprojekte und dafür, einfach bei sonne im park rumzuliegen. ich möchte aber auch genug arbeiten, um ab und zu zu denken: ach, jetzt im park/bett liegen, das wär schön. aber das geld muss irgendwoher, für das abbezahlen von bafög und bildungskredit, das jugendamt und die tagesmutter. vollzeit hieße aber auch: zusätzlich zur tagesmutter (mo-do bis halb drei) muss noch irgendwo ein kindermensch oder babysitter her. noch mehr ausgaben. argh. und ja, grade auch wenn es ums geld geht, geht es auch darum, wie die rollen in der beziehung verteilt sind, machen wir uns nichts vor. und sicherheit…nahezu fast alle ausgeschrieben stellen sind befristet. mal ein jahr, mal drei. und dann wieder von vorn?

– wo will ich hin? als – für mich – klar war, ich bleibe bis zum abschluss der promotion und optimalerweise auch danach an der uni war die antwort einfach. gleichzeitig hatte ich immer großartige ideen, was so als plan b – z ginge: musikjournalistin, dramaturgin, therapeutin, schriftstellerin, diversitymanagerin…tja, und wenn es dann konkret darum geht, wie es weiter geht und womit sich geld verdienen lässt – ähhh. genau. spaß machen mir viele dinge, damit geld verdienen möchte ich nicht unbedingt müssen.

– was will ich haben, wer will ich sein? denn ja, ich definiere mich schon sehr über das, was ich tue um geld zu verdienen. was im kontrast zu meiner ‚rationalen‘ haltung steht, dass lohnarbeit in dieser gesellschaft überbewertet wird, reproduktionsarbeit zu wenig anerkannt und die arbeit ‚an sich selbst‘ zu kurz kommt. und was will ich mit dem verdienten geld mal anfangen? momentan wie gesagt, rückstehende und laufende kosten bezahlen, schon klar. aber wenn was zum sparen bleibt – wofür? haus, auto, weltreise? oder immer so auf kante verdienen? bin ich ein hausmitgarten-typ? bin ich mehr so der 1994bulli oder der t5-mensch…

– familienplanung: ja, eigentlich will ich noch ein kind. was das dann aber für all das o.g. hieße – hey, neuer arbeitgeber, ich bin zwar grade erst 8 monate hier, aber schwanger, freuen sie sich denn gar nicht? ich weiß in 4 monaten läuft mein vertrag aus, aber der wird doch bestimmt verlängert, gell, ich bleib auch nur 7 oder 8 monate zu hause ist das nicht einsatz? dann aber vermutlich teilzeit, weil sie wissen ja, ein kind ist immer krank und wenn nicht das kind, dann die tagesmutter oder ich oder die kita macht wieder dicht, wegen scharlachepidemie. mäh.

aber hey, kopf hoch. es wird weiter gehen, ist schon klar. ich bin optimistisch. aber arbeit, das wollt ich mal sagen, sah für mich in der ersten szene, vorm abitur, anders aus. und auch wenn ich ihn für den wiedereinstieg nach elternzeit aufgenommen hab, mein backtowork-mix passt auch jetzt.