Verteilung der Elterngeld-Monate zwischen Vätern und Müttern: Vätermonate-Statistik 2026

Wie verteilen sich die Elterngeldmonate in Deutschland zwischen Müttern und Vätern? Die aktuellen Zahlen zeigen weiterhin einen deutlichen Unterschied bei der Dauer des Elterngeldbezugs. Zwar nehmen inzwischen wesentlich mehr Väter Elterngeld in Anspruch als noch vor einigen Jahren, die durchschnittliche Bezugsdauer bleibt jedoch deutlich kürzer als bei Müttern.

Für 2026 stehen insbesondere die 2025 veröffentlichten Jahresdaten zur Verfügung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bezogen im Jahr 2025 rund 1,19 Millionen Frauen und 417.000 Männer Elterngeld. Der Männeranteil unter allen Elterngeldbeziehenden lag damit bei 25,9 Prozent. Gleichzeitig betrug die durchschnittlich geplante Bezugsdauer bei Frauen 14,9 Monate und bei Männern lediglich 3,8 Monate. (Destatis)

Elterngeld-Verteilung zwischen Müttern und Vätern 2026

Die folgende Tabelle fasst zentrale Kennzahlen der aktuellen Elterngeldstatistik zusammen:

Kennzahl Mütter Väter
Elterngeldbeziehende 2025 ca. 1,19 Mio. ca. 417.000
Anteil an allen Beziehenden 74,1 % 25,9 %
Durchschnittlich geplante Bezugsdauer 2025 14,9 Monate 3,8 Monate
Elterngeld Plus geplant 45,2 % 26,1 %
Entwicklung der Bezugsdauer langfristig relativ stabil langfristig relativ stabil

Quelle: Statistisches Bundesamt, Elterngeldstatistik 2025. (Destatis)

Dabei darf der Anteil von 25,9 Prozent nicht mit dem Anteil der tatsächlich geleisteten Elterngeldmonate gleichgesetzt werden. Ein Vater kann beispielsweise zwei Monate Elterngeld beziehen und damit in der Statistik als Elterngeldbezieher erscheinen, während die Mutter zwölf oder mehr Monate Leistungen erhält.

Was sind Vätermonate?

Der Begriff „Vätermonate“ wird im Alltag häufig für die Monate verwendet, in denen der Vater eines Kindes Elterngeld bezieht. Gesetzlich gibt es allerdings keine eigenständige Leistung namens „Vätergeld“. Väter können grundsätzlich Elterngeld unter denselben Voraussetzungen wie Mütter erhalten.

Bei Paaren stehen grundsätzlich bis zu 14 Lebensmonate Basiselterngeld zur Verfügung, wenn die Voraussetzungen für die zusätzlichen Partnermonate erfüllt sind. Die Eltern können diese Monate untereinander aufteilen. (Familienportal)

Die Bezeichnung „Vätermonate“ beschreibt deshalb vor allem die statistische Nutzung der Elterngeldmonate durch männliche Leistungsbezieher.

Väterbeteiligung steigt langfristig

Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen Väterbeteiligung und Vätermonaten.

Die Väterbeteiligung gibt an, bei wie vielen Kindern mindestens ein Vater Elterngeld bezogen hat. Für Kinder des Geburtsjahrgangs 2023 lag diese sogenannte Väterbeteiligung bei 46,4 Prozent. Bei 30,6 Prozent der erfassten Kinder gab es damit einen männlichen Elterngeldbezieher. Die Mütterbeteiligung lag dagegen bei 98,4 Prozent. (Destatis)

Die Entwicklung zeigt, dass die Zahl der Väter, die überhaupt Elterngeld beziehen, wesentlich höher ist als der Anteil der insgesamt auf Väter entfallenden Monate.

Anteil der Vätermonate an allen Elterngeldmonaten

Besonders aussagekräftig ist deshalb die Betrachtung der tatsächlich bezogenen Monate. Für den abgeschlossenen Geburtsjahrgang 2023 entfielen rund 10,1 Prozent aller bewilligten Elterngeldmonate auf männliche Leistungsbezieher. Insgesamt wurden für diesen Geburtsjahrgang rund 10 Millionen Elterngeldmonate bewilligt. (Destatis)

Damit ergibt sich ein deutlich anderes Bild als beim Anteil der männlichen Elterngeldbeziehenden.

Statistik Wert
Väteranteil unter den Elterngeldbeziehenden 2025 25,9 %
Väterbeteiligung für Kinder des Jahrgangs 2023 46,4 %
Anteil der Vätermonate an allen Elterngeldmonaten, Jahrgang 2023 10,1 %
Durchschnittliche Bezugsdauer Väter, Jahrgang 2023 3,4 Monate
Durchschnittliche Bezugsdauer Mütter, Jahrgang 2023 14,0 Monate
Geplante Bezugsdauer Väter 2025 3,8 Monate
Geplante Bezugsdauer Mütter 2025 14,9 Monate

Quelle: Statistisches Bundesamt. (Destatis)

Warum beziehen Mütter deutlich länger Elterngeld?

Die Unterschiede bei der Bezugsdauer hängen unter anderem mit der Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit nach der Geburt zusammen. Hinzu kommt, dass die Mutterschutzfrist und die damit verbundenen Mutterschaftsleistungen bei der Elterngeldplanung eine besondere Rolle spielen.

