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Hinter den Kulissen erfolgreicher Mamablogs 2

Im ersten Teil dieser Serie habe ich Euch schon einige tolle Kolleginnen vorgestellt. Heute darf ich Euch weitere witzige, kluge und charmante Mamabloggerinnen vorstellen, die Euch Einblicke hinter die Kulissen des Bloggens geben:

Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog? 

Patricia Cammarata alias dasnuf

Patricia Cammarata alias dasnuf

Ich heiße Patricia Cammarata und mein Blog heißt „dasnuf“.

Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit 2004. Da ich im Moment wenig und unregelmäßig schreibe im Schnitt 60.000 im Monat.

Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Ich schreibe ohne Konzept über das was mich bewegt.

Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Vielleicht im Schnitt eine Stunde?

Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ja gelegentlich und nein (würde ich aus verschiedenen Gründen auch gar nicht wollen).

Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Der banalste Tipp ist: Wenn man eine Idee hat, einfach das Unternehmen anschreiben, die Idee schildern, in den Vordergrund stellen, warum es für das Unternehmen ein Vorteil sein könnte mit einem zu kooperieren. Ansonsten immer auch befreundete BloggerInnen fragen. Was ist angemessen? Wie viel wird bezahlt? Was ist strategisch sinnvoll? Was sind das für Unternehmen? Gibt es etwas, das man vielleicht selbst übersieht?

Wie es zu meiner ersten Kooperation kam, weiß ich gar nicht mehr genau. Ich wurde angeschrieben und fand dass das Produkt gut zu mir passte und ich mich nicht verbiegen müsste, um darüber zu berichten.

Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Ich habe einfach nur geschrieben. Immer schon. Ich bilde mich nicht fort. Ich habe einige Zeit meine Zugriffszahlen sehr genau beobachtet, aber das hat mich ganz kirre gemacht. Ich will gar nicht so schreiben, dass es möglichst viel geteilt wird. Dann landet man irgendwann im Listenstil (7 Sachen, die sie schon immer zu XY wissen wollten). Das war nie meine Schreibintension. Ich wollte immer Geschichten schreiben, unterhalten und meine Erlebnisse verarbeiten.

Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

WordPress

Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Ich benutze ein Plugin, das „Indieweb“ heisst, das alle Reaktionen aller Social Media Plattformen zusammenträgt. Das finde ich für mich übersichtlich (und habe schon oft gehört, dass Leserinnen und Leser das unübersichtlich finden).

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Gar nichts von beidem. Ich glaube wenn überhaupt, dann werden Texte viel geteilt, weil sie von Herzen kommen.

Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Sich um keine Tipps kümmern, einfach schreiben und sich kontinuierlich weiterentwickeln.

 

Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog? 

Carola von Frische Brise

Carola von Frische Brise

Ich heiße Carola und mein Blog habe ich „Frische Brise“ genannt, weil ich nach meinem Umzug von Berlin nach Hamburg den Blognamen geändert habe und eine frische Brise mit nach Hamburg gebracht habe.

Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit August 2008. Im Moment wird mein Blog bis zu 6000 mal am Tag angeklickt, letzten Monat waren es 166.784 Seitenaufrufe. Auf Twitter habe ich aktuell 2662 Follower. Seit diesem Jahr bin ich neu auch auf Instagram und habe dort 1769 Follower. In der umfangreichen Liste der beliebtesten Mom-Blogs von der „Brigitte“ ist mein Blog unter den Top 5.

Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Ich biete einen Einblick in mein Familienleben zwischen Wickeltisch, Grundschule, Abiball, Paarleben, Job und Hobby und nehme meine Leserinnen und Leser mit in unsere Urlaube im Norden und am Meer. Dabei möchte ich vor allem die kleinen kostbaren Momente sammeln, die mein Leben so reich, bunt und vielfältig machen.

Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Fotografieren, schreiben, Kommentare moderieren und e-Mails beantworten nimmt doch etwas Zeit in Anspruch. 10 Stunden in der Woche sind es mindestens.

Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ich verdiene etwas Geld mit dem Amazon-Partner-Programm oder bekomme Produkte zum Testen zugeschickt. Leben kann ich davon nicht, das will ich auch nicht. Würde ich davon leben wollen, müsste ich bedeutend mehr Zeit und Ernergie aufbringen und noch mehr Kooperationen eingehen.

Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Für meinen allerersten Produkttest im Jahr 2009 habe ich mich selbst angemeldet. Damals hatte dann das halbe mir bekannte Bloggerdorf dasselbe günstige Kaffeegeschirr mit grünen Halmen. Ich war völlig aus dem Häuschen und konnte mein Glück kaum fassen. Mittlerweile bekomme ich täglich mehrere Kooperationsanfragen, die ich gar nicht alle berücksichtigen kann und will. Wenn ich etwas in mein Blog hole, muss es gut zu mir und meiner Familie passen. Ich achte darauf, nicht zu viel anzunehmen, damit ein Gleichgewicht zwischen privaten Einblicken und der Werbung erhalten bleibt. Das sind in meinem Blog höchstens ein bis zwei Kooperationen im Monat.

Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?/8. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos) 9. Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Die ganze Wahrheit ist: ich wurschtle mich so durch. Ich bin bei Blogspot, weil ich damit am besten klarkomme. Ich bin ein intiutiver Mensch, da kommt mir dieser Anbieter sehr entgegen. Die Anwendung ist leicht verständlich und man kann gleich loslegen. Ich habe auch an Blogs bei wordpress mitgearbeitet, da sieht alles so nach Maschinenraum aus, damit komme ich nicht so gut klar. Ein paar Sachen habe ich mir selbst beigebracht, im Internet recherchiert oder meinen Mann gefragt, der mich schon manches Mal gerettet hat.

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Ganz klar: vernetzen! Schreiben, kommentieren, gastbloggen, Bloggertreffen besuchen. Darum macht Bloggen Freude! Und so soll es meiner Meinung nach sein.

Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?Einfach machen und schauen, wohin die Reise geht. Nicht zuviel nachmachen, Kooperationen vorsichtig angegehen, nicht auf die Statistik schielen. Jeder Mensch hat etwas, was ihn besonders macht. Das würde ich versuchen, herauszustellen. Viel Spaß!

 

Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog? 

Susanne das Frl. Null.Zwo

Susanne das Frl. Null.Zwo

Mein Blog heißt NULLPUNKTZWO und ich nenne mich in den Weiten des Internets gerne Fräulein 0.2 – aber eigentlich heiße ich Susanne.

Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit gut 4 Jahren – anfangs im stillen Kämmerlein, nun mit immer noch mehr Leserinnen und Lesern und vielen treuen Seelen darunter. Da ich diesen „Schwanzvergleich“ eigentlich nicht mag (Dich aber schon), hier ein paar Zahlen zu nullpunktzwo.de im Jahr 2015:

212 Beiträge | >170.000 Besucher* | knapp 430.000* Aufrufe                   *Quelle: wordpress

Follower: Twitter: knapp 1.500 | Facebook: > 400 | Instagram: >650

Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Ich blogge über mich als Mutter von inzwischen 3 Kindern und über unser Leben in einer Patchworkfamilie – mit Höhen und Tiefen und allem, was dazugehört.

Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Das ist ganz unterschiedlich. Mal sind es etwa 5 bis 10 Stunden, manchmal aber auch locker 30 bis 40 gewesen (vor allem in der Elternzeit kam ich auf soviel Zeit)

Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Meine allererste Kooperation war der Test eines Fotodienstleisters. Ich hatte mich auf dem Blog über meine Probleme ausgelassen, dass meine Abzüge verloren gegangen seien und unter dem Beitrag sogar aufgerufen, dass man mich gerne bzgl. eines Testes kontaktieren dürfe. Und so kam es dann auch. „Ich tue kund, dass ich dies und jenes gerne testen/ vorstellen/ machen würde und dann *schwupps* meldet sich jemand bei mir“ ist allerdings nicht die Regel!

Als großen Tipp für Neubloggerinnen kann ich nur sagen: Sei professionell! Kenne Deine Reichweite, kenne Deine Zielgruppe und sei Dir bewusst, dass Du einen gewissen Preis hast. Verkaufe Dich und Deine Arbeit nicht unter Wert, erwartet aber mit einer Handvoll Leserinnen nicht gleich Testprodukte/ Kooperationen im Wert von mehreren hundert Euro! Sei ordentlich und zuverlässig, halte Termine und Absprachen ein und liefere im Nachgang die Links zu Deinen Beiträgen und Postings.

Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

Ich blogge seit 2 Jahren selbstgehostet und nutz immer noch wordpress. Angefangen hatte ich damals auf blogspot und bin dann wegen der Möglichkeit eines Passwortschutzes nach weniger als einem Jahr umgezogen auf wordpress.com. Nach 1,5 Jahren zog ich um auf meine eigene Domain – ich wollte wissen, was mit meinen Daten und Fotos passiert und die Kontrolle behalten. Außerdem war mir die .wordpress.com – Endung für meine allerersten Visitenkarten einfach zu lang 😉 Im Hintergrund läuft aber immer noch wordpress – dieses Mal aber ganz so, wie ich es will!

Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

SEO by Yoast und das etwas umstrittene, weil ziemlich aufgeblähte Jetpack. Ganz wichtig: Ein PlugIn zur Datensicherung sollte installiert sein und auch regelmäßig benutzt werden 😉

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Entweder/oder geht nicht. Beides zusammen ist perfekt!

Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Erwartet nicht zu viel! „Mal eben so“ aus der Schwangerschaft oder Elternzeit einen Blog starten und dann direkt Kooperationsanfragen erwarten – das passt nicht. Mal eben so einen Blog aufsetzen und schreiben – das geht aber sehr wohl.

Sei Dir bewusst, wo Du mit Deinem Blog hin möchtest: Spass haben? Tagebuch? Vernetzen mit anderen Eltern? Oder auch ein paar Euro dazuverdienen? All das wird aber nicht vom einen auf den anderen Tag passieren.

Miss Dich auch bitte nicht an den erfolgreichen oder großen Bloggerinnen: Viele haben etwas aus dem Bereich Marketing, Social Media oder Journalismus gelernt und wissen daher ganz genau, wie sie etwas ausdrücken/ fotografieren/ filmen müssen. Andere wiederum haben sich durch (jahre-) lange und harte Arbeit etwas aufgebaut – so etwas kann man nicht innerhalb weniger Wochen erreichen. Dabei ganz wichtig: Sei Du selbst und versuche nicht so zu sein, wie andere! Habe Spaß an dem, was Du tust – das merken auch Deine Leser!

 

Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog? 

Andrea von MeWorkingMom

Andrea von MeWorkingMom

Ich bin Andrea und mein Blog heisst MeWorkingMom.com

Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Seit fast 4 Jahren. Meine Followerzahlen Variieren von 1.300 bei Twitter bis zu 640 bei Facebook. Zudem bin ich auch noch auf Instagram und Periskope unterwegs.

Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Authentisch, informativ, mutig

Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Das hängst stark davon ab, wie sehr ich beruflich eingespannt bin. Zwischen 5 und 15 Stunden.

Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Das steht im kausalen Zusammenhang mit der Zeit. Da ich ja noch einen „normalen“ Vollzeitjob habe, steht bei mir aber das Geldverdienen nicht im Vordergrund. Daher sind es aktuell nur zwischen 200 und 500 Euro im Monat.

Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Für meine erste Kooperation kam ein Unternehmen auf mich zu. Mittlerweile gehe auch oft ich selbst auf Unternehmen zu. Zudem bin ich in einigen Netzwerken angemeldet mit meinem Blog.

Grundsätzlich gilt – eine Kooperation muss Sinn machen für mich und für meine Leser. Daher auch meine klare Empfehlung einfach mal Unternehmen anzuschreiben, wenn ihr gerne mit Ihnen zusammenarbeiten würdet.

Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Ich bin auch beruflich im digitalen Umfeld zu Hause. Habe vor über 4 Jahren den Social Media Bereich von limango.de betreut. Heute berate ich Unternehmen in diesem und anderen digitalen Bereichen. Ich gehe auf Konferenzen, lese Fachzeitschriften und Blogs wie allfacebook.de usw.

Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)?

WordPress im Selbsthosting

Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Seo Yoast ist super. Einfach in der Handhabung und effektiv. Zudem mag ich Mail Poet für den Newsletter.

Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)?

Sowohl als auch. Nur eines reicht nicht aus!

Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Bevor ihr loslegt macht Euch Gedanken über Kern und Namen Eures Blogs. Recherchiert, ob es schon ähnliche Blognamen gibt, damit ihr hier nicht in unnötige Konkurrenz tretet. Das erspart oftmals viel Ärger und Mehrarbeit. Und dann legt los und habt Spaß. Denn ich finde zu aller erst sollte Bloggen eines machen – Spaß! Den Lesern und den Bloggern.

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Und hier noch ein paar Tipps von mir, wie und wo man anfängt:

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst, Teil 1

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst, Teil 2

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst, Teil 3

Familie

Ein Blick hinter die Kulissen von erfolgreichen Mamablogs

Mamablogs, was sind das? „Das sind doch bestimmt so ein paar Muttis die vor Langeweile nicht wissen, was sie tun sollen und alle Foren schon voll geschrieben haben und jetzt noch ein bisschen Aufmerksamkeit haben wollen! Die über nichts anderes schreiben, als ihre kleinen Scheißer und Wohnungsdeko, nich? Und dann verdienen die damit auch noch Geld!“ 

Nein, natürlich sind Mamablogs viel mehr. Schließlich ist jede Mama mehr als die Summe ihrer Kinder. Mamablogs sind darum vielseitig, abwechslungsreich, politisch und regen immer wieder zum Nachdenken an.

Die Mamablogs, die es gab, als ich anfing zu bloggen haben mir sehr über die erste Zeit mit Kind geholfen. Auch die kurz danach erblühende feministische Muttiblog“szene“ hat mein Leben sehr bereichert und oft auch erleichtert – dort fühlte ich mich besser aufgehoben als in den vielen Foren, wo es hauptsächlich gegenseitiges Mütterbashing gab. In meiner kleinen Mamabloggosphäre gab es statt dessen Unterstützung und Ermutigung und manchmal auch nur virtuelles, verständnisvolles Nicken. 

Inzwischen hat sich einiges getan in der Bloggosphäre, aber die Vielfalt ist größer geworden. Die einen verdienen tatsächlich etwas Geld damit, die anderen nicht. Wer aber Geld damit verdient, hat oft auch viel Arbeit investiert. Zwar kann man auch einfach drauf los bloggen, aber wenn man Geld verdienen will, ist auch Bloggen echte Arbeit, die erlernt sein will.

Zur Auswahl der Bloggerinnen: Ich habe einfach die Bloggerinnen angeschrieben, deren Mailadresse ich schon durch vorherige Kommunikation hatte und deren Reichweite ich für nicht ohne halte und bei einigen eben auch wusste, dass sie durch Kooperationen Geld verdienen. Natürlich gibt es noch viel mehr tolle Blogs und wie Erfolg definiert ist, mag jede für sich entscheiden. 

Hier habt ihr einen ersten, wunderbaren Querschnitt durch die Mamabloggosphäre und ich hoffe, dass ich im Januar einen zweiten Teil veröffentlichen kann:

 

Sonja von Mama-notes.de

Sonja von Mama-notes.de

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Ich heiße Sonja. Mein Blog heißt Mama notes

  1. Wie lange bloggst Du schon?

Seit Oktober 2013

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Mein Blog ist ein Mama- und Familienblog, der sich mit dem Familienalltag, Erziehungsfragen sowie gesellschaftlichen Fragen rund um moderne Elternschaft beschäftigt. Und dann bräuchte ich noch einen zweiten Satz: Vorallem ist er aber ein absolutes Herzensprojekt für mich, mit sehr Seelenhygiene-Charakter, auch wenn mein Leben natürlich nicht 1:1 wieder gegeben wird.

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Wenn ich Social Media, Recherche, Nachdenken, Bildbearbeitung und alles was dazu gehört mit einbeziehe, sind es locker (!!!) 20 Stunden in der Woche. Genau, und weil es so viel Arbeit ist, geht das nur, wenn ich Kooperationen eingehe und Werbebeiträge schreibe, die bei mir IMMER eher überdeutlich als zu wenig gekennzeichnet sind.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ja, ich verdiene damit Geld. Nein, ich kann nicht davon leben.

  1. Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Meine erste Kooperation war ein Produkttest für Jungsschuhe. Der Gegenwert war ungefähr 50 Euro, wenn überhaupt. Ich habe einen Beitrag zum Thema Gender in Kinderbekleidung /-schuhen geschrieben. Das Thema hatte sich so ergeben, weil ich tatsächlich aus Versehen Schuhe mit Leomuster innen und außen lila Blümchenapplikationen auf dunkelgrünem Leder gekauft hatte. Ich fand sie hübsch und der Junge hat sie gern getragen.

Tipps für Neubloggerinnen zum Thema Kooperationen: Oh ja, die habe ich und wollte sie schon immer mal loswerden. Bitte bitte, verdient nicht den schnellen Euro und geht irgendwelche Kooperationen ein, sondern achtet darauf, dass sie wirklich zu Euch und Eurem Blog passen. Und dann verhandelt anständig! Anfangs reicht es vielleicht, ein paar Schuhe als Gegenwert zu erhalten, aber irgendwann nicht mehr. Überlegt, was ein Werbebeitrag im Internet für das Unternehmen wert ist, wie teuer Werbung sonst ist, wie authentisch und damit wie besonders ein Werbebeitrag in einem Blog ist und setzt ein anständiges Honorar fest. Nichts ist schlimmer, als das sich Blogger_innen den Markt gegenseitig kaputt machen, weil sie ständig zu niedrige Honorare verlangen. Wir schreiben nicht nur kleine süße Textchen, wir unterstützen Unternehmen in ihrer Marketing- und Werbestrategie. Das ist etwas wert und zwar nicht paar Euro fuffig.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Ich habe bloggen durch das aufmerksame Lesen von Blogs und dann durchs selber bloggen gelernt. Ich lese Artikel zu Themen, die mich interessieren, beobachte Seo und Social Media-Strategien / Verhalten von anderen Blogger_innen und vorallem: ich probiere einfach aus. Außerdem gehe ich gerne auf Barcamps, Konferenzen, Social Media Vorträge / Veranstaltungen.

