Browsing Tag

zombie walk

Familie

Nein

„nein“ ist vermutlich das wort, was wir minime gegenüber grade am häufigsten verwenden. und das find ich schade. „nein“ ist vermutlich das wort, was ich am seltensten anderen gegenüber verwende. und das find ich schade.

dass minime meistens sachen als spielzeug wahrnimmt, die aus glas, kabeln, ecken und anderen kinderunfreundlichen dingen bestehen – hach, wir müssten die komplette wohnung räumen. so ist die zeit in der wohnung mit minime ein ständiger kompromiss: wenn ich in ruhe backen, kochen, saugen will, setze ich ihn vor die schranktür mit den plastikdosen. oder in seinen hochsitz vor die besteckschublade. so ist das kind beschäftigt und ich kann ein bisschen was tun.

fortschritte macht er im ganz großen stil: läuft. noch eher so ein zombie-walk, das kinn zum doppelkinn, die arme nach vorne und dann schwankend von links nach rechts, aber immerhin. manchmal mit schnuffeltuch zwischen den zähnen und grunz-seufz-lauten (ich hoffe, das macht er nicht irgendwann auch nachts, dann bekomm ich wirklich angst). und er versteht immer mehr von dem was wir sagen und macht es auch nach. momentan ganz oben: „ab!“ das hat er sich abgeguckt, weil ich der katze öfters mal klar machen muss, dass sie auf dem tisch nichts zu suchen hat. aber ob ich dabei auch so gucke? mit aufgerissenen augen, das kinn nach oben und den zeigefinger mahnend in die höhe gereckt? das hat minime bestimmt dazu gedichtet. und direkt danach „danke“. also klingt wie „da-kee“ und die tagesmutter musste für mich übersetzen, aber immerhin. höfliches kind – wenn man ihm was gibt, sagt er „da-kee“. ab jetzt heisst es also: aufpassen, was man sagt. sonst muss man sich später nicht wundern, wenn das kind die ganze zeit „sch*ße“ sagt, wo es doch nur nachspricht, was es hört…

und während ich versuche, weniger „nein“ zu minime zu sagen, will ich es häufiger sagen, wenn es mir gut tut. ein lautes nein habe ich schon zu mir selbst gesagt. mir etwas nicht gefallen zu lassen, einen richtungwechsel einzuschlagen und meine zukunft etwas anders zu gestalten als ‚geplant‘. irgendwann muss ich das auch nur der richtigen adressatin sagen, mal gucken, ob es mir dann immer noch so leicht fällt…vorher kann ich ja bei anderen üben.

Familie

Nein

„nein“ ist vermutlich das wort, was wir minime gegenüber grade am häufigsten verwenden. und das find ich schade. „nein“ ist vermutlich das wort, was ich am seltensten anderen gegenüber verwende. und das find ich schade.

dass minime meistens sachen als spielzeug wahrnimmt, die aus glas, kabeln, ecken und anderen kinderunfreundlichen dingen bestehen – hach, wir müssten die komplette wohnung räumen. so ist die zeit in der wohnung mit minime ein ständiger kompromiss: wenn ich in ruhe backen, kochen, saugen will, setze ich ihn vor die schranktür mit den plastikdosen. oder in seinen hochsitz vor die besteckschublade. so ist das kind beschäftigt und ich kann ein bisschen was tun.

fortschritte macht er im ganz großen stil: läuft. noch eher so ein zombie-walk, das kinn zum doppelkinn, die arme nach vorne und dann schwankend von links nach rechts, aber immerhin. manchmal mit schnuffeltuch zwischen den zähnen und grunz-seufz-lauten (ich hoffe, das macht er nicht irgendwann auch nachts, dann bekomm ich wirklich angst). und er versteht immer mehr von dem was wir sagen und macht es auch nach. momentan ganz oben: „ab!“ das hat er sich abgeguckt, weil ich der katze öfters mal klar machen muss, dass sie auf dem tisch nichts zu suchen hat. aber ob ich dabei auch so gucke? mit aufgerissenen augen, das kinn nach oben und den zeigefinger mahnend in die höhe gereckt? das hat minime bestimmt dazu gedichtet. und direkt danach „danke“. also klingt wie „da-kee“ und die tagesmutter musste für mich übersetzen, aber immerhin. höfliches kind – wenn man ihm was gibt, sagt er „da-kee“. ab jetzt heisst es also: aufpassen, was man sagt. sonst muss man sich später nicht wundern, wenn das kind die ganze zeit „sch*ße“ sagt, wo es doch nur nachspricht, was es hört…

und während ich versuche, weniger „nein“ zu minime zu sagen, will ich es häufiger sagen, wenn es mir gut tut. ein lautes nein habe ich schon zu mir selbst gesagt. mir etwas nicht gefallen zu lassen, einen richtungwechsel einzuschlagen und meine zukunft etwas anders zu gestalten als ‚geplant‘. irgendwann muss ich das auch nur der richtigen adressatin sagen, mal gucken, ob es mir dann immer noch so leicht fällt…vorher kann ich ja bei anderen üben.