Familie

Wo ist all der Biss hin?

Diese Woche war geprägt von viel Sonne, viel im Büro sitzen und viel Nachdenken. Über Verschiedenes und dazu werden auch noch Beiträge folgen. Mein Alltag ist aber grade so voll mit Dingen dass ich schlicht die innere Ruhe dafür nicht habe.

Am Montag und Dienstag war der Mann schon sehr früh aus dem Haus und ich dran, die Kinder zur Betreuung zu bringen. Am Montag klappte das erstaunlich gut. Vom Wochenende (wo sie allerdings eher unüblich früh aufstanden) noch platt schliefen sie bis halb acht. So hatte ich über eine Stunde Zeit, mich fertig zu machen, Brotdosen vorzubereiten und Sachen zu sortieren. Kind1 machte dann sogar beim Anziehen mit und schwupps – waren wir vor der Tür. Im Büro kontaktierte ich meine Chefin wegen der Stundenreduzierung.

Kafka im Büro

Eigentlich wollte ich ja zum 01.05. von 30 auf 25 Stunden reduzieren. Die Chefin gab das ok und bat mich, mich an die Personalabteilung zu wenden. Die bat mich, meinen Bereichsleiter zu beauftragen, ihr eine Anweisung zu erteilen (erstes Augenverdrehen). Also schrieb ich dem Bereichsleiter, der das wiederum an meine Chefin delegierte…Und so warte ich noch heute.

Am Nachmittag des selbigen Tages holte der Mann die Kinder ab und ich blieb länger im Büro. Muss ja jetzt trotzdem 30 Stunden machen und die idealerweise auf vier Tage verteilen (falls ihr euch erinnert: Kind2 hat keine Tagesmutter mehr, sondern privat organisierte Babysitter und naja, 5 Tage die Woche können die auch nicht.)

Auf den Stress gönnte ich mir abends eine Runde Yoga.

Dienstag morgen waren die Kinder nicht mehr so willig beim morgendlichen Rennen um die 08:30 Uhr Ziellinie mitzumachen und als wir aus dem Haus waren, hätte ich erst mal eine Pause gebraucht. Statt dessen wieder aufs Fahrrad. Nach der Arbeit bin ich mit abholen dran und rase zuerst zum Kindergarten um den Großen abzuholen. Als ich das Fahrrad abschließe fällt mir ein: Der Große ist ja mit einer anderen Mutter mit zum Turnen…also wieder aufs Fahrrad, zu den Babysittern. Dort das erste Mal verschnaufen…aber nur kurz – die Mutter, die Minime mit zum Turnen genommen hat ruft an und fragt, ob sie mir ihn schon bringen kann (normalerweise bleibt er nach dem Turnen noch zum Spielen), sie habe Bauchweh. Sie bringt ihn zum Spielplatz, auf dem ich inzwischen mit Kind2 sitze. Ich biete ihr an, dass sie auch ihre Tochter noch ein Stündchen da lässt, damit sie sich auch zu Hause was hinlegen kann. Also auf drei Kinder aufpassen. Und drei Kinder rennen ja in drei verschiedene Richtungen. Als sie ihre Tochter wieder abholt schnapp ich mir meine Kids und gehe nach Hause. Nach dem Einkaufen natürlich. Um 21 Uhr schlafen die Kinder.

Am Mittwoch…. ach ich erinnere mich nicht mehr. Gestern habe ich ja deutlich dokumentiert, aber worauf wollte ich eigentlich hinaus?

Ach ja: Auf der Blogfamilia saßen wir zusammen und ich weiß nicht, wer mich fragte, warum meine Texte nicht mehr so bissig sind und auf den Punkt. Und ich glaube, gemeint waren auch die Inhalte selber. Ich verstand das nicht als Kritik, ich sehe es ja selber grade. Und meine vorläufige Antwort ist: Ich habe keine Zeit. Wie man ja allein an den letzten Tagen sieht, bin ich von morgens früh bis spät am Abend busy. Da ist auch Platz für Schönes, wie Yoga oder mal ein Abendessen im Restaurant vor der Haustür. Aber dafür, in Ruhe mal einen Gedanken zu fassen? Ich habe wirklich, wirklich viele Ideen für Blogposts.

Zeit

Die Zeit ist nicht so geduldig wie eine Uhr

Aber ich bräuchte einmal eine halbe Stunde oder mehr um auch nur anzufangen! Und die fehlen grade. Manchmal tippe ich ein bisschen, fange einen Absatz an und speicher den dann im Entwürfe-Ordner. Um dann eine Woche später weiter zu machen. Und dann die Woche darauf wieder zu überlegen: Was wollte ich schreiben?

Also gibt es hier, bis ich mal wieder ein paar Minuten mehr Ruhe habe, hauptsächlich Alltag. Aber kein Thema ist vergessen, sie liegen alle hier im Backend und warten auf die Fertigstellung und die Leserinnen.

Und jetzt bereite ich noch unseren Ausflug morgen vor. Wandern in der Teufelsschlucht. Wenn das Wetter uns lässt.

Ich wünsch Euch ein schönes, langes Wochenende!

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6 Comments

  • Reply Frl. Null.Zwo 13. Mai 2016 at 21:13

    Oh ich kenne das Gefühl nur zu gut.
    Dass am Ende des Tages noch zu viele Aufgaben und zu wenig Ich über bleiben.
    Dass das Gehirn nur noch in Schleifen denkt und gar nicht mehr der Platz da ist, um sich mal frei zu entfalten und einen Gedanken in mehrere Richtungen laufen zu lassen…
    Aber es wird wieder kommen! Bis dahin gebe ich mich einfach den La-La-Land- Schwangerschaftshormonen hin 😉
    (Für dich zwar auch keine Lösung, aber immerhin etwas Trost vielleicht)

    • Reply Melanie 13. Mai 2016 at 21:54

      Ja, solche Phasen wird’s wohl immer geben. Aber ärgerlich ist, dass die Texte schon – gamz grob – fertig sind. Ein bisschen Recherche noch, Arbeit am Textaufbau… bald bald!

  • Reply supersansa 14. Mai 2016 at 7:26

    Zu diesem Kinderstress – das hörst Du sicher ständig, aber es wird wirklich besser!

    • Reply Melanie 14. Mai 2016 at 7:28

      Ich weiss, aber diese Geduld war noch nie meine Stärke. Und mir fehlt die Ruhe am Schreibtisch 🙂

  • Reply Sophie (Kinder haben ...und glücklich leben) 14. Mai 2016 at 8:30

    Wie gut ich das kenne! Und ehrlich gesagt wird mein „schlechtes Blogger-Gewissen“ umso größer, seit ich eigentlich besser organisiert arbeite. Mein Evernote Notizbuch mit dem Totel „Bloggen“ platzt vor angefangenen Blogartikeln und liegt mir täglich vor den Füßen, weil ich Evernote auch für meine berufliche Arbeit nutze. Ich glaub, ich lasse das wieder mit dem gut-organisiert-sein. 😉

    Ich mag auch deine weniger bissigen Texte. Und so lange die noch in deinem Kopf sind, wird es die ja irgendwann wieder geben sobald du mehr Zeit hast!

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