  1. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

WordPress, selbst gehostet.

  1. Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Ich habe folgende Plugins:

  • Akismet, ein Spam Blocker
  • Ap Gravatars – damit ein Bildchen neben meinem Kommentar auf anderen Blogs verknüpft wird
  • authorsure – ich hab keine Ahnung, ob man das noch braucht. Habe mal aufgeschnappt, dass Google das gut findet. Habe das mit jemandem zusammen gemacht und lasse das stehen, bis mir jemand sagt, dass es dringend raus soll
  • BroteProtect – Ein Security PlugIn. Hat mir mal jemand zu geraten, seitdem ist es drin.
  • Fonts – zusätzliche Google Fonts
  • GL Tag Cloud Nofollow – meine Stichwörter-Cloud . Hatte mal gehört, dass die unebdingt auf nofollow gesetzt werden sollte. Dabei sind das ja interne links. Kapiere das nicht. Hab es aber brav gemacht.
  • Google Analytics by Yoast
  • Instagram Feed – in meiner Sidebar
  • iThemes Security
  • Jetpack von WordPress
  • Mail Chimp – für den Newsletter
  • Popular Posts
  • Related Posts
  • Seo Friendly Images
  • Twitter Cards Meta
  • WP no External Links: setzt alles auf nofollow
  • Yoast Seo
  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Social Media!

  1. Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Macht, was Ihr wollt. Schreibt, was Euch am Herzen liegt. Seid authentisch, lernt und beobachtet von anderen, seid kollegial und fragt anfangs einfach mal nach. Vernetzt Euch über Social Media. Macht nur, was Euch Spaß macht.

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Kiddo the Kid

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Ich bin Liz Birk und mein Blog heißt Kiddo The Kid. Das war der zweitbeste Name, der mir eingefallen ist. Der erstbeste Name war schon vergeben. Soviel zum Thema sinnvolle und sorgfältige Namensfindung.

  1. Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit Oktober 2014. Bisher wurde Kiddo The Kid rund 260.000 mal aufgerufen. Follower über WordPress, bloglovin und per Email habe ich zusammen etwa 550. Auf Instagram rund 400. Ich bemühe mich aber auch nicht aktiv darum, neue Follower zu gewinnen. Die laufen mir nach und nach zu, und ich freu mich über jede_n einzelne_n.

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Eigensinnig, persönlich, unprofessionell.

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Kann ich gar nicht sagen, denn ich schreibe die Artikel gerade so, wie sie mir in den Sinn kommen. Und je nach Länge und Rechercheaufwand dauert das dann 1-3 Stunden. Anfangs habe ich noch viel an den Widgets und am Layout herumgeschraubt, bis alles so war, wie ich es ungefähr wollte. Am meisten Zeit kostet mich eigentlich die Beantwortung der Kommentare. Ich versuche, jedem zu antworten, meist schaffe ich das auch. Ab und zu rutscht mir eine_r durch.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Nein, ich verdiene kein Geld mit dem Blog, ich habe es auch nicht vor.

  1. Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Kooperationen mache ich ehrlich gesagt überhaupt keine. Ich muss gestehen, dass mich die rasant steigende Zahl an Sponsored Posts für teilweise absurde Produkte immer mehr nervt. Es gelingt nur ganz wenigen Blogger_innen, die Werbepostings so zu gestalten, dass sie einen Mehrwert haben. Und die Anfragen, die ich ja auch erhalte, sind zuweilen echt unverschämt.

Was ich mir vielleicht noch vorstellen könnte, sind Dienstleistungen oder Produkte kleiner Indie-Unternehmen. Ich mag gute Nischenprodukte, gute Ideen. Den Gedanken habe ich aber noch nicht zu Ende gedacht, deshalb gab es sowas bisher bei mir nicht. Alnatura hat mir neulich ein verdammt leckeres Snackpaket zugeschickt, das hab ich als Dankeschön auf Instagram gepostet. Mit Essen kriegt man mich immer.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Ach, ich hatte ja einige Jahre lang den Buchblog „Ein Buch muss die Axt sein“. Das hat mir großen Spaß gemacht, aber irgendwann war einfach die Luft raus. Ich bilde mich, das muss ich gestehen, gar nicht aktiv fort. Mit Interesse lese ich Beiträge anderer Blogger_innen zum Thema SEO und Social Media, aber ich bin selbst total umambitioniert. Schlechtes Vorbild. Tja.

  1. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

WordPress, und zwar kostenlos.

  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

Mir liegt Austausch und Verlinkung deutlich mehr. Es passt einfach zu mir, ich mag den virtuellen Kontakt gern. Und habe tatsächlich schon eine Handvoll sehr tolle Menschen im „echten“ Leben getroffen.

  1. Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Das ist kein Tipp, den ich als Bloggerin ausspreche, sondern als Werberin, die ich ja eigentlich bin: Überlegt Euch, wie Eure „Blog-Marke“ aussieht. Was ist der Kern Eures Blogs, was will er sagen, an wen richtet er sich? Was macht Euren persönlichen Schreibstil aus, was sind Eure Themen? Und wenn Ihr das herausgefunden habt, dann bleibt Euch treu. Bleibt glaubwürdig. Bewahrt Euer Profil.

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Sarah von Mutterseelenalleinerziehend und Kind

Sarah von Mutterseelenalleinerziehend und Kind

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Ich heiße Sarah Wiedenhöft, mein Blog heißt Mutterseelenalleinerziehend.

  1. Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich habe Mutterseelenalleinerziehend im Januar 2015 übernommen. Das Blog gibt es seit 2011. Ich studiere Medienwissenschaften in Hamburg und habe im Sommer 2014 in einem Seminar über Vielfalt und diskriminierenden Sprachgebrauch bei Jana Tereick das Buch „Mutterseelenalleinerziehend – ein Kind und weg vom Fenster?“ von Meike Büttner vorgestellt, die vor mir die Blogmama von Mutterseelenalleinerziehend war. Meine Dozentin riet mir nach meinem Vortag ganz dringend, mit dem Bloggen anzufangen. Wir hatten mehrere Gespräche, aber ich habe mich nicht getraut. Ich war sicher, dass die Leute mein langweiliges Leben nicht interessiert. 😉 Ende Dezember dann, kurz, nachdem ich mich von meiner damaligen Freundin getrennt hatte, sah ich durch Zufall den letzten Blogartikel von Meike: „Wahl zur neuen Bloggerin – bist du dabei?“, der zur Bewerbung auf die Übernahme des Blogs aufrief in meiner Facebooktimeline. Ich schrieb spontan nachts um zwei eine kurze Bewerbung und wurde tatsächlich von den Leser*innen gewählt! Damit hätte ich nie gerechnet. Ich bin jetzt aber eine sehr glückliche und dankbare Adoptivmami vom Mutterseelchen.

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Queerfeministisches, multikulturelles Regenbogeneinelternfamilienblog (Natürlich! total! labelfrei!)

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Im Moment etwa 10 Stunden, zum Mails beantworten und kürzere Texte schreiben. Gerade schreibe ich an meiner Masterarbeit und mache nebenbei praktische Ausflüge in die Medienwelt. Zuletzt war ich bei bento (Spiegel Online) und beim Hamburg Journal (NDR). Ein paar andere spannende Dinge folgen noch. Ab Dezember werde ich aber wieder mehr Zeit zum Bloggen haben.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ich habe mich bis jetzt dagegen entschieden, Werbung zu schalten. Mutterseelchen ist meine Spielwiese.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Bloggen gelernt habe ich nie, aber schon immer viel geschrieben. Karla Kolumna war die Heldin meiner Kindheit. Außerdem lerne ich bei meinen Medienwelt-Ausflügen gerade wahnsinnig viel.

  1. Welche Tipps hast Du für Mamablogger*innen, die grade loslegen wollen?

Habt Mut und traut Euch einfach! Das fällt mir selbst meist am Schwersten. Und: Sucht Euch andere tolle Blogger*innen zum Austauschen.

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Sarah von mamaskind.de

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Ich bin Sarah von mamaskind.de. Die Themen ändern sich, wie ich auch.

  1. Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge seit 2010, also seit mein erster Sohn sechs Monate alt ist. In den letzten 30 Tagen waren 33000 Leser auf meinem Blog.

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Nerdige PC-Spiel-Mama schreibt über Kinder-Entwicklung, Optimierung des Wohnplatzes, Privates und SEO in ihrem Berliner Mama-Blog.

