Frische Luft, Bewegung, Natur erleben: Draußenspielen ist für Kinder viel mehr als nur ein Zeitvertreib. Es ist ein wichtiger Teil ihrer gesunden Entwicklung – körperlich, emotional und sozial. Doch wie lange sollten Kinder täglich draußen spielen? Und was, wenn das Wetter nicht mitspielt oder der Alltag eng getaktet ist?
Hier erfährst du, warum Draußenspiel so wichtig ist – und wie viel davon gut (und realistisch) ist.
Warum draußen spielen so wichtig ist
1. Bewegung & Gesundheit
Beim Toben, Klettern, Rennen oder Buddeln trainieren Kinder:
-
ihre Motorik
-
das Gleichgewicht
-
die Ausdauer
und ganz nebenbei wird das Immunsystem gestärkt.
2. Sinneserfahrung & Naturerleben
Kinder lernen draußen ganz intuitiv:
-
Jahreszeiten spüren
-
Wind, Sonne, Regen wahrnehmen
-
Tiere, Pflanzen und Umwelt entdecken
Das fördert Neugier, Achtsamkeit und Verbindung zur Natur.
3. Fantasie & Kreativität
Im Freien entstehen ganz neue Spielideen – ob Stock zum Zauberstab wird oder ein Baum zum Piratenschiff. Ohne vorgefertigte Spielstrukturen entwickelt sich freies, fantasievolles Spiel.
4. Soziale Fähigkeiten
Beim gemeinsamen Spielen auf dem Spielplatz oder im Hof üben Kinder:
-
Absprachen zu treffen
-
Konflikte zu lösen
-
gemeinsam Regeln aufzustellen
Wie lange sollten Kinder pro Tag draußen spielen?
Es gibt keine starre Regel – aber Empfehlungen, an denen man sich orientieren kann:
Kleinkinder (1–3 Jahre):
Mindestens 1–2 Stunden täglich – möglichst in Bewegung
Kinder im Kita-Alter (3–6 Jahre):
2–3 Stunden draußen sind ideal – aufgeteilt über den Tag
Schulkinder (6–12 Jahre):
Mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung täglich, davon ein großer Teil im Freien
Wichtig: Auch kleinere Einheiten über den Tag verteilt sind wertvoll – z. B. der Weg zu Fuß zur Schule oder ein Spaziergang am Nachmittag.
Und wenn das Wetter schlecht ist?
Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung
Kinder lieben Matsch, Regen, Wind – wenn man sie lässt. Natürlich ist es okay, bei Starkregen drinnen zu bleiben, aber auch nass werden darf mal sein. Regenhosen, Gummistiefel und warme Jacken machen das Abenteuer draußen auch bei Schmuddelwetter möglich.
Tipps für mehr Draußen-Zeit im Alltag
-
Feste Spielzeiten draußen einplanen (z. B. direkt nach dem Kindergarten)
-
Wege zu Fuß oder mit dem Laufrad erledigen statt mit dem Auto
-
Picknick, Naturbingo oder Schatzsuche als kleine Outdoor-Abenteuer
-
Mit anderen Familien verabreden – zusammen macht’s mehr Spaß
-
Selbst mit rausgehen – Eltern sind wichtige Vorbilder!
Fazit: Raus mit euch!
Draußenspielen ist ein echtes Multitalent: Es macht fit, fördert Kreativität, macht glücklich – und ist kostenlos. Auch wenn es im Alltag manchmal schwerfällt: Jede Minute im Freien zählt. Ob auf dem Spielplatz, im Wald oder im Innenhof – draußen wartet das echte Leben.
Du suchst nach Ideen für Spiele draußen – auch bei Regen oder ohne Garten? Dann schreib uns – wir haben jede Menge Inspiration parat!
Möchtest du diesen Text auch für einen Elternbrief, Blogartikel oder Instagram-Post nutzen? Sag einfach Bescheid!