Die statistische Bezugsdauer von Müttern liegt deshalb typischerweise deutlich über der von Vätern. Bei Kindern des Geburtsjahrgangs 2023 waren es durchschnittlich 14,0 Monate bei Müttern gegenüber 3,4 Monaten bei Vätern. (Destatis)

Bei den 2025 erfassten Planungen blieb die Differenz ebenfalls groß: Frauen planten durchschnittlich 14,9 Monate Elterngeld ein, Männer 3,8 Monate. (Destatis)

Entwicklung der Vätermonate seit Einführung des Elterngeldes

Langfristig ist eine stärkere Beteiligung der Väter erkennbar. Der Anteil der männlichen Elterngeldbeziehenden lag 2015 bei 20,9 Prozent. 2024 waren es 25,8 Prozent und 2025 schließlich 25,9 Prozent. Damit hat sich die Väterbeteiligung unter den Leistungsbeziehenden gegenüber dem Ausgangswert deutlich erhöht. (Destatis)

Gleichzeitig zeigt die durchschnittliche Bezugsdauer, dass sich die Verteilung der Monate wesentlich langsamer verändert. Väter beziehen weiterhin im Durchschnitt nur einen Bruchteil der Monate, die Mütter in Anspruch nehmen.

Elterngeld Plus verändert die Verteilung

Eine zunehmende Rolle spielt das ElterngeldPlus. Im Jahr 2025 planten insgesamt 40,3 Prozent der Elterngeldbeziehenden eine Nutzung von ElterngeldPlus. Bei Müttern waren es 45,2 Prozent, bei Vätern 26,1 Prozent. (Destatis)

ElterngeldPlus ermöglicht es, den Leistungszeitraum zu verlängern. Ein Basiselterngeldmonat kann grundsätzlich in zwei ElterngeldPlus-Monate umgewandelt werden. Außerdem können Eltern unter bestimmten Voraussetzungen den Partnerschaftsbonus nutzen. (Familienportal)

Dadurch lässt sich die zeitliche Verteilung zwischen Elternteilen flexibler gestalten, insbesondere wenn beide Eltern nach der Geburt in Teilzeit arbeiten.

Gesetzliche Änderungen beim gleichzeitigen Bezug

Für Geburten ab dem 1. April 2024 wurde außerdem der gleichzeitige Bezug von Basiselterngeld eingeschränkt. Grundsätzlich können beide Elternteile Basiselterngeld nur noch für maximal einen Monat gleichzeitig beziehen. Es gibt allerdings Ausnahmen, beispielsweise für bestimmte Mehrlingsgeburten, Frühgeburten oder bestimmte Fälle mit behinderten Kindern. (Familienportal)

ElterngeldPlus kann dagegen weiterhin länger gleichzeitig von beiden Elternteilen bezogen werden. Die Regelung soll unter anderem eine Kombination aus Teilzeitarbeit und gemeinsamer Betreuung ermöglichen.

Vätermonate 2026: Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Die aktuelle Statistik lässt sich in wenigen Punkten zusammenfassen:

  1. 2025 bezogen rund 417.000 Männer Elterngeld.
  2. Der Männeranteil unter allen Elterngeldbeziehenden betrug 25,9 Prozent.
  3. Väter planten 2025 durchschnittlich 3,8 Monate Elterngeldbezug.
  4. Bei Frauen lag die geplante Bezugsdauer bei durchschnittlich 14,9 Monaten.
  5. Bei Kindern des Geburtsjahrgangs 2023 entfielen 10,1 Prozent aller Elterngeldmonate auf Väter.
  6. Die Väterbeteiligung bei Kindern des Jahrgangs 2023 lag bei 46,4 Prozent.
  7. ElterngeldPlus wird zunehmend genutzt: 2025 planten 26,1 Prozent der Väter und 45,2 Prozent der Mütter diese Variante ein. (Destatis)

Fazit

Die Vätermonate-Statistik 2026 zeigt ein zweigeteiltes Bild. Immer mehr Väter beteiligen sich grundsätzlich am Elterngeldbezug. Gleichzeitig entfällt weiterhin der überwiegende Teil der Elterngeldmonate auf Mütter.

Besonders deutlich wird dies beim Vergleich der durchschnittlichen Bezugsdauer: 2025 planten Männer durchschnittlich 3,8 Monate Elterngeld ein, Frauen dagegen 14,9 Monate. Bei den abgeschlossenen Fällen des Geburtsjahrgangs 2023 entfielen rund 10,1 Prozent der insgesamt bewilligten Elterngeldmonate auf Väter.

Die Entwicklung von ElterngeldPlus und die gesetzlichen Änderungen beim parallelen Bezug schaffen zusätzliche Möglichkeiten für eine zeitlich flexiblere Aufteilung. Ob und wie diese Möglichkeiten genutzt werden, hängt von der individuellen familiären Situation, Erwerbstätigkeit und finanziellen Planung ab.

Quellen und weiterführende Informationen

Wenn du möchtest, kann ich daraus auch noch eine größere Statistik-Tabelle mit der Entwicklung der Vätermonate von 2015 bis 2026 erstellen.