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

14 – 20 h? Die vielen E-Mails mit inbegriffen.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Seit diesem Jahr verdiene ich Geld damit. Leben könnte ich von meinen bisherigen Kooperationen nicht. Dafür müsste ich auch die annehmen, die nicht richtig zu mir passen und das möchte ich nicht. Oder ich müsste aktiver auf Firmen zugehen, was ich nur sehr selten tue. Mein Blog ist mein Hobby. Wenn ein riesiger Kooperationspartner mit einem Sack voll Geld und dem richtigen Produkt auf mich zukommt, sage ich aber auch nicht nein – wenn es passt.

  1. Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Eine Firma kam auf mich zu und bot mir eine Summe an. Ich wusste nicht, dass das mit dem Blog geht! Ich machte mich schlau, meldete erneut ein Gewerbe an und wartete auf weitere Anfragen. Man merkte eindeutig die SEO-Maßnahmen, die ich 2014 durchführte. Letztes Jahr bloggte ich wieder aktiver und mit mehr SEO-Power.

Wie man ein Gewerbe anmeldet, habe ich hier aufgeschrieben.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Bloggen habe ich nie gelernt, einfach gemacht. SEO mache ich seit 2008, als ich Online-Redakteurin auf zwei großen BWL-Portalen wurde. Neben dem Studium habe ich mir das schließlich selbst beigebracht und darüber meine Bachelorarbeit geschrieben.

Wer SEO lernen will, bekommt hier erste Anlauftipps (Buch- und Linktipps und die Verlinkung auf meine SEO-Reihe).

http://mamaskind.de/marketing/seo-tipps-empfehlung-links-und-literatur/

Ich lese auf SEO Blogs (moz blog, SEO united, SEO trainee, Google Analytics Blog, Tagseo Blog) und meine zweimonatlich erscheinende SEO-Zeitschrift Website Boosting. Kann ich sehr empfehlen.

  1. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

Ich habe einen selbstgehosteten (extern verwalteten) WordPress-Blog.

  1. Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Akismet (gegen Kommentar-Spam)

Broken Link Checker (falls jemand kaputte Links angibt)

Jetpack (kann verschiedene Sachen: Kommentare und und und)

W3 Total Cache – Caching!

Yoast SEO: das wichtigste Plugin? Erlaubt das Erstellen von Meta Title, Description und SEO-Spielereien

  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

SEO natürlich. Ich hatte schon ein paar One-Hit-Wonder, die zwar zehntausende Zugriffe hatten, dann aber in der Versenkung verschwinden. Mit SEO kann man das nachhaltig aufholen. Mein Traffic steigt monatlich. Es kommt natürlich auf den Blog an. BloggerInnen mit großer Facebook-Reichweite (und echten Fans!) haben mehr Erfolg, wenn sie sich nur für Social entscheiden würden. An deren Zahlen komme ich mit SEO nicht ran. Wie sagt der Jurist? Es kommt drauf an!

  1. Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Tipps: Probiert aus, ob euch Bloggen liegt, wechselt dann schnell auf eine eigene Domain (ohne Blogspot etc.) und schreibt drauf los. Wenn Feedback kommt, macht ihr es richtig. Bis dahin kann es aber eine Weile dauern. Nicht aufgeben! Social Media ist sehr wichtig zur Verbreitung und SEO hilft sehr an Tagen, an denen mal kein Blogpost veröffentlicht wird. Besucher kommen dann trotzdem auf den Blog.

Viele denken, SEO ist schwer. Das ist es nicht. Es ist nur sehr viel Fleißarbeit nötig. Die Grundlagen ändern sich nicht so schnell, nur die Tipps und Tricks, die mal gut, mal weniger gut funktionieren.

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Links: Lisa, rechts Katharina

Links: Lisa, rechts Katharina

  1. Wie heißt Du und wie heißt Dein Blog?

Mein Name ist Lisa Harmann und zusammen mit Katharina Nachtsheim befülle ich sechs Mal wöchentlich unser Blog STADT LAND MAMA.

  1. Wie lange bloggst Du schon? Wie viele Leser_innen/Follower hast Du?

Ich blogge schon länger, als es STADT LAND MAMA gibt. Angefangen habe ich mit meinem Mann und unserem Blog Nusenblaten im Jahr 2010. Der ist allerdings mittlerweile eingeschlafen. Aber es ist verantwortlich für vieles Tolles, was danach passierte. Zum Beispiel für das Buch, das ich dann mit Caroline Rosales schrieb: Ich glaub, mich tritt ein Kind. Darin tauschen wir uns über das Thema Schwangerschaft aus, im Dialog. Und das wollten wir nach Abgabe des Manuskripts gern weiterführen. Da ich von der Stadt gerade mit Mann und drei Kindern auf’s Land gezogen war, nannten wir unser Blog STADT LAND MAMA. Zwei Jahre lang machten wir das zusammen. Im letzten Jahr ist Caro als Stadtmama ausgestiegen und Katharina wurde ihre Nachfolgerin, worüber ich sehr froh bin, denn ich liebe es, im Team zu arbeiten. Seither haben sich unsere Zahlen sehr entwickelt. Bei Facebook sind wir bei über 12.000 Fans und wir werden im Monat rund 100.000 Mal angeklickt.

  1. Wenn Du in drei Worten oder einem Satz Deinen Blog beschreiben müsstest:

Lesernähe, Abwechslung, Empathie

  1. Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in den Blog?

Das ist sehr unterschiedlich. Im Moment bin ich ein bisschen weniger aktiv, weil ich einen neuen Job habe, dafür haut Katharina grad so richtig rein. Wir denken täglich ans Blog und chatten viel miteinander, über Themen, Gastbeiträge, Werbedeals, Leserkommentare, Wachstumsmöglichkeiten. Sagen wir, es ist ein feiner Halbtagsjob für uns beide.

  1. Verdienst Du Geld damit? Kannst Du davon leben?

Ja und Nein. Ja, wir verdienen Geld damit. Aber nein, leben können und wollen wir davon nicht. Wir sind beide Journalistinnen von Beruf und möchten das auch gern bleiben. Wir möchten uns ungern abhängig machen, das Blog ist unsere Spielwiese auf der uns kein Chefredakteur reinredet und wir uns austoben können. Wir haben den Anspruch, ein interessantes Magazin rund um alle Elternthemen zu sein und sind im Moment ganz glücklich damit. Gerade, weil der Kontakt zu den Lesern so nah und direkt ist, was im Journalismus einfach anders ist.

  1. Wie kam es zu Deiner ersten Kooperation mit Unternehmen/Deinen ersten Einnahmen? Hast Du Tipps für Neubloggerinnen?

Das entwickelte sich schleichend. Ich selbst interessierte mich für solche Anfragen erstmal gar nicht. Caro hat das hauptsächlich übernommen, so dass ich mich stärker um die Inhalte kümmern konnte. Am Anfang waren es wenige Anfragen, es wurden dann immer mehr. Heute kann es schon mal sein, dass wir mehrere Tage brauchen, um allen zu antworten, die uns anschreiben. Ich denke, dass die Firmen vor allem durch das Erscheinen unseres Buches auf STADT LAND MAMA aufmerksam wurden. Und heute kennen uns wohl einfach schon ein paar Menschen. Es ist ja auch schön, zu sehen, dass die Firmen nun auch zu erkennen scheinen, wie wertvoll die Arbeit von Bloggern ist. Wir vermitteln ja ein Lebensgefühl in unserer täglichen Arbeit, es läuft ganz nah an der Blogger-Identität. Da schaffen wir eine Glaubwürdigkeit, die einmalig ist.

  1. Wie hast Du das Bloggen gelernt? Wo holst Du Dir Dein Wissen, wie bildest Du Dich im Bereich Bloggen/Social Media/SEO fort? Deine Link-Empfehlungen evt.?

Learning by doing. Ganz ehrlich. Wir haben einfach mal gemacht. Mittlerweile kennen wir natürlich viele andere Blogger und tauschen uns auch mal aus.

  1. Mit welchem System bloggst Du (bspw. wordpress, blogspot; selbstgehostet vs. kostenlos)

Wir hosten selbst.

  1. Welche Plug-Ins benutzt Du oder welche sind Deine Favoriten?

Ich weiß nicht einmal so ganz genau, was ein Plug in ist 😉 Ich sag ja: Ich setze voll auf Inhalte.

  1. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: SEO oder „going viral“ (Austausch und Verlinkungen, Social Media)

?

  1. Welche Tipps hast Du für Mamabloggerinnen, die grade loslegen wollen?

Bleibt Ihr selbst, bleibt Euch treu, macht, was Euch Spaß macht. Ich vergleiche das gern mit Musikern. Ein Lied fesselt die Hörer dann, wenn es mit viel Gefühl gesungen wurde, wenn es Abwechslung bietet und auch mal überrascht. Das gilt für Texte auch.

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Im Januar folgt dann hoffentlich Teil2 – seid gespannt, wer noch dabei ist. Und noch mehr Interviews mit Familienblogger_innen gibt es bei der Blogprinzessin.

