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Reflektierende Aufkleber: Weil Sicherheit im Straßenverkehr an erster Stelle steht

Kinder, egal welchen Alters verbringen einen großen Teil ihrer freien Zeit an der frischen Luft. Das ist zum einen dem natürlichen Bewegungsdrang geschuldet. Andererseits gehen Kindern gern auf Entdeckungsreise und draußen lauern viele Abenteuer, die alle erkundet werden wollen. Der Aufenthalt an der frischen Luft birgt aber auch gewisse Gefahren, die Eltern kennen sollten, bevor sie ihren Nachwuchs in fremde Gegenden lassen.

 

 

Vor allem in großen Städten, kann leider nicht von jedem Verkehrsteilnehmer behauptet werden, dass er sich umsichtig durch den Straßenverkehr bewegt. Ganz lässt sich dieses Risiko zwar nicht ausschließen, reflektierende Aufkleber auf der Kleidung eines Kindes können dieses Risiko jedoch stark eindämmen.

 

 

Mythen, die es aus der Welt zu schaffen gilt

 

Gefahren im Straßenverkehr lauern nicht nur für Kinder, sondern für jeden, der sich draußen bewegt. Das ist vor allem in den kälteren und somit dunkleren Jahreszeiten der Fall. Eltern sollten daher als gutes Beispiel vorangehen und selbst stets dafür sorgen, dass sie für Autofahrer immer gut sichtbar sind. So gehen viele Menschen davon aus, dass reflektierende Aufkleber auf der Kleidung oder am Rucksack nicht benötigt werden, wenn die Straßenbeleuchtung eingeschaltet ist.

 

 

Andere nehmen an, dass Lichter, die aus den Fenstern von Häusern scheinen, für genügend Sichtbarkeit sorgen. Mit diesen Mythen ist dringend aufzuräumen. Die Straßenbeleuchtung sorgt zwar dafür, dass der Fußgänger sieht, wohin er sich bewegt. Der Autofahrer sieht einen Fußgänger aufgrund einer Straßenlaterne aber nicht früher. Genauso verhält es sich mit beleuchteten Fenstern in Häusern. Diese wirken, so haben Studien herausgefunden, vielmehr ablenkend auf den Autofahrer. Demnach ist nicht die gute Sicht für mehr Sicherheit im Straßenverkehr nötig, sondern eine gute Sichtbarkeit.

Reflektierende Aufkleber richtig anbringen

 

Im Gegensatz zu früheren Zeiten gibt es Reflektoren, die auf Gegenständen oder der Kleidung angebracht werden können, inzwischen in vielen Farben und Varianten. Die Zeiten langweiliger, schlichter Motive sind somit vorbei. Kinder finden ebenso das richtige leuchtende Motiv wie Erwachsene, die es lieber schlicht mögen. Auch was die Anbringung der Reflektoren angeht, hat sich einiges geändert. Auch wichtig: Sollten Eltern die Medienzeit der Kinder überwachen?

 

 

 

Wurden sie früher aufgenäht und waren deshalb oftmals nicht gut sichtbar, können sie heute einfach aufgeklebt werden. Reflektierende Aufkleber sollten von Kindern am ganzen Körper getragen werden. Besonders gut sichtbar wird ein Kind, wenn sich die Reflektoren bewegen. Eine Anbringung an Armen und Beinen ist daher empfehlenswert. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich auf diese Weise das Unfallrisiko um bis zu 85 % reduzieren lässt.

 

 

Als Faustregel gilt, dass kleinere Kinder reflektierende Aufkleber im unteren Bereich des Körpers tragen sollten, etwa von der Taille abwärts bis zu den Füßen. Größere Kinder und Erwachsene sollten die Reflektoren hingegen an der oberen Körperhälfte, von der Taille bis zu den Schultern anbringen, um von einem Autofahrer frühzeitig gesehen zu werden. Erfahrungen in der Praxis haben zudem gezeigt, dass ein Autofahrer ein Kind, welches reflektierende Aufkleber an der Kleidung oder am Schulranzen trägt, schon aus einer Entfernung von 140 Metern erkennen können.

 

 

Dadurch ist ausreichend Zeit gewährleistet, um im Fahrzeug angemessen zu reagieren. Trägt ein Kind hingegen keine Reflektoren, ist die Sichtbarkeit erst ab einem Abstand von 25 Metern bewegen. Dieser Abstand reicht jedoch nicht aus, um eine Vollbremsung zu realisieren. Um ihren Kindern den Sinn von Reflektoren zu erklären, sollten Eltern die Wirkung aufzeigen, indem sie reflektierende Aufkleber im Dunkeln mit einer Taschenlampe anleuchten. Zum Schluss sei noch verraten, dass sich Reflektoren mit der Zeit abnutzen. Sie sollten regelmäßig erneuert werden, um eine gute Sichtbarkeit gewährleisten zu können.