 

 

 

 

Fantastisches

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst: Social Media (Teil 3)

In Teil 1 dieser Serie ging es darum, welchen  Namen Du Dir für Deinen Blog zulegst und über welche Inhalte Du schreiben kannst. In Teil 2 habe ich ein paar Ideen zusammen getragen, wie Du Leser_innen für Deinen Blog findest und Dich und Deinen Blog vernetzt. In diesem Teil hier geht es um die Frage: Welche Social Media Kanäle gibt es, braucht man die und wie kann man sie für den Blog nutzen?

4. Social Media

Ja, es gibt tatsächlich ein paar Bloggerinnen, die nicht auf Social Media Kanälen vertreten sind. Also vermute ich. Ich kenne keine, aber das muss ja nichts heißen. Die meisten die ich kenne, sind aber bei Facebook, twitter, instagram und ein paar auch auf Pinterest. Das sind die Kanäle, auf die ich eingehen werde. Für mich als Leserin ersetzen diese Kanäle die Notwendigkeit, einzeln die Seiten (Blogs) anzusteuern. Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal per Hand eine Blog-Url in den Browser eingegeben habe. Die Timeline bei facebook, twitter und co. macht das unnötig: Erscheint ein neuer Beitrag meiner Lieblingsbloggerinnen klick ich auf den Link und bin direkt mit dem entsprechenden Beitrag verbunden.

Wie ich in den vorigen Teilen bereits erwähnte macht es Sinn, sich für alle Kanäle und den Blog den gleichen Namen zuzulegen. Er sollte also möglichst kurz sein (sollte, nicht muss!). Auch das Bebildern mit Fotos sollte den Wiedererkennungseffekt stützen: Sowohl beim Blog als auch bei den Social Media Kanälen kannst Du in der Regel ein Profilbild und einen Header/Hintergrundbild hochladen. Damit alle gleich wissen, dass Du das bist, ist ein identisches Auftreten hilfreich (Profis sprechen von Corporate Identity oder Branding…whatever).

Nun ein wenig zu den spezifischen Besonderheiten der unterschiedlichen Kanäle und meine Erfahrungen damit.

Facebook

Brauchst Du eine eigene Facebook-Seite für den Blog? Nicht unbedingt. Da aber viele Leser_innen bei facebook sind, erleichterst Du ihnen damit das Auffinden Deines Blogs und Deiner Artikel. Möchtest Du später Deinen Blog monetarisieren (also damit Geld verdienen) sind die Facebook-Likes unter Umständen ein sehr wichtiges Kriterium für die Angebote von Kooperationspartnern. Denen ist die „Reichweite“ wichtig, also nicht nur die Zahl der Likes, sondern auch wie oft Deine Beiträge bei facebook geteilt und kommentiert werden.

Dazu muss man wissen: Facebook zeigt Dir nicht alles! Eigentlich möchte facebook nämlich, dass Seitenbetreiber_innen Geld bezahlen, damit man ihre Seiten findet. Darum schränkt es die Reichweite gegebenfalls ein. Sprich: Du als normale Nutzerin siehst nicht unbedingt alles von den Seiten, bei denen Du irgendwann mal auf Gefällt mir gedrückt hast. Als Leserin solltest Du also mit Deinen Lieblingsseiten möglichst oft interagieren (Beiträge liken, teilen und kommentieren), damit Du nichts Neues verpasst.

Für Dich als Seitenbetreiberin heißt das logischerweise dann auch: Du musst die Leser_innen dazu animieren, Deine Beiträge zu liken, teilen und zu kommentieren. Wer nur die eigenen Blogbeiträge teilt (und womöglich nur einmal die Woche bloggt) wird vermutlich wenig neue Follower finden. Also ein paar Tipps:

  • teile auch tolle Beiträge und Blogposts von Bloggerinnen die Du magst! Insbesondere wenn sie thematisch zu Dir und Deinem Blog passen. Zum einen freuen sich die anderen Bloggerinnen, Deine Leser_innen auch, weil sie quasi ohne Eigenarbeit neue tolle Blogs finden und zu guter Letzt lieferst Du so neuen Content (Inhalt), den Du nicht selber erstellen musstest.
  • Stelle Fragen! Dich beschäftigt etwas, wie ein neuer Blogbeitrag, das Verhalten Deiner Kinder oder welcher Buggy die beste Anschaffung für Dich wäre? Frag Deine Leserinnen!
  • Im Internet finden sich viele tolle Sachen zum Thema Famillie: youtube-Videos, Comics, Instagram-Accounts, Bücher – teile diese Fundstücke auf Deiner Facebook-Seite! Einen eigenen Blogbeitrag sind mir solche Fundstücke nur selten wert, aber eben mal auf facebook hinterlassen, bringt es Deine Leser_innen vielleicht zum schmunzeln, lachen, weinen…
  • Zitate und Anekdoten aus Deinem Alltag. Kindermund. Auch dafür lege ich selten einen eigenen Blogbeitrag an, denn für Blogeinträge möchte ich gern eine gewisse Anzahl von Worten haben, damit es sich lohnt. Aber auf facebook kann ich die kleinen Wortwitze, die Minime inzwischen ab und zu produziert, gut unterbringen.

Twitter

Ich!liebe!twitter! Mein Netzwerk dort ist inzwischen so groß, dass ich auf nahezu jede Frage die ich habe, zeitnah eine Antwort finde. Ganz egal ob es um die Frage nach großen weiblichen Pädagoginnen gibt (als Gegengewicht zu Juul, Rogge oder Largo), nach einem wohnungstauglichen Komposter oder einem veganen Restaurant in Freiburg – es gibt nahezu nichts, was meine Follower nicht wissen 🙂 <3 Dafür bleibt auf der anderen Seite vieles auf twitter inzwischen ungesehen – denn ich folge auch vielen Menschen dort und bin nicht ganz so oft online. Um ein bisschen den Überblick zu bewahren, hilft mir die Listen-Funktion von twitter.

Ich möchte twitter keinesfalls mehr missen. Aber auch hier geht es um mehr als darum, die eigenen Beiträge zu bewerben!

Bei Facebook sind mir diejenigen, die mir folgen (auf der Seite, nicht meinem privaten Profil) recht unbekannt. Ich kann auf die Profilseiten meiner Follower blicken, bekomme aber nur die Informationen, die für die Öffentlichkeit freigegeben sind. Die Kommunikation dort ist mir nur per Kommentare oder Nachrichten möglich.

Twitter ist irgendwie vertrauter. Obwohl es keiner Gegenseitigkeit bedarf, um jemandem zu folgen sind die Dialoge – für mich – oft weiterbringender. Man kann auch plötzlich in eine Diskussion mit mehreren geraten. Und das auf 140 Zeichen. Ist gewöhnungsbedürftig. Insgesamt ist die Hemmschwelle – so mein Eindruck – dort niedriger, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ähnlich wie ich oben bei facebook geschrieben habe gilt es auch dort, die Follower zu aktivieren. Aber gleichzeitig bist Du auf twitter ja auch selber Follower von anderen…die Hierarchie ist viel flacher. Auch twitter macht es einer leicht, gute Inhalte weiter zu geben: Mit der retweet-Funktion. Wenn Du einen tweet also weitergeben willst, musst Du nur auf das retweet-Symbol klicken. Je nach Inhalt, den Du weiterleiten möchtest, macht es aber auch Sinn, einen kurzen eigenen Kommentar dazu zu geben (zu zitieren), damit Deine Follower beispielsweise wissen, ob Du dem Inhalt zustimmst oder ihn weitergibst, weil er Dich aufgeregt hat.

Und auch wie im Teil über Vernetzung geschrieben: Zuhören und Antworten sind guter Ton, auch bei twitter. Geben und Nehmen und so.

Mein Gefühl ist auch, dass sich die Bloggerinnen dort…ganzheitlicher zeigen. Das man also neben dem, was man aus dem Blog erfährt, noch den ein oder anderen Schnipsel mitbekommt, der einer sonst verborgen bleibt. Die Bloggerin zum Beispiel, die in ihren Posts immer sehr herzlich über ihre Kinder schreibt, bei twitter auch mal die Haare rauft und umgekehrt die ständig über ihre Kinder nörgelnde Bloggerin von ihren Zwergen schwärmt.

Instagram

Tja, instagram. Das ist mein jüngstes Baby. Am Anfang hat mein Blog ja noch nicht mal Fotos und Bilder enthalten. Da war ich ziemlich textlastig. Aber vor einiger Zeit habe ich mir das Mantra ein Bild sagt mehr als 1000 Worte zu Herzen genommen und versuche regelmäßig wenigstens ein Beitragsbild einzupflegen. Da ich auch keine (Frontal)Fotos von den Kindern zeige, fallen solche Fotos auch weg. Was bleibt also? Essen! Sachen, die mein Kind kaputt gemacht hat! Selfies! Und natürlich #12von12 und #WochenendeinBildern. Instagram bietet einer nicht die Möglichkeit, beim Klick auf das Bild zum entsprechenden Blogbeitrag zu kommen. Was man machen kann, ist das Beitragsbild vom aktuellen Post auch auf instagram  zu veröffentlichen und in den Kommentar sowas  zu schreiben wie: In meinem aktuellen Beitrag geht es um… Link in Bio – und dann sollte der Link zu Eurem Blog natürlich in der Bio (also dem Profil) angegeben sein. Hashtags sind wichtig, also diese Worte nach dem # – guckt Euch einfach ab, was die anderen da so schreiben. Übertreibt es aber bitte nicht! Manchmal seh ich 20 hashtags, als Leserin ist das eher nervig.

Auch hier: was mir Instagram bietet ist ein weiterer Einblick in das Leben meiner Lieblingsbloggerinnen und -menschen. Allerdings mögen die Inhalte bei instagram andere sein: Ich folge mehr Reiseblogs (wegen der Bilder! Fernweh!) und mache mehr Food-Fotos als ich es zum Beispiel im Blog tue. Aber es ergänzt sich mit den anderen Kanälen zu einer kleinen Gesamtschau.

Pinterest

Pinterst nutze ich eher für Privatkrams, weniger für Blogrelevante Inhalte: Ich sammle Ideen für das Tattoo, das ich mir irgendwann noch mal stechen lassen will bevor ich 50 bin, für lauter tolle selbstgehäkelte Klamotten und Kuscheltiere, für Tiny Houses und Kinderzimmereinrichtung und manchmal noch als externe Linkliste: Zum Beispiel habe ich dort ein Board mit tollen Familienreiseblogs. Bisher fehlt mir bei Pinterst noch die Möglichkeit der Interaktion. Aber als Ideensammlung funktioniert es super. Wenn Du eh ein bisschen mehr mit Bildern arbeitest ist es sicher sinnvoll. Mehr Tipps dazu findest Du bei Top-Elternblogs.

Fazit

Du musst nicht überall mit und für Deinen Blog vertreten sein. Aber ich will Dich ausdrücklich ermutigen, das ein oder andere auszuprobieren. Nutze lieber nur einen Kanal aber den regelmäßig und professionell, als alle – aber nur einmal die Woche. Frage auch um Hilfe, hier oder anderswo, bis jetzt habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht. Mach Dir – zunächst – weniger Gedanken um die technische Umsetzung, das kannst Du später (also Fragen wie welche hashtags Sinn machen, wann man was posten soll…) auch noch. Vieles ergibt sich beim Ausprobieren auch von selber.

Und: lass Dich nicht entmutigen. Der Teufel scheißt auf den größten Haufen. Viele Blogs mit großer Reichweite sind schon lange dabei (und schreiben guten Content) und haben dementsprechend eine treue und große Gefolgschaft aufgebaut und müssen oft selber fast nichts mehr tun, um ihre Reichweite zu erhöhen. Das geschieht automatisch schon dadurch, dass sie auf sämtlichen Blogrollen stehen und so immer wieder von neuen Leser_innen gefunden werden. Das wird dann irgendwann zum Selbstläufer. Da hin zu kommen ist für Neustarter ziemlich schwer, aber nicht unmöglich. Aber ich persönlich mag auch die kleinen und feinen Blogs. Ich selber hab vielleicht nicht die größte Reichweite oder verdiene großes Geld mit dem Blog. Aber ich finde mich trotzdem erfolgreich, weil ich für ein doch eher spezielles Mamablog viele vor allem treue Leser_innen habe.

Nutze hier oder auf Facebook wieder gerne diesen Beitrag um Deinen Blog und Deine Social Media Kanäle in die Kommentare zu setzen! Vernetzung Leute!

Und zum Schluss noch zusätzlich zu den Links in Teil 1 eine nette Seite, wenn ihr mit dem Bloggen gerade erst anfangt: Schaut mal bei Blogchicks vorbei, vor allem auf der facebook-Seite.

Gehabt Euch wohl, wir lesen uns!

Fantastisches

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst (Teil 2)

In Teil 1 ging es vor allem darum, welchen Namen Du dir zulegst und worüber Du schreiben möchtest. In diesem Teil werde ich Dir meine Tipps weitergeben, wie Du Leser_innen findest und Dich mit ihnen und anderen Blogger_innen vernetzt. Falls Dich mein_e Text_e dazu motivieren, mit dem Bloggen anzufangen, teile Deinen Blog gerne hier oder auf meiner facebook-Seite in den Kommentaren!

3. Leser_innen gewinnen und den Blog vernetzen

Um Leser_innen zu gewinnen gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein Weg, durch den Leser_innen auf Dich aufmerksam werden können, ist über Suchmaschinen. Das heißt, Jemand gibt bei einer Suchmaschine Begriffe ein, und dann taucht in den Ergebnissen Dein Blog auf. Mich finden Leser_innen zum Beispiel über Begriffe wie Kind fallen gelassen und Tausche Sex gegen Hausarbeit. Letzters muss ich nicht verstehen und ob da wirklich meine Zielgruppe zu finden ist?…Da ich im Bereich Suchmaschinenoptimierung keine Spezialistin bin, verweise ich auf die Reihe SEO-Tipps von Sarah auf Mamaskind.

Ich bin konsequent den Weg der Vernetzung gegangen. Damit tun sich einige scheinbar schwer, dabei ist es recht einfach und vor allen Dingen dem analogen Leben sehr ähnlich:

Du bist auf einer Konferenz in einem altehrwürdigen Gebäude. Der Hauptvortrag handelt von einem Thema, dass Dich momentan sehr beschäftigt, sagen wir – der Wiedereinstieg von Müttern nach der Elternzeit aus Personalersicht. Der Vortrag war sehr anregend und Du denkst: Boah, da möchte ich gerne meine Erfahrungen zu berichten. Statt aber den Applaus abzuwarten und dann den Finger zu heben um Deine Erfahrungen vorzutragen rennst Du raus auf den Flur, läufst ins Treppenhaus, gehst zwei Etagen höher, gehst in den nächstbesten freien Raum und hälst einen kleinen Vortrag dazu – und wunderst Dich, dass die Zuschauer_innen ausbleiben?!?

Kurz: Damit man Deinen Blog liest, muss man erst mal wissen, dass es ihn gibt.

Ich weiß, dazu muss man aus dem eigenen Schneckenhaus kriechen. Sich sichtbar machen, irgendwo ein

Huhu, guck mal hier: Ich habe dazu auch was gesagt/bin (nicht) Deiner Meinung

oder Ähnliches hinterlassen. Es kann aber auch gut funktionieren. Ich freue mich darüber, wenn hier jemand auf tolle eigene oder andere Blogs aufmerksam macht. Ich bekomme ja auch vieles nicht mit, da hilft ein kleiner Anschubs manchmal.

Wenn Du auf anderen Blogs kommentierst, kannst Du außerdem oft Dein eigenes Blog-Tool nutzen um Dich anzumelden (zum Kommentieren muss man sich anmelden, dass kann man anonym machen oder mit Angabe der eigenen Website) – so dass die Leser_innen oder Blogbesitzerinnen nur auf den Link klicken müssen und zu Deinem Blog verlinkt werden. Dann musst Du in den Kommentar nicht schreiben, dass Du ja auch mal was superschlaues geschrieben hast, sondern kannst einfach ein „Ja, finde ich auch so“ schreiben, oder dass Du herzhaft gelacht hast – dann freut sich nicht nur die Autorin des kommentierten Artikels über Dein Feedback, sondern die/der ein oder andere ist auch neugierig, wer sich hinter Deinem Kommentar verbirgt und schaut vorbei.

Ich habe damals die Rubrik Selbermach-Sonntag der Mädchenmannschaft genutzt, weil es zu der Zeit kaum feministische Mamablogs gab und ich meine Gedanken gerne mit anderen teilen wollte. Also habe ich meinen Artikel einfach in die Kommentare geschrieben. Und fand ein paar neue Leserinnen, die sich genau über solche Texte freuen. Also überlege Dir, wo die Leser_innen sind, die Du gerne hättest und versuche diese zu erreichen.

Du kannst auch in gängigen Online-Foren Deine Texte teilen. Also in solchen wie gofeminin oder netmoms. Habe ich allerdings schnell wieder sein gelassen, weil das auch, äh, eventuell hitzige Kommentare auf Deinem Blog mit sich bringen kann. Das war dann ein Umgangston, der nicht so meiner war.

Du kannst Dich, bzw. Deinen Blog in Blogverzeichnisse und  –listen eintragen, zum Beispiel den Brigitte-Mom Blogs oder auf Top-Elternblogs. Das ist in der Regel relativ unkompliziert. Ob es allerdings viele Leser_innen bringt, kann ich Dir nicht sagen, vielleicht macht das erst ab einer gewissen Reichweite Sinn.

Du kannst auch die Reichweite anderer Blogs nutzen. Ein paar Möglichkeiten habe ich Dir im ersten Teil dieser Reihe schon vorgestellt: Da gibt es offene Beiträge, an die man sich mit seinem eigenen Beitrag anhängen kann, wie das Wochenende in Bildern, 12 von 12 oder Was machst Du eigentlich den ganzen Tag. Viele Leser_innen stöbern in den Beiträgen und finden so vielleicht auch Dich. Natürlich gehört es zur Netiquette, die Erfinderin dieser Ideen auch im eigenen Beitrag zu erwähnen und zu verlinken.

Generell möchte ich zum Umgang mit und unter den Elternblogger_innen was schreiben: Ich habe sehr viel Offenheit und Austausch und auch Unterstützung (gegenseitiges Teilen von tollen Artikeln, Liken von Beiträgen etc.) aber auch Erfahrungsaustausch und manchmal nur witzige, aufheiternde Dialoge via twitter und Co. erlebt. Als ich angefangen habe zu bloggen und mich zu vernetzen, betone ich noch mal, war die Gruppe allerdings auch noch recht übersichtlich. Man kannte sich also schnell und fand sich auf den diversen Social Media Kanälen.

Erst zuhören, dann reden. Erst geben, dann nehmen. Das wären glaube ich die wichtigsten Tipps um sich erfolgreich zu vernetzen. Einfach nur die eigenen Texte zu teilen oder darauf zu hoffen, dass irgendwer Dir zuhört ist so lala. Wenn jemand eine Frage stellt – dann antworte, wenn Du was hilfreiches beizutragen hast. Oder teile Deine Erfahrung.

Wenn Du grade anfängst zu bloggen, wird das vielleicht alles erst mal recht unübersichtlich auf Dich wirken. Aber auch da hilft es, sich am analogen Leben zu orientieren: Orientiere Dich an ein paar wenigen Blogger_innen, die Du wirklich gerne selber liest. Nimm Dir vielleicht 3-5 raus. Und bleibe authentisch. Bloggerinnen sind ja nicht doof, und auch wenn sich alle über Feedback und Komplimente freuen wird man schnell merken, ob Du das nur aus strategischer Perspektive machst, oder ob Du ehrlich an Austausch und Vernetzung interessiert bist. Sachen aus den Altvorderen-Zeiten des Bloggens wie „Wenn Du mich auf Deine Blogrolle setzt, setze ich Dich auf meine“ ist out. Auch wenn eine Blogrolle aus meiner Sicht was Schönes und Nützliches ist – es verpflichtet die anderen zu nichts.

Und grade bei Blogger_innen, die schon große Reichweite haben, kann es sein, dass Du am Anfang etwas untergehst. Nicht aus Ignoranz oder Unhöflichkeit. Sondern einfach, weil schnell mal was übersehen wird, insbesondere wenn die Bloggerin bereits viele Kommentare zu moderieren/lesen hat und von vielen Seiten Anfragen bekommt. Das soll Dich nicht daran hindern oder Dich entmutigen, mit ihnen in Kontakt zu treten. Im Gegenteil, es soll Dir nur das Gefühl nehmen, es hätte was mit Dir/Deinem Blog zu tun, wenn eine Reaktion ausbleibt. Viele Bloggerinnen stecken viel Zeit in die Plfege des Blogs und der entsprechenden Social Media Kanäle. Oft neben Kinderbetreuung, Job und dem ganz normalen Alltag, da bleiben viele Sachen auf der Strecke, und am Ehesten die Kommunikation mit (noch) Unbekannten.

Und zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, sich im analogen Leben zu vernetzen. Ob Blogfamilia, Rheinlandmamis, #Wubtikka oder #Buttkö – wenn Du die Gelegenheit hast teilzunehmen, nutze sie. Es ist nicht notwendig, aber nach meiner Teilnahme an #buttkö und ein,zwei Teilnahmen an so genannten Bloggerevents kann ich sagen: Es ist schön, die Gesichter hinter den Blogs auch mal zu treffen.

Als Übergang zum nächsten Teil, in dem es um die Social Media Kanäle geht, möchte ich Dir noch mal ein paar facebook-Gruppen für Elternblogs empfehlen:

Bloggende Eltern

Bloggende Mamas und Papas untereinander

Netzwerk der Mami- und Familienblogger

Blogparaden der Familienblogger

Bis demnächst, in Teil 3!

 

Fantastisches

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst (Teil 1)

Ich habe mir vorgenommen, den Rest des Jahres dem zu widmen, was ich tue: dem Mamabloggen. Ich möchte einerseits zeigen, wie bunt und vielfältig die Mamabloggosphäre ist und andererseits anderen helfen, mit dem Bloggen anzufangen. Denn ich finde, es kann gar nicht genug von „uns“ geben!

Zu Teil 2: Leser_innen finden und Vernetzung

Zu Teil 3: Social Media

Halt Stop! Ok: Dieser Post ist kein Versprechen. Kein Erfolgsversprechen. Denn ich glaube nicht, dass Checklisten a la

Wenn Du diese Punkte abgehakt hast, dann wird Dein Blog ein Erfolg

für Mamabloggerinnen funktionieren.

Aber ich blogge hier bereits seit 5 Jahren. Ich habe nicht den größten Mamablog, mit den meisten Leser_innen. Aber ich habe den Blog, den ich immer wollte. Und das ist nicht so einfach wie es klingt 🙂

Wenn Du unter Erfolg = das große Geld machen verstehst, dann kann ich Dir leider nicht helfen.

Für mich stand das Geld verdienen bisher nicht im Vordergrund.

Nicht – nur – aus Prinzip. Für die meisten Möglichkeiten mit dem Bloggen Geld zu verdienen stehen für mich Aufwand und Ertrag in keinem angemessenen Verhältnis. Für Sponsoring oder Werbung kam bisher noch keine spannende Anfrage (und mich selber drum zu kümmern habe ich zwischen Job, Elternzeit, Fortbildung, Arbeitssuche…nicht geschafft). Ich finde es total legitim, mit einem Blog Geld verdienen zu wollen. Bisher kenne ich aber nur eine Handvoll Beispiele in der Mamabloggosphäre, wo ich das halbwegs gelungen finde (und aber auch nicht weiß, wie viel Euro da unterm Strich raus kommen).

Einige andere Bloggerinnen übertreten für mich grade die Schmerzgrenze was Werbung, Sponsored Posts und Co. angeht, das ist aber sicherlich Geschmackssache. Nur: wenn ihr das plant, könnten Euch einige meiner Tipps trotzdem helfen. Aber recherchiert da lieber Blogmarketing, Online-Marketing, Blog-Business und Co. Hilfreiche Zahlen zur Bezahlung von Sponsored Posts und Content liefert zum Beispiel Bea – die ihr vom Blog tollabea kennt – in der Zeitschrift Impulse:

Für einen Blogbeitrag inklusive seiner Verbreitung in den Social-Media-Kanälen des Bloggers sollten Sie ab rund 200 Euro einrechnen – für die kleineren Blogs unter 30.000 Seitenaufrufen im Monat. Im Bereich 30.000 Seitenaufrufe bis zu circa 90.000 Seitenaufrufe sollten Sie mit Preisen um die 500 Euro rechnen. Wer ab 100.000 monatliche Seitenaufrufe hat, wird Ihnen Preise ab mindestens 600 Euro aufrufen, je nach Stärke seiner Social-Media-Kanäle auch gut und gerne um die 1000 Euro und darüber hinaus, je nach Aufwand.

Oder wenn ihr Euch für Affiliate-Marketing interessiert, dann diesen Beitrag, ebenfalls von Carina auf ihrer Website Um180Grad. (Und ein paar weitere Links füge ich am Ende des Beitrags ein!)

Hier wirst Du auch – noch – nicht viel über die technischen SchnickSchnacks erfahren. Mein Blog basiert auf wordpress, mein Theme ist „florence“ von SoloPine, das ich mir über themeforest runtergeladen habe . Ich habe ein paar Plug-Ins installiert, alles sehr basic. Vorher war ich bei wordpress.com, das ist kostenlos und du kannst direkt nach der Anmeldung loslegen. Also die Technik ist kein Grund, das Bloggen zu lassen!

Also nochmal: Hier nur meine Erfahrungen und Gedanken. Das meiste habe ich ja auch Learning by Doing über die letzten Jahre so rausgefunden und ausprobiert, es ist also eine sehr praktische Herangehensweise. Folgendes wird es in dieser kleinen Reihe geben:

  1. Namensfindung (ein oft vernachlässigter Punkt)
  2. Worüber und wie schreiben?
  3. Leser_innen gewinnen und sich und den Blog vernetzen
  4. Social Media – was brauch ich?

1. Namensfindung

Es ist sehr naheliegend, in den Titel des Blogs was mit Mama, Mutter, Mom, Mutti und Co. zu setzen. Und als die Mamablogs vor einigen Jahren „groß“ wurden machte das auch Sinn und es gab genug freie Wortkombinationen. Einige der erfolgreichsten (Zahl an Leser_innen und Kooperationen/sponsored Posts) heißen irgendwas mit „Mama“ – z.B. BerlinMitteMom, Mama Notes und Mama mia. Es heißt also nicht, dass diese Wörter Deinem Blog schaden!

Wenn ihr jetzt mit dem Bloggen starten wollt, recherchiert aber gründlich eure Idee. Der Name sollte nicht zu lang sein und einen Wiedererkennungswert haben. Und der geht, wenn man heutzutage Mama, Mutti, Mom darein packt, vermutlich etwas verloren. Deshalb mag ich auch Namen, die nicht ganz so naheliegend sind (ausgenommen Me myself & child, auf den bin ich ein bisschen neidisch), wie frische Brise, das NufStilhäschen oder krachbumm,

Die Kürze des Namens ist auch für die anderen Social Media Kanäle wichtig. Bei twitter darf der Nickname etwa nicht eine gewisse Buchstabenzahl überschreiten. glücklichscheitern ist ja gesprochen nicht lang, aber für twitter musste ich mich mit glcklchschtrn begnügen…

1. Worüber und wie schreiben?

Tja, da habt ihr nun einen eigenen Blog und wisst nicht, wie und wo ihr anfangen sollt? Oder nach drei Beiträgen gehen Dir die Ideen aus? Vielleicht hemmt Dich der Gedanke auch, dass es jetzt „öffentlich“ ist, was Du schreibst, das andere, eventuell auch Menschen, die Du gar nicht kennst, Deine Texte lesen? Vielleicht überlegst Du Dir vorher ein paar Deiner wichtigsten Themen, die neben dem reinen Mamaalltag für Dich wichtig sind. Für mich sind das neben Familienthemen zum Beispiel Feminismus und Fernweh (und auch Nachhaltigkeit, aber das fängt mit einem anderen Buchstaben an und passte deshalb nicht mehr so schön in eine Reihe :-)).

Es gibt Mama-/Familienblogs die viel über Mode, über DoItYourself, über Job und Arbeit undundund schreiben. Oder über die Kombi Lifestyle & Sex. Vielleicht bist Du studierende Mama und stehst auf Geek-Kram. Vielleicht hast Du ein außergewöhnliches Hobby, das Du auch mit Kindern noch weiterführst, wie klettern oder legst Wert auf vegane Ernährung. Diese Gedanken helfen Dir dabei

  1. dass Dir nie die Themen ausgehen
  2. dass Du Dich spezialisierst und somit Deine Zielgruppe und Leser_innenschaft findest und Dich von anderen Blogger_innen abhebst – sich Dein Wiedererkennungswert steigert

Natürlich sind die „großen Themen“ wie Schwangerschaft, Geburtsberichte, Vereinbarkeit, Impfen, Stillen oder Flasche, Kindergarteneingewöhnung auch immer gute Themen. Denn Blogs wachsen mit ihren Kindern. Will sagen: Wenn Du anfängst zu bloggen, wird es immer noch genug andere Schwangere und Frischlingsmamas geben, die grade in dem Moment auf der Suche nach Mamablogs sind und sich freuen zu lesen, wie andere diese Themen angehen. Auch der 1000. Geburtsbericht hat noch seine Berechtigung, denn vielleicht ist genau der derjenige, den diese eine Leserin grade findet und der ihr hilft und nicht einen der 999. anderen.

Wenn Du dann doch mal vor dem leeren Blatt  Bildschirm sitzt, kannst Du ja in den sozialen Medien ein bisschen Zeit verbringen und gucken, was woanders Thema ist und was „trendet“. Ich kann mich zum Beispiel an eine große Welle von Blogbeiträgen zu #regrettingmotherhood oder #aufschrei erinnern, es gab eine heiß diskutierte Debatte über das Familienbett und dann gibt es ja auch noch Blogparaden z.B. in der entsprechenden facebook-Gruppe.

Für den Anfang kann man auch bei bestehenden, also regelmäßig wiederkehrenden Blogkategorien mitmachen, wie zum Beispiel #12von12 bei draußennurkännchen, wo Blogger_innen unterschiedlichster Sparten am 12. eines Monats 12 Fotos von ihrem Tag machen und diese verbloggen. Oder bei Wochenende in Bildern auf geborgen wachsen. Auch hier werden Fotos gemacht, vom Wochenende eben. Bei beiden Aktionen kann man seine eigenen Beiträge verlinken und findet so auch noch neue Leser_innen (womit wir schon fast beim Übergang zum Teil Vernetzung wären).

In anderen Blogs lesen kann sicher auch nicht schaden. Aber manchmal komme ich an den Punkt, in dem mich genau das auch beim Schreiben hemmt. Dann sehe ich bei einer anderen Bloggerin einen Artikel zu genau dem Thema, über das ich noch schreiben wollte und nach dem Lesen denke ich: Mist, da brauchste ja gar nichts mehr zu zu schreiben!

Oft hebe ich mir darum Artikel, deren Titel mir schon verrät, das mir grade was Ähnliches auf den Nägeln bringt fürs später lesen und verlinken auf (so habe ich das zum Beispiel auch mit den unten verlinkten Beiträgen gemacht. Denn hier wollte ich meine ganz persönlichen Erfahrungen und Gedanken wieder geben. Hätte ich die Artikel unten schon gelesen, würde ich mir das Schreiben dieses Beitrages sparen. Aber wer weiß, vielleicht komme ich so noch auf die ein oder andere Idee, die in den Links nicht erwähnt wurde????).

Über den Schreibstil mache ich mir gelegentlich sehr viele Gedanken. Und das zu schreiben sticht auch ein bisschen, denn ich will ganz ehrlich sein: das hat auch was mit Neid zu tun! Ich würde gern so witzig schreiben wie dasnuf, Andrea Harmonika oder infemme. Ich wünsche mir, dass Worte mir so gute Freunde wären wie sie es alsmenschverkleidetaufzehenspitzen  oder kiddothekid sind. Manchmal wünschte ich, man würde meinen Beiträgen die Liebe zu meinen Kindern so anmerken wie BerlinMitteMom oder Mama Mia. Ich wünschte, ich könnte meinen Gedanken so ausführlich Raum geben, wie es babykram & kinderkacke tut. Und so weiter…

Die erste Zeit als Mutter war für mich aufregend und sehr anstrengend. Also nicht nur der Alltag mit Baby, sondern diese ganzen Hindernisse und Hürden, die sich vor einer auftun. Deshalb waren meine ersten Beiträge eher von der Art Ich-kotz-mich-aus wie hier. Erst eine ganze Weile später konnte ich das Muttersein auch  mal genießen. Darum änderte sich auch der Stil und wird es womöglich auch weiterhin tun.

Vielleicht hilft es Dir in der Hinsicht, Dein Publikum für Dich zu definieren: Denkst Du beim Schreiben vielleicht eher an ein Gespräch mit Deiner besten Freundin oder siehst Du Dich selber dabei ein bisschen als Stand-Up Comedian auf einer Bühne? Bist Du eher der nachdenkliche Typ Mensch, der Raum für Gedanken braucht und weniger eine Plattform für „How-to“-Anleitungen? Oder hast Du Dir Spezialwissen zu einem bestimmten Thema angeeignet, welches Du gerne an die Frau bringen möchtest?

Und da es Dein Blog ist, kann Dir keine_r verbieten, NUR witzige Beiträge oder NUR Nachdenkliches zu Schreiben. Wenn Du den Blog in erster Linie für Dich machst, dann geht es nur darum, was dich grade beschäftigt oder umtreibt. Deshalb sind Pauschalaussagen mit Blick auf die Häufigkeit von Beiträgen auch – wie ich finde – nicht hilfreich.

Und wenn Du immer noch denkst, dieses Bloggen, das ist dir zu aufwendig: Dann fang doch vielleicht mit Gastbeiträgen an! Falls Du Deine Sicht der Dinge mal loswerden wolltest, schreibe einen Text und schick ihn an Deine Lieblingsblogs (also einem, erstmal) und frag, ob das was für die Autorin wäre. Sie bekommt dafür Content, und du kannst mal ausprobieren, ob das Bloggen Dir liegt und wie es Dir mit den Reaktionen (Kommentaren) geht.

Wenn Du insbesondere feministische Mamathemen hast, frag einfach bei mir, bei den fuckermothers oder beim umstandslos-Magazin einfach mal nach!

Wie Du eine erfolgreiche Mamabloggerin wirst

Wie Du einen erfolgreichen Mamablog startest – finde den Namen, der zu Dir passt, Deine eigene Sprache und überleg Dir, ob es eine Nische für Dich gibt – was macht Dich einzigartig?

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Gute Tipps für’s erfolgreiche Bloggen auch woanders:

Speziell an Eltern richten sich zum Beispiel die Website topeltern-Blogs und die facebook-Seite von blogfamilia.

Die Artikelreihe Den Bekanntheitsgrad des eigenen Blogs steigern von nullpunktzwo kann ich Euch sehr ans Herz legen.

Bei Me Working Mom gibt es unter der Rubrik online ebenfalls tolle Tipps zum besseren (Mama)bloggen

Auf Mamahoch2 gibt es ebenfalls eine Reihe übers Besser Bloggen.

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Konntet ihr was mit diesem Beitrag anfangen? Interessiert Euch was Bestimmtes für den nächsten Teil (Vernetzung und Social Media?)? Oder was anderes (Technik…)?